Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


    Drakenhorst um 991 LZ

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    Aya

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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Aya am Mo März 19, 2018 7:43 am

    Drakon kam ihrem Wunsch nach. Kurz schloss sie die Augen, als er ihre Handgelenke fasste, sog die Luft ein und spürte erneut seine warme Brust an ihrem Rücken. Sein Atem an ihrem Hals, ließ eine leichte Gänsehaut entstehen. Es hätte so viel schöner sein können, doch sie hatte ein Ziel. Eines das erreichbar war. Drakon war es kaum, aber eine der Ausbilder zu werden, das könnte sie schaffen. Was sie aus zeichnete war unter anderem ihre Bereitschaft zu lernen. Gerade öffnete sie die Augen, als sie Cana da raus kommen sah. Aya wusste, sie durfte sich nichts anmerken lasen, also blieb sie so, wie sie war, aber Drakon versteifte sich. Drakon fiel, hielt Ayas Handgelenk dabei aber fest, so das er sie mit sich zog und sie ebenfalls fiel. Nun lag sie da, auf seiner Brust und starrte Drakon verlegen an, der sich auch gleich entschuldigte. Sofort färbten sich Ayas Wangen rötlich.
    "Ähm ... schon ok ... du darfst meinen Arm jetzt los lassen."
    ~NEIN TU ES NICHT... halt mich doch einfach fest...~
    Aber das tat er nicht und angesichts der Tatsache, das Cana da angelaufen kam, war es wohl auch besser so.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Drakon am Mo März 19, 2018 8:15 am

    Auch Drakons Wangen färbten sich, wie sie so auf ihm lag, wobei sie förmlich auf seinem Bauch saß, denn er hatte ihre Hand über ihrer beide Köpfe geführt. Außerdem waren ihre Gesichter SEHR nah beieinander.
    Er war vollkommen steif und bewegte sich keinen Millimeter. Er sah ein wenig eingeschüchtert wieder zu ihr auf und wollte wohl was sagen, tat es aber dann doch nicht und Cana lief weiter auf die beiden zu. Dann sagte sie, er solle ihren Arm los lassen und Drakon reagierte, wie ein Zombie. Nämlich gar nicht. „Hm?“ Er sah dann etwas erschrocken auf die Hand. „Oh!“ Er ließ sie los und Cana war angekommen. Dann richtete er sich auf und so saß Aya auf seinem Schoß. Er sah zu Cana auf.
    „Hallo Cana!“
    „Hallo Drakon. Ich sehe ihr trainiert die Schwertkunst.“
    „Uhm… Ja. Ja! Wir trainieren! Schwertkunst!“
    Er kam sich so was von dumm vor und Aya lag immer noch in seinem Schoß. Nun sie saß da eher. Was für eine seltsame Situation…
    Cana sah nun zu Aya, weil Drakon seinen Blick senkte und bedachte sie mit einem so was von feurigem Blick, dass es ganz klar nur mit Eifersucht erklärt werden konnte. Ja. Dieser Blick passte nur zu einer Frau, die ganz klar verliebt war. Sie hatte es zwar anders zu Drakon gesagt, aber sie liebte ihn scheinbar wirklich.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Aya am Mo März 19, 2018 8:29 am

    Drakon schien ja gar nicht zu realisieren, was Aya sagte. Sie sah ihn verdutzt an und ja, auch sie war total verlegen. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, gerade so, als wolle es aus ihr heraus springen, direkt in Drakons Hände. Jetzt setzte er sich auch noch auf und Aya saß da noch immer vollkommen benommen. Cana hatte gesehen, das sie trainiert hatten. Nun der Blick den sie Aya schenkte, war mit Dolchen der Eifersucht gespikt. Aya ließ sich davon jedoch nicht einschüchtern. Durfte sie auch gar nicht, wenn sie je Ausbilderin ... und vielleicht auch Lordkommandantin werden wollte. Dieser Wunsch war allerdings noch nicht so wirklich da. Er schwebte, seit Drakon diese Bemerkung los gelassen hatte, in ihrem Kopf herum. Aya hatte Drakon in ihrem Brief geschrieben, was sie empfand, das sie ihn glücklich sehen wollte und das sie hoffte, er würde finden, was er suchte. Sie hatte ihm geschrieben, das er nicht das selbe für sie empfand, aber er sollte wissen, das sie ihn liebte. Sie hatte keine Silbe von dem Gespräch zwischen ihm und Cana erwähnt. Es wäre unpassend gewesen und jetzt stand sie da vor ihr, wie eine Furie, die ihr Eigentum beschützen wollte.
    "Drakon hilft mir mit dem Schwert um zu gehen. Das ist alles,"
    meinte sie nur.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Drakon am Mo März 19, 2018 8:50 pm

