Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


    Akt 1 - Die Offenbarung

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    Cian

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    Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mi Apr 11, 2012 9:39 am

    Der Lacy Park war beinahe Cians Lieblingsplatz, denn trotz dessen, dass man ihm nachsagte, er sei verschwenderisch und protzig, mochte er den kleinen Park in Los Angeles. Er lag auf seiner Jacke, die in dieser Jahreszeit zwar vollkommen überflüssig war, aber gut als Unterlage diente. Er kam ja auch geradewegs aus Norwegen. Und da war es nun mal kühl. Selbst im Sommer.
    Wie auch immer. Er lag da und starrte in den Himmel. Die Wolken zogen langsam und zeugten von gutem Wetter. Und gutes Wetter hob Cians Stimmung enorm. Er lächelte und seine schneeweißen Zähne wurden sichtbar. Gab es etwas schöneres, als sich einfach nur am Leben zu erfreuen? Und mal ehrlich: Cian führte eines der aufregendsten und besten Leben, die man sich vorstellen konnte. Er schloss die Augen und summte vor sich hin, als sich ein Schatten über ihm nährte. Cian bequemte sich ein Auge aufzumachen um zu schauen, wer ihn nun schon wieder störte.
    „Master McKenna. Ein Anruf für sie.“
    „Ich hab doch gesagt, dass ich meine Ruhe will.“, brummte er unzufrieden und rollte sich auf die Seite. Er wedelte mit der Hand in der Luft, um zu signalisieren, dass sich der Mann im Anzug entfernen sollte.
    „Aber… Es schein wirklich wichtig zu sein.“
    „Wenn das wieder diese Kuh von der Zeitung ist: Ich habe NEIN gesagt.“
    „Es ist ein Mann am Apparat, der seinen Namen nicht nennen wollte.“
    „Gib schon her!“, er hielt die Hand auf, und der Mann legte ihm das Telefon in die Hand. „Ja? Was wollen sie?“
    Cian richtete sich langsam auf und lauschte. Es dauerte ein Weile ehe er anfing laut los zu lachen. Es war ein höhnisches Lachen und gleichzeitig irgendwie auch ein ironisches. „Viel Erfolg!“, antwortete er und schaltete das Handy aus.
    „Wenn sie mich noch mal stören, weil irgend so ein Trottel mir mit dem Tode droht, sorge ich dafür, dass sie erst ihren Job, dann ihre Familie und letztlich ihre Existenz verlieren, Carl.“
    „Wie so oft, Master.“ Carl verbeugte sich leicht und verzog sich dann wieder.
    Cian legte sich wieder hin und betrachtete weiter den Himmel. Es dauerte eine Weile ehe er ein Geräusch hörte, was ihn erneut zum Lächeln brachte. Seit seiner Ankunft in L.A. war ihm diese Frau auf den Fersen. Sie würde ihn am liebsten Festnageln, aber ohne Beweise konnte sie ihm gar nichts. Jedenfalls observierte sie ihn nun schon fast Tag und Nacht. Wahrscheinlich tat sie das sogar ohne Erlaubnis ihres Chefs. Wie auch immer.
    „Hallo Elena.“, sagte er und schaute zu dem Gebüsch, in dem er das Geräusch vernommen hatte.
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    Elena

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Mi Apr 11, 2012 10:00 am

    Ein solch schöner Tag und sie hatte nichs anderes zu tun, als diesem reichen kerl nach zu spionieren, der scheinbar nichts besseres zu tun hatte, als sich dem rumlungern hin zu geben.Gerade erhielt er einen Anruf und schien recht genervt zu sein. Wie der Teufel es will, stolperte sie gerde wegs über die Wurzel eines Busches und fing sich eben so an einem anderen ab, was sie natürlich verriet. So ein Mist aber auch. Leise fluchte sie vor sich hin, als sie hinter den Büschen hervor trat. Wie immer in blue Jeans und einem weißen Top. Die lederjacke hatte sie im auto gelassen.
    "Tag Cian. Nicht in ihren Laboren unterwegs um zu sehen, ob ihre Opfer, ich meine Mittarbeiter, auch brav alle Anforderungen erfüllen?"
    meinte sie ein wenig sarkastisch, als sie neben ihm zum stehen kam.
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    Cian

