Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


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Wo die Liebe hinfällt...

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Lex

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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lex am So Aug 27, 2017 1:21 am

Nein, das wollte er sich absolut nicht gefallen lassen. Sie war nicht nur vollkommen im Unrecht, sondern auch noch ganz schon dreist. Und Lex hatte auch seinen Stolz. Und er besaß eine Menge davon. Diese Frau hatte so einfach nicht mit ihm zu reden. Sie wusste wen sie vor sich hatte und doch war sie frecher, als sonst irgendwer, der ihm bisher unter die Augen getreten war. Selbst Ryder war angenehmere Gesellschaft gewesen, als diese Hexe. Lex zog die Brauen zusammen und sah nun ziemlich unbegeistert aus.
„Na ich denke ja wohl ich spinne! Jetzt reicht es aber! Was glaubst du wen du vor dir hast, hä?“ Doch anstatt sich seinem Zorn zu stellen verkrümelte sich dieses Hexenweib einfach. „Hey! Ich rede mit dir!“ Doch da war nichts zu machen. Lex Puls ging in die Höhe er war wirklich zornig über ihr respektloses und unangebrachtes Verhalten. Er verschränkte die Arme vor der Brust. Lydia hätte nie geglaubt, dass dieser engelsgleiche Mann derart wütend aussehen konnte und doch bewies er ihr gerade das Gegenteil. Lex saß jedenfalls an die Wand gelehnt und unter Decken vergraben da und wartete, wobei er sich seine Worte zurecht legte. Erst als die Hexe zurück kam, stand er sogar auf und stellte sich vor sie.
„Grün hinter den Ohren, hu? ICH hatte alles unter Kontrolle, als wir geflohen sind UND ich hatte meine Gründe es heute zu tun. Du bist wirklich nicht zu retten, kleine Hexe! Wie kannst du es wagen, mir derart gegenüber zu treten! Wie kannst du glauben, ich hätte Mitleid? Du weißt nichts von mir, Weib. Du kannst es nicht wissen. Dennoch maßt du dir an, über mich zu urteilen und mir zu unterstellen, wie fahrlässig ich sei? Habe ich vielleicht etwas nicht mitbekommen? Ist bei unserer Flucht etwa etwas schief gegangen? Ist es heut zu tage etwa üblich geworden, seinen Befreier zu verunglimpfen anstatt sich zu freuen? Ich will eben so wenig Dank wie du. Wir sind Quitt, aber ich verbitte es mir, das so mit mir gesprochen wird!“ Er sah immer noch finster aus und er sah auch absolut nicht schwach oder gebrechlich aus. Auch wenn er noch Brustschmerzen hatte, so war es im Moment erträglich. Diese Frau machte ihn krank. „Deines und das Leben der beiden Damen war zu keiner Zeit in Gefahr. Ihr beherrscht die Kunst der Heilung? Ich beherrsche die Kriegskunst, also verschont mich mit eurer maßlosen Fehleinschätzung der Situation.“
So das musste wirklich mal gesagt werden. Immerhin stimmte es doch. Lex hatte alles unter Kontrolle gehabt. Er hatte nicht umsonst drei Tage gewartet. Das einzig unerwartete war die Tatsache, dass er vom Pferd gefallen war. Aber auch das war ja wohl gut gegangen oder nicht.
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Lia

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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lia am So Aug 27, 2017 3:45 am

Etwas zu essen, für die Damen, war deutlich wichtiger, als sich nun zu streiten. Das könnten sie später noch tun und natürlich ging es direkt los, als sie wieder zurück kam. Lex machte keine anstallten zu warten, sondern kam gleich zur Sache. Er hatte sicher in vielen Dingen recht, aber auch sie hatte in gewissen Dingen recht. Vielleicht sollte sie sich erklären? Vielleicht sollte sie etwas von ihrem Leben Preis geben? Lia senkte kurz den Blick und seufzte. Als sie wieder auf sah, sagte sie leise:
"Ich habe nicht euer Kampfgeschick gemeint. Bitte setzt euch. Ich werde mich erklären."
Sie legte reichte jedem ein paar Beeren und auch ein paar Blätter. Anna nahm es erst gar nicht an, dafür aber Lydia.
"Ich weiß sehr wohl, wen ich vor mir habe und ich weiß, das ihr ein sehr guter Ritter sein müsst, wenn ihr diese Damen begleitet. Der Ruf der Ordensritter eilt ihnen voraus, aber es ist eben nicht immer ein guter Ruf. Als man euch brachte, sah ich einen Mann, der auf der Schwelle zum Tod stand. Ich habe getan, was ich konnte und gebetet, das es euch bald besser gehen sollte. Als ihr so handeltet, war ich überrascht, wie schnell ihr so viel Kraft gesammelt habt, hatte Angst um die Leben eurer Begleiterinnen und euch. Als wir flohen konnte ich euer Herz schlagen spüren und euren Atem hören. Jemand, der so stark ist, der so handelt, muss einfach ein Mensch sein, den man bewundert und vertraut. Noch bevor wir bei den Pferden waren, wart ihr schon sehr erschöpft. Das Leben ist kurz und ihr solltet es genießen, denn irgendwann werdet ihr jemanden sehr glücklich machen und diese Frau, wird sicher nicht dabei zusehen wollen, wie ihr sterbt, weil ihr ein solches Wagnis eingeht. Versteht mich nicht falsch. Menschen zu helfen, sie zu heilen, das mache ich, weil ich das Leben schätze und ehre. Bisher war niemand so freundlich zu mir, wie ihr. Zumindest nicht, wenn sie wussten, was ich bin."
Nun sah sie Lex direkt an. Ihre Augen waren voller Ehrlichkeit und auch Angst ließ sich nicht verleugnen. Ihre Stimme war sehr ruhig und sanft, so wie sie es selten gegenüber Fremden war.
"Seht euch eure junge Begleiterin an. Sie braucht etwas zu essen und muss dringend trinken. Ihre Haut ist ein wenig spröde und sie ist blass. Sie verhungert, wenn sie nichts zu sich nimmt. Sie weiß was ich bin und das was sie zu wissen glaubt, lässt sie angst haben, ich könnte sie vergiften. DAS ist die normale Reaktion von Menschen auf mich. Sie werden geheilt von mir, und wenn sie merken, was ich bin ... Ich danke euch, das ihr uns gerettet habt, das ihr mich da raus geholt habt. Ich hätte nicht so streng mit euch ins Gericht gehen dürfen. Ihr seid ein ehrenhafter Mann. Ich erwarte keine Vergebung von euch, aber ich bitte euch, bitte achtet auf euch und eure Begleiterinnen."
Sie wusste, sie war zu weit gegangen, aber wer hatte schon jemals mehr Sorge für sie getragen, seid sie allein war?
"Ich .. würde mir jetzt gern eure Wunde noch einmal an sehen."
Anna wäre am liebsten geplatzt.
"WAS ERDREISTEST DU DICH!!!"
fuhr sie die junge Hexe an.
"Er ist ein Ordensritter! Du bist eine Hexe, die eigentlich froh sein sollte, das er sie nicht mit dem Heiligen Feuer verbrannt hat!"
Lia reagierte mit einem wirklich traurigen Blick.
"Ihr braucht ihn nicht mehr zu behandeln! ICH kümmere mich um seine Wunden."
Dieses mal sah man einen Funken Wut in ihren Lias Augen, doch der verschwand sofort wieder, wich einem ernsten Blick.
"Das  ... sollte wohl der Ritter selbst entscheiden my Lady."


