Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


    Akt 1 - Die Offenbarung

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    Cian

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Sa Apr 14, 2012 11:03 am

    Das war noch unerwarteter, als die Ohrfeig. Er krümmte sich vor schmerz auf dem Boden. Hatte er doch nie die Absicht gehabt, sie „wirklich“ umzubringen. Ihren Worten hörte er nur halb zu, weil er viel zu sehr damit beschäftigt war, sich die Eier zu halten und Luft zu bekommen. Blut sickerte aus seiner Nase und er fragte sich, wieso er sich von einer Frau verprügeln ließ.
    „Jetzt schon.“ Antwortete er auf die Aussage, sie sei auch jemand, der er vertrauen könnte. Er MUSSTE! Sonst würde sie alles zerstören. Cian wurde Richtig zornig und vergaß den Schmerz für eine Weile. Sie stocherte in Wunden, die lieber unberührt blieben und zwar erbarmungslos.
    „ES RECIHT!“, brüllte er sie mit einer Stimme an, die erhaben und majestätisch wirkte. Die nächsten Sätze rief er auch sehr laut aus, um vielleicht zum Ausdruck zu bringen, dass sie zu weit gegangen war. Ob sie das interessierte war ihm egal. „Ich habe es für dich getan!“. Nun, das war zumindest überraschend. „Ich habe es getan, damit du nicht mit hineingezogen wirst, Elena!“ Er richtete sich zu seiner vollen Größe auf und kam unerschrocken dicht, an Elena heran. „Du hast Recht. Meine kleine Schwester ist in den Händen von irgendwem. Seit zwei Jahren ist sie nun schon fort. Ist es ein Verbrechen, sie retten zu wollen? Auch wenn SIE es nicht hören wollen, ich habe mehr macht, als all ihre Polizeiinspektionen zusammen. Und diese Typen haben noch mehr Macht, also halten sie endlich mal den Rand! Ich weiß was ich tue, aber sie offensichtlich nicht!“
    Er brach ab und setzte sich matt in seinen Sessel. „Mein Tod, gegen das Leben, meiner Schwester, das war der Deal und den hab ich erfüllt. Jetzt heißt es warten.“
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    Elena

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Sa Apr 14, 2012 11:24 am

    Sie steckte ja wirklich einiges ein, doch das er es ihretwegen getan hatte und dieses Majestätische, das er plötzlich an den Tag legte, war mehr als überraschend. Der Alkohol wirkte, aber seine Wort ... die verdammt laut waren noch mehr. Er hatte sie damit überrascht, sie regelrecht überrumpelt. "Cian," meinte sie ganz ruhig. "Sie haben mich heraus gefordert, meine Kariere fast zerstör ... um mich aus der Sache raus zu halten. Sie sind wirklich ein Narr. Wenn ihre Ermittlungen über mich vernünftig abgeschlossen hätten, hätten sie gewusst, wie hartnäckig ich bin. Ich kann nichts für die Entscheidungen des Chiefs. Sie sind nicht halb so arrogant, wie sie immer tun. Warum haben sie mir nie eine Chance gegeben sie besser kennen zu lernen und zu beweisen, dass das, was man ihnen nachsagt nicht stimmt? Es tut mir leid, dass mein Temparament mit mir durch gegangen ist, aber sie schaffen es immer wieder mich auf die Palme zu bringen. Es sollte wohl bekannt sein, dass Leute wie sie mehr Macht besitzen, als die Polizei oder sonst wer, aber ich hätte ihnen vielleicht helfen können." Sie riss sich wirklich zusammen und schien auch genauestens darüber nach zu denken, was Cian gesagt hatte. Sie trank einen weitern Schluck, was langsam dazu führte, dass ihr die Beine schwer wurden und sie langsam glasige Augen bekam. Zwar sprach sie noch recht klar, doch sah man ihr an, das etwas nicht stimmte. "Warum wollten sie mich raus halten? Weil die keine Polizei wollten? Weil sie glaubten ich vermassele alles? Sie sind kein Superheld, der alles auf eigene Faust machen muss." Gerade sie musste das sagen. Versuchte sie doch schon seit Jahren die Mörder ihrer Eltern zu finden und akzeptierte keinen Partner, was bisher jedoch eher daran lag, dass es keinen fähigen gab. Cian stand nun direkt vor ihr und starrte sie an. Sie nahm ein Taschentuch und hielt es ein wenig unbeholfen an seine Nase. "Tut mir leid," beteuerte sie noch einmal und sah ihn dabei besorgt an.
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    Cian

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am So Apr 15, 2012 7:32 am

    Cian war zwar wütend gewesen, aber eigentlich nicht auf Elena, sondern über die gesamte Situation. Seine Schwester war in Gefangenschaft, ihm wurde vorgeworfen, ein Mörder zu sein und ständig versuchte jemand ihn umzubringen. Er konnte sich nicht vorstellen, dass das nur an seinem schlechten Image lag. Er musste herausfinden, wer und warum er ihn töten wollte. er nahm das Taschentuch und hielt es sich an die Nase gedrückt.
    „Es ist nicht wegen der Polizei oder sonst wem. Ich bin auch kein Held, ganz im Gegenteil es ist einfach…“, er schnappt sich ein Glas und trank es leer. Dann füllte er auf und trank noch eines. „Ich mag dich.“ Pha! Nun war es endlich raus. „Du hast mir mehrfach den Arsch gerettet. Und was hab ich getan? Ich kann dir nur die Verbannung geben. Ich muss L.A. verlassen, oder einen Unterschlupf finden, der Sicher ist. Und du musst mich begleiten, Elena.“
    Sie wusste zu viel. Sie war eine Gefahr. Menschen konnten brechen, wenn man ihnen genug antat. Und er nahm weder sich, noch Elena dabei aus.
    „Da du nun Mitwisser bist, bist du nicht sicher. Weder für mich, noch für deine eigene Haut.“
    Die Karten lagen auf dem Tisch, es war ihre Sache, was sie daraus machte.
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    Elena

