Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


    Licht und Schatten Akt III

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    Tales
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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Tales am Di Mai 30, 2017 7:15 pm

    Lex & Gefangener

    Die beiden Gnome kamen auf Luca zu und er sah sie immer gleich mit diesem leicht zornigen und abweisenden Blick an. Sie hielten ihm sein „Essen“ hin und der Gefangene nahm es an. Es steckte ein Strohhalm drin und so schob er ihn sich zwischen der Naht hindurch. Lex beobachtete das alles sehr wachsam und als er mit dem Getränk fertig war, machte er sich über den Teller Brei her. Das hingegen dauerte viel länger. Geduldig jedoch wartete Lex. Er sah nicht oft dabei zu, wie der Gefangene Nahrung aufnahm und es tat ihm nur umso mehr leid. Er fragte sich, ob es wirklich sein musste, dieses Geschöpf so zu quälen und schließlich schüttelte er den Kopf. Nein, er war ein Dämon! Er durfte kein Mitleid haben. Sie waren durchtrieben und prinzipienlos. Sie würden dich ohne zu zögern verraten, Lex! Als der Gefangene fertig war, trat Lex an ihn heran und wollte das Lederoberteil wieder zu machen. Der Gefangene jedoch wich einen Schritt zurück. Scheinbar wollte er nicht wieder in diese unangenehme Position gezwungen werden. Lex funkelte ihn an. „Was soll das?“, fragte er. Waren sie nicht nett genug, ihn wenigstens einmal in der Woche kurz frei zu lassen?
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    Puppenspieler

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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Puppenspieler am Di Mai 30, 2017 10:17 pm

    Lucius

    Lucius beobachtete aufmerksam, wie die Gnome den Gefangenen fütterten.
    Er war zwar jeden Tag anwesend, wenn er durch seine kleinen Handlanger gefüttert wurde, doch heute war sein Bruder - der Direktor der Akademie - anwesend, und die Barrieren und Fesseln des Gefangenen gelöst.

    Nach dem Essen, legte Lucius dem armen Tropf wieder eine Ledermaske über das Gesicht, welches seine ganze untere Gesichtspartie abdeckte, an.
    Danach zeichnete er ihm ein Zeichen auf die Stirn. Gleich darauf tauchten auch schon wieder die Ketten um Lucius' Arm auf, schlängelten sich um den Gefangenen herum. Je eine der Kettenschlangen wickelte sich um seine Arme, Beine und Hals und verankerte sich in einer Wand, dem Boden oder der Decke.
    Erst zuletzt legte Lucius ihm die Augenbinde an.
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Dana am Fr Jun 02, 2017 8:07 am

    Lia

    Am Nachmittag, als Lia nun endlich den Unterricht hinter sich, und Zeit für sich hatte, musste sie gar nicht lange überlegen, was sie machen wollte. SIE war schuld daran,d as Azeral so schlimm zugerichtet war. Lia setzte einen Fuß vor den Anderen. Ihr war schlecht, weil sie nicht wusste, wie Azeral nun reagieren würde, wenn sie ihn besuchte. Wie hatte das nur passieren können? Sie hatte doch das Amulett nicht ab nehmen sollen und doch hatte sie es in dem Mopment, da sie um sein leben fürchtete, einfach in Panik vom Hals gerissen. Sie würde den Direktor später bitten, es magisch zu versiegeln, damit sie es nicht einfach ab nehmen könnte, es nicht noch einmal einfach so abreißen kann. Immer und immer wieder fragte sie sich, was es war, was da die Kontrolle übernahm. Warum konnte sie es nicht aufhalten? War sie besessen? Niemand hatte etwas derartiges feststellen können. Lia trieb sich nun selbst an. Als sie schließlich vor dem gebäude stand, in dem Sora die Kranken und verletzten verarztete, zögerte Lia noch einen Moment. Wahrscheinlich wollte er sie gar nicht sehen, aber ... sie musste doch wissen, wie es ihm geht. Eigentlich wollte sie wieder umdrehen, doch ...
    "Sei nicht so feige Lia,"
    murmelte sie sich selbst ins Gewissen. Sie öffnete die Tür und trat ein. Azeral lag noch immer im Bett. Sicher hatte er starke Schmerzen. Es wunderte Lia, das er noch nicht wieder auf den Beinen war. Normaler Weise konnte man ihn nie lange ans Bett fesseln. Langsm trat sie näher ans bett heran. Lia setzte sich neben sein Bett, nahm seine Hand und betrachtete ihren Brudermit einer Mischung aus Mit - und Schuldgefühlen.



    Lilly

    Lilly nutzte ihre freie Zeit, um ihre Nase in die Bücher zu stecken, die sie im Unterricht bekommen hatte. Es waren Bücher über Tränke und wie man sie zusammen mischt. Lilly sah sich genau an,w as sie da sah. Bei einigen hatte sie das Gefühl, etwas stimmte nicht mit den Rezepturen. Es war eine innere Gewissheit, die sie nicht erklären konnte. Vielleicht hätte sie die Möglichkeit, ihren Verdacht bei der nächsten Tranklehre zu bestätigen. Natürlich nicht ohne es dem Lehrer vor zu schlagen, denn Ärger wollte sie nun wirklich nicht herauf beschwören, aber es wäre sicher interessant, wenn sie doch recht hätte.
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    Tales
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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Tales am Mo Jun 05, 2017 4:47 am

    Lex & Gefangener

    Es war wirklich fast ein bisschen wie eine Raubtierfütterung, nur dass das „Raubtier“ dieses Mal nicht in seinem Gehege gefangen war. Normalerweise kam Lex nicht so spät herunter und deshalb zogen sie sonst auch nur kurz das Oberteil aus, um zu sehen, ob das Siegel noch da war und sich auch ncicht verändert hatte.
    Lex jedenfalls hatte keine Geduld für die Spielchen dieser unglückseligen Kreatur und sagte zischend: „Komm her!“ Der Gefangene wollte zwar nicht, doch Lucius war da eben so gnadenlos, wie Lex. Er legte dem Gefangenen einfach die Maske an, ohne dass er sich scheinbar wehren konnte und machte seine Üblichen Zeichen auf der Stirn des Gefangenen. Die Fesseln taten ihr Übriges und so musste der Gefangene wieder an seiner üblichen Stelle Platz finden, wenn er sich nicht selbst enthaupten wollte. Er funkelte die beiden Geschwister an, doch auch das half ihm nicht, denn Lex legte ihm die Augenbinde an und so versank der nun wieder maskierte Gefangene erneut in Dunkelheit. Resignierend kniete er sich hin und Lex sprach seinen Bannkreis. Er legte die Hände voreinander und faltete die Finger ineinander. Dann murmelte er vor sich hin und der Gefangene, wich ein wenig vor ihm zurück. Schließlich aber breitete Lex die Arme und um ihn herum bildeten sich die feinen silbrigen Linien des Banns. Lex ließ die Arme sinken und drehte sich schwungvoll von dem Gefangenen weg. Er lief mit gesenktem Blick an Lucius vorbei und sagte leise: „Ich habe noch zu tun.“ Er ging zusammen mit seinem Bruder zurück und schließlich erschuf er im Arbeitszimmer von Lucius das Tor, welches ihn zurück bringen würde. Er sah ihn noch mal an und sagte: „Bis nächste Woche.“ Dann trat er rückwärts durch das erschaffene Tor.
    Er kam in seinem Arbeitszimmer an und zog seine Rüstung wieder aus. Er mochte es nicht, dort hinab zu gehen, aber er liebte seinen Bruder und er hasste, was aus ihm geworden war. Er war wirklich stolz, dass er die Aufgabe für die Bewachung des Gefangenen bekommen hatte, aber er hasste es genauso.