Zuletzt von Lia am So Aug 27, 2017 6:49 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Lex

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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lex am So Aug 27, 2017 6:43 am

Sie wollte sich erklären, aber setzen wollte er sich jetzt gerade nicht. Sie erklärte trotzdem was sie gemeint hatte und in Lex Ohren klang es noch immer so, als glaube sie, er habe es nicht unter Kontrolle gehabt. Trotzdem beruhigte er sich. Sie sorgte sich. Schön und gut. Lex sah sie von der Seite an und schließlich sagte er: „Deine Sorge ist unbegründet.“
Jetzt setze er sich doch. Sie redete weiter über Anna und Lydia. Nun Lydia sah nicht so schlimm aus wie Anna, die wirklich etwas … krank aussah. Es war ihm schon aufgefallen, aber er konnte sie wohl kaum zwingen zu essen. Sie schüttete weiter ihr Herz aus und Lex hörte ihr zu, aber es war nicht so, als würde er nun unglaublich viel Mitleid empfinden. Sie konnte froh sein, nicht mehr für Ryder arbeiten zu müssen. Aber er verstand durchaus, dass sie es nicht leicht hatte. Trotzdem hatte es sie nicht dazu berechtig, ihn so anzufahren. Wie auch immer. Sie hatte sich entschuldigt und er war nicht nachtragend. Zumindest nicht wegen solcher Lappalien. Sie schloss ihren Vortrag damit, dass sie sich die Wunde noch mal anschauen wollte. Lex seufzte. Sie hatten doch vor zwei Stunden erst den Verband gewechselt. War es denn in Ordnung, wenn sie nun wieder daran rum dokterte? Doch er kam ja gar nicht dazu, etwas zu sagen. Anna platze scheinbar wie eine überreife Melone. Lex sah sie irgendwie verdattert an und Lydia fuhr regelrecht zusammen. Jetzt hatte er aber die Faxen dicke! Was hatte sich sein Vater nur dabei gedacht DAS HIER von ihm zu verlangen? Er senkte den Blick und ballte die Fäuste, als die Hexe schließlich ihren letzten Kommentar von sich gab, rief Lex zornig: „Es reicht!“ Seine Stimme klang machtvoll und er war aufgestanden. Er sah aus, wie ein Herold des allmächtigen Vaters. „Seid ihr beide nicht ganz bei Verstand?“ Dieser Zickenkrieg war doch nicht auszuhalten! Lydia gluckte da, als wolle sie unsichtbar werden.
„Ihr!“, er deutete auf Anna und fuhr fort: „Der hohe Orden verbrennt nicht einfach jeden wegen dummer Vorurteile!“ Je selbst die Halbblüter wurden ja nicht einfach umgebracht. Zwar wurden sie versklavt, was auch nicht richtig war, aber man verbrannte doch nicht einfach irgendwelche Leute! „Und diese Frau ist keine Ausgeburt der Hölle, sondern eine Frau, die mit der Natur im Bunde ist! Sie hat nichts mit der dunklen Priesterschaft böser Götter zu tun!“ Dann bekam auch die Hexe noch mal ihr Fett weg, aber bei ihr schien Lex zumindest nicht so zornig zu reagieren. Er war auch gar nicht mehr auf sie böse sondern mit der ganzen Situation unzufrieden. „Es geht mir gut! Ich habe viel Blut verloren und kuriere eine Krankheit aus. Ich hatte einen Schwächeanfall, gut. Aber ich muss weder von dir“ er deutete auf sie, „noch von euch“ nun auf Anna, „bevormundet werden, klar?“ Er warf die Hände in die Luft. „Das hält doch keiner aus!“ Er ging Richtung Höhleneingang und starrte hinaus. Dann grummelte er noch: „Und ihr solltet jetzt endlich essen, sonst sorge ich dafür!“ Er fühlte sich wie im Kindergarten. Auch auf die Gefahr hin, dass Anna ihn nun hasste und er seinen Auftrag nicht zu Ende führen könnte… Was zu viel war, war einfach zu viel.
Seine Atmung ging schnell, ebenso wie sein Herzschlag, aber er würde sich nun nicht die Blöße geben noch mal Schwäche zu zeigen. Er hatte nicht verstanden, dass Anna aus Eifersucht handelte. Wie auch, waren ihm solche Gefühle doch vollkommen fremd.
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Lia

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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lia am So Aug 27, 2017 7:19 am

Und Lia erklärte mehr, als sie eigentlich wollte. Am Ende war es an Lex, den Damen noch einmal klar zu machen, das er nicht bestrebt war, sich bevormunden zu lassen. Anna war vollkommen schockiert, als Lex sie so anfuhr. Wie konnte er es wagen? Hatte dieses Weib ihn etwa schon verhext?
"Aber ich ..."
Auf seinen Blick hin, wagte sie es gar nicht mehr, auch nur einen Ton von sich zu geben. Sie saß da, sah Lydia an, die scheinbar einfach im Nichts verschwinden wollte aber immer noch das Wasser hielt.
Lia blieb still. Alles, was sie tat, als Lex sie zurecht gewiesen hatte, war auf stehen, zu den Pferden gehen und sie zu streicheln. Diese edlen Tiere waren im Moment das einzige, was ihr vertraut schien und ihr eine gewisse Sicherheit gab. Auch sie mussten versorgt werden. Das würden sie morgen sicher, denn der Ordensritter war ein guter Mensch.
Anna sah nur einmal scheu auf, als sie Lex reden hörte. Sie nahm ein paar der Beere und schob sie sich in den Mund. Sie schmeckten unglaublich gut, so das Anna noch nach nahm. Sie hatte wirklich hunger. Auch das Wasser, welches Lia so mühevoll aufgefangen hatte, nahm sie nun an. Wenn Lex wollte, das sie annahm, was man ihr reichte, dann würde sie das wohl tun. Wäre er ihr Mann, sie würde eben so tun, was er ihr sagte. Vielleicht sollte sie sich daran schon einmal gewöhnen? Argwöhnisch sah sie zu Lia, die mit dem Rücken zu ihr stand und sich um die Tiere kümmerte. Sicher wäre es wieder ruhiger und besser, wenn diese Frau weg war. Dann war sie schließlich nicht mehr in der Lage Lex zu verhexen. Wer wusste denn schon, zu was sie noch fähig war.
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Lex

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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lex am So Aug 27, 2017 7:37 am

Es hatte sich richtig eingeregnet. Und Lex genoss die Ruhe, die nun herrschte. Er wollte nicht streiten und er wollte nicht, dass die beiden Frauen stritten. Anna nahm nun endlich an, was man ihr gab und Lex war zufrieden. Er beobachtete die Frau noch einmal argwöhnisch, was sie jedoch nicht sah, weil sie mit dem Rücken zu ihm stand. Er hatte die Situation geklärt. Alles Weitere würde sich wohl fügen. Erleichtert stieß er die Luft aus und ließ sich nun hinreißen leise zu stöhnen, als er die verschränkten Arme wieder runter nahm.
Er setzte sich nun endlich wieder zu Anna und betrachtete sie vorsichtig. Sie trank gerade aus dem Blatt und als sie absetze sagte er nun wieder viel sanfter: „Na seht ihr? So schlimm ist es nicht.“ Lydia war nun auch wieder etwas weniger eingeschüchtert. Und schließlich sagte sie: „Es war gut, dass wir heute geflohen sind.“ Sie sagte es ganz leise. „Wer weiß, was er uns angetan hätte.“ Ja, genau das gleiche hatte Lex auch gedacht und außerdem hatte er sich nicht ausmalen wollen, was Alram veranstaltet hatte, wenn Lex da nicht von selbst wieder raus gekommen wäre. Sicherlich würde er bald von ihm hören.
Er blickte zu der Hexe und schließlich sagte er zu ihr, um sich nun auch noch mal zu erklären: „Es musste heute sein. Ein Bote hätte drei Tage gebraucht von der Stelle, von wo wir überfallen worden sind. Wenn wir noch länger gewartet hätten, hätte Ryder sie sicherlich woanders hingeschafft.“ Vielleicht hätte er das auch schon viel eher sagen sollen, damit sie ihn verstanden hätte. Aber eigentlich wollte er das Thema auch nicht noch mal aufwärmen. Schließlich begab er sich in eine liegende Position. Das war alles einfach zu viel gewesen. Er war erschöpft und müde. Ganz zu schweigen, dass seine Brust schmerzte. Er machte lediglich die Augen zu und schlief sehr schnell ein.