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am So Apr 15, 2012 8:06 am

    Sie lauschte Cians Worten, war aber ein wenig verwirrt. Der Alkohol tat gerade seine volle Wirkung kund. Was sie an den Worten verstand, war vielleicht ein wenig verworren, doch irgendwie reimte sie sich zusammen. Wenn er sie dutzte, konnte sie das wohl getrost auch tun oder wäre das etwa zu persönlich? Egal. "Und? Dann hab ich dir eben mehrfach das Leben gerettet.Das ist mein Job ... und ehrlich gesagt ... kann ich mir nicht vor stellen, wie es wäre, dir nicht jeden tag ein wenig auf die Pelle zu rücken." Sie lallte ein wenig beim sprechen und begann auch schon zu schauckeln. Irgendwie war sie sich niocht mehr sicher, was genau sie da von sich gab, aber es war zuminest die Wahrheit. Eigentlich wollte sie ihm gegenüber zurückhaltender sein, ihm nicht gerade auf die Nase binden, wie sehr sie sich an ihn gewöhnt hatte, dochd er Alkohol löste ihre Zunge. "Du glaubst doch nicht, dass du mich los wirst?!Ich werde dich überall hin begleiten. Irgendwer muss dich ja wieder aus der Scheiße ziehen. Ausserdem ... mag ich dich ebenfalls." Sie nahm ebenfalls ein weiteres Glas, trank es leer und spürte wie ihr der Alkohol nun die letzten Sinne vernebelte. Ein zwei Schritte und sie stolperte. Nun saß sie lachend auf dem Boden. "Weißt du Cian ... als ich den fall angenommen habe, dachte ich, das is bestimmt so ein Mistkerl, der ein Weib nach dem anderen nimmt und es wieder weg wirft, wie ein stück Papier. Möglichst nimmt er dann noch das Schoßhündchen für seine Versuche mit den Medikamenten. Ich habe mich geirrt. es tut mir leid." Sie nuschelte mehr als das sie sprach, doch sie meinte es ehrlich. Dann kam ihr der Gedanke hoch, wie er da gelegen hatte und wie man ihr im Krankenhaus sagte er sei tot. Tränen liefen ihr über das Gesicht. Als ihre Eltern starben ... war sie direkt in unmittelbarer Nähe. Sie war gerade von der Schule gekommen, als auf der Straße eine Schießerei los ging. Ihre Eltern hatten jemanden verfolgt, doch der verfolger hatte sie auf offener Straße mit seinen Freunden nieder gestreckt. Die Schüsse drangen ihr noch immer im Ohr udn wenn sie die Augen schloß, sah sie das Bild ihrer toten Mutter udn ihres toten Vaters vor sich. Damit hatte sie inzwischen abgeschlossen, doch das nun jemand dazu kam, wie Cian ... das war unerträglich. Sie wischte sich die Tränen weg und vrsuchte auf zu stehen. "War wohl zu viel ... ich sollte erst mal schlafen," stellte Elena fest. Sie kam auf die Beine und stolperte Cian entgegen und landete direkt in seinen Armen. Ein seltsamer Moment. Sie sah zu ihm auf. So arrogant und fies war er gar nicht. Sie hatte es nie für möglich gehalten, doch er war .... ganz anders als sie es geglaubt hätte.
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    Cian

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am So Apr 15, 2012 11:08 am

    Cian bemerkte schnell, dass Elena ziemlich betrunken war. Vermutlich trank sie nicht oft oder war in einer schlechten Verfassung. Jedenfalls torkelte sie schon und erklärte ihm, dass sie ihn mochte. Ein eindeutiges Zeichen von Trunkenheit. Entschuldigungen im trunkenen Zustand, waren meist die pure Wahrheit, aber Cian sah nicht, was sie entschuldigen wollte. Sein Image war alles, was sie gekannt hatte und er legte keinen Wert darauf, was andere von ihm dachten. Was Frauen betraf… Nun, er war kein Unschuldslamm, aber er war auch kein Perversling. Er war ein ganz normaler junger Mann, der auch seine Bedürfnisse hatte.
    Plötzlich stürzte Elena auf ihn zu und fiel in seine auffangenden Arme. Sie war so betrunken, dass sie das Gleichgewicht verloren hatte. Zum Glück, war Cian noch nicht betrunken und konnte sie leicht, vor einem unsanften Sturz auf den Marmorboden beschützen.
    „Schlafen ist eine gute Idee.“, antwortete er sanft und nahm Elena auf. Er trug sie in ihr Zimmer und bettete sie auf dem Himmelbett nieder. Zu vor hatte er die Decken mit dem Fuß zurückgeschlagen, ohne auch nur ein bisschen zu wanken. Er hatte scheinbar, eine enorme Körperbeherrschung. Elena wurde von ihm zugedeckt und schlief sofort ein. Eine Weile saß Cian noch daneben und beobachtete sie einfach, wie sie schief .Lächelnd verließ er das Zimmer und begab sich ebenfalls zur Ruhe.
    In dieser Nacht schlief er schlecht und träumte viel von seiner Schwester, als auch von Elena. Jedenfalls wachte er am Morgen schweißgebadet auf, indem er sich durch seinen eigenen Schrei weckte: „NEIN!“
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am So Apr 15, 2012 7:19 pm

    Völlig betrunken lehnte Elena ihren Kopf an Cians Schulter. Sie trank meist nie viel, doch wenn sie trank, dann keinen Scotch. Er hätte ihr eigentlich in der Kehle brennen müssen, doch das tat er nicht, was sie nicht egrade davon abgehalten hatte, das Zeug wie Wasser zu schlucken. Ausserdem waren die Ereignisse des Tages nicht gerade normal und es hatte sie sehr mit genommen, Cian da so blutend liegen zu sehen. Sie mochte ihn mehr, als sie es selbst geglaubt hatte. Wenn der Chief das wüsste ... würde er sie augenblicklich abziehen. Was kümmerte sie das jetzt? Sie sog den Duft des Mannes ein, der sie gerade trug, nuschelte was vor sich hin, das es gut duftete und schlief ein, ehe sie überhaupt an ihrem Zimmer angekommen waren.