    Cana musterte die beiden und hob eine Braue. Schwertkunst. Hu? Sie verschränkte die Arme und dann sah sie Drakon kühl an. Sie fragte: „Und? Hast du schon eine Entscheidung getroffen?“
    „Ob ich… uhm… Also ich…“ Immer noch saß er reglos herum und sah auf den Boden. Cana schien jedenfalls nicht die geduldigste Person zu sein und schließlich meinte sie: „Wie lange wollt ihr denn da noch so peinlich rum sitzen?“
    Drakon sah nun überrascht auf und schließlich ließ er Aya los und erhob sich, wobei er sie mit aufsammelte. Cana betrachtete das ganze und stieß nur die Luft aus. SIE war mit Drakon im Aufklärungstrupp. Wären sie bloß nicht zurückgekommen! Sie hätte sich Drakon dort draußen unter den Nagel reißen sollen! Sie musterte die beiden und auch die roten Wangen auf den Gesichtern. War sie zu spät?! Sie trat zu Drakon heran und sah ihn an. SIE passte viel besser zu ihm, als dieses kleine dürre Weib!
    Drakon fühlte sich nich unbedingt wohler, als sie nun so dicht an ihn heran trat. Sie war schön und stark, keine Frage, sie Teilte die selbe Leidenschaftslosigkeit, wie er und sie war keine Schlechte Partie… Eigentlich passte sie perfekt und doch störte ihn irgendwas an der ganzen Sachlage. Vielleicht einfach der Zeitpunkt? Er war noch nicht so weit!
    „Cana… ich… brauche Zeit.“ Sie kannten sich fast genauso lange, wie er Aya kannte. Was glaubte sie denn, wie schnell er da rüber nachgedacht hatte? Oh man…
    Er lächelte gerade nicht mal, sondern war irgendwie eingeschüchtert. Und Cana musterte ihn. Machte sie ihm solche Angst? Sie verstand diesen Kerl nicht. Die Kreaturen dort draußen, machten ihm weniger Angst, als das hier. Sie lupfe eine Braue empor und sagte dann: „Vielleicht solltest du mal mit deiner Mutter reden, anstatt deine Zeit mit dieser Person und ihrer Unfähigkeit ein Schwert zu führen zu vergeuden.“ Ihr Blick war so was von herablassend und ihre Augen schrieen förmlich, was sie von ihr hielt.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Aya am Mo März 19, 2018 8:58 pm

    Irgendwie war Aya nicht überrascht, das Cana nun so dahergestapft kam. Sie war nie geduldig gewesen und eigentlich war Aya davon überzeugt, Cana würde einen frühen Tod sterben. Im Moment tat Aya, als wisse sie nicht, was hier los sei, aber innerlich schmerzte es sie zu tiefst. Drakon zog Aya mit hoch. Sie standen nun da und Cana wurde richtig giftig.
    "Weißt du Cana ... Es gibt Leute, die helfen Anderen dabei ein Ziel zu erreichen und es gibt solche Leute, die nur ihre eigenen Ziele im Kopf haben, wie du. Vielleicht gehst du besser und überlässt Drakon die Entscheidung, mit wem er seine Zeit verbringt und mit wem nicht. Seine Mutter wird bereits wissen, was wir tun und hätte sie etwas dagegen, wäre sie längst hier. Abgesehen davon, wollten wir eh nach dem Training zu ihr gehen."
    Gut. Letzteres hatte sie eben erst entschieden, aber sie wollte Cana nicht einfach so davon kommen lassen.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Drakon am Mo März 19, 2018 9:06 pm

    Canas Blick wurde nun schärfer. Sie sah Aya mit einer Mischung aus Zorn und Missgunst an, wobei sie nun etwas näher kam und leise sagte: „Weißt du, Aya… du hast Recht. Es gibt Leute, die nur an sich denken und Leute, die dort draußen sind, um anderer Leute behütetes Dasein zu beschützen. Wie ich und Drakon.“
    OH – MEIN – GOTT!!! Drakon wollte auf keinen Fall hier involviert werden. Er machte einen Schritt zurück. Weder wollte er Cana, noch Aya zur Feindin und so mimte er gerade die neutrale Mitte, indem er einfach gar nichts sagte! Er war… für so was nicht geschaffen!
    „Und während du seine Zeit verschwendest, damit DU deine armselige Ausbildung schaffst, riskiert er dort draußen sein Leben, damit dir diese Möglichkeit gegeben ist. Du solltest zu deinen Spielgefährten zurück gehen.“
    Wie aus dem Nichts war plötzlich Liam herausgekommen. Er stand einfach dort, als sei er aufgeploppt! Was nicht der Fall war, aber nun ja. Er fragte ruhig. „Gibt es hier ein Problem?“
    Auch das noch! Konnten es vielleicht mal heute nicht alle auf ihn abgesehen haben? Das zumindest dachte sich Drakon. Er wollte und konnte hiermit gar nicht umgehen.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Aya am Mo März 19, 2018 9:14 pm

    Aya verzog keine Miene. Sie durfte sich nicht einschüchtern lassen. Sie hielt Canas Blick stand und antwortete ungerührt:
    "Das hast du richtig erkannt, aber ohne Leute wie mich, wärt ihr gar nicht da draußen und hättet keine Ausbildung."
    Wäre ja noch schöner. Oh Aya hatte weitaus bösere Sachen auf Lager, aber damit hätte sie Drakon auch nur blamiert. Das wollte sie bestimmt nicht. Als Liam dann plötzlich da stand, sah Aya zu ihm herüber, lächelte ein wenig und meinte:
    "Oh nicht doch. Cana glaubt nur, das Ausbilderanwärter unnötig sind und deshalb kein Training und keine Hilfe benötigen. Sie wollte eben gehen, damit wir hier weiter machen können."
    Ob Cana das nun täte, war eine Sache. Aya hatte nicht vor zu kämpfen. Sie würde die Sache auf sich beruhen lassen und Drakon seine Entscheidung überlassen. In ihrem Brief hatte sie ihm geschrieben, das sie wollte, das er glücklich werde, egal mit wem. Denn noch war Aya gerade ein wenig erleichtert, das Liam da war. Sie mochte ihn. Nicht nur das er Aya an Drakon erinnerte, sie mochte auch sein ruhiges und sachliches Wesen sehr.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Drakon am Mo März 19, 2018 9:27 pm