Im Traum erschien ihm Alram. Er sah streng und angefressen aus. „Was muss ich da hören?“ „Vater ich…“ „Sei still! Ich habe dir EINEN Auftrag gegeben! Was ist los mit dir?“ Lex senkte den Blick. Alram musterte ihn und schließlich stellte er fest: „Du bist krank.“ Lex nickte. „Wie schlimm?“ Lex wollte ausweichen und sagte: „Es heilt.“ Alram trat sehr dich an ihn heran. Er musterte ihn und schließlich lächelte er. „Das ist gut.“ Lex sah überrascht aus. „W-was?“ Alram fragte: „Wie nah ist die Anna schon gekommen? Hat sie sich um dich gekümmert?“ Lex verstand nicht, was das damit zu tun hatte. „Ähm… ja.“ Alram schien entzückt. „Das ist sehr gut, Lex. Frauen kümmern sich gerne um verletzte oder kranke Männer. Besonders, wenn sie sie mögen. Also lass dich von ihr pflegen.“ Das war doch wirklich… oh man. „Und Lex…“ Er sah auf. „Kein weiteren Fehler!“ Lex sah den abschließenden Blick seines Vaters, der ihn aus seinem Traum hochschrecken ließ, wobei er halbherzig aufschrie und sich schnell aufrichtete. Er war schweißgebadet und atmete schnell. Er hatte sich wirklich erschreckt und legte das Gesicht in seine Hand. Sein Herz schlug sonst wo.
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Lia

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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lia am So Aug 27, 2017 8:38 am

Anna nickte.
"Ich ... konnte nichts essen, als wir in diesem Käfig waren. Dafür danke ich ... der Hexe ... das sie uns etwas zu essen gebracht hat ... und Wasser."
Sie gab es ungern zu, aber die junge Frau schien wirklich nichts böses vor zu haben. Sie hielt sich ja sogar von ihnen fern, soweit es ihr möglich war und doch war Anna eifersüchtig. Warum eigentlich? Lex schien sie ja nicht mal zu mögen. Sie lehnte sich an Lydia und schlief direkt ein. Sie war einfach erschöpft, denn in dem Käfig hatte sie nicht erholsam geschlafen.
Lia hörte wohl, was Lex sagte. Sie nickte ihm zu, als Zeichen des Verständnisses. Auch ihr lag es fern, noch einmal alles auf zu wärmen und sich erneut zu streiten. Die Lady war eingeschlafen, was nur gut für sie sein konnte. Auch Lex legte sich zum schlafen hin. Nur Lia blieb wach. Sie brauchte keine Wache zu halten, doch sie hatte noch etwas gut zu machen und deshalb nahm sie eines der Pferde mit aus der Höhle. Draußen schwang sie sich auf den Rücken des Tieres und ritt zurück in Richtung des Lagers, in dem sie Lex zum zweiten Mal verarztet und ihn auf eine Liege verbannt hatte.

Erst spät in der Nacht, war sie zurück. Das Pferd war nass vom Regen und auch sie selbst, war völlig durchnässt. Der Schmutz hatte sich aus ihrem Gesicht gewaschen und auch das Haar war nun wieder weiß und nicht grau vom Staub und Dreck. Vorsichtig nahm sie ein großes Bündel vom Rücken des Tieres und legte das Bündel bei dem anderen Sattel ab. Das Tier war vollkommen fertig und brauchte Ruhe. Lia dankte ihm für seine Hilfe. Sie würde es ihm gern vergelten, doch im Moment war dies nicht möglich. Vielleicht könnte sie das Tier ... nein. Sie waren zu dritt und mussten in die Stadt. Lia würde kein Pferd brauchen. Dafür würde sie den Ordensritter nur darum bitten, dieses Tier gut zu behandeln und ihm einen schönen Ruhestand zu ermöglichen, in dem er auf einer Wiese bei Sonnenschein und im Stall bei Regen und Winter bleiben könnte. Eben hatte sie auch den Sattel bei Seite gelegt, als Lex erwachte. Sie sah erschrocken zu ihm hinüber. Hatte er einen Rückfall? Schmerzen? Er war Schweißgebadet. Lia kam zu ihm. Sie war völlig durchnässt, aber sein Wohl lag ihr am Herzen. Nie war sie einem Mann begegnet, der so gütig war.
"Geht es euch nicht gut? Ist es die Wunde?"
flüsterte sie, um die Damen nicht zu wecken.
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Lex

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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lex am So Aug 27, 2017 8:52 am

Lex war einen Moment noch geschockt und irgendwie nicht Herr seiner Sinne. Er legte sich die Hand auf den Mund, weil ihm durch den Schreck regelrecht übel geworden war. Er sah erschrocken auf, als Lia zu ihm sprach und dann stöhnte er. Er hatte sich schnell aufgesetzt und hielt sich nun die Rückhand auf den Rücken. Großer Gott. Es war ja nicht so, dass er Angst vor Alram hatte, aber er hatte sich eben einfach gehörig erschreckt. „Es… geht schon ich… uhm…“ Er fletschte die Zähne. Er drehte sich halb auf die Seite und rollte sich auf den Bauch. Er sagte: „Könntest du?“ Es war klar, dass er die Wunde meinte und es schien ihn zu schmerzen. Er nahm nun beide Hände neben seinen Kopf und es fühlte sich an, als würde die Verletzung schlimmer werden, was doch unmöglich der Fall sein konnte! Lex stöhnte erneut auf und schließlich biss er in sein provisorisches Kissen. Es brannte schrecklich und als Lia den Verband aufschnitt und sich das Unglück ansah, bemerkte sie sofort, dass es sehr viel schlimmer aussah, als noch am Mittag. Wie hatte das aber passieren können? Es war nicht entzündet sondern fast, als sei es angesengt. Schließlich gab Lex einen kehligen Laut von sich und Lydia schreckte auf. Sie weckte dabei ausversehen Anna und jetzt musste es doch für beide Frauen so aussehen, als würde Lia Lex etwas antun.
Das war zwar nicht der Fall, aber ein verliebtes Herz war auch oft ein blindes. Lex bog den Rücken durch und knirschte mit den Zähnen. Er konnte sich nicht vorstellen, dass es die Hexe war, die das tat. Aber vielleicht hatte Ryder ja auch etwas damit zu tun. Vielleicht hatte er sich nun eine ECHTE schwarze Hexe besorgt. Lex schrie nun wirklich auf und dann schlug er auf den Boden. Von seiner Hand löste sich gleißendes Licht, was jedoch nicht in den Augen weh tat und um die vier spannte sich ein Kreis, der ein wenig anwuchs und noch mal kurz aufleuchtete, ehe er verschwand. Lex entspannte seine Muskeln und kam ruhiger wieder zum Liegen. Er bekam noch gar nicht mit, ob Anna der Frau nun an die Kehle wollte, aber er spürte deutlich, dass die Schmerzen nicht schlimmer wurden. Besser wurden sie aber auch nicht. Zumindest war er nicht mehr so krank…
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Lia