    Azeral

    Der Halbvampir lag in seinem Bett. Er hasste es hier und er hasste es, dass es jedes verdammte Jahr so aus dem Ruder laufen musste. Er schlug die Augen halb auf. Sora war gerde über ihn gebeugt und er erschrak ein bisschen. „Himmel, Arsch und Zwirn!“, sagte er entsetzt. „Warum musst du so sein?“ Sora schaute in die roten Augen von Azeral und erwiderte: „Wie?“
    „So… so – na SO eben!“ Er richtete sich leicht auf und verzog das Gesicht. Sora drehte sich von ihm weg und erklärte: „Du solltest dich weniger bewegen.“ Azeral sah sie unzufrieden an und sagte nichts dazu. Er sah aus dem Fenster, das eine unechte Welt zeigte. Er fühlte sich nicht gut, aber er wollte auch eigentlich nicht länger bleiben. Ganz im Gegenteil. Er musste hier endlich raus! Sora sagte: „Blieb lieber hier. Ich muss noch mal in den Garten.“ Azeral reagierte nicht und als sie weg war, schloss er die Augen. Nur ein bisschen Blut. Ein kleines bisschen, und es wäre ok. Dass dieser verfluchte Engel auch dieses dämliche Gesetz hatte erlassen müssen. Er hatte Schmerzen und eigentlich verhinderten sie sehr schön, dass er schlafen konnte, doch er war so erschöpft… Es dauerte nur ein paar Momente und er war eingeschlafen.
    Lia betrat das Zimmer und kam langsam auf ihren Bruder zu. Wenn er schlief hatte sein Gesicht einen sehr weichen Ausdruck. Als sie seine Hand nahm, zuckte er leicht und regte sich etwas. Er verzog das Gesicht und schlug die Augen halb auf. Er stöhnte leicht und dann schlug er die Augen ganz auf. Er sah Lia in die Augen und musterte ihr Gesicht, dass voll von Mitleid erfüllt war. Er blinzelte und dann sagte er: „Schau nicht so bedröppelt.“ Er räusperte sich und sah dann an die Decke. „Hast du keinen Unterricht?“
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Dana am Mo Jun 05, 2017 6:53 am

    Lia


    Lia ließ vor Schreck seine Hand los. Azeral klang völlig erschöpft. Er war wirklich ganz schön angeschlagen.
    "Ich hab kein anderes Gesicht,"
    meinte sie auf seine Aussage hin.
    "Nein. Unterricht ist alle. Wir haben Freizeit und ich nutze meine, um nach dir zu sehen."
    Sie wusste genau, das es ihm nicht gut ging. Er tat immer so, als sei er so stark und so unverwundbar, dabei war er doch sehr verletztlich, wie Lia glaubte.
    "Ich ... ich hatte solche Angst um dich,"
    murmelte sie.
    "Ich wusste nicht, wie ich dir helfen sollte oder konnte. Deshalb ... ich hab nie gewollt das jemand verletzt wird und jetzt bist du meinetwegen hier."
    natürlich plagten sie noch immer Schuldgefühle. Wie auch nicht. Immerhin war das alles nur passiert, weil das andere Wesen in ihr die Kontrolle übernommen hatte.
    "Wenigstens hab ich dich jetzt mal für mich ganz allein, auch wenn ich dich nicht drücken kann."
    Oh und das täte sie nur all zu gern. Sie hatte ihren Bruder wirklich gern.
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    Tales
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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Tales am Mo Jun 05, 2017 8:21 am

    Azeral

    Über ihren ersten Satz musste Azeral doch tatsächlich schmunzeln. Sie hat also kein anderes Gesicht ja? Er lauschte ihren Worten weiterhin träge und schließlich erzählte sie ihm, dass sie ihn drücken wollte. Azeral fand es wirklich seltsam. Oder viel mehr, empfand er es als unheimlich stark und standhaft, dass sie sich damals mit ihm arrangiert hatte. Er hatte sie schließlich töten wollen. Er überlegte einen ganz kurzen Moment und dann nahm er die Hände neben seinen Körper und stemmte sich plötzlich hoch, sodass er in eine sitzende Position kam. Er verzog keine Miene und dann legte er seine Hand unter Lias Kinn, was sie schuldbewusst gesenkt hatte. Er sagte nur: „Du glaubst doch nicht, dass mich das kleine Bisschen von einer Umarmung abhalten würde.“ Er breitete den einen Arm, dessen Hand eben noch am Kinn gewesen war, für die Umarmung und dann sagte er: „Außerdem kannst du sehr wohl andere Gesichter haben.“ Er grinste und dann sagte er noch: „Nicht du warst es, die mich hier her brachte… Soweit ich mich erinnere, hat Alon mich hier her geschleift. Ich muss hier weg Lia… Bring mich bitte in mein Zimmer.“


    Zuletzt von Tales am Mo Jun 05, 2017 9:55 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Dana am Mo Jun 05, 2017 9:08 am

    Lia

    Lia spürte die Finger ihres Bruder unter ihrem Kinn, als er sie sanft zwang, ihn an zu sehen. Eigentlich war sich Lia sogar sicher, das ihr Bruder nicht so zimperlich war, aber er wirkte sehr schwach und sah auch eben so aus. Denn noch ließ sie es sich nicht nehmen ihn zu umarmen und leicht zu drücken, wo er sich doch so bereitwillig zeigte. Lia kuschelte sich an ihn. So lange hatte sie das schon machen wollen und nun konnte sie es endlich.
    "Nein ... du hast dich noch nie Klein kriegen lassen."
    Das ABER ließ sie weg. Sicher brauchte er mal eine Pause, nur würde er sich eh nichts sagen lassen. Er war eben ein unruhiger Geist. Lia sah ihn erstaunt an, als er meinte, sie könne ein anderes Gesicht haben.
    "Kann ich gar nicht. Ich kann ein anderes gesicht ziehen, Grimassen schneiden oder sowas, aber dieses Gesicht ist doch das einzige, was ich habe,"
    grinste sie. Das Grinsen verging ihr schnell wieder.
    "Er mag dich her geschleift haben, aber ich bin Schuld daran, das du überhaupt hier bist."
    Das lag wohl auf der Hand und war nicht von dieser zu Weisen. Auf seine Bitte hin, zog sie ihm die Decke weg und ging zur Tür. Keiner war zu sehen. Lia ging zurück zu ihrem Bruder.
    "Aber nur wenn du wenigstens einmal am Tag, oder am Abend, ein bisschen Zeit für mich hast."
    Sie wollte schließlich auch etwas Zeit mit ihrem großen Bruder haben. Das es nicht immer gehen würde, war ihr durchaus bewusst. Immerhin konnte immer ein Notfall dazwischen kommen. Sie stützte Azeral zur Tür. Vorsichtig öffnete sie diese und lugte um die Ecke, ob die Luft rein war.
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    Tales
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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Tales am Mo Jun 05, 2017 10:11 am