    „Nein das wollte ich nicht. Und wer ist dieser Giftzwerg?“ Oh je. Drakon machte noch einen Schritt zurück und hob beschwichtigend die Hände vor die Brust. „Cana. Lass gut sein. Ich sag dir bescheid. Ende der Woche.“
    „Giftzwerg?“, fragte Liam nun ruhig. Nun, er war deutlich kleiner als Drakon und Cana. Oh man. Drakon konnte nicht fassen, in was er da schon wieder rein geraten war. „So? Ausbilder werden also nicht gebraucht, ja?“ Cana sah ihn stoisch an und beugte sich leicht herab, wobei sie die Hände in die Hüften stemmte. „Ich zumindest habe mir alles selbst beigebracht oder von meinen Eltern gelernt.“
    Liam sah sie ungerührt an und musterte sie dann von oben bis unten. „Du willst also sagen, du bist was besseres, weil du im Aufklärungstrupp bist?“ Er ließ ihr keine Zeit zum Antworten. „Und was hast du bislang geleistet?“ Sie sah ihn nun zornig an. Er machte weiterhin keine aggressiven Anstalten und blieb ganz gelassen. Cana hingegen starrte ihn nur wütend an. „Verstehe. Auch ich werde ein Ausbilder werden. Auch wenn mir jegliche Begabung dazu fehlt.“ Er deutete nun auf Cana. „Und weißt du wieso? Weil der Reserve-Trupp nicht nur die Ausbildung von ignoranten Wächtern wie dir übernimmt, sondern euch da raus holt, wenn ihr in Schwierigkeiten seid.“ Canas Augen weiteten sich. „Also WENN ihr in Schwierigkeiten seit, würde ICH es mir keine Zwei mal überlegen, ob ich dich“ und dann deutete er auf Drakon, „Oder ihn rette.“
    Drakon blickte viel sagend auf ihn herab und sagte nichts dazu. Er glaubte, dass Liam bereits hinter der Mauer gewesen war. Diese Art Leute anzusehen… er wusste nicht, woher er es wusste. Aber er wusste es einfach.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Aya am Mo März 19, 2018 9:43 pm

    Das tat so gut. Aya fühlte sich nicht nur bestätigt, sie fühlte sich ... nun jemand stand ihr bei, wenn es auch nicht Drakon war, aber von ihm erwartete sie so etwas eigentlich auch nicht. Cana war so sehr von sich überzeugt, das sie gar nicht merkte, wie albern ihre Worte klangen. Natürlich haben ihre Elter ihr viel bei gebracht, aber war Ares nicht auch ständig bestrebt gewesen, ihre Haltung zu korrigieren und ihr das eine oder andere Mal Tipps zu geben, wie sie es besser machen konnte? Sollte sie mal Gift und Galle spucken. Aya ließ sich nicht hinreißen, irgendwas spitzes zu sagen. Sie würde Drakon gestehen, was sie gehört hatte und würde ihm sagen, er solle auf sein Herz hören, nicht auf seinen verstand. Liam sprach ihr aus der Seele. Sie wusste eben so gut, das sie auch mal da raus müssten, um die Anderen aus der Scheiße zu retten und sie würde es gern tun. Allein deshalb wollte sie noch mehr lernen. Sie würde Drakon bitten, ihr seine Aufzeichnungen zu überlassen, denn sie wollte vorbereitet sein.
    "Ich weiß nicht ... aber auch deine Eltern müssen irgendwann das Kämpfen gelernt haben. Ich bin hier drinnen, weil für mich da draußen kein Platz ist. Du hast recht. ich bin keine Kriegerin, aber dafür, bin ich wendig und flink und nicht so schwerfällig."
    Was hätte sie Cana nicht gern alles an den Kopf geworfen, aber der Anstand gebot es, das sie friedlich blieb.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Drakon am Mo März 19, 2018 10:00 pm

    Cana fühlte sich unwohl und sie fand es schrecklich, dass Drakon keinerlei Partei für sie ergriff, obwohl sie sich so im Recht sah. Drakon aber schüttelte nur ganz leicht den Kopf. Er machte wieder einen Schritt auf die Gruppe zu und sagte schließlich: „Vertragt euch bitte. Ganz egal, wo man stationiert ist. Wir sind doch alle Wächter und wir haben einen Eid geschworen uns und alles diesseits der Mauer zu beschützten. Das macht doch jeder auf seine eigene Art und weise, oder nicht? Warum streiten?“
    Liam sah zu ihm herüber und sagte daraufhin: „Weisere Worte, hätten nicht gesprochen werden können.“ Cana senkte den Blick und sagte: „Entschuldige. Ich wollte keinen Streit provozieren.“ Drakon sah die zwei verdattert an. Eh? Die haben auf mich gehört? Einfach so? Liam sah zu Aya und sagte: „Wenn du die Schwertkunst meistern willst, kannst du auch deine neuen Kameraden fragen. Wir helfen dir.“ Drakon war erleichtert, dass Aya nicht ganz allein da stand, dann traf Liams Blick auf ihn und sofort fühlte er sich, als wolle der Kerl ihn irgendwie durchleuchten. Dann jedoch sagte Liam einfach nichts und machte sich wieder davon. Cana sah immer noch auf den Boden. Sie war leicht wütend, aber auch verletzt und traurig. Sie liebte Drakon so sehr… All die Jahre schon, aber der Vollidiot verstand das einfach nicht.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Aya am Mo März 19, 2018 10:06 pm