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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lia am So Aug 27, 2017 9:24 am

Lia schnitt sofort den verband auf. Was sie zu sehen bekam, war nichts, was natürlichen Ursprungs war. Sie sah auf die Wunde. Ja, sie war eine Hexe, sie konnte dagegen angehen, aber dafür fehlten ihr die Zutaten und Utensilien. Ryder ... aber wie hatte er das gemacht? Sie hatte den Pfeil doch verbrannt. Er musste Verbände gefunden haben, die sie nicht entsorgen hatte können. Ausgerechnet jetzt, erwachte auch die junge Lady, die natürlich sofort falsche Schlüsse zog.
"Was ist ... WAS TUST DU IHM DA AN! Das ist wohl der Dank, das er dich gerettet hat was? GEH WEG VON IHM!"
Anna sprang auf, wollte sie weg schubsen. Lia war viel zu sehr auf die Wunde konzentriert.
"Das ist schwarze Ma -"
Weiter kam sie nicht. Sie wurde mit einer Wucht weg gestoßen, die sie gegen eine Felswand stieß, was wieder rum eine gewisse Benommenheit auslöste, denn Lia stieß sich den Kopf. Sie sank auf den Boden, blieb verwirrt sitzen und stützte sich auf den Händen.
"LASS DEINE FINGER VON IHM!"
schrie Anna sie an und stand wie eine Furie vor Lex.
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Lex

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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lex am So Aug 27, 2017 9:35 am

Lex war noch kurz mit sich selbst beschäftigt und auch Lydia war aufgestanden und stand ihrer Herrin bei. Sie sagte jedoch nichts. Schließlich aber schnappte sie sich einen Stein auf dem Boden und stellte sich vor Anna. Sie sagte dabei: „Herrin! Ich halte sie in Schach!“ Sie schien zu wollen, dass sie sich um Lex kümmern konnte. Sie hielt den Stein jedoch nur drohend nach oben, war aber bereit ihn zu werfen. Lex stemmte sich hoch und sah auf die sich ihm bietende Szene. Er kniete dort und sein Blut floss: „Nicht… doch…“, sagte er zunächst benommen und dann stand er schnell auf. Er achtete nicht auf Anna, die ihn stützen wollte. Er packte Lydias Handgelenk, ehe sie werfen konnte und entwendete ihr den Stein, den Er fallen ließ, er trat dabei aus dem Schutzkreis und erneut fuhr der Schmerz in seinen Rücken. Er schrie auf und seine Knie gaben nach. Er hielt sich dabei regelrecht an Anna fest, die ihn stützen wollte, wobei beide zurück in den Kreis fielen. Er keuchte und rief: „Nicht! Es ist… nicht ihre Schuld.“ Er stöhnte abermals. „Anna… bitte!“ Er sah sie an, sein Blick so von Schmerz gezeichnet und flehend. „Bitte… ihr müsst ihr vertrauen!“ Er hatte sie beim Sturz halb umgerissen und begrub sie halb. Glücklicher Weise war sie auf sein Fell-/Deckenlager gefallen, sodass sie wenigstens weich gelandet war. Seinen Arm hatte er unter ihren Kopf schieben können, als er das Gleichgewicht verloren hatte. Er versuchte noch sich irgendwie von ihr herunter zu bewegen und sagte erst mal nichts. Aber er keuchte und hatte offensichtlich starke Schmerzen, die aber zum Glück nicht schlimmer wurden.
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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lia am So Aug 27, 2017 9:58 am

Überrascht sah Anna Lex an, als er diese Hexe noch immer in Schutz nahm. Wie konnte er sie immer noch in Schutz nehmen, wo sie ihm das da eben an getan hatte? Mit einer solchen Reaktion rechnete sie gar nicht. Der liebe Lex entwaffnete Lydia, wobei er aus dem Kreis trat und die Wunde erneut schrecklich zu schmerzen begann. Anna stolperte und fiel. Sie landete halb unter Lex, der ihr trotz des Sturzes noch den Arm unter den Kopf hielt. Natürlich glaubte sie gleich, er tat das, weil er etwas für sie empfand, denn schließlich war sie noch immer in romantischen Träumen gefangen.
"Also ... gut ... aber wehe ich erwische sie, wie sie etwas anstellt!"
Lia in des, sah nur den Stein und wie Lex sie verteidigte. Er musste schreckliche Schmerzen haben und doch verteidigte er sie. Lia konnte nicht einmal in Gedanken in Worte fassen, wie sehr es sie berührte. Langsam stand sie auf. Ein wenig Blut lief an ihrer Stirn herab, doch es war nur ein ganz geringer Rinnsal. Eine kleine Schramme, die schnell heilen würde.
"Lady Anna ... Ich kann solche Magie nicht wirken. Es ist schwarze Magie, die ihn schwächen und töten soll. Ich fürchte, Ryder hat jemanden gefunden, der ihm unter die Arme greift. Bitte lasst mich sehen, was ich tun kann."
Sie sprach ruhig, aber eindringlich. Es musste dringend was geschehen. Lia betrachtete erneut die Wunde. Sie brauchte Zutaten aus dem Wald, um das ab zu wenden. Jemand, der solche Macht hatte, würde auch in der Lage sein sie schnell zu finden.
"Haltet ihn hier in diesem Bannkreis. Ich werde mich beeilen die Zutaten zu suchen. Wir haben keine Zeit. Wenn er aus dem Kreis heraus geht, wird er Schmerzen ausgesetzt, die ihn töten könnten."
Sie konnte das Leid lindern, könnte der Magie entgegen wirken, aber aufhalten konnte sie es nicht gänzlich. Dazu fehlten die Mittel und Möglichkeiten, wie auch die Kraft. Lia lief hinaus in den Regen. Dieser mann hatte alles getan, um sie alle zu befreien. Es sollte nicht umsonst gewesen sein. Lia sah sich kurz um, doch es würde wohl zu lang dauern, um alles zu sammeln. Sie hatten kaum Zeit, also was konnte sie nun tun? Verzweifelt sank sie auf den Boden. Ihre Hände gruben sich in die nasse Erde. Wie sollte sie diesen Zauber aufhalten?
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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lex am So Aug 27, 2017 10:11 am