    Am nächsten Morgen erwachte sie durch einen lauten Schrei. Elena sprang aus dem Bett,griff nach ihrer Waffe und stürmte hinaus. Glücklicherweise hatte sie keine Kopfschmerzen, aber sie schwor sich vorerst keinen Alkohol mehr zu trinken. ohne weiter ab zu warten, stürmte sie in Cians Zimmer, die Waffe von sich gestreckt, bereit jemanden zu erschießen. Da war niemand, ausser Cian, der Schweißüberströmt im Bett saß. Er musste einen Alptraum gehabt haben. Elena nahm die Waffe runter, ging zu ihm hinüber und setzte sich auf die Bettkannte. Sie nahm ein Taschentuch und wischte ihm das Gesicht vorsichtig ab. "Alpträume?" fragte sie leise. "Es wird schon wieder. Wir werden das alles in Ordnung bringen und deinen Namen rein waschen. Ich werde dir dabei Helfen Cian." Sein auftritt vom Vorabend, ehe sie völlig abgestürzt war, hatte Spuren bei ihr hinterlassen. Er war ganz anders, als er sich sonst gab. Sein Ausbruch war ungewohnt und hatte sie beeindruckt.
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am So Apr 15, 2012 10:56 pm

    Es dauerte nur ein Paar Atemzüge, als Cian Elena in seinem Zimmer stehen sah. Sie hatte eine Waffe in der Hand und „sicherte“ den Raum. Sie musste geglaubt haben, dass jemand an Cians leben wollte. Doch das interessierte ihn kaum. Der Traum aus dem er erwacht war, war viel interessanter. Er war traurig und einer der übelsten, die er je gehabt hat.
    Elena setzte sich zu ihm, und tupfte ihm den Schweiß ab. Sie redete ihm gut zu, wie eine Freundin, oder eine Schwester. Bei dem Gedanken daran, fühlte sich Cian, als würde sich ein Hand um sein Herz drücken und es zusammen quetschen. Er bekam kaum noch Luft und versuchte nicht aus der Fassung zu geraten.
    Cian McKenna – Der Mr. Cool, der in den Medien als aalglatt dargestellt wurde – legte seine Stirn auf Elenas Schulter. Was man nicht sehen konnte, spürte man jedoch. Cian weinte leise, ohne einen Ton, aber ab und an zuckte sein Körper, beim Luft holen. Vielleicht war es Elena nicht klar gewesen, aber Typen wie er, waren immer alleine.
    Carl trieb sich im unteren Bereich des Hauses rum und lauschte nach oben. Er hatte den Schrei gehört und das Getrappel von Elena. Er lächelte wissend und machte sich an die morgendlichen Geschäfte. Er bereitete ein Testament vor, so wie es Cians Wunsch gewesen wäre.
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am So Apr 15, 2012 11:08 pm

    Cian tat Elena unendlich leid. Als er seinen Kopf an ihre Schulter legte, und sie seine heißen Tränen spürte, wiederstand sie nur einen Augenblick ihm de Arme um die seinen zu legen. Vorsichtig drückte sie ihn an sich. Sie sagte nichts. Er brauchte diesen Moment für sich und er musste lernen, dass er nun ausser Carl auch sie noch hatte. Sacht streichelte sie ihm den Kopf und den Rücken, wie es ihre Tante immer getan hatte, wenn Elena weinte. Cians Feinde nutzten das Wissen, dass Cian seine Schwester liebte und alles für sie tun würde. Sie selbst hatte niemanden ausser ihrer Tante und ihren Onkel, mit denen sie nur noch wenig Kontakt hatte, gerade weil sie um eben solche Feinde wusste. Sie hatte niemanden der ihr mal zu hörte. Niemanden der da war, wenn sie abends Heim kam. Nicht einmal ein haustier, weil es einfach zu gefährlich war. Auch sie war einsam. Vielleicht war es eben das, was sie so unerbitterlich an jeden Fall machte und sie nicht aufgeben lassen wollte, als sie sich an Cian gehangen hatte. Nach einer Weile meinte sie schließlich: "Ich verspreche dir ... dich nicht allein zu lassen. Wir werden sie finden. Zusammen." Bei dem letzten Wort drückte sie Cian an seinen Schultern gerade so weit weg, das sie ihm in die verweinten Augen blicken konnte. Dann ließ sie ihn wieder an ihre Schulter anlehnen. Es war schrecklich allein zu sein, aber wenn man nur so verhindern konnte in die Schußlinie zu geraten, musste man das wohl in kauf nehmen. Das war eben einer der Gründe mit, warum es bei ihr mit Beziehungen nie gut ging. Anders herum hatte sie nie jemanden so sehr geliebt, dass ihr viel daran gelegen hatte. Hier ging es nun jedoch nicht um sie, sondern um Cian. Er brauchte dringend Ruhe und jemanden, der ihm zuhörte.
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    Cian

