Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


    Blutmagie und das Gesetz

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    Isabella

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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Isabella am Mo März 27, 2017 9:18 am

    Überrascht sah sie Varus an, als er sie am Handgelenk fest hielt. Er hielt ihr eine kleine Ansprache, was ja auch ok war. Langsam fragte sie sich, ob er diverse Aufenthalte in ausländischen Gefängnissen hatte. Was dachte er denn, wie schrecklich es für die gefangenen war? Sicher war das kein Urlaub, aber vielen von ihnen ging es da drin besser, als hier draußen. Sie stiegen aus, während Bella noch darüber nach dachte, was Varus eben gesagt hatte.
    "Nein ... Würde Anarchie herrschen ... wären wir alle dem Untergang geweiht."
    varus stand ihr gegenüber. Sie hörte den Schuss, riss ihn direkt zur Seite und zog ihre Waffe. Diese Stimme hatte sie schon mal gehört, aber wo? Egal. Varus war gerade wichtiger. Er war getroffen und Bella musste sich um ihn kümmern. Er stützte sich auf seine Knie und blutete.
    "Ich rufe einen Krankenwagen! Das ist ein glatter Durchschuss."
    Eben wollte sie zum Handy greifen, als Varus plötzlich wieder stand und dem Schützen nach schrie. Das konnte nur ärger geben. Sie wollte eben nach Varus greifen, als dieser los rannte. Hatte sie da eben was verpasst?
    "Bleib stehen! Bist du Lebensmüde?"
    Sie rannte ihm nach. Die beiden Schützen waren längst weg. Bella holte Varus ein, griff nach seiner Schulter und hielt ihn fest.
    "Bist du Irre? Das da muss behandelt werden! Komm ... die sind längst weg!"


    Zuletzt von Isabella am Mo März 27, 2017 9:29 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Varus

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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Varus am Mo März 27, 2017 9:28 am

    Varus wurde von Bella gepackt und sie hatte wirklich Kraft. Er blieb tatsächlich stehen und es ärgerte ihn ungemein, dass sie ihn nun aufhielt. „Las mich los!“ Er war es eben einfach nicht gewohnt, dass seine Befehle ignoriert wurden. Er zog sie an seiner Schulter noch mit bis zur Ecke und sah um diese herum. Sie waren weg. Sie waren wirklich weg! So eine verdammte Scheiße! Er würde die nie wieder finden. Nun packte er Isabella voller Zorn an der Kehle. Seine Augen schienen förmlich zu leuchten. „Halte mich nie wieder auf, wenn ich ein Ziel verfolge!“ Seine Stimme klang dunkler als sonst und sie klang wirklich beängstigend und sehr böse. Er hatte sie an der Kehle gegen die Wand geschmettert, was sie sogar fast ein wenig benommen gemacht haben könnte. Er funkelte sie nur einen kurzen Moment länger an und dann ließ er sie los. Er sah auf die Wunde und drehte sich von ihr Weg. An seinem Rücken blutete es mehr, als auf seinem Bauch und aufgrund der Stelle, konnte er sogar glück haben. Im Inneren hielt Varus sein Blut zusammen und so blutete es auch nicht mehr aus der Wunde. Allerdings zog er es nun auch nicht wieder ein. Es war nicht nur zu schwierig gerade, er wollte es auch nicht zeigen. Er gab ein äußerst unzufriedenes und animalisches Geräusch von sich und dann sah er wieder zu Isabella.
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    Isabella

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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Isabella am Mo März 27, 2017 9:47 am