Anna schien ihm zumindest so weit zu vertrauen, dass sie nicht weiter auf die andere Frau los ging. Lydia weinte, als sie sah, wie sehr Lex wohl litt. Er gab sich alle Mühe den Bannkreis aufrecht zu erhalten, aber er würde es nicht schaffen, sobald er einschlief. Aber an schlaf war ohnehin nicht zu denken.
Die Hexe brauchte Ztaten und vielleicht konnten die anderen beiden ihr helfen. Nein… Anna kannse sicherlich kaum eine Pflanze und Lydia? Hatte sie vielelicht schon mal Kräuter gesammelt? Und wenn es nur zum Kochen war? Er stöhnte erneut. Er kam halt auch nicht so gut an seinen eigenen Rücken um die Wunde zu verarzten. „Anna… Könntest du… bitte die Blutung stillen?“ Er stöhnte und seine Eine Hand hielt gerade die van ihr. Ob sie zufällig da gelandet war oder nicht, wusste er nicht. Er drückte jetzt jedenfalls etwas zu, aber nicht schmerzhaft. Dann streckte er die Hand erneut aus und ein kleinerer Stein auf dem Boden fing an zu leuchten, wie eine Fackel. Er sagte: „Lydia… hilf ihr bitte suchen.“ So wie es sich jetzt anfühlte, ging es, aber sobald er den Kreis verlassen würde, würde es wieder schlimmer werden, ganz so, als ob es sich durch seinen Körper fressen würde. Die eigentlich ziemlich saubere Wunde sah nun wirklich schlimm aus. Blutig und eben verbrannt, oder als wäre Säure in der Wunde gewesen, nur dass es ziemlich blutete. Lex hatte noch niemals mit solch mächtiger Magie zu tun gehabt. Das musste Blutmagie sein. WAS hatte Ryder denn bitte geopfert, um solch eine mächtige Magie zu erhalten? Er stöhnte abermals und blieb dann ganz ruhig liegen, damit Anna sich kümmern konnte. „Du… musst mich… wach halten…“ Er war ausversehen zum Du gewechselt. Aber er hatte nun auch wahrlich andere Sorgen.
Lydia wartete noch auf das Einverständnis von Anna, war aber schon mit dem Stein auf dem Weg zu der Hexe. Sie vertraute Lex und obwohl sie auch Angst hatte, dass die Hexe doch etwas damit zu tun haben könnte, wollte sie glauben, dass sie Lex helfen könnte.
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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lia am So Aug 27, 2017 10:50 am

Anna hielt die Hand des Mannes, den sie für ihren Traumprinzen hielt. Sie lauschte jedem einzelnen Wort. Als würde es sie stören, das er sie duzte. Was die Hexe betraf, war diese draußen. Lex bat Anna, die Blutung zu stillen und wollte, das sie ihn wach hielt.
"Ich tue, was ich kann,"
antwortete sie. Er musste sie nun, auch wenn sie das nicht wollte, los lassen. Sie riss etwas von ihrem Kleid ab. Es war ohnehin schon nicht mehr so ganz in Ordnung. Für Lex opferte sie das bisschen Stoff gern und drückte es auf die Wunde. Wie aber sollte sie ihn wach halten? Lydia wartete noch immer auf Anweisungen. Anna rief ihr nach:
"Bitte beeilt euch!"

Lia hörte das Rufen von drinnen, wie auch nahende Schritte. Sie sah auf und erkannte Lydia, die auf sie zu gerannt kam. In ihrer Hand glühte ein Stein, wie eine Fackel und erhellte die Umgebung. Lia sah Lydia fragend an, die ihr erklärte, was sie hier tat, oder tun sollte. Es regnete noch immer. Hoffentlich brauchten sie jetzt nicht noch zu viel Zeit.
"Dort. Da wachsen die Kräuter, die wir brauchen und ... kommt."
Lia stand auf, lief voraus. Lydia folgte ihr. Ein paar Kräuter reichten schon. Ein morscher Baumstamm lag unter den Kräutern. hier zog sie die Rinde ab, die noch nicht ganz verfault war. Sie nahm eine besonders dicke Larve aus dem Holz und einen teil der Rinde. Natürlich brauchte sie noch Wasser und ein anderes Kraut, welches selten war, aber sie fand, was sie suchte. Das musste reichen, um die Magie zumindest auf zu halten und das Fleisch des Ritters von diesem schrecklichen Fraß zu befreien.

Anna gab sich alle Mühe, Lex wach zu halten. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis die beiden anderen Frauen wieder da waren.
"Da sind sie. Nicht einschlafen. Sie kommen mit den Zutaten."

Zurück in der Höhle, ließ sie sich von Lydia die Kräuter geben. Sie legte sie auf einen Stein und zerrieb sie zu einem Brei, mit einem zweiten Stein. Dazu gab sie ein wenig von der Rinde, die sie mit gebracht hatte. Auch sie wurde zermahlen. Als der Brei nun fertig war, schmierte sie ihn vorsichtig in die Wunde des Ritters und setzte die Larve obenauf, die sich direkt in den Brei fraß und dabei eine Art Netz sponn.
"Mehr kann ich jetzt nicht tun. Die Larve wird das abgestorbene Gewebe abfressen und so den Fortschritt der Magie aufhalten. Mir fehlen die Kraft und die Mittel ihn von dem Fluch zu befreien. Ihr braucht einen Blutmagier, um das auf zu halten."
Starkes Bedauern klang in ihrer Stimme mit, als sie erklärte, was nun geschehen würde. Noch einmal stand sie auf, kniete sich dann ans Feuer, zog einen Scheit heraus und begann einige Zeichen auf dem Boden zu malen. Sie wusste, es würde vorerst reichen, um sie alle zu schützen, doch der Schutz konnte gebrochen werden. Blieb zu hoffen, das er reichte. Auch am Höhleneingang brachte sie diverse Schutzzeichen an. Vielleicht konnte Lex nun ein wenig schlafen, ohne Schmerzen ausgesetzt zu sein.
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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lex am So Aug 27, 2017 11:10 am

Lex ließ sich die Wunde von Anna abdrücken und stand es durch wie ein Mann. Bei dem Schmerz, war es ihm ohnehin nicht möglich einzuschlafen. Er hoffte nur, er würde nicht schlapp machen. Ohhh, dieser Ryder. Lex war wirklich kein Freund von Rache, aber er wünschte diesem Arsch die Pest an den Hals! Hin und wieder ächzte er, aber er hatte sich beruhigt und ließ alles geschehen.
Irgendwann kamen die anderen beiden zurück und als sie in der Höhle waren flackerte das Lucht des Steins noch mal kurz und der Zauber löste sich wieder. Sie kam direkt wieder zu ihm und verrieb irgendwas zu einem Brei. Lex konnte sie genau beobachten und … was hatte sie denn da. Eine… Made. Lex kam es fast hoch. Er wusste dass man diese Viecher hin und wieder für medizinische Zwecke benutzte und als sie dann auch noch erklärte, was dieses Vieh machen würde, drückte er nur sein Gesicht in die Felle, auf denen er lag, blieb aber still liegen. Er zuckte zusammen, als sie die Paste in die Wunde schmierte und wehrte sich nicht. Dann setzte sie das Tierchen auf seinen Rücken und er spürte es. Vielleicht bildete er es sich aber auch ein. Doch er spürte, wie sich was bewegte und seine Bauchmuskulatur spannte sich, weil er würgte. Er konnte dennoch an sich halten und versuchte sich nichts anmerken zu lassen. Und das nur wegen dieser scheiß Lungenentzündung… Wie viel Pech konnte ein Einzelner haben. Sie waren keinen halben Tag mehr von der Stadt entfernt und er lag hier und musste sich auffressen lassen! Unverzeihlich. Er hob den Kopf leicht an und sah aus der Höhle heraus ganz so, als würde er Ryder fixieren. Oh sein Blick glich dem des Herrn der Unterwelt und er sah Alram in diesem Moment so ähnlich, dass er es selbst nicht geglaubt hatte. Er sagte zähne knirschend: „Ich bring ihn um… ich BRING ihn UM!“ Er konnte noch nicht wissen, dass nicht er es sein würde, der Ryder den Garaus machen würde.
Lex ließ den Bannkreis die ganze Zeit aufrecht, denn er konnte mit den Symbolen nichts anfangen und die Hexe würde nicht wissen, dass er den Zauber immer noch aufrecht hielt. Er konnte jetzt sowieso nicht mehr schlafen und war er eben noch so von dem ganzen erschöpft gewesen, so war er nun so zornig, dass sein Körper Adrenalin pumpte. Immer wieder spannte sich seine Rückenmuskulatur, weil er meinte, Bewegung zu vernehmen und jedes Mal war es ein Kampf mit seiner Selbstbeherrschung, nichts Ungebührliches zu tun. Dies war jedenfalls der Tag an dem Lex anfangen würde Insekten zu hassen.