    Selbst Aya sah betreten zu Boden. Drakon hatte recht.
    "Es tut mir leid Cana. Ich wollte dich nicht ... verärgern oder verletzen. Ich weiß sehr wohl zu schätzen, was ihr da draußen leistet. Ich bin dafür nicht geschaffen. Allein schon von meiner Statur her nicht."
    Natürlich wusste Aya, das es Cana nicht um diese Dinge ging, sondern eindeutig um Drakon, aber das konnte sie wohl kaum einfach so raus posaunen.
    "Wollen wir dann nun deine Mutter besuchen?"
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Drakon am Mo März 19, 2018 10:18 pm

    Cana nickte und sagte dann: „Tut mir leid…“ Damit drehte sie sich um und ging einfach. Drakon sah ihr etwas verwirrt hinterher. Oh man… Er sah Aya an und fragte: „Und dein Training? Warum wollen wir zu meiner Mutter? Ich habe sie doch schon besucht, als wir zurückgekommen sind.“ Er verstand weder Canas Anspielung noch warum Aya dort hin wollte. Er sah auf den Boden und rieb sich die Hand durchs Haar. Irgendwie regten ihn alle gerade ein wenig auf. Vielleicht sollte er wirklich zu seiner Mutter und mal mit ihr reden. Ihr einfach den Tag erzählen und dann fragen, was sie davon hielt. Und von Canas „Antrag“ sollte er vielleicht auch erzählen? Oder vielleicht besser nicht. Er war sich da nicht ganz sicher.
    Er nahm die Hand wieder runter und sagte: „Also schön.“ Er sammelte seine Brustplatte auf und gemeinsam gingen sie rein. Er stellte die Rüstung unterwegs in seinem Zimmer ab und zog sich ein leichtes Hemd über. Selbst damit sah er sexy aus.
    Dann gingen sie zu seiner Mutter, die an einem Schreibtisch über diversen Karten brütete. „Oh? Hallo Drakon, hallo Aya! Was führt euch den zu mir?“ Drakon zuckte mit den Schultern und sagte nur missgestimmt: „Offenbar waren alle der Meinung, dass ich mit dir reden müsse.“
    Fragend sah sie erst ihn, dann Aya an.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Aya am Mo März 19, 2018 10:31 pm

    Aya wollte eigentlich nur hier weg. Liam schien sie beobachtet zu haben. Aya hatte sich damit ein wenig unwohl gefühlt, denn eigentlich hatte sie doch schon mal ... nun nicht direkt, aber durch die Blume, um Hilfe gebeten. Das Drakon ihr half, war mehr als wunderbar für sie. Nicht nur, weil sie sich dann so nahe waren, sondern auch weil ER sie unterrichtete. Der Beste des Jahrgangs. Ihn kannte sie schon so lange und ihm vertraute sie mehr, als allen Anderen hier. Bei Drakons Mutter angekommen, begrüßte Aya diese fröhlich. Drakon hatte keine Ahnung, was er hier sollte und schien missgestimmt zu sein. Aya konnte sich das nicht mehr mit ansehen. Sie musste etwas tun.
    "Drakon? Ich danke dir, das du mir hilfst."
    Sie wandte sich an seine Mutter.
    "Er zeigt mir, wie ich mit dem Schwert besser werde. Leider gab es einen unschönen Vorfall. Cana ..."
    Aya sah nun Schuldbewusst zu Drakon.
    "Drakon ... ich muss dir was sagen. Ich weiß, auf welche Entscheidung Cana wartet. Ich habe gehört , was sie zu dir gesagt hat, als sie dich geholt hat. Es war unabsichtlich und ich wollte dich nicht bloß stellen. Vielleicht solltest du mit deiner Mutter allein reden und ... wenn du mir verzeihen kannst ... vielleicht trainieren wir dann später noch ein wenig."
    Sie drehte sich um, um zu gehen. Sicher war Drako jetzt erst mal wütend auf sie.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Drakon am Mo März 19, 2018 10:58 pm