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am So Apr 15, 2012 11:30 pm

    Cian fühlte sich unendlich schwach und klein. Da saß er in seinem Bett und eine Frau, die er seit kurzer Zeit kannte, hielt ihn im Arm wie ein Baby. Erbärmlich fühlte er sich, aber es tat so gut, die Maske fallen zu lassen. Viel besser als er sich hätte vorstellen können. Elena war für ihn da, obwohl sie sich eigentlich nicht immer hatten leiden können. Sie hatte ihn geohrfeigt, ins Gesicht geschlagen und in die Eier getreten. und nun saß er in ihrem Arm und ließ sich von ihr trösten. Was war eigentlich los?
    Als sie ihn ansah und dann wieder in die Arme schloss, legte auch er seine Arme um sie. Sie sagte ihm, sie würde ihn nicht allein lassen. Eigentlich hatte er ja Carl, der sein Vertrauter war. Aber er konnte sich nicht vorstellen, so mit Carl umzugehen. Es war etwas anderes, wenn man eine Frau umarmte, als einen Mann.
    Nachdem er noch ein bisschen geweint hatte und sich endlich beruhigt hatte, löste er sich von Elena und murmelte ein Dankeschön. Es war nicht laut und auch nicht sonderlich euphorisch, aber es war auf jeden Fall sehr ehrlich. Schon das zweite Mal, dass er sich bei ihr bedankte.
    „Ich habe noch viel zu tun. Ich muss aufstehen und mich um mein Testament kümmern.“
    Er erhob sich aus seinem Bett, mit nichts weiter an, als seinen Shorts. Sein Oberkörper war glatt und trainiert. Kein Gramm Fett war an ihm zu finden. Die Wölbungen an Bauch, Brust, Schultern und Armen, waren pures Muskelfleisch. Auch sein Rücken und die Beine waren von Muskeln durchzogen, die seinem ganzen Körper Eleganz und kraft zugleich verliehen. Auf seiner Brust befanden sich zwei tiefblaue Flecken, die wahrscheinlich durch die beiden Kugeln verursacht worden waren.
    „Übrigens, nettes Outfit.“, sagte er, als er kurz über seine Schulter blickte und damit auf das dünne Nachthemd deute, das Elena trug. Es war kurz, aber nicht zu kurz und es war durchscheinend, aber enthüllte nichts. Es war eigentlich genau das, was einen zutiefst an einem schönen Körper erfreute, aber die Chance einen Blick zu erhaschen zerstörte. Er lächelte süffisant.
    „Wir sehen uns beim Frühstück.“
    Es war, als sei gerade eben gar nichts passiert. Cian war wieder genau wie die Tage davor: Frech. Allerdings fehlte ihm jegliche Arroganz. Das Lächeln war ehrlich gewesen. Doch schon war er in seinem Badezimmer verschwunden und ging seine Morgentoilette nach.
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    Elena

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am So Apr 15, 2012 11:48 pm

    Wieder ein dankeschön und dann ... Er stand auf und zum ersten Mal konnte sie seinen unglaublich gut gebauten Körper sehen. Die Shorts waren nicht gerade das, was sie bei ihm erwartet hätte, aber sie standen ihm unglaublich gut und brachten seinen Muskulösen Oberkörper wundervoll zur Geltung. Es war ein Anblick wie aus den Kalendern, die man hin und wieder bei Koleginen an der Wand fand. Fast zu schön um wahr zu sein. Es lenkte sie für einen kurzen Moment ab und schon wurde er wieder frech, wie die Tage zuvor. Denn noch war er irgendwie anders. Sie stand ebnfalls auf. "Das kann ich von dem ihren auch nur behaupten," lächelte sie und verschwand aus seinem Zimmer, um sich zu duschen und an zu ziehen. Es dauerte nicht lange, ehe sie das passende Outfit zusammen getragen hatte. Sie war eher praktischer Natur, nur leider bot der Kleiderschrank nicht vieles, was sie so tragen würde. Ihre ganzen Sachen waren in ihrem kleinen Strandhaus geblieben, da sie ja von einer Uniform aus gegangen war. Stastt dessen erwartete sie hier ein Kleiderschrank voller Cocktailkleider und anderer schöner Sachen für die sich wahrschenlich so manch eine Frau geprügelt hätte. Offensichtlich war Cian der Meinung, das Frauen besser Röcke und Kleider tragen könnten, als Hosen. Eben so sah es wohl mit den Schuhen aus. Sie suchte sich zunächst die Flaschsten, die der Schrank her gab, denn wenn es nötig war, wollte sie rennen können. Dann suchte sie sich passend ein Sommerliches Trägerkleid heraus. Das ganze in Sonnenuntergangorange und Knielang, was ihre perfekten glatten wohlgeformten Waden zur Geltung brachten. Die Schuhe mussten passend gekauft worden sein. Sie waren Farblich passend und ließen die Fesseln hervorstechen. Alles in allem, sah Elena sich selbst nicht egrade als umwerfend, doch so manch ein Kerl würde seine Fantasie spielen lassen, würde er sie so sehen. Das Dekolte war so ausgeschnitten, dass es nicht zu viel her gab, aber immernoch genug, um die Fantasie an zu regen. Durch die Träger wurden auch ihre Schultern noch sehr schön betont. Jetzt bürstete sie nur noch ihre Haare, die inzwischen trocken waren und wieder leichte Wellen schmissen.
    Vorsichtig kam sie die Treppe herunter und begab sich in den Raum, in dem sie schon am Vortag zu Abend gegessen hatten. Ohne es wirklich wahr zu nehmen, war sie auf Cians Reaktion gespannt.
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    Cian

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mo Apr 16, 2012 12:05 am

    Cian duschte sich auch ausgiebig und zwar kalt! Es war allgemein bekannt, dass das gut für die Haut war und außerdem auch für den Kreislauf. Dann rasierte er sich, stylte seine Haare und warf sich Rasierwasser ins Gesicht. Er machte seinen begehbaren Kleiderschrank auf und war unschlüssig, was er anziehen sollte. Der „Schrank“ war lächerlich groß und bot so viel Auswahl, wie ein Modegeschäft. Letztlich wählte er ein schlichtes orangefarbenes Hemd und helle knielange Hosen Das Hemd war nicht ganz zugemacht. Als Schuhe, wählte er einfache Flipflops. Es war Sommer, da war es nicht verwerflich solche Schuhe zu tragen.
    „Also gut.“
    Als er unten ankam, war noch nicht anwesend, weshalb er einfach schon mal Platz nahm. Carl stand in einer Ecke rum und wartete. Und endlich kam sie auch. Cian betrachtete sie von oben bis unten und von rechts nach links. Ihm fiel auf, dass sie auch Orange trug, was ihn leicht erheiterte. Carl rückte ihren Stuhl zurück und schob ihn dann an den Tisch, als sie sich setzte.
    „Guten Morgen. Gut siehst du aus.“, sagte er grinsend – immer noch das Nachthemd im Hinterkopf habend. Carl deckte auf und wartete dann wieder in einer Ecke des Zimmers, falls noch etwas benötigt werden sollte.
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    Elena