Erst am frühen Morgen schlief Lex schließlich ein und der Bannkreis flackerte noch mal, ehe er schließlich erlosch. Die Larve tat ihre Arbeit und vielleicht würden sie ja unbeschadet weiter können. Der Regen hatte aufgehört. Nur war ein Transport von Lex schwer möglich, da sie die Wunde nicht hatten abdecken können. Erst wenn das Tier seine Arbeit getan hätte konnten sie weiter.
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Lia

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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lia am So Aug 27, 2017 11:39 am

Eine Made ... Anna hätte sich fast übergeben. Sie durfte gar nicht auf die Wunde sehen. Sie wusste, dort war dieses Vieh. Lydia schien eben so begeistert. Was sollte nun werden? Die Trage war noch vorhanden, aber sie wäre gerade unbrauchbar, weil die Wunde nicht heilen wollte.
Lia war sich sicher, das die Larve ihre Arbeit tat und wusste auch, das sie gute Arbeit leisten würde. Was sie nicht wusste war, ob sie es schaffte, die Wunde so gut zu behandeln, das sie sich schließen konnte. Ohne das sie das tat, könnten sie nicht weiter. Lia war wirklich müde. Sie war lange wach und hatte auch über Nacht nicht geschlafen. Auch eine Hexe brauchte mal Schlaf. Sie legte sich bei den Pferden auf eine einfache Decke auf dem Boden und schlief auch gleich ein.

Anna blieb bei Lex, als er eingeschlafen war. Wie konnte er nur so viel Pech haben?
"Lydia? Habe ich dieser Frau vielleicht unrecht getan?"
Oh das hatte sie bestimmt, aber sie wollte es sich nicht wirklich eingestehen. Nur das Feuer knisterte, während draußen die ersten Vögel sangen. Der Regen war weg und Lex schlief nun endlich. Vielleicht konnten sie am Mittag doch endlich los? Anna hatte das Gespinst auf seinem Rücken durchaus bemerkt. Es schien die Wunde zu schließen, aber wie käme diese Larve dann wieder da heraus?
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Lex

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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lex am So Aug 27, 2017 12:02 pm

Nun, darüber mochte wohl weder sie, noch ihr Angebeteter drüber nachdenken. Der Vormittag jedenfalls verlief ziemlich ruhig. Lydia und Anna passten auf, dass es Lex bequem hatte und der rührte sich auch kaum. Er schlief wie ein Baby und auch überhaupt nicht unruhig oder von irgendwas geplagt. Endlich schien es ihm wohl mal besser zu gehen. Die vier konnten ja auch nicht ahnen, was nun als nächstes auf sie zukommen würde. Die Pferde wurden unruhig und weckten Lia. Auch Lex wurde wach und schreckte hoch. Er spannte sich und kam sehr schnell in eine sitzende Position. Die Larve hatte das Gespinst so weit ausgebildet, dass die Verletzung bedeckt war und er hatte auch kaum Schmerzen. Es schien ihm, als sei der Wunde gar nichts passiert. Trotzdem wurde ihm kurz schwindlig. Er erhob sich und stützte sich an der Wand ab. „Anna, Lydia! Zu mir!“ Er gab selten echte Befehle an seine Schutzbefohlenen, aber er hatte gespürt, dass es einen Eindringling in das Gebiet gab. Er hatte einen Alarmzauber gewirkt und die Hexe stand auch gerade auf. Sie musste auch irgendwie wach geworden sein. Lex suchte nach etwas vergleichbarem, wie einem Schwert, doch er hatte all seine Sachen in dem Lager zurückgelassen… So eine Schande! Er wisperte: „Da ist jemand! Kommt her!“ Er meinte damit auch die Frau, die sich so um ihn kümmerte. Er konzentrierte sich kurz und Anna, die hinter ihm war, konnte sehen, dass die Wunde kurz aufleuchtete. Nun irgendwie bildete sich dort ein Kreis, der dann verschwand.

Lex streckte beide Hände nach vorne. Sollte er nur kommen. Er würde ihn erwarten. Denn Lex ging davon aus, dass es Ryder war. Und tatsächlich nach einem kurzen Augenblick. Trat Ryder in den Höhleneingang, betrat diese aber nicht. Er blieb vor den Symbolen stehen. Er war weder verbrannt noch blind. Irgendjemand hatte ihn geheilt. Er klatschte fast gelangweilt in die Hände. „Da haben sich die Kakerlaken aber schön weit in meine Höhle zurückgezogen, hm? Ich wusste, ihr würdet hier sein.“
Lex wollte keine Zauber verschwenden. Er wartete ab.
„So? Keine wüsten Beschimpfungen? Keine Verwünschungen und Zauber? Nun, vielleicht interessiert euch ja das hier?“ Er schnippte mit dem Finger und neben seine Füße wurde ein misshandelter und übel zugerichteter Baristan geschuppst, der nun auf den Knien zu seinen Füßen war. Er hatte einen Knebel im Mund. Lex Augen weiteten sich kurz. Dann knirschte er mit den Zähnen. „Bastard…“
„Oder vielleicht das hier!“ Er schnippte noch mal und dieses Mal war es Sean, der dort hingeworfen wurde. Er fiel jedoch direkt vor die Füße, ohne sich auf den Knien halten zu können. Er stöhnte und Ryder stellte seinen Fuß auf dessen Wange. Sofort glaubte Lex, dass auch Kate und den Kindern etwas angetan wurde. Er wurde wütend. Sehr sogar. „Wie kannst du… es wagen…?“ Seine Haare begannen leicht zu wehen, weil ihn seine Macht umgab. Neben Ryder trat nun eine schöne Frau. Sie hatte schwarzes Haar und blutrote Lippen. Sie legte eine Hand auf Ryders Schulter und sagte: „Die Mäuschen sind in der Falle… Zeit zu spielen…“
„Also, mein guter Ordensritter Lex Renoir. Kommst du freiwillig raus aus deinem Schneckenhaus oder muss ich dich zwingen?“ Erneut stöhnte Sean, als er mit seinem Absatz auf dessen Wange trat.
„Warte!“, reif Lex. Er nahm die Hände runter und sagte: „Lass ihn gehen.“
„Klar. Erst mal möchte ich dich gefangen nehmen, mein kleiner Ritter.“ Er spähte in die Höhle. „Deine kleinen Huren sind mir auch egal geworden. Ich habe das Gewerbe gewechselt.“ Die Dame an seiner Seite hatte nicht nur Blutrote Lippen sondern auch eben solche Augen. Sie war ein Halbblut. Trotzdem ging Lex nun auf Ryder und die Frau zu.
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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lia am So Aug 27, 2017 12:29 pm

Die Pferde waren sehr unruhig. Sie traten nicht auf Lia, weckten sie aber. Allein die Unruhe der Tiere, ließ sie schreckliches Ahnen. Lex beorderte sie alle zu sich. Auch Lia, die eigentlich gar nicht mehr hier sein wollte. Anna und Lydia drängten sich ängstlich hinter Lex, während Lia versuchte ihm nicht im weg zu sein. Warum hatte sie ihm nicht gleich das große Bündel gegeben? Er stand unter einem Fluch. Das war es gewesen, was sie daran gehindert hatte und danach, hatte sie auch nicht mehr darüber nach gedacht. Anna sah das Aufleuchten der Wunde, unter dem Gespinst. Ein Schauer zog sich ihr über den Rücken. Wie konnte Lia ihm so etwas an tun? Nun wenigstens schien es zu helfen.