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mi Apr 11, 2012 10:10 am

    Cian betrachtete die hübsche Frau, wie sie näher kam und ihm ganz lässig gegenüber trat. Er grinste, als sie ganz taff versuchte zu überspielen, wie sie sich über ihr Missgeschick ärgerte. Höflich wie er war, blieb er einfach liegen und verschränkte die Finger hinter seinem Hinterkopf ineinander.
    „Meine Mitarbeiter, kommen ganz gut ohne mich klar. Wie steht es mit ihnen? Haben sie eine Genehmigung? Oder muss ich sie etwa anzeigen, weil sie mir hinterher stalken?“
    Jetzt setzte er sich auf und umfasste das Knie seines angewinkelten Beines. Er hatte eine ausgeprägte Armmuskulatur, aber gerade so viel, dass es nicht aufgeblasen aussah. Seine Muskeln waren natürlich und nicht durch Fitnessstudio und Steroide erzeugt.
    „Wie geht’s den Eltern?“
    Natürlich hatte er sich erkundigt, mit wem er es zu tun hatte. Nun, er hatte Leute für so was. Er lächelte, wie ein Sieger und schaute ihr dabei rotzfrech ins Gesicht, als er die Frage stellte. Er hatte seinen Vater auch in frühen Jahren verloren, aber seine Beziehung zu seinem Vater war anderer Natur gewesen.
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Mi Apr 11, 2012 10:20 am

    na als wenn sie es nötig hätte jemanden wie ihn zu stalken ... pah.
    Innerlich hatte sie einen Spruch auf den Lippen, doch sie schluckte ihn runter.
    "ich könnte mir etas besseres vorstellen, als sie zu stalken Cian. Sie mögen gut aussehen und die Frauen mögen sie lieben, ihnen nach laufen wie kleine Hunde, aber mein Interesse ist rein beruflicher Natur, was bedeutet sie können sich ihre Anzeige sparen."
    Scheißkerl.
    Alle Hinweise, die zu seinem Farmerkonzern führten, endeten vor dessen Tür. Sie konnte ihm einfach nichts nachweisen und nun kam er auch noch mit ihren Eltern. Sie war erst 7 gewesen als sie ihre Mom und ihren Dad verlor, doch konnte sie sich gut an sie erinnern. Ihr Onkel und ihre Tante, waren ebenfalls Mom und Dad für sie.
    "Sie haben zu tun, eben so wie ihr Vater,"
    erklärte sie knapp. Egal wie sein verhältnis zu seinem Vater war, sie hatte ihre Eltern geliebt. Onkel und Tante lebten immernoch udn betrieben auch weiterhin mit Erfolg ihre Zucht von Andalusiern.
    "Wie man hört, sind neue Produkte ihrer Firma in Umlauf gekommen, die durchaus an dem einen oder anderen Todesfall schuld sind."
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mi Apr 11, 2012 10:28 am

    „Ist das so?“, fragte er auf ihre Aussage hin, dass seine Produkte am Tod einiger Leute schuld wären. Hätte er davon hören sollen? Nun sie beschuldigte ihn ja nicht wirklich. Sein Haifischlächeln jedenfalls erstarb nicht wirklich.
    „Ich denke mein Vater spielt mit ihren Eltern Golf. Wissen sie, was ein Caddie ist?“
    Langsam erhob er sich und klopfte sich feinste Sandkörnchen von seinen Ellenbogen und hob die Jacke auf, die er einmal ausschüttelte. Es war natürlich nur ein Zufall, dass die Hälfte von dem Dreck auf Elena landete. Wie immer Gentleman
    „Werden sie mir auch wie ein Hündchen nachlaufen, wenn ich jetzt gehe? Wenn sie so scharf drauf sind, mich zu verfolgen, dürfen sie auch gerne in meiner Limousine mitfahren. Wie wär‘s?“
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Mi Apr 11, 2012 10:37 am

    "Ja, so ist es. Zufällig liegen drei Leute in der Leichenhalle. Raten sie mal was sie gemeinsam hatten," meinte sie. Sollte er nur grinsen. Früher oder später würde sie ihn schon noch kriegen. "Oh sie meinen er ist der Caddy meiner Eltern? Nett, dass er sich dazu bereit rklärt hat," antwortete sie süß lächelnd auf seinen Kommentar. Sie machte keine Anstallten an die Seite zu gehen, als er auf stand und das bisschen Dreck, was er ihr nun auf ihr Top schmiss, fiel unbeachtet zu Boden. "verstehen sie mich nicht falsch Cian, aber ehe ich ihnen wie ein Hündchen hinterher laufe, müsste ich ausgehungert sein und sie müssten ein Kottlet um den Hals tragen. Selbst wenn es mein Job ist Leute wie sie auf zu suchen, heißt das nicht, das ich irgendwelches andere Interesse an ihnen habe und was ihre Limousine an geht ... nein Danke. Da bleibe ich lieber bei meinem Camaro." Es war ihr erstes Auto gewesen udn ihr Onkel uind ihre Tante hatten es damals gut gemeint, als sie ihn ihr schenkten. "Sie können mir also nicht verraten, wie das Zeug in Umlauf gekommen ist? Immerhin ist es ein Produkt ihrer Firma," fragte sie. Zum einen um ihn zu nerven, zum anderen um fest zu stellen, ob er nicht vielleicht doch etwas damit zu tun hatte, aber selbst wenn, würde er es nicht zu geben.
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mi Apr 11, 2012 10:51 am