    Isabella keuchte überrascht auf, als sie gegen die Wand geschmettert wurde. Tatsächlich war sie für einen Moment benommen, doch schon im nächsten Moment, sah sie völlig klar. Ihr Blick verfinsterte sich, als Varus sie herunter gelassen hatte. Was bildete er sich eigentlich ein? Er mochte ja wirklich beängstigend sein, wenn er es wollte, aber das eben, ging entschieden zu weit. Sie sah die Straße herunter. Die Kerle waren weg. Varus hätte sie eh nicht mehr einholen können, aber das war jetzt uninteressant. Varus sah sie weider an. Isabella nahm ihre Handschellen, packte den Arm Varus und drehte ihn nach hinten auf den Rücken, was natürlich durchaus schmerzhaft sein dürfte.
    "Ich verhafte dich wegen tätlichen Angriffs auf eine Polizeibeamtin. Sie haben das recht zu schweigen ..."
    Sie leierte ihm die Rechte herunter und brachte ihn dann zurück zu ihrem Wagen. Er war noch immer voll mit Blut und Hirnmasse. Nein ... so wollte sie ihn nicht ins Auto lassen. Erst mal nach oben. Der Kerl musste duschen und dann könnte sie sich um seine Wunde kümmern, ihn zum Arzt schaffen und dann ... sollte sie noch immer so wütend auf ihn sein, ihn einbuchten. Natürlich überlegte sie einen Moment, ehe sie ihn ins Haus stieß. Sie trieb ihn die Treppen hoch, öffnete die Tür und nahm ihm die Handschellen ab.
    "Das nächste Mal mache ich Ernst! geh dich säubern. Wir müssen zu einem Arzt. Der muss sich das mit der Wunde an sehen."
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    Varus

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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Varus am Mo März 27, 2017 10:08 am

    Varus kannte die Art des Griffes nicht, den sie da anwendete und schon waren seine Hände zusammengebunden. Es war wirklich schmerzhaft und er beugte sich leicht nach vorn. Der Arm drückte genau auf die Wunde am Rücken, weshalb er wieder in Hohlkreuz ging, als sie ihn erst zum Auto trieb und dann doch ins Haus. „Lass mich los!“, befahl er ihr schon wieder, aber es half nichts. Sie schupste ihn nach oben und ehe er sich versah, stand er in der wohl Kleinsten „Wohnung“ in der Geschichte der Wohnungen. Er fletschte die Zähne und schließlich nahm sie ihm die Handschellen wieder ab und erklärte ihm, dass sie ernst machen würde, wenn er nicht spurte. „Versuch es, kleine Lady! Du willst es nicht sehen, wenn ICH ernst mache…“ Er stand im Flur und sie zeigte ihm auf unmissverständliche Weise das Bad. Er betrachtete die Armaturen und schloss die Augen. Dann drehte er den Wasserhahn auf. Er musste sich wirklich säubern, aber er tat es nicht so, wie sie es sich erhofft hatte. Das jedoch bekam sie nicht mit, denn er schloss die Tür und auch hinter sich ab, ehe sie einschreiten konnte. Er warf sich Wasser über und alles Blut, was nun von ihm ab geweicht wurde sammelte sich in einer großen Pfütze im Becken. Anschließend befahl er diesem, wo es hinzulaufen hatte und verspeiste es. Das Bad war nun klatschnass und er auch, aber kein Tropfen Blut mehr. Außer seine Wunde. „Ich brauche keinen Quacksalber.“, sagte er durch die Tür und machte alle Schränke auf. Er fand wonach er suchte und drückte sich so was, wie ein Tuch auf die Wunde. Es war steril abgepackt gewesen, was auch immer das bedeutete. Dann fummelte er den Anfang eines Verbands um sich herum und sah schließlich missgelaunt in den Spiegel. Mit einem Blick, entriegelte er die Tür und sagte: „Hilf mir mal!“ Er drückte nun vorne und Hinten das Mull drauf und sah sich wieder im Spiegel an. Er sah wirklich ziemlich… tot aus. Wenngleich er mehr Farbe hatte, als er es in Erinnerung von früher hatte. Seine goldenen Augen waren nicht geschlitzt und es war vielleicht besser so. Hatte er überhaupt noch eine Bindung zu der großen Schlange? Er war nicht sicher.
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    Isabella