Lia schnappte für einen Augenblick nach Luft, als sie Ryder sah, der offenbar vollkommen geheilt war. Neben ihm erschien eine Halbblüterin. Sie musste eine wahre dunkle Magierin sein, wenn sie ihn geheilt hatte. Vermutlich war sie eine Abgesandte der Mutter der Nacht. Anna erkannte nur, was diese Frau war und hatte schon ihre Meinung, die man ihr eingetrichtert hatte. Lia sah die Geiseln. Was hatte er diesen Männern nur angetan. Lex wollte die Beiden retten, doch Lia wusste ... Rider würde niemande, den er als Druckmittel benutzte, am leben lassen. Wenn er nun auch noch auf andere Art sein Geld bekam, wäre es sicher nicht ratsam, sich ihm einfach ohne weiteres aus zu liefern.
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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lex am Mo Aug 28, 2017 2:06 am

Da niemand Anstalten Machte, Lex aufzuhalten lief er nun immer weiter auf Ryder zu und schließlich trat er aus Lias Schutzkreis heraus. Die Halbblutdame richtete den Blick auf ihn und schließlich sah sie etwas merkwürdig drein. Dann aber gab Lex scheinbar dem Drang nach. Er stöhnte und ging auf ein Knie herab. Er schien wieder schmerzen zu haben. „Ich werde dich leiden lassen, Ordensritter. Du hast mich verbrannt, geblendet und entstellt! Du kannst dir nicht vorstellen, wie wütend du mich gemacht hast!“ Lex sah scheinbar gequält zu ihm auf. Er knirschte mit den Zähnen. „Jetzt lass die beiden gehen… Bitte... Du hast doch… was du wolltest!“
„Oh, Lex…“ Er kam zu ihm und fasste ihn am Kinn. „Ich habe noch lange nicht, was ich möchte. Du bist dir offenbar nicht im Klaren, wen du hier vor dir hast und was ich mit Leuten tue, die sich mir widersetzen und mein Spielzeug beschlagnahmen. Ich will meine Hexe gar nicht zurück und ich will auch kein Kopfgeld haben… Ich werde dich einfach ausliefern. Es gibt einen Haufen Halbblüter, die sich nur zu gern an einem Ordenslakaien vergehen wollen. Nicht war Tiamara?“
„In der Tat. Und an so einem Hübschen ncoh dazu!“ Sie sah in die Höhle zu Lia. „So so, du warst also sein Spielzeug? Du hast mich erfolgreich vertrieben mit deinem hübschen kleinen Ritual. Nur Pech für euch, dass Ryder die Gegend kennt, wie seine Westentasche. Was glaubtet ihr, wem das alte Lagerfeuer gehörte?“ Ryder grinste nun auch zur Höhle und Lex nutzte die Chance. Er belegte Sean mit einem Zauber und dann auch Baristan. Sean musterte ihn mit einem Auge und Lex bewegte nur die Lippen: Nicht bewegen
„Ryder? Ich glaube er versucht deine beiden Geiseln zu verzaubern.“
Ryder trat ihm einfach volle Kanne gegen das Kinn und Lex sah Sterne. DAS war unerwartet gewesen. Er krachte auf den Rücken und stöhnte, wo er sich auf die Seite rollte und dann vor dem Sack am Höhleneingang lag. Seine Augen weiteten sich leicht. Na so was. Da sieh mal einer an. Und ihm fiel noch was auf. Geduld Lex… nur Geduld…
Ryder packte Lex am Kragen und schlug ihm abermals ins Gesicht, dann in den Bauch. Er ließ ihn wieder zu Boden Fallen und trat ihm auf die fein versponnene Rückenwunde, sodass er Lex nun doch einen Schrei entlockte. „Wie schön du singen kannst…“ Lex keuchte und stöhnte. Er riss sich schwer zusammen und die Hexe behielt Lia sehr genau im Blick. Wenn sie Ryder so schnell hatte heilen können musste sie über schreckliche Fähigkeit verfügen. Lex keuchte und fragte: „Was… musstest du opfern… um diese Hexe… an dich zu binden…?“ Ryder grinste: „Neben meiner Jungfräulichkeit?“ Das war ekelhaft und außerdem war Lex der Vater selbst, wenn der noch Jungfrau gewesen war. „Wüsste nicht, was es dich angeht.“
„Du bist nicht zu retten Ryder… Du hast dein Schicksal besiegelt. Ganz gleich ob du heute alles bekommst, was du möchtest… am Ende… wirst du alles verlieren. Ryder packte ihn erneut Am Kinn und zog ihn zu sich. „Wenn ich tot bin, ist es mir einerlei… Ein Sarg, hat keine Regale, verstehst du?“
„Du bist ein Narr wenn du glaubst, dass du nicht in die Hölle fährst…“ Lex empfing eine ordentliche Kopfnuss und schließlich rief Lydia, die sich vor ihre Herrin stellte, aber immer noch ganz hinten in der Höhle war: „Lasst ihn doch bitte in Frieden! Er wird noch sterben! Und befreit ihm doch endlich von diesem gemeinen Fluch!“
Dummes Kind…, dachte Lex und ehe sich Ryder mit ihr befassen konnte, sagte Lex: „Du fühlst dich unglaublich stark, hm?“ Tiamara sah kalt auf ihn herab und Ryder beugte sich zu ihm runter. „Ja das tue ich… DU kriechst schließlich vor mir auf dem Boden, hm?“ Lex lächelte nur und Ryder wurde unzufrieden. „Was ist? Warum grinst du so?“
„Du sagtest mir, mir sei nicht klar, wen ich vor mir hätte. Aber… viel mehr ist dir doch nicht klar, wer ICH bin.“ „Und was sollte es mich kümmern, wer du bist?“ Tiamara musterte Lex und schließlich streckte sie die Hand nach ihm aus. Lex kam in eine Kniende Position und Tiamara schien wütend zu werden. Lex zog das Schwert aus dem Sack. Die Hexe schien ihre Macht über Lex Wunde verloren zu haben und sie rief: „Wie ist das möglich?!“ Lex Wunde hinten glühte in demselben schönen Licht, wie vorhin schon. Er musste einen winzigen Bannkreis gezogen haben.
„Dein Schlimmster Fehler… Ryder… war es, mich erneut aufzusuchen… JETZT bist du dem Untergang geweiht…“ Er streckte Ryder das Schwert entgegen und wankte. Er war ziemlich am Ende es ging ihm beschissen, aber jetzt in diesem Augenblick konnte er sich keine Blöße geben. Nicht jetzt, wenn er hier auftauchen würde…