    Drakon dachte sich zunächst nichts weiter und dann schenkte Aya reinen Wein ein. Drakon sah sie erstarrt an und brachte nur sein typisches „Eh?“ zustande, während seine Mutter sehr ins Staunen geriet. Was hatte sie gesagt? Eine Entscheidung? Was für eine Entscheidung? Und dann verabschiedete sie sich einfach! Drakon sah ihr verdattert nach und dann sah er zu seiner Mutter. Ihr Blick sprühte förmlich Funken! Sie war offensichtlich feuer und flamme zu hören, was los war. Drakon hob wieder beschwichtigend die Hände und sagte: „Moment mal, ich… Ah!“ Sie zerrte ihn zu den Sitzmöbeln, schenkte Tee ein und setzte sich ihm gegenüber. Drakon hatte ein Déjà-vu. Genauso hatte das Gespräch mit seinem Vater auch begonnen. Er sah zur Seite und seine Wangen blühten auf, als seine Mutter fragte: „Also? Welche Entscheidung? Was ist mit Cana?“ Drakon wollte sterben. Es war ihm so peinlich! Das würde Aya zurück kriegen! „Also?“ Drakon legte sich die Hand aufs Gesicht und beschloss dann, einfach die Sachlage zu erklären.
    „Cana wollte, dass ich Kinder mit ihr mache.“ Seine Mutter sah ihn verstört an und dann wurde klar, woher Drakon es hatte, denn sie sagte einfach nur: „Eh?“ Drakons Gesicht glühte immer noch. „Sie will mich heiraten und Kinder mit mir machen.“ Sie musste sich nun erst mal sammeln. Räusperte sich kurz und fragte dann sachlich: „Und… du?“ Nun vielleicht nicht ganz so sachlich. Drakon hatte das Gefühl, alles würde sich drehen. „Ich? Also… Schon… irgendwann.“
    „Und meinst du Cana ist die richtige?“
    „Sie ist die pflegeleichteste. Sie ist still genügsam und heult mir nicht nach. Sie hängt mir nicht am Rockzipfel und ist sehr stark. Sie hat gute Gene.“ Sie sah ihn nun noch ungläubiger an und schüttelte leicht den Kopf. „Und… du kannst dir vorstellen, jetzt schon zu heiraten? Kinder zu zeugen?“ Drakon sah wieder zur Seite. Er zuckte die Schultern und meinte dann: „Ist doch eigentlich egal. Ich muss das kind ja nicht austragen.“ Sie nickte daraufhin fachmännisch und dann fing ihr Blick förmlich Feuer. „Was denkst du dir eigentlich?!“, fauchte sie nun und Drakon erschrak sich fast zu Tode. „W-was?“
    „Wie kannst du da so darüber denken!? Denk doch mal an Cana! Meinst du nicht, sie möchte auch geliebt werden?!“ Drakon hob die Hände und sagte: „Äh… nein? Sie hat gesagt… dass sie… es unkompliziert will!“ Er wusste nicht, was sie auf einmal hatte.
    „Drakon! Jeder möchte geliebt werden!“ Er konnte ja mal gar nichts damit anfangen. Wieder der Seitenblick. Offensichtlich hatten es wirklich alle auf ihn abgesehen. Er hätte wirklich war im Dreieck springen können. „Na von mir aus! ICH wollte das hier nicht!“
    Sie beruhigte sich schlagartig wieder. Sie setzte sich und trank einen Schluck. „Und? Was willst du nun tun?“
    „Am besten bringe ich es hinter mich, damit ich meine Ruhe habe.“ Seine Mutetr sah auf. „Also ist es dir egal, wer die Mutter deiner Kinder ist?“ Drakon zuckte die Schultern. „Weitestgehend.“
    „Und wie wäre es dann mit Aya?“
    Schweigen… Er sah seine mutter einfach an und fragte dann lieber noch mal nach, damit er sich nicht verhört hatte. „Aya?“
    „Ja.“ Alleine die Vorstellung! Sie war seine beste Freundin! Sie konnten doch nicht… er bekam wieder rote Wangen und war wie gelähmt. „Weißt du was? Ich werde jetzt gehen.“ Sie sah ihm dabei zu, wie er aufstand. Sie sah ihm nach und sagte: „Überleg dir genau, was du tun willst, Drakon. Und mache das, was dich glücklich macht.“ Er ging ohne ein Wort zu sagen hinaus. Auch dieses Mal schloss er die Tür leise und ging hinaus. Er sah die noch immer umgefallene Puppe und ging dann die Mauer hinauf. Er starrte in die schwerze Weite und dachte nach.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Aya am Mo März 19, 2018 11:05 pm

    Armer Drakon. Da hatte sie ihm ja was eingebrockt. Wenigstens war er nun dazu verdammt, sich genau zu überlegen, was er wollte. Aya hatte sich zurück gezogen. Sie wollte das Theater nicht mit erleben und eigentlich hatte sie ein schlechtes Gewissen, weil sie ihm das angetan hatte. Sie hatte nun allerdings ihr Training im Kopf und hoffte, Liam, oder einer der Anderen, könnte sie auch so gut trainieren, wie Drakon.Es blieb ihr wohl nichts Anderes übrig, als einen der Jungs zu fragen, denn Drakon wäre sicher jetzt nicht bereit dazu, ihr weiter Unterricht zu geben, also suchte sie nach Liam oder Kain. Die beiden waren ihr eindeutig am liebsten.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Drakon am Mo März 19, 2018 11:10 pm

    Tatsächlich fand sie aber keinen der beiden sondern direkt Cana. Fast hätte man denken können, sie habe auf sie gewartet. Sie blickte sie an. Es war ein durchdringender Blick. Zwar war sie auch ein wenig feindselig, aber auch nicht unbedingt auf Krawall gebürstet. Sie musterte Aya und sagte dann: „Du hattest deine Chance. Er passt viel besser zu mir.“ Sie hatte nicht vergessen, dass Drakon sie halb nackt trainiert hatte. Und sie war so eifersüchtig gewesen. „Du hast selbst gesagt, dass er mit Gefühlen nichts anfangen kann. Warum hängst du dann an ihm, wie eine Klette?“ Sie war nicht nur zornig, sondern schien auch verletzt.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Aya am Mo März 19, 2018 11:20 pm

    Natürlich musste sie Cana über den Weg laufen. Sie wollte vielleicht keinen Streit, aber sie stellte Aya zur Rede.
    "Cana ... es geht nicht darum, wer zuerst kommt oder wer wann eine Chance hat. Drakon ist noch nicht soweit, das er sich binden will. Er lebt für die Pflicht und ich akzeptiere es. Es ist nicht nur, das ich ihn liebe. Es ist auch eine tiefe Freundschaft, die mich mit ihm verbindet. Ich verbringe gern Zeit mit ihm, auch wenn er mir nicht die selben Gefühle entgegen bringt, wie ich ihm. Ich versuche nicht ihn zu gewinnen Cana. Er wird sich von sich aus entscheiden und wenn wir Pech haben, wird es keiner von uns sein. Glaubst du wirklich, du kannst ihn haben und damit zufrieden sein, das er dir keine Gefühle entgegen bringt? Du liebst ihn ... ich liebe ihn ... aber er ist eben noch nicht so weit, das er für irgend wen Gefühle hegt. Gib ihm Zeit Cana. Er wird sich von selbst entscheiden und wenn er sich für dich entscheidet, dann wünsche ich euch alles Glück der Welt, eben so, wenn er sich für eine Andere entscheidet, denn sein Glück liegt mir mehr am Herzen, als mein eigenes."
    ja, das tat es. Sie würde seinem Glück nie im Weg stehen. Sie hatte Ziele, die noch vorrangig waren, auch wenn sie ihn gern als Angetrauten gehabt hätte. Sie wären ein wunderbares Team gewesen.
    "Weißt du Cana ... ich glaube du wärst sehr unglücklich, wenn du nur als beste Zuchtkuh behandelt werden würdest und seine Kinder auf die Welt bringen. Er weiß nicht, was das für eine Verantwortung ist. Noch nicht. Wenn es so weit ist, wird er eine Wahl treffen und ich hoffe, er wird glücklich. Dir wünsche ich das selbe. ich wünsche dir,d as du glücklich wirst, egal ob mit Drakon oder einem Anderen."
    Cana würde hoffentlich verstehen, was Aya meinte. Sie wollte ihr ja nichts böses.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Drakon am Mo März 19, 2018 11:54 pm