    Nun lachte er ehrlich und offensichtlich wirklich amüsiert. Er warf sich die Jacke über die Schulter und schüttelte immer noch leicht lachend den Kopf.
    „Ich habe gewusst, dass sie bissig sind, aber das Kottelet, war echt gut.“ Er lachte noch mal und dann wurde er auf einmal todernst. Gerade so, als wäre ihm etwas Wichtiges eingefallen. Er ging ganz nahe an die Frau heran, die ihn verfolgte und mit ihren Verdächtigungen langweilte. Er trug ein gut riechendes Eau de toilett und hatte sein Gesicht offenbar eingecremt. Vermutlich war es Sonnencreme.
    „Und…“, flüsterte er und machte eine Pause. Seine Stimme war unheimlich. Geradezu beängstigend. „… gibt es irgendwelche Beweise, dass es aus meiner Firma kommt.“
    Er wartete so einen Moment und entfernte sich wieder, von ihrem Ohr. Dann machte er eine gespielt bedauernde Geste und drehte sich von ihr weg. Carl kam ihm entgegen und reichte ihm ein Telefon. Dieses Mal war es jedoch kein Anruf. „Soll ich dafür sorgen, dass sie verschwindet?“ Cian grinste und schaute noch mal über die Schulter zu Elena.
    „Vielleicht wollen sie ja mein Kortlett sin, Carl?“
    Der Mann blinzelte verwirrt und stand für ein paar Sekunden unschlüssig rum, eher er Cian folgte.
    „Die Dame ist ausgehungert, vielleicht geben sie ihr etwas. Nur für denn Fall.“
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Mi Apr 11, 2012 11:00 am

    Er war eine Nuss, die vielleicht taub war aber dafür schwer zu knacken.
    Sie hatte keinen einzigen beweiß, aber sie war sicher, dass seine Firma was damit zu tun hatte.
    Vielleicht hatte er selbst ja keine Ahnung?
    Quatsch er war der, der für alles seine Unterschrift geben musste, also musste er auch von diesen Dingen wissen. Sie nahm seinen Duft wahr, gab ihm aber nicht die genugtuung ihn auf zu saugen, wie eine dieser Tuissies, die sich ihm direkt an den Hals werfen würden nach dem Motto, hier bin ich nimm mich, damit ich ein tolles Leben führen kann. Danke darauf konnte sie gern verzichten und jemand der Tierversuche machte, war eh bei ihr unten durch. Leider konnte sie ihm auch das nicht nachweisen. "Danke, aber dieses Kotelette ist schon zu alt. Ich bevorzuge da eher frisches Fleisch. Nichts gegen sie Carl," erklärte sie und drehte sich ebenfalls um, um sich zu irhem Wagen zu bewegen. "Ausserdem ... ich brauche ihre Almosen nicht Cian. Eher würde ich mir noch etwas aus der Mülltone holen als etwas zu essen, was ihre Medikamente beherbergen könnte."
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mi Apr 11, 2012 11:12 am

    Cian machte eine ausladende Handbewegung, die von großem Desinteresse kündete. Und sagte im Gehen: „Denken sie daran, wenn sie das nächste Mal in Not sind.“ Die Menschen beschwerten sich immer über die Pharmazie, aber wenn sie Krank wurden, waren Medikamente plötzlich wieder gut.
    Er schlenderte durch den kleinen Park und kümmerte sich nicht weiter um Martinez. Sollte sie doch bleiben, wo auch immer sie herkam. Ihm war sie egal. Solange sie keine Beweise hatte, würde sie ihm nichts antun können.
    „Carl? Was meinen Sie? Wohin sollen wir gehen? Ich habe Hunger.“
    „Nun, ich habe bereits einen Tisch reserviert. Wenn ich sie da hin fahren dürfte?“
    Cian nickte und stieg in sein Auto ein. Es dauerte noch eine Weile, ehe sie sich durch den Verkehr gekämpft hatten, doch letztlich blieben sie vor einem pompösen Lokal stehen Cian stieg ganz alleine aus und Carl wartete im Wagen, vor dem Lokal.
    „Herzlich willkommen, Mr. McKenna. Es ist uns wie immer eine Ehre.“
    Cian antwortete nicht und ließ sich zu seinem Tisch führen, wo ihm auch sogleich die edelsten Speisen aufgetragen wurden. Er nahm die äußerste Gabel in die Hand und sah aus dem Fenster. Wieder dieses unverwechselbar hässliche Auto. Dennoch konnte er nicht wirklich drüber lachen. Er winkte einen Kellner an und flüsterte ihm was zu. Gleich darauf, kam ein Mann aus dem Haus und lief schnurgerade auf Elena zu und klopfte an die Scheibe.
    „Fräulein? Mr. McKenna möchte sie gerne zum Essen einladen. Würden sie mir bitte folgen?“
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Mi Apr 11, 2012 11:23 am