Mit einem Lichtblitz und einem wütenden Schrei krachte ein Mann aus dem Nichts auf die Erder. Sean und Baristan wurden von einem Schild beschützt, was Lex bereits erschaffen hatte, als sie noch geredet hatten und Ryder, wie auch die Hexe wurden ein wenig zurückgeworfen. Alram stand dort. Er hatte nicht mal eine Rüstung an, sondern ein wunderschönes weiß-goldenes Gewand. Er hatte auch keine Waffe gezogen, während Lex nun einen Kniefall machte. „Herr…“, sagte er ehrfürchtig und der sah kurz zu ihm. Er betrachtete ihn eine ganze Weile, ehe sein Blick aufweichte…
Die Hexe schrie auf und ließ einen Zauber auf Alram nieder gehen, der einfach aus der Luft gewischt wurde. Sie schien das nicht zu begreifen. „Wo ist die Lady?“ Lex sagte: „Sie ist in Sicherheit in der Höhle. Ich habe einen Bann erschaffen.“ Wann hatte er denn das gemacht? Vielleicht hatte Lia es ja irgendwann bemerkt. Lex hatte ihn geschaffen, als er Lias Symbol überschritten hatte. Er hatte die Magische Schwingung genutzt, die es geben würde, wenn ein magisches Wesen einen Schutzkreis verließ und hatte seinen Zauber so getarnt. Gewieft. Alram legte ihm die Hand auf und heilte ihn nun. Dann wendete er sich Ryder und der Hexe zu, die eben fliehen wollten. „Zu spät…“ Er streckte die Hand aus und die beiden rannten förmlich gegen eine Barriere. Ryder wusste nicht was er tun sollte und griff nun blindlings an. Lex hielt sich nun besser zurück. Weder wollte er seinem vater im Weg stehen, noch ihm die Show stehlen. Alram sah den Mann ungerührt an und wich dem Hieben spielend aus. „Du bist ein erbärmlicher wicht, der sich auf die schwarzen Künste stützt um die Begierden deiner eigenen schwarzen Seele zu stillen.“ Nun sah er zu dem Halbblut und wich weiterhin Ryders hieben aus. „Und du, wirst für deine Sünden bestraft werden, wie es sich schick, wertloses Halbblut. Ich werde dich in Stücke reißen. DU wagst es meinen Sohn anzugreifen!?“ Er griff einfach nach dem Rapier. Und zwar landete die Klinge einfach in seiner Hand, ohne ihn zu verletzen. „Wirst du wohl endlich Ruhe geben?!“ er war wirklich zornig. „Euer… euer Sohn?“, winselte Ryder nun fast. Alram entriss ihm die Klinge und hob ihn an der Kehle hoch. „keine Angst, kleines Würstchen… ich brauche dich noch!“ Trotzdem schmetterte er Ryder unangespitzt in den Boden und nun entließ die Hexe ihren bis eben vorbereiteten Zauber. Es war abgrundtief böse Magie. Alram streckte beide Hände in ihre Richtung und der Zauber verpuffte ins Nichts, was die Dame nun wirklich zu schockieren schien. „Armselig.“ Er lief unaufhaltsam auf sie zu, während Lex Ryder Fesseln anlegte, weil dieser scheinbar bewusstlos war. Tiamara schien nun mit allem abzuschließen. „Habt Gnade edler Herr…“, flehte sie nun. „Oh ja… DU wirst die Gnade unseres großen Vaters empfangen. Ich werde sie dir in deine verfluchte und ekelerregende Existenz brennen, bis nichts mehr von dir übrig ist!“ Lex wendete den Blick ab. Die Frau wurde von Alram bei lebendigem Leibe verbrannt und verging in heiligem Feuer. Sie schrie erbärmlich und brannte lange, ehe sie vor Schmerz starb. Ryder war während dessen zu sich gekommen und als die Hexe tot war, verließ auch ihr Zauber ihn und er war ebenso entstellt, wie zuvor. Und wieder blind. Er schrie auf und wimmerte und jammerte.
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Re: Wo die Liebe hinfällt...

Beitrag  Lia am Mo Aug 28, 2017 4:42 am

Oh es war nicht so, das Lia oder Anna Lex nicht aufhalten wollten, aber Anna wusste ohnehin nicht, wie sie sich gegen ein Halbblut wehren sollte und Lia ... sie spürte, die Magie dieser Frau. Gegen sie könnte sie nicht bestehen. Ihr blieb nur zu hoffen, Lex würde nicht all zu viel einstecken müssen. Lia wagte es einfach nicht mehr an Macht zu gebrauchen. Schließlich verlangte alles seinen Preis. Die schwarze Hexe würde einen sehr hohen Preis zahlen müssen. Traurig genug, das sie ein Halbblut war. Lia hatte das eine oder andere Halbblut getroffen und geheilt, als es ihm schlecht ging. Eher waren sie verängstigt. Verdammt zu einem Leben in der Welt der Menschen, die sie versklavten. Eine schreckliche Vorstellung, aber so war es eben. Würden sich die Halblüter zusammen tun, so könnten sie durchaus gegen die Menschen rebellieren, den Spieß umdrehen, doch bisher hatte sich niemand bereit erklärt sie zu führen. Sollte dieser Tag dereinst kommen ... Die Menschen würden sich noch wünschen sie anders behandelt zu haben. Die Hexe vor ihnen, war vom Hass zerfressen und hatte sich auf dunkle Pfade begeben. Sie hatte gelernt die Dunkelheit und das, was sie ihr geben konnte, zu lieben. Sie liebte es Menschen leiden zu sehen, die ihr im Weg waren. Dummer Ryder ... auch er wäre ihr eines Tages im Weg. Lia spürte, das etwas geschah, als sie so weit hinten in der Höhle standen. Sie spürte, das irgendwas geschah, als Lex über ihre Zeichen hinweg ging. Ryder schwang große Reden. Von wegen seine Hexe. Lia war nie sein gewesen. Sie war nur seine Gefangene gewesen, die er nie angerührt hatte, weil er angst gehabt hatte, was sie ihm antun könnte. Sie schwieg, als er so wetterte. Es war schrecklich mit an zu sehen, was diese frau mit Lex anstellte. Sie konnte deutlich spüren, wie sich die dunkelsten aller Energien um sie sammelte. Anna dagegen hielt sich hinter Lydia und wagte es nicht zu zu sehen.
"Lasst ihn doch endlich in Ruhe! Warum legt ihr euch auch mit ihm an? Jetzt wo er geschwächt ist seid ihr mutig genug!"
rief sie hinter Lydias Rücken hervor. Lia legte ihr die Hand auf den Arm. Besser sie schwieg, als das sie sich einmischte.
"Sie ist zu mächtig. Sie wird uns alle vernichten, wenn sie es will."
Es war leider Pech, das sie ausgerechnet in der Höhle einer schwarzen Hexe gelandet waren. Leider hatte sie hier keine Spuren von Magie hinterlassen, sonst hätte Lia sie längst von hier weg gebracht. Es war nie gut, sich mit solchen Leuten an zu legen. Lex lag am Boden, wurde am Kragen hoch gezogen, als es eine starke Erschütterung die Erde erbeben ließ. Es war offensichtlich, wer da stand. Furchteinflößend, wie Lia fand, stand er da. Lex kniete vor ihm nieder. Sein Vater ... man sah die Ähnlichkeit. Dieser Mann schien das Heilige Feuer wie kein Anderer zu beherrschen. Was war das nur für ein Mensch? Er drohte nicht einfach, sondern vernichtete die Hexe schneller, als es dieser lieb sein konnte. Mit ihrem Tod, verlor Ryder das, was die Hexe ihm gegeben hatte. Er jammerte, wimmerte, doch Mitleid würde er hier von niemandem ernten. Lex wurde geheilt, was Anna sehr freute. Die Larve wurde mit samt dem Gespinst aus seinem Körper gedrückt und kroch direkt in die Schatten. Lia zog sich weiter in die Schatten zurück. Ein Mann der so mächtig war, würde sie mit einem Fingerschnippen ausschalten können. Anna kam aus den Schatten hervor, direkt nach vorn.
"Meister Alram. Es freut mich euch hier zu sehen. Lex hat sein bestes gegeben, hat sein leben riskiert, um uns zu retten. Seine Lungenentzündung hätte ihn fast umgebracht, also seid bitte nicht so hart zu ihm. Er ist ein ganz wundervoller Leibwächter,"
versicherte Anna und himmelte Lex auf diese Art an, wie es nur verliebte junge Mädchen tun.

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