    Azeral

    Azeral sah seiner Schwester an, dass ihr nicht gefiel, was er von ihr verlangte und er konnte sich wahrlich kaum auf den Beinen halten. Er ließ die Beine ganz vorsichtig von der Bettkante baumeln. Er würde sich erst mal sammeln müssen, ehe er aufstehen konnte und Lia wartete geduldig auf seine ersten Versuche, wieder zu gehen. Lia war noch relativ klein, was sie ohne Zweifel von ihrer Mutter hatte und Azeral würde ganz sicher zu tun haben, überhaupt sein Gleichgewicht zu finden. Er stieß die Luft aus. Wäre doch wohl gelacht!
    Er setzte die Füße auf den Boden und dann erhob er sich. Es ging ein kurzer Ruck durch seinen Leib und er holte überrascht Luft. Lia war direkt da und stützte ihn. Sie war erstaunlich kräftig. Er versuchte sich einen Schmerzlaut zu verkneifen, aber es war ihm unmöglich und es ärgerte ihn. Lia ging mit ihm bis zur Tür und sie bewegten sich so langsam, dass er glaubte, sie würden niemals ankommen. „Lia… du weißt, dass ich nicht immer so viel Zeit habe.“ Er hatte sie so lange nicht gesehen. Es war schon mehr als ein Jahr her, denn das letzte Mal, als er Ferien gehabt hatte, war Lia mit den anderen drei Kindern auf einer Reise gewesen. Lia spähte auf den Flur und direkt stand Sora vor ihr.
    „So, so.“ Azeral versteifte sich. Er zog ein langes Gesicht und sagte: „Sie befolgt nur meine Anweisung!“
    Sora zuckte die Schultern. „Lex sagte, du seist schwierig. Lex sagte, ich soll dich nicht aufhalten.“ Sie sah kurz zu Lia und dann machte sie einen Schritt zur Seite, um sie durchzulassen. „Lex sagte, wenn du krepierst, hätte er eine Sorge weniger.“ Lex hatte aber auch verschwiegen, dass er dann eine gewaltige Sorge mehr hätte. Nämlich Tales‘ Zorn.
    „Ja, ja…“, sagte Azeral nur missmutig und dann setzte er sich zusammen mit Lia in bewegung. Er wollte nur noch in sein Zimmer.


    Zuletzt von Tales am Mo Jun 05, 2017 9:47 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Dana am Mo Jun 05, 2017 10:23 am

    Lia


    Lia war durchaus kräftiger, als man es ihr zutrauen würde. Ja, sie war klein. Sogar eigentlich die Kleinste der Vier, eben so wie Dana damals. Lia machte es allerdings nichts aus.
    "ich weiß, das du viel zu tun hast, aber ... du kannst es wenigstens versuchen. ich will dich nicht vor allen Anderen umarmen. Sie werden denken, du bevorzugst mich oder was weiß ich. Ich möchte doch nur etwas Zeit mit dir haben.Nicht einmal viel, aber wenigstens zum Gute Nacht sagen."
    Obwohl Azeral sie versucht hatte zu töten, bedeutete Lia ihr Bruder sehr viel. Er mochte früher grausam gewesen sein, aber Vater liebte ihn sehr und auch Mutter hatte ihn ins Herz geschlossen. Lia hatte Azeral deshalb verziehen, weil er seinen Vater eben so sehr liebte, wie Lia selbst ihre Eltern liebte. Sie sah das alles nicht als Angriff auf ihre kleine Person, sondern als versuch, ihre Eltern und alle Anderen zu retten. Azeral war wirklich schlecht zurecht. Er war ein Dickschädel, wie Lia durchaus wusste. Schließlich konnte auch sie mit dem Kopf durch die Wand rennen, wenn sie es wollte. Schuldbewusst sah sie auf zu Sora. Himmel die war aber auch leise. Wie machte sie das? Eben war sie doch noch gar nicht da gewesen. nachdem sie ihre meinung geäußert hatte, was durchaus verdammt unzufrieden und eher widerwillig klang, ließ sie Azeral und Lia passieren. Es musste wirklich unglaublich bescheuert aussehen, wie die Beiden da über die Wege liefen. Azeral so groß und Lia so klein, das Azeral es schwer hatte, sich stützen zu lassen.
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    Tales
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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Tales am Mo Jun 05, 2017 9:58 pm

    Azeral

    Er versuchte ohnehin, sich so wenig wie möglich auf Lia aufzustützen. Er wollte sie erstens nicht unnötig belasten und zweitens wollte er nicht so schwach wirken. Sie torkelten dennoch förmlich die Gänge entlang und gelangten schließlich auch endlich in Azerals Zimmer. Endlich im Schlafzimmer angekommen, ließ Azeral sich aufs Bett helfen und setzte sich erst mal. Es war nicht so, dass er jetzt außer Atem oder so gewesen wäre, aber die Schmerzen und die Nachwirkungen der „Kreuzigung“ hatten es wirklich in sich. Azeral seufzte einmal und dann blickte er zu Lia auf. „Und?“ Er legte sich nicht hin, da Lia ja auch noch da war und sie hatte Zeit mit ihm verbringen wollen und so nahm er sie sich. Er fragte: „Was willst du in deiner Zeit mit mir nun anstellen?“ Er war ohnehin zu nichts zu gebrauchen und Lia würde auch nicht ewig hier bleiben können. Sie hatten irgendwann Sperrstunde und… Azeral hatte sämtliches Zeitgefühl verloren. Er wusste nicht mal, wie spät es ist.
    „Welche Zeit haben wir eigentlich?“ Er wusste nicht mal, wie lange er geschlafen hatte und er war hungrig und hatte außerdem Durst. Sicherlich würde Caithlyn ihn auch im Krankenzimmer besuchen wollen und wenn sie dann feststellen würde, dass er nicht dort war, würde sie wütend hier herein kommen. Vielleicht sollte er sich einfach einschließen? Er blickte zur Tür. Nein… viel zu weit. Alleine der Gedanke daran wieder aufzustehen schmerzte schon.
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Dana am Di Jun 06, 2017 5:09 am

    Lia + Caithlyn


    Lia merkte durchaus, wie schlecht es ihrem Bruder wirklich ging. Sie brachte ihn zu seinem Zimmer, wo sie ihm aufs bett half. Wie hatte er nur so unverantwortlich handeln können. Nun ... sie würde auch eher nach Hause wollen, als irgendwo auf ner Krankenstation zu liegen.
    "Nun ... eigentlich würde ich mir gern von dir alles zeigen lassen, was ich noch nicht kenne, aber du bist total erschöpft. Es wäre sicher besser, wenn du dich erst mal ausruhst. Wenn du wieder besser drauf bist, können wir ja was lesen, oder du erzählst mir von deiner Reise mit Caithlyn."
    Armer Azeral. Er wusste nicht mal welche Zeit sie hatten.
    "Später Nachmittag. Wird wohl bald Abendessen geben. Alle vermissen dich. Die Vlads sind schon ein wenig komisch, aber sie versuchen alles in Gang zu halten. Sie sorgen für Ordnung."