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Mo Apr 16, 2012 12:46 am

    Cian war überraschender Weise ebenfalls in ein Orangefarbenes Oberteil gekleidet.Es war nicht ganz zu und so sah man etwas seiner perfekten Brust. Gott der Kerl war ein Idot aber dafür ein hübscher und Wohlgeformter Idiot, den sie nun nicht wieder allein lassen würde. Carl schob ihr den Stuhl zurecht. "Guten Morgen Carl. Vielen Dank," meinte sie ihm zu gewand. Dann wandte sie sich an Cian, der sie noch immer angrinste. Sie konnte sich denken, was in seinem Kopf vor sich ging. Das Nachthemd, welches sie mitten ind er Nacht in noch halbtrunkenen Zustand angezogen hatte, musste einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. "Danke ... gleichfalls," kommentierte sie. "Und? Was steht heute auf dem Plan, ausser das wir uns nirgends sehen lassen dürfen und die Welt im Glauben lassen, Cian McKenna sei tot und vererbt alles ... ja wem eigentlich?" Wenn er sein Vermögen an jemand anderen vererbte, wäre er seinen Lebensstandart wie auch seine Mittel los. Sie fragte sch, wie er sich das ganze nun vorstellte. Sein Gesicht war bekannt und niemand würde glauben, dass er der Doppelgänger oder verschollene Zwillingsbruder wäre. man war das kompliziert. Sie selbst war als eine seiner Flammen verschrien. Bis her war noch nirgends zu lesen gewesen, ass er einen neuen Bodyguard an seiner Seite hatte. "Carl? Steht in der Zeitung bereits über das Ableben Mr McKennas?" fragte sie eher beiläufig. Die Schlagzeile konnte sie sich schon vorstellen. ~Ex-Detektiv schuld an McKennas Tod.~ Sie aß nur mäßig. Irgendwie hatte sie noch diverse Magenprobleme durch den gestrigen Genuß des Scotch.
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    Cian

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mo Apr 16, 2012 9:40 am

    Cian aß zwei Brötchen mit Honig und Rührei mit Schnittlauch, dazu rabenschwarzen Kaffee. Über sein Erbe hatte er sich schon längst Gedanken gemacht und auch, wer es antreten sollte. Die Zeitung klemmte unter Carls Arm, der immer noch in der Ecke stand.
    „Ja. Es steht in der Zeitung. Jedoch weiß die Presse noch von nichts, nur, dass Master McKenna keines natürlichen Todes starb.“
    „Ich bin ja auch erst 24.“
    „Sir, würden sie sich bitte einen Grabstein aussuchen?“
    Cian verschluckte sich an seinem Kaffee und bekleckerte sich von oben bis unten. Der Kaffee war brühheiß und entsprechend schmerzhaft, aber er ertrug es still.
    „Ich soll was?“
    „Einen Grabstein, immerhin sind sie gestorben. ich kann schlecht ein Holzkreuz hinstellen.“
    „Such du einen aus, wäre ich wirklich gestorben, hättest du es auch selbst machen müsssen.“
    „Aber sie leben und wenn sie es mir jetzt sagen, weiß ich es das nächste Mal.“
    Cian sah ihn fragend an. Es wirkte, als könne die Aussage von Carl keinen Sinn ergeben. „Carl, Ich bin mehr als halb so alt, wie du. Glaubst du wirklich, du überlebst mich?“
    „Sicher ist sicher, bei ihrem Glück in letzter Zeit….“ Carl grinste süffisant und reichte Elena die Zeitung, während Cian ihn ungläubig ansah. „Sonst noch einen Wunsch?“
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Mo Apr 16, 2012 9:59 am

    Elena hatte keinen großen Hunger. Ein halbes Brötchen mit quark und kirschmarmelade reichten ihr aus um satt zu werden. Sie lauschte dem Gespräch, wobei sie Schwierigkeiten hatte, nicht laut los zu lachen, als Carl Cian nach dem Grabstein fragte. Carl war großartig. Er hatte ein so liebevolles und doch so wahnsinnig trockenes Wesen an sich. Elena nahm die Zeitung. Wie erwartet, stand nichts davon drin, dass sie der Bodyguard war. Was zum Teufel hatte der Chief sich dabei gedacht? Lediglich stand in der Zeitung, dass McKenna ermordet worden sei. Man wisse jedoch nichts über die Täter. "Carl? Haben sie ein paar Vorschläge für den Grabstein?" Carl zog eine Augenbraue hoch und reichte Elena ein Heft mit diversen Fotografien schon gemeißelter Grabsteine, welche jedoch noch keinen Namen hatten. nach einigem suchen, fand sie etwas, was sie persönlich für Cian genommen hätte. Ob es ihm gefiel, interessierte sie nicht. "nehmen sie den hier Carl. Er ist wirklich schön." Ein großer schwarzer Mamorner Grabstein, auf dem man eine weiße Rosenranke rechtsseitig eingraviert hatte. In derMitte war Wahlweise Platz für ein Foto des verstorbenen. Eine menge Platz für Text und die üblichen Daten. "Und suchen sie die passende Farbe der Buchstaben aus. Vielleicht kann man die Rosenranke noch anpassen. Ich denke ... das er in der nächsten zeit keinen weiteren brauchen wird Carl. Schließlich ... werde ich ihn nicht aus den Augen lassen." Sie sah wieder zu Cian, wobei sie einen wirklichwarnenden Blick aufgesetzt hate. "Wehe ... sie ziehen noch einmal so ein Ding ab wie gestern udn hauen einfach ab ohne was zu sagen. Übrigens ... lassen sie sich was wegen meines Chiefs einfallen. Schließlich brauche ich einen Grund, warum ich nicht mehr zum Dienst erscheine." Sie trank einen Schluck Orangensaft und wartete darauf, dass er ihr endlich Antworten lieferte. "Also? Wo wird es hin gehen oder halten wir uns hier auf ewig verstecken?"
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mo Apr 16, 2012 10:25 am