    Es war… erstaunlich. Sie war so vernünftig und nahm Cana somit allen Wind aus den Segeln. Sie war ja sonst immer eine so tapfere Frau, aber in Sachen Drakon war sie mehr als ratlos. Sie konnte sich einfach nicht an den Gedanken gewöhnen, dass er für niemanden als seine Pflicht etwas übrig hatte. Sie sah beschämt zu Boden und erneut musste sie sich entschuldigen. „Tut… mir leid.“ Sie hatte es ja gar nicht auf Aya abgesehen. Sie war nur so verdammt eifersüchtig auf sie, wenn sie sah, wie sie mit Drakon umging. Wie unbeschwert und locker er war, wenn die beiden etwas unternahmen. Sie biss sich auf die Unterlippe, dann sah sie schrecklich traurig zu Aya herab. „Wie erträgst du es?“ Wie konnte sie die beste Freundin mimen, wenn sie ihn doch so liebte?

    Drakon sah weiter hinaus aufs Land. Er hing seinen Gedanken nach und schließlich ging er in sein Zimmer. Er holte sein Ausrüstung und machte sich fertig. Er hatte keine Lust auf die Weiber und auch nicht auf sonst irgendjemanden, der ihm auf die Nerven ging. Er marschierte zum Tor und sagte der Torwache: „Ich gehe hinaus!“ Selbiger nickte, ohne Fragen zu stellen, betätigte den Mechanismus und Drakon trat in den Mittelgang. Auf der anderen Seite betätigte eine zweite Wache den Mechanismus und Drakon trat hinaus. Er holte ein Mal tief Luft. Er hatte sich Proviant für eine Woche mitgenommen und ging nun am frühen Abend der schwarzen Dunkelheit entgegen.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Aya am Di März 20, 2018 12:05 am

    Aya legte ihre Hand freundschaftlich auf Canas Arm.
    "Ich ertrage es, gerade weil ich ihn liebe. Ich möchte nur, das er glücklich ist. Das kann er aber nur dann sein, wenn man ihn nicht drängt, und ihm seinen Freiraum lässt. Es ist schwer, wenn man jemanden so sehr gern hat, der das nicht versteht oder sieht, aber ... ich habe Geduld und egal wie er sich entscheiden wird, ich werde seinem Glück nicht im Wege stehen. Wir sind noch jung Cana. Das Leben hält noch so viel für uns bereit. Vielleicht ist Drakon nicht für uns bestimmt, sondern jemand anderer. Manchmal ... ist es eben so, das man merkt .. da gibt es ja noch jemand anderen, der mich so nimmt, wie ich bin und der MICH liebt und nicht das was ich tue. Drakon ist deine Traumpartie und auch meine, aber wird eine von uns je seine sein? Ihr habt da draußen wirklich nicht gerade das ungefährlichste Leben und ich bewundere, was ihr tut. Du bist eine wunderschöne Frau Cana. Es gibt viele, die dich als Partnerin haben wollen werden. Da bin ich sicher. Du bist klug und stark. Ich weiß das wir beide sicher nicht die einzigen sind, die Drakon so sehr mögen."
    Sie sah Cana direkt in die Augen.
    "Wenn man jemanden liebt und nur sein Glück will ... erträgt man sehr viel. Wenn ich nicht seine Partnerin sein kann, möchte ich doch wenigstens eine gute Freundin für ihn sein und ein offenes Ohr für seine Sorgen haben, verstehst du? Wenn er älter ist, wird er vermutlich darüber lachen wie dumm er war, das gleich zwei Frauen ihn so sehr geliebt haben und er es nicht gemerkt hat. Vermutlich ist er bereits mit der Pflicht des Wächters verheiratet. Du musst das nicht so verbissen sehen. Drakon ist das wichtigste auf der Welt, seien Pflicht zu erfüllen. Komm. Lass uns etwas essen gehen. Vielelicht kannst du mich auch mal ein bisschen mit dem Schwert unterrichten? Vielelicht werde ich deine Kinder irgendwann unterrichten und möchte dann sagen können, ja, das hat mir eure Mutter bei gebracht."
    Aya lächelte aufmunternd. Sie konnte Cana gar nicht mehr böse sein. Sie war eben so ganz anders, als Aya.
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    Drakon

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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Drakon am Di März 20, 2018 12:15 am