    Es klopfte nicht einmal, als die Tür auf ging und genau die Person herein kam, von der Lia eben noch gesprochen hatte. Sie trug ein Tablett mit sich und ihr Blick war ernst. Vorsichtig stellte sie es auf den Tisch. Ein Teller mit Suppe und eine Tasse Tee waren darauf. Ausserdem ein Steak, welches von aussen wunderbar gebraten aussah, doch der Saft, der auf dem Teller lag, ließ anderes vermuten.
    "Ich habe noch nie einen verantwortungsloseren kerl als dich getroffen,"
    schimpfte sie vor sich hin, sah zu Azeral und entdeckte Lia, die an seinem Bett stand.
    "Oh, hallo Lia. ich wusste nichtd as du hier bist. Sora hat mir nur gesagt, Azeral sei auf und davon, also dachte ich, ich bringe ihm wenigstens etwas zu Abend."
    Lia nickte.
    Hallo Caithy. Sicher wird es ihm gut tun. Mama hat mir auch immer Suppe gemacht, wenn es mir nicht so gut ging."
    Caithlyn lächelte, sah dann wieder zu Azeral und wurde etwas ernster.
    "Ich weiß ja wie gern du das Gegenteil von dem tust, was ich dir sage, aber es wäre sicher besser, wenn du dich hin legst, oder zumindest ins Bett setzt, damit ich dir dein Essen rüber bringen kann."
    Caithlyn wäre durchaus bereit, Azeral zu helfen, er müsste sie nur fragen. Sie würde ihm ohne weiteres, etwas von ihrem Blut geben, doch sie wusste, wenn Lex dahinter käme, würde es wirklich Ärger geben. So musste sich Azeral nun mal mit dem Begnügen, was er bekam.
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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Tales am Di Jun 06, 2017 10:44 pm

    Azeral

    Azeral sah seine Schwester ein wenig finster an und erwiderte: „Ich bin nicht total erschöpft. Dich stecke ich noch locker in die Tasche, Kleines.“ Er warf den Kopf nach links und rechts und rollte die Rechte Schulter. Wieso meinten alle, dass sie ihn bevormunden mussten? Er sah zwar finster aus, aber auch wohl ein wenig amüsiert. „Und ich werde dir nicht von dieser Hexe erzählen!“ Oh, ja. Eine Hexe. Das war sie! Sie hatte ihn verhext. Er hatte schon bei ihrer Reise festgestellt, was für eine unheimliche Faszination sie auf ihn ausgeübt hatte. Gruselig! Und dabei war doch er der Vampir! Kaum dass er das gedacht hatte, ging die Tür auf und eine ungehaltene Caithlyn fegte in den Raum, wobei sie schon einen Tadel auf den Lippen trug. Er sah sie feindselig an, während sie Lia begrüßte und Lia pflichtete ihrer absurden Idee, dass er Suppe löffeln sollte bei. Er sah missmutig aus und antwortete: „Die einzige Suppe, die ich gerne schlürfe ist rot und schmeckt wie Eisen.“ Dann aber sah er zu dem Schnitzel, was nun schon viel eher seinen Geschmack traf. Ein herzhaftes Rumpsteak, schön heiß angebraten, dass es außen knusprig ist und innen den Fleischsaft hält. Das war nun nicht wirklich Blut, aber es schmeckte einfach gut. Er beäugte es argwöhnisch und antwortete dann Caithlyn, ohne sie anzusehen. „Wie du vielleicht feststellst, sitze ich bereits.“ Er betrachtete unentwegt das Schnitzel und irgendwie sah es niedlich aus. Dann aber sah er endlich auf. Er konnte einfach nicht Danke sagen, das lag nicht in seiner Natur und er hasste es, in der Kreide zu stehen. Eigentlich gab sie sich ja wirklich Mühe und trotzdem machte es ihn wahnsinnig. Er stieß die Luft aus und wartete, dass sie das Essen rüber brachte. Die Beine legte er selbst hoch, sodass er nun ganz IM Bett saß.
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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Dana am Di Jun 06, 2017 11:13 pm

    Lia + Caithlyn


    Lia erschrak einw enig, als Azeral so finster drein blickte, doch sah sie auch das leichte Lächeln auf seinen Lippen. Sie hätte jetzt gern mit ~Ist das so? Dabei hast du doch MEINE Befehle ausgeführt~ gekontert, verbat es sich aber direkt wieder, weil sie deshalb selbst ein schlechtes Gewssen hatte und sich immer wieder Vorwürfe deshalb machte, also grinste sie nur und meinte:
    "Dazu musst du mich erst mal kriegen,"
    und sprang einen Satz weit zurück.
    "Caithlyn ist keine Hexe,"
    verteidigte Lia Caithlyn, die eben herein kam. Natürlich war sie auf Azeral böse, weile r wieder machte, was er wollte, ohne Rücksicht auf seinen geschundenen Körper. Selbst Lia war nicht so dumm zu glauben, das Azeral so fit war, das er ohne weiteres am nächsten Tag auf den Beinen wäre, aber er würde eh alles abstreiten, was sich auf seinen Zustand bezog.

    Caithlyn sah Azeral mit einem wirklich ernsten Blick und einem gewissen blitzen in den Augen an, als er ihr sagte, er sitze bereits.
    "Deine Beine sind nicht im Bett! Setz dich richtig hin, sonst werde ich dafürsorgen, das du deine Suppe mit einem Strohhalm trinken musst."
    Sie meinte keineswegs damit, ihn zu verprügeln, aber es gab genug starke oder magie begabte Wesen hier, die Azeral ans Bett fesseln könnten.
    "Tut mir leid. Deine Lieblingssuppe ist aus. Die könntest du lediglich frisch gezapft bekommen, aber wie du weißt, ist das verboten. Gib dich also mit dem zufrieden, was du bekommst. Und zwar ERST die Suppe, DANN das Steak."
    Sie wusste schon, wie sie ihn dazu bekam, zu essen, was sie ihm brachte. Das sie ihm vielleicht auch noch ein zweites Steak besorgen würde, würde sie ihm nun aber nicht auf die Nase binden. Er war kein Kind, auch wenn er sich manchmal wie ein dickköpfiger kleiner Junge verhielt.