    Als Carl Elena das Heft gab, schien Cian fast ein bisschen erleichtert. Immerhin wurde er mit seinem eigenen Tod konfrontiert, was ihn zu der Überlegung bracht, was, wenn die Killer nicht auf seine Stirn geschossen hätten, sondern woanders hin? Er bekam eine Gänsehaut. Er bekam nur noch mit, wie über die Schrift gesprochen wurde.
    „Ja schreiben sie drauf: Hier ruhen meine Gebeine. Ich wünschte es wären deine.“
    Er tupfte an seinen Klamotten rum und lehnte sich dann zurück. Elena war ganz schön neugierig und schien nicht locker lassen zu wollen. Aber sie hatte ja auch ein gutes Recht es zu erfahren. Natürlich war das keine Aktion, die einfach so eine Schnapsidee war, sondern schon durchdacht und vor allem geplant. Nur der Zeitpunkt war noch offen gewesen.
    „Also gut. Du hörst ja doch nicht auf zu fragen. Warum gehst du mit Carl nicht einfach zur Testamentseröffnung? Und wären ihr euch mit Anwälten und Managern rum ärgert, werde ich ein wenig trainieren, duschen, gemütlich in meiner Sauna im Keller schmoren, im Becken schwimmen gehen und dann in meiner Cocktail-Bar auf einem Liegestuhl auf euch warten.“ er lächelte höhnisch und ließ sich neuen Kaffee einschenken. „Sie sind immerhin nicht tot. Und Carl ist ein ausgezeichneter Bodyguard, wenn er will. Tu mir nur einen Gefallen. Geh nicht zur Polzei.“
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Mo Apr 16, 2012 10:39 am

    Elena verdrehte die Augen, stemmte die Arme auf den Tisch und richtete sich auf. "Himmel noch eins hörst du zu? Welchen Grund hätte ich wohl zu der Testamentseröffnung zu gehen und noch einamal. WAS soll ich meinem Chief erzählen, warum ich nicht zur Arbeit komme?" Sie sah hilfesuchend zu Carl. "Soll ich meinen Tod nun auch noch vortäuschen?" Sie war mit der Situation ein wenig überfordert. Eigentlich wusste sie immer, was zu tun war, doch nun war sie aufgeschmissen. Cian schien ihr keine Antwort geben zu wollen und Carl zuckte nur mit den Schultern. "Na ihr seid ein wundervolles Pärchen. dann werde ich mal hinauf gehen und mich umziehen. Schon wieder." Sie war wirklich genervt, aber anstatt sich noch lange mit den Beiden auf zu halten, begab sie sich nach oben, dabei in ihrer Muttersprache wild schimpfend.
    Im Schrank fand sie ein schwarzes Kleid, welches durchaus passend für die Trauer war. Schwarze Schuhe, mit deren Absatz sie gerade noch so laufen konnte, zog sie an und betrachtete sich im Spiegel. Was Männer an den Absatzschuhen für Frauen fanden, verstand sie durchaus und doch fühlte sie sich nicht gerade, wie sie selbst. Sie ging die Treppen herunter und hoffte, Carl wäre bereits fertig um zur Testamentseröffnung zu fahren. Würde ja auch gar nicht komisch wirken, wenn sie da mit auf tauchte und dann auch noch so.
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mo Apr 16, 2012 10:47 am

    Carl war noch damit beschäftigt das Frühstück abzuräumen, während Cian in einem Sessel saß und darauf wartete, dass Elena zurückkam. Dann, als sie zurückkam, faltete er die Hände ineinander und sah sie fröhlich an. Irgendwas führte er schon wieder im Schilde.
    „Du willst wissen, was du deinem Chef sagen sollst?“, er beugte sich leicht nach vorn, als sei sie schwer von Begriff. „Ich kündige!“, er versuchte dabei ihre Stimme zu imitieren. „Ich brauche eine Auszeit und irgendwie stimmt mein Leben nicht mehr. Es ist alles so, als wäre ich nicht mehr ich. tut mir leid…
    Seine Stimme überschlug sich ein Paar mal, weil er hoch zu sprechen versuchte. Seine eigentliche Stimme, war jedoch nicht dafür gedacht im Sopran einer Frau zu sprechen, weshalb es eher lächerlich klang… Das schien aber auch der Plan gewesen zu sein. Carl grinste und setzte seine Arbeit fort.
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    Elena

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Mo Apr 16, 2012 10:56 am

    Elena sah ihm an, dass er wieder irgendwas vor hatte. Sie stand für einen Moment da wie eine Kuh wenns Blitzt, fasste sich dann jedoch wieder und schien jeden Moment zu Platzen. In solchen Moment versuchte sie sich nur noch zusammen zu reißen, doch er hatte es mal wieder innerhalb von wenigen Sekunden geschafft, sie auf die Palme zu bringen. "ICH SOLL WAS??? Bist du eigentlich noch ganz gescheit? Das ist mein leben ... meine Kariere. Du bist doch wohl vollkommen übergeschnappt. Erst berichte ich ihm von deinem Tod, dann soll ich deshalb auch noch Kündigen und den Verdacht zwischen uns sei was gelaufen noch verhärten? Eine bessere Idee als eine Frau zu spielen, zu der dieser Unfug im Leben nicht passen würde, fiel dir nicht ein was? Wenn ich wieder da bin ... hast du dir gefälligst was anderes überlegt, ansonsten ... wird die nächste Zeit verdammt hart für dich."
    Wütend drehte sie sich um zu Carl. "Vielleicht haben sie einen besseren Einfall. Es könnte sein, dass er sonst tatsächlich bald einen Grabstein braucht. Lassen sie uns los fahren, ehe ich mich völlig vergesse und hier das Geschirr fliegt."
    Elegant aber wütend machte sie sich auf den Weg nach draußen, wobei sie einmal weg knickte und fluchte.
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mo Apr 16, 2012 11:10 am