    Cana konnte gar nicht fassen, wie freundlich Aya zu ihr war. Sie schämte sich nun, dass sie so gemein gewesen war. Sie nickte und legte sogar ein Lächeln auf die Lippen. Man sah sie so gut wie nie lächeln. Sie folgte Aya zum Abendessen. Es waren viele Wächter anwesend und jetzt wo sie auch fertige Wächter waren, aßen sie nicht mehr mit den Rekruten sondern eben mit den Erwachsenen gemeinsam zu Abend. Drakon jedoch war nicht da. Sie machte sich aber keine Sorgen, da sie einfach glaubte, er habe genug für einen Tag gehabt. Seine Eltern waren auch anwesend. Eben so wie Ayas Vater. Ihre Mutter war mal wieder in diplomatischer Mission unterwegs. Sie war wirklich selten da. Dennoch war sie immer liebevoll gewesen.
    Kain winkte Aya zu und sie schleppte Cana einfach mit. Liam musterte sie und sie neigte leicht den Oberkörper, ehe sie sagte: „Verzeih mir bitte meine unangebrachten Worte, von vorhin.“ Liam sah zur Seite und antwortete: „Schon vergessen.“ Dann setzten sich die zwei Damen. Das Essen verlief ruhig und noch ahnte ja keiner, was Drakon getan hatte.

    Selbiger setzte seinen Weg fort. Er musste den Kopf frei kriegen. Und nicht nur das, er wollte einfach nicht mit Heirat und Kindern belästigt werden. Er wollte nur seine Pflicht tun und das tat er auch.

    Erst am sehr späten Abend, klopfte es an Ayas Tür. Es war Drakons Mutter. Sie sah besorgt aus und fragte: „Sag mal, hast du Drakon gesehen? Er ist nicht in seinem Zimmer und seine Ausrüstung ist weg.“ Sie wollte nicht das schlimmste denken und hoffte auf eine plausible Erklärung.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Aya am Di März 20, 2018 12:31 am

    Cana konnte so bildhübsch sein, wenn sie lächelte. Aya ging mit ihr im Schlepptau zum Abendessen, wo Cana sich noch einmal bei Liam entschuldigte und auch die Anderen kennen lernte. Später, nach dem Abendessen, trennten sich ihre Wege und sie gingen auf ihre Zimmer. Noch etwas später, klopfte es an der Tür und Drakons Mutter kam herein.
    "Lanara ... was? Nein, ich weiß nicht wo er ist."
    Innerlich starb Aya nun schon wieder tausend Tode. Drakon machte manchmal einfach irgendwelche unbesonnene Dinge.
    "Komm. ich helfe dir suchen. Vielleicht hat ihn jemand von den Anderen gesehen."
    Sicher war er sauer, weil sie ihn in eine so bescheuerte Situation gebracht hatte und nun schmollte er irgendwo, aber ... er hatte seine Ausrüstung mit genommen.
    "Er wird doch nicht allein da raus gegangen sein?"
    Aya durchfuhr diese Erkenntnis wie ein Stromschlag. Was dachte sich dieser Pfosten dabei? Das da draußen war kein Trainingsplatz. Er musste doch selbst einsehen, das er allein da draußen nichts zu suchen hatte.
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    Drakon

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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Drakon am Di März 20, 2018 12:46 am

    Als Aya ihre Vermutung äußerte blieb Lanara stehen. Sie hatte den Blick gesenkt. Sie ballte ihre Faust und sagte: „Wir sollten… zu meinem Mann.“ Gesagt getan. Sie gingen zu Ragnar und der stand am Fenster. Er drehte sich jedoch zu Lanara um und sah sie fragend an. „Hast du ihm befohlen raus zu gehen?“, fragte sie rund heraus und Ragnar sah sie geschockt an. „Was? Nein! Warum sollte ich so etwas Dummes tun?“
    „Ich habe die ganze Festung auf den Kopf gestellt. Er ist nicht hier!“, sagte sie nun. Ragnar ging zu ihr und nahm sie in den Arm. „Was denkt er sich.“ Einer aus der Einheit kam ins Zimmer gestürmt und berichtete: „Die Torwache! Sie haben heute das Tor für einen einzelnen Wächter geöffnet!“ Ragnar schloss die Augen. „Drakon…“
    „Ja, Kommandant.“ Dann verkrümelte sich der Wächter wieder und Ragnar hielt seine Frau fest, die nun fast einen Nervenzusammenbruch bekam. Aber nur fast. Sie weinte ein wenig, aber richtete sich dann wieder auf und funkelte Ragnar an. „Du musst einen Suchtrupp losschicken!“
    „Das kann ich nicht.“
    „Du musst!“
    „Ich darf nicht, Lanara! Du kennst die Regeln selbst!“
    „Scheiß auf die Regeln! Unser Sohn ist dort draußen! Ganz alleine!“ Ragnar wendete den Blick ab. Auf offiziellem Wege konnte er nichts tun. Was Drakon gerade trieb, lag in seiner eigenen Verantwortung. Der Aufklärungstrupp als solcher hatte Befehl in der Festung zu bleiben. „Hat er seinen Umhang mitgenommen?“ Lanara funkelte ihn immer noch an und sagte dann kalt: „Nein.“
    „Wenigstens das.“ Er sah zu Aya. Hat er irgendwas gesagt? Natürlich nicht. Sie hatten nicht mehr gesprochen. „Ich habe ihn zur Rede gestellt, wegen seinen Zukunftsplänen.“ Ragnar sah etwas dämlich aus der Wäsche. Na toll. Das hatte ER auch gemacht und jetzt hatten sie ihn wohl wirklich so weit, dass er nichts mehr mit ihnen zu tun haben wollte.