    Die Fahrt durch das Gewirr in LA war wie immer ausgesprochen ätzend, doch schaffte sie es durchaus, McKenna im Auge zu behalten. Vielleicht sollte sie endlich mal aufhören ihn zu verfolgen. Bisher hatte es nicht viel gebracht, ausser, dass sie den einen oder anderen kleineren Anschlag auf ihn vereitelt hatte. "Maldito Bastardo," schimpfte sie vor sich hin, als der Kellner schnurrstracks auf sie zu kam und an ihre Scheibe klopfte. Sie wünschte sich, der Edboden möge sich auf tun und sie in sich auf nehmen. So konnte es nicht weiter gehen. Die Observation brachte nicht mehr und nicht weniger, als diesem kerl ständig ins offene Messer zu laufen. Vielleicht sollte sie sich lieber bei ihm als Bodyguard bewerben und das Dasein als Detektiv hinter sich lassen. Wenigstens wäre es dann nicht so peinlich. Ohne noch ein Wort zu sagen, stieg sie aus und überquerte die Straße. Wenigstens konnte man ihr nicht an sehen, wenn irhe Wangen sich verfärbten. Ein kleiner Vorteil wenn man so braun war. Sie schloß ihren Liebling ab, den sie in zwei tagen neu lakieren lassen würde und überquerte die Straße, dem Kellner folgend. An dem Tisch angekommen, setzte sie sich zu McKenna. "Sie haben ihre Augen und Ohren wirklich überall was?" fragte sie leise. Sie war gar nicht passend für dieses Ambiente angezogen und wollte auch kein großes Aufsehen hier erregen.
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mi Apr 11, 2012 11:33 am

    „Nur auf ihnen, Teuerste.“, antwortete er auf ihre Frage, wo er seine Augen und Ohren überall hatte. Ein Kellner brachte ihr Teller, Schalen und Bestecke unterschiedlichster Art und reihte alles schleunigst vor ihr auf. Dann wurden einige Gläser Aufgestellt, in denen verschiedenste Flüssigkeiten waren.
    „Nur keine Scheu.“, sagte er, als er bemerkte, dass sie nicht ganz sicher war, was sie mit all dem Krempel sollte. Ausnahmsweise, hatte er es diesmal sogar ernst gemeint, da er sich nicht vorstellen konnte, dass jemand nicht wissen konnte, wie man aß. „Nun fangen sie schon an. Ich bezahle!“
    Er lehnte sich leicht nach vorne und nahm eines der Gläser. Er proste ihr zu und sagte: „Auf ihre erfolgreiche Suche und meine nun endlich erfolgreiche Einladung.“
    Er hatte Charme. Das konnte man nicht abstreiten, aber er genoss nicht gerade den Ruf eines Wohltäters. Da sie immer noch nicht aß, zog er eine Augenbraue hoch und fragte: „Schmeckt es ihnen nicht? Sie können sich auch etwas anderes bestellen.“
    Die Karte wurde sofort gereicht und das Essen abgeräumt. Was für eine Verschwendung. Nur das Beste für die Gäste. Cian war diese Verschwendungssucht der Menschen gewohnt und hatte auch keine Lust darüber nachzudenken.
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Mi Apr 11, 2012 11:42 am

    "natürlich nur auf mich. Ich bin wahrscheinlich auch die einzige Frau in ihrem Leben die so hartnäckig an ihnen klebt," antwortete sie sakastisch. Wie sehr sie dieses edle getue hasste. Sie betrachtete das Besteck und die Gläser eher mit einem abwertenden Blick, was wohl durchaus auch als Unsicherheit gelten konnte. Schließlich hatte sie bei irhem Onkel und ihrer Tante ein gutes Leben gehabt. Sie waren Vermögend, doch Elena hatte sich nie etwas daraus gemacht. "Das ... ist nicht gerad meine Vorstellung von einem gelungenen essen," kommentierte sie betrachtete die Karte und die ganzen französischen Bezeichnungen. "ich fürchte ich muss ihre Einladung ablehnen. Nach Froschschenkeln und Schnecken ist mir so gar nicht. ich fürchte ich würde es eher über dem ganzen Tisch verteilen, ehe es meinen Magen passieren könnte. Vielleicht ein ander mal, aber lassen sie sich bitte nicht stören. Schließlich will ich nicht Schuld daran sein, dass ihnen das Essen kalt wird." Sie reichte dem Ober die karte, lehnte sich zurück und verschränkte die Arme. "Ich habe keine Ahnung welche Spiele sie spielen McKenna, aber früher oder später ... wird man sie erwischen. Sie ahnen ja nicht, wie oft sie schon dem Tod entgangen sind in den letzten Tagen. An ihrer Stelle, würde ich mal etwas gegen das schlechte Image tun, das sie verfolgt." Arroganter Kerl. Als würde er nicht wissen was Sache ist.
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mi Apr 11, 2012 11:48 am

    Dass sie nicht essen wollte, war in Ordnung, er jedenfalls ließ es sich schmecken, bis sie ihm etwas sagte, mit dem sie ihn härter traf, als sie vielleicht beabsichtigt hatte. Vermutlich glaubte sie, dass Cian so abgebrüht war, dass ihn nichts erschüttern konnte. Er lehnte sich ebenfalls zurück und schnappte sich sein Glas. Scheinbar Whiskey. Wahrscheinlich, war dieses eine Glas teurer, als eine handelsübliche gute Flasche.
    „Ich möchte sie etwas fragen, Miss Martinez. Warum glauben sie, habe ich ein solch schlechtes Image?“
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Mi Apr 11, 2012 11:55 am