    Lia hatte bisher noch nie erlebt, das jemand anderes so mit Azeral um ging. Sie fand das ganze ziemlich amüsant. Sacht beugte sie sich zu Azeral, als Caithlyn zum Tisch ging.
    "Ich glaube sie mag dich und sorgt sich um dein Wohlbefinden,"
    flüsterte sie Azeral zu und stand direkt wieder aufrecht und normal, als wäre nichts gewesen, neben ihrem Bruder am Bett.
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    Puppenspieler

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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Puppenspieler am Mi Jun 07, 2017 11:53 pm

    Lucius

    Lucius war es Leid, den geheimen Verwahrungsort für besonders gefährliche Individuen für seinen Bruder zu leiten. Einst war er selbst ein Engel und hatte versucht seinen Vater und den Rat der Engel zu stürzen.
    Nun war er sich dessen nicht sicher, ob man ihm als Anerkennung seiner Talente und ehemaligen Dienste die Leitung des Fegefeuers überlassen hatte, oder als Strafe.

    "Lex!", rief Lucius seinem Bruder hinterher, ehe dieser durch das Portal getreten war. "Vergiss nicht, Azeral von meinem Angebot zu berichten. Ich könnte einen wie ihn hier unten gebrauchen."

    Vladislava & Vladimir

    Vladislava sass in ihrer freien Stunde grübelnd über dem kopierten Pergament.

    "Was wissen wir denn darüber?", fragte sie ihr Bruder, während er über sie gebeugt stand.

    "Hm. Azeral sagte mir etwas über "Gorgonen". Aber als ich die Bibliothek danach gefragt hatte, hat das Zauberbuch nicht reagiert. Erst als ich es mit "Medusenbiss" versucht hatte. Diese Seite ist aus einem Apothekerbuch, vielleicht geht es hier um ein Heilmittel gegen den Medusenbiss?"

    "Dann müsste Sora doch etwas darüber wissen, oder?"

    Vladislava schüttelte den Kopf. "Als ich bei ihr war, wusste sie auch nicht mehr darüber. Oder sie wollte nichts darüber preis geben."

    "Hm." Vladimir legte seinen Kinn auf Vladislavas Kopf. "Wenn wir doch nur ins Dorf könnten."

    "Aua, das tut weh!", jaulte Vladislava kurz auf und schob ihren Bruder von sich weg. Sie rieb sich die Stelle wo er sein Kinn aufgelegt hatte. "Ach ja, und wieso das?"

    "Na, die haben doch einen ganz alten Apotheker. Dieser alte grimmige Kauz."

    Vladislava sprang mit strahlendem Gesichtsausdruck auf.
    "Du hast Recht! Wieso habe ich den vergessen? Also, ich glaube da kann ich etwas organisieren!"

    Vladislava

    Vladislava klopfte an Lex' Tür und wartete, bis man sie herein bat.

    Sie schaute etwas verlegen zu Boden.
    "Leiter Renoir, ich habe ein kleines Anliegen.
    Nachdem was gestern während der Einstimmung mit Aufseher Azeral geschehen ist, sind meine Mitschüler ziemlich betroffen. Ich würde sie gerne etwas aufmuntern und auf andere Gedanken bringen, und da hatte ich mir überlegt, dass wir das Dorf besuchen könnten. Ich weiß, dass der ursprünglich geplante Besuch erst in sechs Wochen angesetzt war, aber das Dorf feiert doch diese Woche Erntedank. Ich hatte gehofft, dass ein Besuch meine Mitschüler etwas ablenkt."
    Sie schaute auf und ihre Augen strahlten in einem weichen Rot.
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    Tales
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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Tales am So Jun 11, 2017 10:01 pm

    Lex


    Der Direktor der Akademie stand  mit verschränkten Armen an seinem Fenster. Er blickte hinaus auf die grünen Wiesen und hinauf zu dem blauen Himmel. Beides war nicht echt, aber es half, wenn man nur triste graue Gedanken hatte. Er dachte über seinen Bruder nach und über das, was dieser ihm noch nachgerufen hatte. Er wollte Azeral zu sich holen, damit dieser ihm zur Hand ging. Aber das ging nun einfach nicht. Denn wenn Azeral nicht mehr auf die Kinder aufpassen würde, wer dann? Er schüttelte den Kopf. Er konnte sich vorstellen, dass Lucius Gesellschaft wollte und es tat ihm sehr leid, seinen Bruder dort unten zu wissen. Dann klopfte es.
    „Ja, bitte!“ rief er dem Besucher entgegen und wandte sich zu seiner Tür. Vladislava trat ein. Sie redete auch nicht lange um den heißen Brei und kam direkt zum Punkt. Eigentlich wollte Lex das Anliegen direkt wieder abschmettern, aber dann kam ihm eine Idee. Er überlegte einen kurzen Moment. Das wäre doch ein wunderbarer erster Feldversuch. Lex fing an ein bisschen zu lächeln und dann sah er Vladislave in die Augen. Dieser verfluchten roten Augen… „Ich finde deine Idee gut. Ich gebe heute Abend bekannt, dass der Besuch auf morgen vorverlegt wird und der Unterricht bis auf weiteres ausfällt.“ Er legte seine Hand auf Vladislavas Schulter. „Ich gestatte es aber nur, wenn du und dein Bruder auf die neuen aufpassen. Dantalion soll euch helfen.“ Damit war es dann wohl auch schon entschieden.

    Azeral

    Der Halbvampir war wirklich unzufrieden. Er sagte einfach nichts dazu, als würde Caithlyn ihn auch nur in irgendeiner Form wirklich zu etwas zwingen können. Das war absolut lächerlich. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass die Damen ihn drangsalieren wollten, anstatt ihm zur Genesung zu verhelfen. Er streckte die Hand aus und wartete darauf, dass Caithlyn ihm die bescheuerte Suppe gab. Er hatte wirklich Hunger und es interessierte ihn einen Scheiß, ob er vor dem Steak noch ein bisschen Brühe trank. Er schlürfte das Zeug weg und wartete dann auf sein Steak. Das Lia ihm diesen Satz zuflüsterte schien auch spurlos an ihm vorbei zugehen. Er warf Lia nur einen Seitenblick zu. Er wusste selbst, dass Caithlyn ihn mochte und dass sie sich andauernd sorgte. Völlig überflüssiger Weise, wie Azeral fand.
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Dana am Mi Jun 14, 2017 5:03 am

    Lia + Caithlyn


    Lia blieb an Azerals Seite.
    Du weißt doch, wie er ist. Er wird sich schon erholen. Du weißt doch das er es nicht leiden kann, wenn man sich um ihn kümmert,"
    meinte sie, als Caithlyn so unerbittlich blieb.
    "Außerdem macht er sich nichts aus Suppe und helfen tut sie ihm auch nicht."
    Sie versuchte wenigstens ihrem Bruder zu helfen.