    Man konnte Cian noch mal verdammt laut lachen hören, als Carl Elena geschwind hinterher ging, um sich nicht ihren Zorn zuzuziehen. Er packte das Testament ein und ging zum Notar. Alles was er aufgeschrieben hatte, hatte Cian ihm zuvor diktiert. Carl hatte es nur noch mal in eine ordentliche Form gebracht und Cian hatte es unterschrieben.
    Die Fahrt zum Notar dauerte ewig. Wahrscheinlich hatte Cian schon die Hälfte seiner vorgenommenen Aktivitäten hinter sich. Carl kannte den Notar scheinbar sehr gut. Er duzte den Mann sogar. Von ihm war also sicherlich nichts zu befürchten. Das Testament fiel kurz aus, weswegen Elena einsehen musste, dass Cian ihr mal wieder einen Streich gespielt hatte, indem er sie mitgeschickt hatte. Es gab nur einen Satz in dem Schriftstück:
    Mein gesamter Besitz und jegliches Vermögen, geht an meinen treuen Buttler Carl Lawrence.
    Das schien alles zu sein. nur Cians Unterschrift, war noch auf dem Blatt. Was für eine grenzenlose Zeitverschwendung für Elena. DAS hätte er ihr ja auch wirklich sagen können. Aber nein! Er schickte sie Stunden lang in der Gegend rum. Carl wendete sich an Elena. „Elena, wollen sie nun Meine Leibwächterin sein?“ Fragte Carl schuldbewusst. Offenbar war ihm das von Cian aufgetragen worden, zu sagen.
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Mo Apr 16, 2012 11:22 am

    Er sollte ihr heute besser aus dem Weg gehen, wenn er nicht noch ein Donnerwetter erleben wollte. Zudem kam noch das Carl sie auch noch fragte, ob sie nun seine Leibwächterin werden wolle. Wieder stand sie da und wusste nicht, was eben passiert war. Denn noch nickte sie ihm zu. Der notar nahm es einfach nur so hin. Carl musste den Feuersturm in Elenas Augen gesehen haben. Sicher ahnte er bereits, was nun zuhause geschehen würde. Hier blieb sie zunächst noch brav, doch den Heimweg über, sah sie alles andere als trauernd aus. Auch ihre Beschimpfungen für Cian waren durchweg in ihrer Muttersprache. "Carl ... ich bringe ihn um," teilte sie ihm mit, während er fuhr. "Würden sie so freundlich sein, das Problem mit dem Chief in die Hand zu nehmen? Vielleicht eben diese Bodyguardgeschichte, dass ich bei ihnen mehr verdiene oder sowas. Dieser Kerl is ja wirklich zu allem zu unfähig. Ich frage mich, wie er ohne sie klar kommen käönnte." Als sie zuhause an kamen, machte sie sich auf den Weg Cian zu suchen. Im keller gab es einen Pool. Sie begab sich direkt hinunter und fand Cian auf der Liege neben dem Pool vor, einen Cocktail in der Hand haltend. Sicher gäbe es eine andere Art der Rache, die heute sicher noch folgen würde, doch ihre Wut ließ sie gerade recht spontan Dinge tun, über die sich manch einer kaputt lachen würden. Sie stiefelte unmittelbar ohne ein Wort zu sagen auf Cian zu, packte die Liege an der Seite und kippte Cian mit sammt seinem Cocktail ins Wasser, ehe sie sich umdrehte und wieder hinauf ging.
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mo Apr 16, 2012 11:35 am

    Carl sah sehr schuldbewusst aus, als sie heim fuhren, aber es war nun mal seine Aufgabe seinem Schützling zu dienen und ihm zu helfen wo es nur ging. „Vermutlich gar nicht, Fräulein Martinez.“ antwortete er auf ihre Frage.
    Nachdem Carl Elena abgesetzt hatte, fuhr er gleich weiter um zum Präsidium zu gelangen. Denn das war zwar kein Wunsch von Cian, wohl aber von einer hübschen Dame.
    Was Cian betraf, er hatte sich auf ein Donnerwetter eingestellt, aber nicht auf eine solche Reaktion. Er platschte ins Wasser und schluckte selbiges auch gleich. Hustend kam er wieder hoch und hielt sich am Beckenrand fest. Das Glas hatte sich ins Wasser ergossen und der Stuhl sank zu Boden. Cian beruhigte seinen Hustenanfall und tauchte hinab, um den Stuhl wieder hoch zu holen und umständlich an Land zu bringen. Danach schnappte er sich das Glas und trocknete sich ab. Er war nicht zornig, über Elenas Tat, wohl aber überrascht, dass sie gleich zu solchen Mitteln griff. Das nächste Mal wäre er vorbereitet. Er legte sich wieder auf den Stuhl, stand aber gleich wieder auf, um sich einen neuen Cocktail zu machen.

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Mo Apr 16, 2012 11:41 am

    Dieser miserable Schmierenkomödiant bildete sich hoffentlich nicht ein, dass er mit seiner dämlichen Numemr so ohne weiteres durch kam. Sie erinnerte sich sehr wohl daran, wie er sich verhalten hatte, als sie in dem Blutroten Kleid auf tauchte und er seinen Teller plötzlich so unglaublich interessant fand, dass er seine Augen von diesem nicht mehr heben konnte. Sie marschierte direkt in ihr Zimmer, zog sich das Kleid aus und suchte sich einen schneeweißen, sehr knappen Bikini heraus, der jedoch das nötigste verdeckte. Dann zog sie sich einen bademantel über und lief Barfuß hinunter zum Pool, wo sie Cian gekonnt ignorierte. Ihren Bademantel legte sie nun dreister Weise einfach auf die andere Liege ab und streckte sich kurz, um sich dann durchaus in einer erotischen Pose nieder zu lassen.
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mo Apr 16, 2012 11:58 am