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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Isabella am Mo März 27, 2017 11:21 pm

    "Oh ich werde es nicht nur versuchen, sondern tun! Sie zu das du da rein kommst!"
    Varus ging ins Bad, wo er sich hoffentlich waschen würde. Isabella selbst begab sich in die Küche, wo sie sich eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank nahm. Das wurde ja wohl immer besser. Wie konnte er nur so aggressiv sein? Wo kam er her und was glaubte er bitte, wer er war, das er Leute so herumkommandieren konnte? Es ärgerte sie Maßlos, das varus sie so überrascht hatte. Eigentlich war sie nie so perplex, aber seine Augen ... diese dunkle Stimme ... Es war irgendwie unheimlich und doch ... sie durfte niemals zeigen, wenn sie sich fürchtete. Ihre Wut überschattete alles. Die Badezimmertür ging auf, nachdem er verkündet hatte, das er keinen Arzt brauchte. Ein neuer Befehl. Isabella sah ihn böse an.
    "Bitte,"
    sagte sie.
    "Es heißt; kannst du mir bitte helfen!"
    So weit käme es noch, das sie sich von ihm befehligen ließe. Sie sah auf die beiden Kompressen, die Varus gerade auf die Wunden drückte. Etwas Blut kam schon noch durch, aber nicht mehr so viel. Er hatte wirklich verdammt Glück gehabt, das er nicht stärker verletzt worden war. Wenn es aber noch innere Blutungen gab ... Sie half ihm den Verband an zu legen. Dabei sah sie die beiden Narben auf dem Rücken. Sie waren ziemlich lang und nicht zu übersehen. Er musste schon viel durch gemacht haben.
    "Wir sollten das trotzdem von einem Arzt ansehen lassen. Nicht das es noch innere Blutungen gibt. Außerdem muss ich Sam bescheid geben ..."
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Varus am Mo März 27, 2017 11:58 pm

    Varus hörte ihre patzige Art, ihm mitzuteilen, dass er doch gefälligst „Bitte“ zu sagen hatte. So weit käme es noch. Menschen waren nichts weiter als unwürdige Kreaturen. Warum sollte er sie bitten? Verstimmt betrachtete er sie, wie sie reinkam und sagt übertrieben freundlich und nicht ernst gemeint: „Bitte!
    Sie half ihm, den Verband anzulegen. Er hielt dabei die Kompressen fest und sie wickelte in Windeseile den Verband um ihn. Sie ging dabei vorsichtig vor, legte aber auch Wert darauf, dass es sehr fest saß. Es tat weh und Varus stöhnte ein paar Mal auf. Er motzte sie aber nicht an. Ihm war offensichtlich klar, dass es nicht anders ging… Nun es ging anders, aber dann würde seine Tarnung auffliegen. Varus holte nachdem sie den Verband befestigt hatte zwei Mal tief Luft und sagte dann: „Ich sagte doch: Ich brauche keinen Quacksalber.“ Er blickte sich kurz im Bad um. Es war immer noch klatschnass, aber es war kein Blut zu sehen. Varus stützte sich kurz auf dem Waschbecken auf. Erstaunlicher Weise schien Isabella das aber auch einfach zu akzeptieren. Sehr gut. Er musterte sie noch mal kurz und ging dann an ihr vorbei in den Flur und dann ins Wohnzimmer. Dort gab es Bücher. Vielleicht konnte er ein wenig lesen um sich etwas zu informieren.
    „Ich würde vorschlagen, du lässt Gerechtigkeit walten und ich warte hier auf dich, um mich fortzubilden, hm?“ Auch wenn Varus es nicht zugeben wollte. Er brauchte eine Person, die ihn anleiten konnte. Aber warum eigentlich musste es ausgerechnet eine Polizistin sein? Er steckte den Daumen in den Mund, als er mit dem Rücken zu ihr stand und biss hinein. Dann drehte er sich um, versteckte die Hand aber unauffällig hinter seinem Rücken.
    „Ach ja, noch was…“ Er trat so dicht vor sie, dass er sie mit seinen Augen fixieren konnte. Sie funkelten, wie Bernstein, der in Gold gefasst war und er sagte zärtlich irgendetwas, was sie ganz und gar nicht verstand, weil es nicht mal einer Sprache ähnelte, die sie beherrschte. Und noch ehe, sie ihn fragen konnte, was das sollte, strich er ihr über die Stirn. Das Blut drang direkt ein und Varus steckte den Daumen in die Faust, der gleichen Hand. Er musterte sie weiterhin. Es sah fast aus, als sei er ihr so nahe gekommen, um ihr einen Kuss zu rauben. Dazu diese sanfte Stimme und Lippen, die zum Küssen einluden, während er sie Ansah, als sei sie das schönste Geschöpft dieser Welt.
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Isabella am Di März 28, 2017 12:25 am