    Caithlyn sah Lia ein wenig amüsiert an, als sie ihren Bruder so in Schutz nahm.
    "Ja, das schon, aber er darf hier nun mal seine eigentlichen Bedürfnisse nicht erfüllen und die Suppe wird ihm wenigstens ein wenig Kraft geben. Zumindest hoffe ich, as es diesem sturen Esel gut tutn wird. Er ist aber auch wirklich manchmal ein purer Dickkopf."
    Sie sah zu Azeral, lächelte kurz und wartete auf die Schüssel. Erst als er die Suppe ausgetrunken hatte, brachte sie ihm das Steak.
    "Wenn du mit dem hier fertig bist, kann ich dir noch eines bringen, wenn du magst."
    Klar könnte sie das. Schließlich kontne sie in die Küche gehen, wann sie wollte. Eigentlich ... machte sie soetwas nicht für jeden, aber Azeral brauchte wenigstens etwas Fleischiges ... in dem vielleicht noch ein Hauch von Blut steckte.
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    Puppenspieler

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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Puppenspieler am Do Jun 15, 2017 8:28 pm

    Vladislava & Vladimir

    Vladislava nickte, bedankte sich beim Direktor und verschwand dann durch die Tür wieder nach draussen. Sie begab sich zu ihrem Bruder und unterrichtete ihn darüber. Gemeinsam informierten sie Dantalion und die anderen Schüler.

    Medina

    Medina fühlte ein Unbehagen, bei dem Gedanken in die Öffentlichkeit zu gehen.
    Hier in der Schule gab es wenigstens noch welche, die sie im Notfall aufhalten oder sogar ausschalten konnten, doch in einem Dorf voller Unschuldiger konnte ihre Fähigkeit zu einer Gefahr werden. Das wusste sie aus erster Hand.

    Sie entschied sich, sich bis zum nächsten Morgen eine Ausrede einfallen zu lassen, um nicht mitkommen zu müssen. Vielleicht eine Magen-Darm-Grippe?
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    Tales
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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Tales am Do Jun 15, 2017 9:29 pm

    Es wurde langsam aber sicher Abend. Nach der Freizeit, die die Kinder gehabt hatten, gingen sie noch gemeinsam zum Essen. Vor diesem jedoch, als alle Kinder zusammengerufen waren, klärten die Vlads schon mal die Schüler auf, was diese Woche so alles anstand. Sie würden einen Ausflug machen. In das Dorf ihrer Familien und Freunde. Eigentlich war das vollkommen unüblich am Schulanfang, da die Kinder ja eben erst hier an der Akademie aufgetaucht waren und jetzt schon wieder zurück zu gehen, war seltsam.
    Doch beim Abendessen wurde die Neuigkeit auch für die anderen Schüler noch mal von Lex verkündet. Er rechtfertigte das mit Vladislavas Aussage, dass es doch ganz schön Trubel gegeben hatte und je gerade Erntedank war. Schließlich war das Schuljahr dieses Mal recht spät losgegangen.  Lady Orange schien nicht begeistert. Überhaupt waren die Reaktionen recht unterschiedlich. Lex mahnte jedoch schnell zur Ruhe und dass der Entschluss gefasst war.

    Azeral & Lex & Caithlyn

    Später besuchte der Engel noch Azeral. Er klopfte nur kurz an und trat ein. Caithlyn war noch bei ihm und er verspeiste gerade den letzten Rest des Steaks. Sora hatte ihm und auch Vladislava ein Gegengift verabreicht, was die Wirkung des Giftes aber nur aufgehalten, nicht jedoch neutralisiert hatte. Dafür benötigte sie noch andere Zutaten, die nicht so leicht zu beschaffen waren. Demnach schmeckte Azeral sein Essen zwar, aber es war nicht besonders angenehm überhaupt irgendwas zu sich zu nehmen.
    Lex kam bis zu seinem Bett und stellte sich ans Fußende. „Wie geht es dir?“
    „Fragst du, weil du Personalmangel hast oder weil es dich wirklich interessiert?“ Dieser Kerl… Er schaffte es binnen von Sekunden Lex auf die Palme zu bringen! Er war genauso ignorant und verbohrt wie sein Vater.
    „Lassen wir das. Die Kinder gehen morgen ins Dorf und ich wollte…“
    „WAS?! Spinnst du jetzt völlig? Wer soll auf sie achten?“ Lex funkelte ihn an und Azeral sah wirklich böse aus. Er hatte sich aufgerichtet und hielt sich die Hand auf den Bauch. „Na du ganz sicher nicht.“ Lex lächelte nun übertrieben zufrieden und erklärte weiter. „Vladimir, Vladislave und Dantalion sind doch gute Kandidaten. Mir ist nicht entgangen, dass du dir den Jungen als Nachfolger heran ziehst.“
    „Er ist noch nicht so weit.“
    „Das hast du nicht zu entscheiden.“ Azeral erhob sich nun und Lex wich einen Schritt zurück. Die Augen des Halbvampirs leuchteten gefährlich und seine Reißzähne kamen zum Vorschein. Er war sichtlich wütend. Caithlyn wurde leider vorerst völlig ignoriert. „Du wirst sie nicht in diese Gefahr begeben! Medina ist immer ncoh vollkommen verstört und Lia hat schreckliche Angst, irgendwas falsch zu machen. Umi traut sich kaum den Mund aufzumachen und Lanara hält sich für ein Ungeheuer! Sie sind ebenfalls noch nicht so weit! Das lasse ich nicht zu!“
    „Du kannst kaum aufrecht stehen, Azeral und außerdem habe ich einen anderen Auftrag für dich.“ Das änderte jedoch nichts an Azerals Zorn. Lex reckte ihm jedoch nur das Kinn entgegen und sagte dann: „Benimm dich oder ich zwinge dich, Azeral.“ Er rieb sich den Nacken. Azeral hatte ihn dort gebissen. Alleine dafür hatte Lex ihn bestrafen wollen, obwohl er wusste, dass es nicht Azerals eigene Absicht gewesen war. „Es REICHT!“ Lex hielt die Hand nach vorne und ein helles Leuchten ging davon aus, sodass Azeral die Augen schloss stöhnte und sich abwendete, wobei er das Gleichgewicht verlor und zur Seite taumelte. Caithlyn jedoch stand bereit, ihn zu stützen.
    „Du wirst meinen Entschluss nicht umstoßen, Azeral. Und morgen werde ich dich hier abholen, damit du deinen Auftrag erledigen kannst!“ Lex war zornig. Er drehte sich mit Schwung um und verließ den Raum. Azeral wurde wieder auf sein Bett gesetzt und blickte nun auf den Boden. Seine Hände umklammerten seine Knie und er schien wirklich bestürzt zu sein. "Sie... sind noch nicht so weit..."

    Der nächste Morgen:

    Lex

    Die Schüler wurden von ihren Aufsehern sehr früh geweckt und Lex machte sich auf, um nachzusehen, wie es in Azerals Haus, ohne Azeral lief. Er erwartete vollkommenes Chaos, aber schon beim letzten Mal, als er das erwartet hatte, war er positiv überrascht worden.