    Cian war gerade fertig mit seinem Cocktail, als er das Getrappel von nackten Füßen vernahm. Er schaute zum Eingang, in die kleine Grotte und erblickte einen weißen Bademantel, von Elena getragen. Sie kam zu den Liegen und legte den Bademantel ab. Cians Finger verkrampften sich um das Glas und er sah sie verdutzt an. Dann legte sie sich auf den Liegestuhl und sah dabei aus, wie ein Model aus dem Playboy – Nicht dass er schon mal eines Gesehen hätte.
    Das Glas ertrug die Spannung nicht. Dabei war es ganz schön dick. Es platzte in seiner Hand und durchtrennte dabei Haut, Fleisch und auch Fäden, von der eigentlichen Wunde. Cian stand der Mund offen, aber nur leicht. Das Getränk hatte sich über seine Hand ergossen und die Scherben vielen auf den Boden. Cian ließ auch unbewusst, die anderen Scherben auf den Boden fallen, als er seine Hand senkte. Blut tropfte auf den Boden. Scheinbar war einer der Schnitte ziemlich tief. So wie sich Cian jede Mal verhielt, wenn er Elena anschaute, sah es beinahe so aus, als hätte er noch nie eine Frau gesehen, dabei lagen die meisten ihm zu Füßen. Oder lag es einfach nur an dieser Frau. Er stand da, schloss aber wenigstens den Mund. Dennoch blieb er reglos und gaffte Elena an. Er ballte die Fäuste und zuckte, als er merkte, wie seine Hand noch mehr wehtat. Er entspannte sich wieder – nun zumindest die Fäuste. Allerdings tropfte das Blut nun schneller… geradezu beunruhigend schnell.
    Cian hob langsam seine Hand hoch und begutachtete sie. Als er sah, was er angerichtet hatte wurde ihm übel. Er steuerte auf seine Liege zu und torkelte dabei eher als er lief. Und dann war er schon nicht mehr in der Lage sich abzubremsen. Cian rutschte auf dem nassen Boden aus und flutschte ins Becken. Dort versuchte er unbeholfen ans Ufer zu schwimmen und sich festzuhalten. Er hatte dabei so viel Schwung, dass der große Splitter in seiner Hand ungefähr einen Millimeter aus seinem Handrücken hervorstach. Und nun schrie er auch auf vor Schmerz und Ärger. Er sah sich das Trauerspiel an und ihm wurde schwarz vor Augen. Er platschte zurück ins Wasser und trieb reglos vor sich hin.
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    Elena

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Mo Apr 16, 2012 12:08 pm

    Das klirren der Scherben hatte sie durchaus noch vernommen, doch ignorierte sie es gefliesentlich. Als sie dann aber aus den Augenwinkeln sah, dass Cian torkelte, sah sie ihn ein wenig besorgt an. Schließlich sah sie die blutende Hand und schließlich landete er im Pool Elena sprang direkt auf und wollte ihm helfen. Die Glasscherbe, die dieser Tollpatsch sich nun in die Hand gerammt hatte, ragte aus dem Handrücken heraus. So viel kontne sie durchaus sehen. Cian fiel bauchlängs mit dem gesicht nach unten ins Wasser und schien bewusstlos zu sein. Elena dachte nicht lange nach, sondern sprang ins Wasser, drehte Cian um und brachte ihn zurück an den Rand des Pools, wo sie ihn umständlich herauf schob. Sie selber kletterte nach und zog ihn heraus aus dem Pool. Seine Hand blutete stark, aber würde sie nun den Splitter entfernen, würde es vielleicht gar nicht mehr aufhören zu bluten. Sie schnappte sich ein Handtuch und den Gürtel des Bademantels, den sie fest um die hand und links und rechts von der Scherbe band, um die Blutung zu stoppen. Dann wickelte sie das Handtuch um seine Hand. Wo blieb Carl nur, wenn man ihn brauchte. Elena war für eine Frau recht kräftig, aber so stark, dass sie Cian tragen konnte, war sie nun auch nicht. Sie beugte sich über Cians gesicht und sah besorgt zu ihm herab. Hatte er Wasser geschluckt? Er war doch nur Sekunden im Wasser gewesen. Konnte er so viel geschluckt haben? Sie fühlte den Puls, der noch da war, aber die Atmung ... Sie nahm seine Arme und bewegte sie zugleich von links nach recht und umgekehrt. Ein wenig Wasser lief aus Cians Mund. "Stirb mir jetzt ja nicht weg," bat sie flehentlich, nun schon das zweite mal in zwei Tagen. Sie legte ihre Lippen auf seinen Mund um ihn von Muind zu Mund zu beatmen.
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    Cian

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mo Apr 16, 2012 12:21 pm

    Cian spürte, wie er aus dem Wasser gezogen wurde, wusste aber nicht so ganz, was genau gerade passierte. Er war benommen und ihm war speiübel. Zum einen, wegen das Blutverlustes und zum anderen… warum konnte er so schlecht atmen? Panik erfüllte ihn, aber er war außer Stande sich zu bewegen und dann spürte er, wie ihm Wasser aus der Lunge quoll. Langsam fand er wieder zu sich, bekam seinen Körper unter Kontrolle und hatte wieder einen Sinn für Realität Er konnte Elenas Stimme hören, wie sie ihm sagte, er solle nicht sterben. Und dann legte sie ihren Mund auf seinen. Er Riss die Augen auf, begann zu husten und schupste sie zeitgleich weg, um ihr nicht das ganze Wasser ins Gesicht zu spritzen, aber, es gelang ihm nur Mäßig, einen Teil bekam sie trotzdem ab. Beinahe hätte er sich übergeben. Er hörte es platschen. Elena schien so weit von ihm weg gestoßen worden zu sein, dass sie es bis ins Wasser geschafft hatte. Es war ihm egal.
    Mühsam, kletterte er auf seine Liege, machte sich dort lang und hielt seine Hand in die Luft. Die andere Hand legte er auf seine Stirn und schloss die Augen. Er konnte sein eigenes Blut nicht sehen. Zumindest nicht so viel davon. Selbst als er nur eine Imitations-Blut-Schutzweste angehabt hatte, viel es ihm schon schwer da hin zu schauen.
    „Ruf Carl an!“, sagte er leise, aber bestimmt. Mehr wollte er dazu, wohl nicht sagen. Ob er verärgert war oder nicht, war ihm nicht anzusehen.

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

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