    Drakon marschierte gerade über einen Hügel. Er sah Schattenkreaturen vor sich. Er blieb ausdruckslos und pirschte sich heran. Es sah aus wie eine Brutstätte. Aber das war unmöglich. Schattenkreaturen brüteten nicht. Und was war das? Lag dort nicht eine Leiche? War das nicht das Abzeichen, eines Wächters. Drakon beobachtete erst mal.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Aya am Di März 20, 2018 12:52 am

    Aya wusste, es war das Einzige, was sie tun konnten. Sie mussten Ragnar aufsuchen und das taten sie auch. Nachdem er mit Lanara gesprochen hatte, sah sie auf den Boden.
    "Nein. Er hat mich heute unterrichtet und es gab einen kleinen Disput zwischen mir und Cana. Danach sind wir zu eurer Frau gegangen und ich habe ihn wohl ... durch etwas, das ich gehört habe, in die Ecke gedrängt. Eigentlich ist es meine Schuld, das Lanara ihn ausgequetscht hat. Es tut mir leid. ich wollte ihn nicht in Verlegeheit bringen, aber ich dachte, wenn er wenigstens mit seiner Mutter reden kann, wäre das doch gut."
    Sie hatte ja gewusst, das er nicht mit Gefühlen konnte, aber das hier ging dann doch etwas weit. Offiziel gab es also keine Möglichkeit Drakon zur Hilfe zu eilen. Vielleicht konnte sie sich Rat bei Liam erhoffen.
    "Drakon ist hier überall beliebt. Ich bin sicher, es gibt viele, die ihn suchen wollen werden."
    Nun zumindest würde sie dafür sorgen und sie würde mit hinaus gehen, um ihn zu suchen.
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    Drakon

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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Drakon am Di März 20, 2018 1:07 am

    Ragnar sah Aya an. Er konnte nichts tun und Aya war nicht mal vom Aufklärungstrupp. Er schloss kurz die Augen und sagte dann: „Ja, das glaube ich dir aufs Wort. Es liegt ein offizielles Verbot vor, auszurücken. Was du in deiner Freizeit tust, geht mich nichts an und ich will es auch gar nicht wissen.“ Lanara lächelte leicht.
    „Schatz? Wer hat heute die Mitternachtswache?“ Ragnar sah zu seiner Frau und sagte leise: „Davos und Kenneth.“ Sie lächelte. „In Ordnung.“
    Damit hatte Aya wohl nun genug Informationen. Ragnar war verpflichtet etwaige Versuche, nach draußen zu gelangen, zu melden. Auch wenn sie nur in der Planung waren und deshalb wollte er auch nichts über Ayas Pläne hören.

    Liam war in seinem Zimmer und zeichnete an irgendeiner Karte herum. Aya wusste natürlich nicht, ob er nicht auch zu Pflichtbewusst wäre, Drakon zu suchen. Denn wenn ein Verbot bestand, könnte ihn das seine Ausbildung kosten.

    Drakon betrachtete die Schattenkreaturen noch eine Weile, als seine Aufmerksamkeit abgelenkt wurde. Moment mal… Er war doch gerade mal 2 Stunden weg, wieso waren hier schon Schattenkreaturen?! Und wieso lag die Leiche HIER?! Er zog sich zurück. Er musste das sofort berichten! Er drehte sich um. Hinter ihm stand jedoch etwas oder war das ein Jemand? Er sagte: „Neugierig, kleiner Drachling?“ Drakons Augen weiteten sich. Schattenkreaturen konnten nicht sprechen! Und dieser Typ sah einfach viel zu menschlich aus! Was war hier los? Er zog sein Schwert und fragte: „Was bist du? Was treibst du hier?“
    „So viele Fragen…“ Er hob die Hand und Drakon wartete nicht darauf, ob etwas passieren würde. Er trieb dem Ding die Klinge durch den Kopf und schlug selbigen gleich ab. Das Wesen brach zusammen und zersprang zu schwarzem Sand. Drakon blickte sich um. Er lauschte einen Moment und dann ging er wieder zum Hügel. Die Leiche war verschwunden, die Kreaturen ebenfalls und nichts deutete auf das gesehene hin. Machte ihn das Land verrückt? Er steckte die Klinge zurück und rieb sich die Augen. Er sollte schlafen.
    Was ihm auch sogleich erleichtert wurde. Ein Schlag in den Nacken und er verlor das Bewustsein.
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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

    Beitrag  Aya am Di März 20, 2018 1:20 am

    Aya nickte. Sie hatte die Informationen, die sie brauchte und würde nun selbst versuchen ein paar Leute dazu zu bewegen, Drakon zu suchen. Cana würde sicher helfen, da war sie sich sicher, aber erst einmal musste sie mit Liam sprechen. Sie ging zu seinem Zimmer und klopfte vorsichtig an. Sie wollte ihn nicht wecken, falls er schlief, doch da schien noch Licht unter der Tür durch, was sie hoffen ließ, er sei noch wach. Sie hatte ja nicht vergessen, was er gesagt gesagt hatte. Sie standen füreinander ein und würden sich gegenseitig helfen, doch was war, wenn es nur um einen ging und dadurch auch alle Anderen in Gefahr gebracht wurden? Blieb nur zu hoffen, sie würde nicht ganz auf Granit beißen. Sie öffnete vorsichtig die Tür.
    "Darf ich dich kurz stören?"
    Sie kam herein und schloss leise die Tür.
    "Drakon ist allein hinaus gegangen. Gibt es eine Möglichkeit, einen Suchtrupp zusammen zu stellen? Es herrscht Ausgangsverbot für die Truppen und Ragnar kann seine Truppe nicht da rau schicken."
    Sie wusste, sie verlangte sehr viel von Liam und sie würde ihn nicht weiter behelligen, wenn er sie ab wies.

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    Re: Drakenhorst um 991 LZ

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