    Sie zog eine Augenbraue hoch, als er aufhörte zu essen. Hatte sie ihn wirklich getroffen? Nein. Der kerl war kälter als ein gefrorener Fisch. Ihm könnte man zutrauen,d ass er seine eigene Großmutter verkaufen würde. "Sind wir ehrlich. Sie sind arrogant, haben einen konzern, der, seit sie ihn übernommen haben, den Ruf genießt, in illegalen Dingen verstrickt zu sein und werden von sämtlichen Menschen gehasst, für eben diese angeblichen Dinge, die in ihren Konzernen ablaufen. Sie sind nicht so dumm nicht zu wissen, welchen Anschuldigungen ich nach gehen muss. Das Problem sind eben immer die Beweise. Es gibt nur drei Labore, die mit diesen Medikamenten arbeiten, an denen die drei Männer gestorben sind. Die anderen Unternehmen wären zu klein und haben nun einmal nicht den selben Ruf wie sie. Ich schwweife ab," bemerkte sie. "Also? Verraten sie mir, warum ihr Image so schlecht ist."
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mi Apr 11, 2012 12:05 pm

    Als sie ihm erzählte, was sie und der Rest der Welt von ihm hielt, setzte er sein Glas ab, hilet es jedoch weiter fest und schaute sie an. Hörte zu und schien kaum noch etwas mit dem arroganten und ignoranten Schnösel zu tun zu haben, den sie kennen gelernt hatte. Als sie fertig war, zersprang plötzlich das Whiskeyglas in seiner Hand. Er hatte er zerdrückt schien es aber scheinbar nicht mal bemerkt zu haben.
    „Schon wieder werfen sie mir den Tod von drei Menschen vor, die ich angeblich auf dem Gewissen hätte. Ich muss mich fragen, warum sie das so sehen. Was ist mit den Menschen, denen ich helfe? Was ist mit den 3 Milliarden Menschen, denen meine Medizin nützt? Wie viel würde der Tod eines Menschen, gegen das Leben von Millionen aufwiegen?“
    Jetzt zupfte er sich langsam die Glassplitter aus der blutenden Wunde und legte sie fein säuberlich in eine Schale, wo eigentlich die Schalen, der Schnecken reingehört hätten. Er verzog keine Miene, als er das tat und wickelte seine Hand schließlich in eine Stoffserviette.
    „Was meinen Sie, wie leicht es ist eine Formel zu kopieren? Es gibt Leute die sich ins Pentagon hacken können, wie viele meinen sie, können sich in meine Computer hacken?“
    Ein Kellner kam, erkundigte sich nach seinem Wohlbefinden und räumte die blutigen Splitter ab.
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Mi Apr 11, 2012 12:19 pm

    Erschrocken zuckte sie zusammen, als er das Glas in seiner Hand zerspringen ließ und wollte schon nach einem taschentuch kramen, als er sich selbst die hand verband. "Wissen sie McKenna ... ich bin kein Freund von Chemiekalien. Lieber greife ich zu den altbewährten Hausmitteln, es sei denn es geht nicht anders." Sie erinnerte sich mit Unbehagen an das Krankenhaus, in dem man ihre erste Schusswunde verarztet hatte. "Sie verstehen mich falsch. ich habe ihnen nicht unterstellt, dass sie die Leute auf dem Gewissen haben, sondern ihre Firma. Und was glauben sie wie viele an den Flgen der Nebenwirkungen ihrer Medikamente sterben, wo die Fälle unter den Tisch fallen, weil sie die Gefahren kannten? Haben sie schon mal jemanden gesehen, der etliche Jahre Tabletten nehmen musste? Sie wären erschrocken. Ich bezweifle nicht, dass sie einen gewissen glauben an diese Medikamente haben." Sie hatte ihn wohl falsch eingeschätzt, aber er war es auch selber schuld. Immer das Arrogante Arschloch raus hängen lassen, was sich alles erlauben kann und jede Frau haben kann die er will. Seine Unverschämtheiten nicht zu vergessen. "Es tut mir leid, wenn ich sie damit verletzt habe. Vielleicht sollte ich nun besser gehen. Sie werden mich ohnehin früher oder später wieder zu sich rufen lassen. Ich mache kein geheimnis mehr daraus, das ich ihnen folge, aber für heute haben wir wohl beide genug. Lassen sie einen Arzt danach sehen. Vielleicht muss es genäht werden." Sie machte anstallten auf zu stehen, sah Cian nun aber doch in einem leicht anderem Licht. War er wirklich so kalt wie sie glaubte?
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Mi Apr 11, 2012 12:32 pm