    Cian & Liam & Lanara & Raziel & Umi & Dantalion

    Cian war sehr früh wach. Er und sein Bruder waren ja aber auch in Vladimirs Zimmer, der sich gemeinsam mit seiner Schwester und Dantalion um die anderen kümmern musste. Cian trieb seinen Bruder mit bloßen Blicken an und der widerrum ließ seine Schlechte Laune an den anderen aus. Auch wenn er das Gefühl hatte, dass es den anderen so ziemlich egal zu sein schien. Umi und Lanara schienen ziemlich geknickt zu sein. Genau wie Medina fürchteten sie sich davor ins Dorf zu gehen. Sie wollten keine Gefahr für andere sein und Raziel schien schon wieder verschwunden zu sein. Irgendwie schien jeder zu machen, was er wollte und Dantalion sagte schließlich: „Der Direktor wird jeden Moment hier sein, könnten sich bitte mal alle zusammen reißen? Wir wollen uns von unserer besten Seite zeigen!“
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Dana am Fr Jun 16, 2017 10:16 am

    Lia + Lilly + Caithlyn


    Spätestens, als Lex in Azerals Zimmer auftauchte, war es wohl auch für Lia und Caithlyn Zeit zu gehen. Caithlyn nahm die leere Schüssel und den Teller mit, während Lia sich noch einmal ausgiebig verabschiedete. Manchmal war sie eben doch noch das kleine Mädchen.

    Am nächsten Morgen, war Lilly die Erste im Zimmer, die wach war. Sie war ein Frühaufsteher. Bei ihr kam es nur selten vor, das sie lang im Bett blieb. Sacht weckte sie Lia auf, die gern etwas länger im Bett lag.
    "Komm schon Lia. Wir müssen fertig werden. Wir wollen doch heute in die Stadt."
    Lilly versuchte es immer auf die freundliche, ruhige Art. Lia zwinkerte. Ok. Sie musste sich erst sammeln, doch dann kam sie aus dem Bett gekrochen. Sofort begann sie mit der Morgenwäsche, zog sich an, während Lilly sich selbst fertig machte und wartete schließlich, bis alle im zimmer fertig waren. Zusammen kamen sie nun aus dem Zimmer und stellten sich auf Dantalions Bitte hin auf.
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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Puppenspieler am Mi Jun 21, 2017 6:32 am

    Vladislava & Vladimir

    Die beiden Vlad's standen frühzeitig auf, um das ganze Haus rechtzeitig zu wecken, damit sich jeder von ihnen vorbereiten konnte.

    Vladislava entging nicht, dass sich einige der Kinder sichtbar sträubten oder gar zurück hielten.
    "Hey!", rief sie laut durch das Haus, sodass ein jeder ihr Aufmerksamkeit schenkte. Sie wartete nur kurz, bis alle zusammen gekommen waren, dann setzte sie eine strenge, warnende Mimik auf.
    "Ich weiß, dass sich einige von euch Sorgen machen wegen dem heutigen Tage. Ihr habt sicherlich Angst davor, dass ihr eure Gaben nicht unter Kontrolle haben werdet und jemandem etwas antun werdet. Keine Sorge, dass werden wir nicht zulassen. Ihr seid jetzt Teil dieses Hauses und wir sind eine Familie. Wir passen auf euch auf."

    Medina

    Medina fühlte sich etwas erleichtert nach Vladislavas Worten.
    Sie war jetzt Teil einer Familie. Sie war nun nicht mehr allein.
    Sie setzte einen entschlossenen Gesichtsausdruck auf und nickte zustimmend.
    Ich werde euch nicht im Stich lassen!"
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    Tales
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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Tales am Mi Aug 02, 2017 8:01 am

    Azeral

    Azeral hielt es nicht aus. Er konnte seine Kinder doch nicht im Stich lassen! Es ging ihm furchtbar, aber er würde sich zusammen reißen. Er wollte nicht, dass die Kinder direkt schon mit dem Dorf interagierten. Würde etwas geschehen, würden die kleinen Scheißer doch einen Knacks fürs Leben bekommen. Sie mussten erst lernen, mit ihren Gaben umzugehen und sie mussten Vertrauen in sich selbst finden. Azeral hatte es schon unzählige Male gesehen. Kinder, die sich für Ungeheuer hielten und daran zerbrachen, wahnsinnig wurden oder starben.
    Ohne noch mal groß nachzudenken, stand er auf und zog sich an. Er fühlte sich nicht gut, aber das war ihm egal. Er schleppte sich zu seiner Gruppe und machte dann die Tür auf.

    Lex

    Lex lief durch seine Schule. Er hasste diesen Ort und er hatte immer das Gefühl, seine Zeit zu verschwenden. Und er fand es auch nicht sehr erbaulich, dass sein Bruder in den Verließen verrottete. Aber das erschien ihm wenigstens besser, als der Tod des geliebten Bruders. Er blieb vor der Tür des Roten Hauses stehen und seufzte. Er legte die Hand an die Klinke und öffnete sie.

    Kinder

    Die Kinder wurden ein bisschen von Vladislavas Aussagen beflügelt. Sie wussten ja auch, dass sie streng genommen das Sagen hatte, wenn Azeral nicht da war und außerdem würden auch die anderen Aufseher dabei sein. Cian blieb dicht bei Lia und Liam verschränkte die Arme. Warum mussten sie immer so ein Aufhebens machen? War ja nicht so, als würden sie sonst viel chaotischer sein. Jedenfalls schafften sie es alle, sich zur rechten Zeit hinzustellen und zu warten, als auch schon die Tür aufging.
    Umso überraschender war es, dass Azeral nun vor den Kindern stand und sie verblüfft ansah. Wieso war es denn hier so … nun organisiert? Er blinzelte und fand erst mal keine Worte. Er war in der Tür stehen geblieben und betrachtete den kleinen Haufen. „Mor… gen.“, sagte er verwirrt, trat ein und schloss die Tür hinter sich. Er musterte die Schüler und vermutete, dass sie irgendwas ausgeheckt hatten, wenn sie schon so bereit herum standen. Waren sie so heiß drauf ins Dorf zu gehen? Hatte er sich geirrt? Das war doch sehr ominös. „Was… ist hier los?“, fragte er schließlich misstrauisch, doch noch ehe jemand antworten konnte, ging die Tür erneut auf.
    Lex betrat das Zimmer und fing sogleich an zu reden ohne Azeral zunächst überhaupt zu bemerken: „Guten Morgen, ihr werdet heute unter der Führung von…“ Er blickte verständnislos zu dem Halbvampir. „Azeral?“ Der sah Lex aufmüpfig und zornig entgegen und Lex war wohl eher überrascht, dass er hier war. „Was ist hier los?“, fragte er nun ruhig.
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Dana am Mi Aug 02, 2017 8:20 am

    [b]Lia + Lilly
    Natürlich waren alle aufgeregt. Familie ... Lia wusste sehr genau was eine Familie war und sie zweifelte nicht an der Loyalität dieser Familie HIER. Was früher alles geschehen war, war egal. Das hier würde besser laufen. Sicher würden sie des öfteren in die Stadt gehen und dies und das lernen. Die Tür ging auf und Azeral trat ein. Lia sah nicht sehr begeistert aus und Lilly ... Lilly war verwundert. Wie konnte er sich denn bitte in einem solchen Zustand hier runter quälen? Kaum hatten sich die Mädchen an diesen Anblick gewöhnt, trat auch schon Lex ein, der seine Rede unterbrach und eben so erstaunt war, wie Lilly. Lia warf Lilly einen bedeutungsvollen Blick zu. Sollten die Beiden erst mal einig werden, dann könnten sie immer noch los.
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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Puppenspieler am Do Aug 03, 2017 2:12 am

    Die Kinder warteten gespannt und unsicher, als plötzlich Azeral den Gemeinschaftssaal betrat. Kinnladen kippten herunter, als sie ihn sahen.