    Das dieses Bitte nicht ernst gemeint war, war ja mehr als deutlich zu hören. Damit musste sie sich wohl abfinden. nachdem sie fertig war, ließ sie ihn ins Wohnzimmer gehen. Dort konnte er Fern sehen oder lesen. Irgendwas fand sich für ihn sicher. Bücher hatte Bella genug. Sie hatte allerdings nur selten Zeit zu lesen, weshalb die Bücher alle recht neu waren. Zum Arzt wollte Varus nicht und sie würde ihn nicht zwingen. Er wollte seine Ruhe und sie wollte wissen, wer es auf sie abgesehen hatte.
    "Also gut. Ich muss eh zum Revier und die Berichte schreiben. Wenn du hunger hast ... schau in den Kühlschrank."
    Sie wollte eben gehen, als er noch einmal etwas wollte. Sie drehte sich um und da stand er auch schon vor ihr. Er fixierte sie mit seinem Blick. Seine Stimme war so sanft, so lieblich. Was sprach er denn da? Bella verstand kein Wort von dem, was er da von sich gab, aber es spielte in diesem Moment auch keine Rolle. Bella war voll in seinen Bann gezogen. Seine Lippen luden tatsächlich zum Küssen ein, doch Bella war willensstark. Sie riss sich so sehr zusammen, redete sich selbst zu und schließlich schüttelte sie den Kopf und drückte Varus von sich weg.
    "Was soll das werden?!"
    Das er ihr über die Stirn gestrichen hatte, hatte sie nicht mal bemerkt. Es war einfach an ihr vorbei gegangen. Es erstaunte sie, das Varus sie küssen wollte, das er sich ihr auf eine solche Art und Weise näherte. Nicht das er nicht attraktiv wäre, aber sie kannte ihn nicht und sie mochte seine arrogante Art nicht. Er schien sich für so viel besser zu halten ... das war ... unheimlich.
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Varus am Di März 28, 2017 12:56 am

    Varus machte den Schritt nach hinten, als sie ihn von sich weg drückte und dann lächelte er. Er hatte wirklich ein Schönes Lächeln, aber es erreichte seine Augen nicht. „Ahm… Ach nichts. Schon gut.“, sagte er, drehte sich von ihr weg und lief zum Bücherregal. „Viel Spaß, beim Zeitvertrödeln.“ Und da war er wieder der Alte. Varus wusste es nicht unbedingt, aber seine Art lud förmlich dazu ein, ihn Tag und Nacht zu verprügeln.
    Er winkte nur ab, als sie schließlich ging und tat ganz vertieft in sein Buch.