    Er lehnte sich wieder zurück, als sie ihm antwortete. Sie entschuldigte sich bei ihm? Hm. Wahrscheinlich meinte sie es nicht mal ernst. Warum sollte sie auch? Sie war felsenfest davon überzeugt, dass er nur aus Geldgier seine Waren an den Markt brachte, aber das war nicht so. Sein Vater war so gewesen, aber er hatte das nie gewollt. Wie dem auch sei. Was brachte ihm all das Geld und die Freiheit, wenn hinter jeder Ecke ein Attentäter lauerte, der ihm ans Leben wollte.
    Er ließ sie aufstehen, aber sie zögerte. Was war denn jetzt? Er sah sie an und seine eiskalten Augen, waren nur von der Farbe des Eises. Wenn man sich jedoch näher mit ihnen auseinander setzte, waren sie eher einsam, als kalt.
    „Ich wünschte, sie würden es verstehen.“, sagte er leise. Dann erhob er sich und verneigte sich leicht. „Ich denke, sie werden besser schlafen als ich. Guten Abend.“
    Doch auch er zögerte, sie einfach da stehen zu lassen. Er sah ihr in die Augen und wandte sie kurze Zeit später wieder ab. Ein Zeichen von Unsicherheit? Er? Niemals. Oder doch?
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Do Apr 12, 2012 2:26 am

    Sie meinte ihre entschuldigung durchaus ernst, doch kannten sie sich zu wenig, als dass der eine es dem anderen glauben würde. Sie sah in seinen Augen mehr als nur das kalte unberechnbare, was man ihm sonst so gern ansah. "ich ... werde dann nun gehen. Einen schönen Aben wünsche ich noch." Den würde er wohl sicher wieder in irgendeinem Nobelschuppen mit einem haufen Girls verbringen. Sie selbst hatte so ihre eigenen Pläne. Zunächst jedoch, wollte sie einfach nur Heim und sich aus ruhen. Morgen müsste sie erneut versuchen, ihn zu beschatten.Er wusste zwar immer, dass si da war, aber vielleicht bekam sie auch nur durch Zufall das eine oder andere heraus. Sie verließ das Restaurant, stieg in den Camaro und machte sich auf den Weg Heim. Dort angekommen, stellte sie den Camaro in der Auffahrt ab, begab sich hinein und öffnete die Hintertür, um die Treppen hinunter zum Strand zu gehen. Ein wenig am Strand herum laufen würde ihr gut tun. Das Meeresrauschen wirkte durchaus beruhigend und sie musste Nachdenken.
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Do Apr 12, 2012 11:40 am

    Cian ließ sich nachdem Elena gegangen war auf seinem Stuhl nieder. Das Essen schmeckte ihm nicht wirklich und sein Hunger war ohnehin schon vergangen. Stattdessen leerte er ein Glas nach dem anderen und ließ sich dann von Carl nach Hause fahren. Elena war keine gewöhnliche Frau, denn mit Frauen der niederen Art, hatte er nur wenig am Hut. Sie jedoch verlieh ihm eine gewisse Lebendigkeit. Stachelte ihn an und irgendwie, fühlte er sich auf groteske Weise zu ihr hingezogen. Er empfand keine Liebe für sie, aber sie hatte ihn neugierig gemacht.
    „Zum kotzen! Ausgerechnet sie!“, beschimpfte er ein Whiskeyglas in seiner Hand und schleuderte es gegen die Wand.
    Was Elena nicht wusste war, das Cian auch ein Strandhaus besaß und zwar eines, was keineswegs protzig war. Eher zurückhaltend und geheimer Natur. Cian jedenfalls ging nach draußen und atmete die frische Nachtluft ein. Er war nicht wirklich betrunken, aber ganz nüchtern war er auch nicht mehr. Also torkelte er eine Weile umher, während seine Bodyguards, die von Car angestellt worden waren ihre Arbeit taten. Bis jetzt war zumindest nichts Verdächtiges passiert.
    „Was wäre die Welt doch schön… wenn alle einfach tun würden, was sie wollten und keiner sich beschweren würde.“, lallte er halb zu dem gesagten und ließ sich in den feinen Sand fallen. „Was sagen sie Carl?“
    „Ich bin nicht Carl, McKenna.“
    Ein stahlgrauer Lauf richtete sich gegen seine Stirn. Plötzlich war er wieder hellwach und schaute dem Angreifer in die Augen. Wie konnte er so nah an ihn heran kommen. WO waren diese Bodyguards? Cian musste selber handeln.
    Es war kein richtiges Aufrollen, was er veranstaltete. Es war eher ein blitzschnelles Zusammenkrüpfeln, als er dem Angreifer gleichzeitig mit dem Fuß gegen den Kopf trat und mit dem Arm die Waffe wegschlug, wobei sich ein Schuss löste. Es gab keine Pause, als Cian sich mittels Rückwärtsrolle aus der Schussbahn manövrierte und gleichzeitig die Waffe aufnahm, die er nun auf den Mann richtete, der ihn hatte umbringen wollen. Es vergingen ein paar Sekunden und noch immer keine Spur seiner Guards.
    „Du solltest sterben!“, schrie der Mann und rannte auf Cian zu.
    Zwei Schüsse lösten sich und der Mann viel zu Boden. Cian hatte den Mann nicht getötet nur am Weiterkommen gehindert, indem er ihm in beide Knie geschossen hatte. Möglicherweise würde der Mann nie wieder laufen können. Er schrei und wand sich leicht vor Schmerz, während Cian die restlichen Kugeln aus dem Revolver in den Sand fallen ließ.
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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Do Apr 12, 2012 9:28 pm