    Medina machte sich sorgen um seinen gesundheitlichen Zustand. Sie erwartete eine Rüge von ihm.

    Vladislava starrte Azeral mit wütendem Blick an.
    Vertraute er ihnen etwa immernoch nicht?
    "Wir sind auf dem Weg in's Dorf, mit Genehmigung von Direktor Renoir. Wir sollten nicht länger trödeln, sonst verpassen wir noch die Abfahrt."

    Im nächsten Augenblick betrat Lex Renoir den Saal und Vladislava seufzte.
    Na toll.
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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Tales am Do Aug 03, 2017 3:08 am

    Azeral hatte die junge Vampirin angesehen und ihr zorniger Blick hatte ihn überhaupt nicht beeindruckt. Lex musterte den Sohn des Mannes, den er gleichzeitig liebte und hasste, wie sonst keinen. Fast sah sein grinsen diabolisch aus, als er ihn musterte und doch wurde er zunächst mal von Azeral ignoriert. Er antwortete erst Vladislava, die sich offensichtlich für gut genug hielt, den Haufen unter Kontrolle zu behalten. „So? Du glaubst also, dass ihr bereit seid?“ Er grinste ein bisschen höhnisch, doch Lex unterbrach ihn. „Sie sind bereit und sie sind nicht alleine. Ich sehe, du bist fit genug, Azeral. Wie schön.“ Azeral sah Lex merkwürdig an und fragte sich, ob er ihn nun doch mitgehen lassen wollte. Er war etwas verdutzt, doch Lex klärte das ganze schnell auf. „Du wirst mich auf nämlich begleiten.“
    Cian verfolgte das Gespräch mit wenig Interesse, aber er gab Vladislava Recht. Sie mussten los. Und Lex erteilte nun auch folgenden Befehl. „Also Kinder, ich verlasse mich darauf, dass alles gut läuft. Wenn ihr Probleme habt oder fragen, wendet euch an die anderen Aufseher und folgt ihren Anweisungen. Ihr wisst, dass das Wohl eurer Mitschüler und das der Dorfbewohner an oberster Stelle steht. Ich möchte keine Klagen hören.“
    „Das kannst du nicht machen!“, wandte Azeral ein und Lex warf ihm einen schneidenden Blick zu. „Ich kann! Und ich werde! Ich werde nicht mit dir diskutieren.“ Azeral ballte die Fäußte und wollt ihm wieder gegen an reden, als Lex ihm mit nur einer Handbewegung zum Schweigen brachte. Azeral hielt sich die Hand auf die Kehle und gab einen seltsamen Laut von sich, aber kein einziges Wort verließ seinen Mund.
    Lex öffnete die Tür und sagte nun freundlich lächelnd: „Viel Spaß!“ Damit schien er die Kinder nun zu entlassen und so folgten sie brav den beiden Vlads. Dantallion lief hinter dem Pulk aus Kindern und Lex sagte noch: „Raziel. Keine Schattenreisen mehr, oder ich übertrage dir weit unangenehmere Aufgaben, als das Säubern, des Speisesaals!“ Raziel wurde nach einem kurzen Augenblick wieder sichtbar und hielt den Blick gesenkt.

    Azeral & Lex

    Azeral stand vor Wut kochend neben der Tür und Lex bedachte ihn, mit einem tadelnden Blick. Erst als die Kinder fort waren, sagte er: „Du bist wie dein Vater, Azeral. Ungehobelt, aufsässig und jähzornig. Alleine wenn ich in dein Gesicht blicke, kommt es mir hoch. Du hast dich das letzte Mal so vor den Kindern mir gegenüber verfehlt. Glaub nicht, dass dein Vater auch nur im Entferntesten einen Finger rühren würde, um dich von dem zu entbinden, was ich dir nun auftragen werde. Ich habe mit ihm darüber gesprochen und ihm ist nicht entgagen, welche wichtigkeit, diese Aufgabe hat.“ Lex lächelte grimmig und schadenfroh. „So lange, habe ich versucht dich loszuwerden und jetzt endlich, habe ich einen Weg gefunden.“ Azerals Zorn wurde langsam aber sicher zu Beunruhigung und einem Hauch von Furcht. „Du bist es doch ebenso leid, dich mit Kindern zu beschäftigen wie ich, also freu dich! Du wurdest zum Vize-Gefängniswärter befördert!“ Lex‘ Worte trieften vor Sarkasmus. „Komm!“ Er gab Azeral seine Stimme zurück und dieser hatte ein sehr ungutes Gefühl, aber Lex hatte gesagt, dass sein Vater dem ganzen zugestimmt hatte. Es musste wohl wahrlich eine wichtige Aufgabe sein, aber… Azeral spürte Schwermut in seinem Herzen. Er sorgte sich um seine Schützlinge. Dennoch folgte er Lex.

    Das Portal öffnete sich und Lex betrat zusammen mit Azeral die Gefilde seines Bruders. Er hatte sich zuvor, wie jedes Mal gerüstet und sagte: „Lucius! Ich habe dir jemanden mitgebracht!“ Er klang dabei sanft, freundlich und irgendwie glücklicher als sonst. Azeral hingegen sah etwas verunsichert aus. Noch nie war er hier gewesen, geschweige denn, dass er von diesem Ort gewusst hatte.

    Kinder

    Die Kinder trafen sich mit den anderen Häusern auf dem Vorplatz der Akademie. Gemeinsam gingen sie nun also los. Das Dorf lag ein wenig abseits der Akademie, jedoch auch in dieser Dimension. Es wurde zum Teil von ehemaligen Schülern bevölkert, aber auch andere gestrandete Seelen, die keinen Platz in der Materiellen Ebene fanden, siedelten dort. An sich war das Dorf friedlich und lebte im Schatten und Schutz der großen Akademie.
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten Akt III

    Beitrag  Dana am Do Aug 03, 2017 8:42 am

    Lia + Lilly

    Lia sorgte sich um ihren Bruder, während Lilly eigentlich keine wirkliche Sorge empfand, sondern einfach nur des Direktors Gesichtsausdruck ziemlich fies fand. Sicher hatte er was gemeines vor. Brav und aufmerksam, lauschte sie den Worten des Direktors. Er schien wirklich an alles gedacht zu haben, während Azeral sich ganz schön was raus nahm. Schließlich war das Theater beendet und sie konnten raus gehen, um sich mit den Anderen zu treffen. Lia blieb in Cians nähe. Er war ihr Halt, ihr Fels in der Brandung. Auf ihn konnte sie sich immer verlassen, selbst dann, wenn es zum schlimmsten käme, aber das würde es hoffentlich nie. Zusammen liefen sie n un zum Hof, wo schon viele andere Kinder und Aufseher warteten. Jetzt konnte es wohl los gehen.

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    Re: Licht und Schatten Akt III

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