    Herrlich. DerSternenhimmel war klar und deutlich, das Meer war ruhig und Elena konnte sich ein wenig entspannen. Sie dachte darüber nach, was im Restaurant pasiert war. Was sie ihm an den Kopf geklatscht hatte, hatte offenbar tief gesessen. Es schien sein wunder Punkt zu sein. Armer kerl ... moment mal ... armer Kerl? Sicher nicht. Er war reich und es war bekannt, wie er sich verhielt. Kein wunder. Wenn man so viel Geld hatte und es nicht anders kannte, schmiss man es eben heraus. Ihre Tante und ihr Onkel hatten zwar ebenfalls einen haufen geld, doch waren sie sparsam und hatten Elena andere Werte bei gebracht. Sie war froh darüber nicht so ein Highsocietygirl geworden zu sein, was sich dauernd irgendwas darauf einbildete, nicht arbeiten gehen zu brauchen und mit Creditkarten zu bezahlen, die scheinbar kein Limit kannten. Sie hatte gelernt, dass man hart arbeiten musste, wenn man etwas erreichen wollte. Ausserdem war sie recht ergeizig und hartnäckig. Der Klang zweier Schüsse durchbohrte ihre Gedankengänge. Unweigerlich warf sie den Kopf herum, um zu sehen, woher es gekommen war. Sie glaubte jemanden weiter weg zu sehen, der etwas in der hand zu halten schien. Ausserdem hörte sie Schmerzensschreie. Sofort lief sie auf die beiden zu, in der Hoffnung nicht gesehen zu werden. Als sie näher heran kam, sah sie einen Mann auf dem Boden liegen der sich die Hände auf die Knie presste. Der andere war niemand anderer als McKenna, der die Waffe in der Hand hielt. Sie zog die ihre, die sie noch nicht ab gelegt hatte und zielte auf ihn. Schließlich sah sie nicht, dass die Patronen im Sand lagen. "McKenna nehmen sie die Waffe runter." Wahrscheinlich hatte er sich nur gewehrt, doch sie musste erst einmal auf Nummer sicher gehen.
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    Cian

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Do Apr 12, 2012 9:48 pm

    Er hörte nicht, wie Elena sich nährte. Immer noch umklammerte er die Waffe und starrte auf den Mann herab, der ihn getötet hätte. Wäre dieser Kerl nicht so leichtsinnig gewesen, ihm vorher noch zu sagen, dass er nicht Carl war… Hätte er einfach aus der Entfernung geschossen… Und hätte er eine halbe Sekunde eher abgedrückt, hätte er es sogar geschafft. Cian wurde schlecht. Sein Blut rauschte ihm in den Ohren, weil scheinbar pures Adrenalin durch seine Adern floss.
    Er hörte so was wie Waffe runter nehmen und wandte seinen Blick der Stimme zu. Elena. Er tat, wie sie befahl, immerhin war die Waffe sowieso nicht mehr benutzbar. Dumpf viel sie in den Sand, vor seine Füße.
    „Es war Notwehr.“, sagte er ruhig und dieses Mal klang seine Stimme nicht arrogant, sondern sehr sachlich. Cian trat zwei Schritte von der Waffe weg, während sich der Angreifer immer noch am Boden befand und stöhnte.
    „Erschießen sie ihn, Lady! Er hat nichts, als den Tod verdient!“, brüllt er und versuchte sich auf die Waffe zu stürzen, die er auch zu fassen bekam. Vian hingegen stand ohne Bewegung da. Er wusste, dass keine Kugel mehr im Lauf war. Oder doch?
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    Elena

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Do Apr 12, 2012 10:11 pm

    War er überhaupt noch er selbst? Cian ließ die Waffe einfach in den Sand fallen und ging tatsächlich zwei Schritt zurück, weg von dem Revolver. Das es Notwehr war, erkannte sie ebenfalls, dennd er Kerl am Boden wollte McKenna tot sehen. So schwer konnte er nicht verletzt sein, wenn er noch bis zur Waffe robben konnte. "Lassen sie die Waffe liegen!!!" brüllte sie den Kerl an, machte einen Satz und sprang direkt vor McKenna. Er mochte ein Mistkerl sein, aber bisher hatte man ihm nichts nachweisen können und so lange sie keine Beweise hätten, konnte man ihn wohl kaum hinter Gitter bringen. "Hier herscht keine Selbstjustiz. Werfen sie den Revolver hier herüber," befahl sie mit erstaunlich fester Stimme und dem Blick einer Frau, die keine Scherze zu machen schien. Es war ihr todernst. Würde der kerl nun versuchen zu schießen, würde sie ihm auch noch in die Hand schießen. McKenna wäre hoffentlich so vernünftig hinter ihr zu bleiben.
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    Cian

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Do Apr 12, 2012 10:24 pm

    Cian sah Elena zu, wie sie näher kam und sich vor ihn stellte. Er brauchte keinen Schutz von ihr. Irgendwie war das lächerlich, er hatte ihn doch schon außer Gefecht gesetzt. Dennoch wollte er der „Polizei“ nicht ins Handwerk pfuschen, denn trotz allem, was man über ihn sagte, wusste er sehr genau, wann Spaß zu ernst wurde.
    Langsam hatte er sich auch wieder beruhigt und stützte sich auf seine Knie. Ihm war immer noch schlecht, was vielleicht auch am Alkohol liegen konnte.
    „Mit dem größten Vergnügen.“, hörte er den Angreifer sagen, als Elen ihn aufforderte ihr die Wafer überzuwerfen. Aber das war ihm egal. Die Sache war geklärt.
    Der Mann am Boden jedoch hatte seine Chance gewittert, McKenna doch noch wenigstens zu verletzen. Vielleicht sogar zu töten. Er wechselte die Pistole in seiner Hand so, dass die Frau vor ihm sehen konnte, wie er die Waffe am Lauf anfasste, weshalb er auch unmöglich schießen konnte. Die andere Hand hob er hoch, sodass es so aussah, als wolle er sich ergeben.
    „Fangen sie!“
    Cian hatte es weder gesehen, noch erahnt, aber was er deutlich wahrnehmen konnte, war der dumpfe Schlag, gegen seine Schläfe, bevor die Lichter ausgingen. Der Attentäter hatte die schwere Pistole knapp an Elena vorbeigeschleudert und Cian am Kopf getroffen, der kurz stöhnte und dann in den Sand viel.
    „Verrecke du Hund!“, schrie der Mann boshaft.
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    Elena

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Elena am Fr Apr 13, 2012 12:04 am

    Wenigstens schien einer hier vernünftig zu sein. Die Waffe flog unmittelbar an Elenas Kopf vorbei. Sie hörte das klatschende Geräusch, als Cians Schläfe getroffen wurde und auch, wie er zusammen sackte. Um ihn würde sie sich gleich kümmern. Sie sprang auf den kerl zu, steckte dabei irhre Waffe weg, verbog dem Mann die Arme auf den Rücken und legte ihm Handschellen an. "ich nehme sie fest wegen versuchten Mordes Sie haben das Recht zu schweigen ..." Sie ratterte den ganzen Text herunter, ehe sie sich um Cian kümmern konnte. Dann schnappte sie sich ihr Handy, wählte die Nummer der Wache und ließ einen Einsatzwagen, wie auch einen Krankenwagen kommen. "Warum wollten sie den mann töten?!" fragte sie den Kerl, wobei sie McKenna in eine Stabile Seitenlage gebracht hatte. "Sie wissen doch das Selbstjustiz hier wie Mord gehandhabt wird. Wir ermitteln gegen ihn. So lange seine Schuld nicht bewiesen ist, gilt er als Unschuldig." Sie hockte sich neben den Typen und versuchte seine Knie mit seinem Shirt, welches sich leicht zerreißen ließ, zu versorgen. Es dauerte gar nicht lang, ehe Krankenwagen und Streife da waren.
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    Cian

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

    Beitrag  Cian am Fr Apr 13, 2012 12:25 am

    Dar Mann ließ sich sogar beinahe ohne Gegenwehr fesseln und lachte nur. Fragte ob Cian tot sei und stöhnte ab und an wegen seiner Knie. Cian hingegen gab keinen einzigen Ton von sich und bewegte sich auch nicht.
    „Weil er ein Schwein ist.“, antwortete der Mann, sichtlich über seine Tat erfreut. Plötzlich sah der Mann in eine andere Richtung und beobachtete scheinbar was. Eine junge Frau stand da und hatte etwas in der Hand, was im Dunkel nicht so Recht zu erkennen war. Erst als eine Art Blitzlichtgewitter sichtbar wurde, war klar, was es gewesen ist. Eine Reporterin stand da und machte Bild um Bild von den beiden Verletzten. Zum einen Cians blutende Schläfe und zum anderen die Knie des Attentäters.
    „Mam, können sie mir etwas dazu sagen? Was ist hier passiert? Das dort ist doch Cian McKenna. Inhaber von McKenna Industries.“
    Sie hielt ein Aufnahmegerät hin und war schon sehr nah gekommen, als der Krankenwagen anrückte samt Polizeiwägen. Es dauerte nicht lange, als auch andere Reporter eintrafen.

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    Re: Akt 1 - Die Offenbarung

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