    Auf dem Revier empfingen Sam und Fred sie schon an ihrem Schreibtisch. Fred grinste, wie ein Honigkuchenpferd und Sam sah missmutig drein. „Naaa? Frisch verliebt?“, fragte Fred und Sam stieß ihm in die Seite. Isabella war die einzige weibliche Ermittlerin und ihr Boss war gerade in Florida im Urlaub. Damit hatte sie das Kommando, obwohl die drei eigentlich gleichgestellt waren. Scheinbar traute Logain – ihr Boss – ihr das eher zu als den anderen beiden.
    „Wir habe den Freundeskreis von Julia und Alexej gecheckt.“, begann Sam und Fred saß auf der Schreibtischplatte, die Wange auf die Hand gestützt, während sein Ellenbogen auf dem Oberschenkel ruhte. „Habt ihr euch schon geküsst? Er sieht ja wirklich zum Anbeißen aus.“ Es war bekannt, dass Fred einen Hang zu Männern hatte und er schämte sich auch nicht dafür. Der Rest des Departments nahm es hin und Logain hielt ihn für einen fähigen Ermittler. Er benahm sich auch vollkommen normal und nicht so übertrieben, wie manch einer. Nur mit solchen Seitenhieben fiel das ganze überhaupt auf. Sam aber gab ihm nun einen Klaps auf den Hinterkopf. „Hör endlich auf!“ Fred grinste nur noch breiter sprang vom Tisch und sagte: „Sammy ist nur ein wenig eifersüchtig auf ihn.“ Das brachte das ganze nun zum Überlaufen Sam bekam rote Wangen und sagte laut: „Halt endlich dein Maul!“
    Fred lachte ihn aus und Sam räusperte sich. „Also… Julia. Lebte bei Alexej, der Sohn von Sergej Iwanow reicher Ölmagnat aus Russland. Alexej ist abgehauen, wird aber von Daddy unterstützt. Scheinbar weiß der gute Mann seinen Sohn aus der Schusslinie zu halten. Bis jetzt zumindest. Wir gehen von Mord aus. Der Junge musste vermutlich seines Vaters wegen sterben. Wir haben die Hand nach Schmauchspuren untersucht und er kann sich nicht selbst erschossen haben.“ Fred nickte zustimmend und fuhr fort: „Julia war früher bei einer Model-Agentur, hat es aber nicht weit gebracht. Dort hat sie ihre Freundin Samantha kennen gelernt. Sie haben eine ganze Zeit zusammen gemodelt und schließlich als Julia ging, ist auch Samantha freiwillig gegangen. Ihrer Freundin zuliebe, vermutlich. Jetzt arbeitet sie als Teilzeitkraft in einem Diners in der Nähe.“ Dann übernahm Sam wieder und sagte: „Malcom Murray ist auch auf den Bildern gewesen und ein guter Freund Alexejs, vielleicht weiß er mehr, über den Jungen und seine Tätigkeit im Nachtclub.“ Fred sagte weiter: „Und schließlich noch die Mutter Julias. Sie wohnt in Texas und weiß es noch nicht. Ich habe den Kollegen vor Ort bereits Bescheid gegeben, um die traurige Nachricht zu überbringen. Sie warten noch auf dein OK. Was Iwanow betrifft, so müssen wir wohl die offiziellen Kanäle einschalten. Wenn er es nicht gar schon weiß…“
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Isabella am Di März 28, 2017 1:12 am

    Ja, er hatte diese Art, ihn am liebsten Dauerprügel beziehen zu lassen, doch Bella wusste nur zu gut, das sie alles Andere als das Recht hatte, ihm diese Prügel zu Teil werden zu lassen. Sie atmete erneut tief durch, nachdem sie die Tür hinter sich geschlossen hatte. Was war das eben gewesen? Was hatte er vor? Wollte er sie nun um den Finger wickeln? Als sie die Haustür sah, wurde ihr wieder bewusst, jemand hatte es auf sie abgesehen, also musste sie vorsichtig sein. Wer könnte es schon auf sie abgesehen haben? Wie auch immer. Sie musste ohnehin zum Revier.

    Dort angekommen, scherzte Fred gleich wieder rum. Isabella lächelte.
    "Er ist nur jemand, der Hilfe braucht und NEIN, ich meine nicht diese Art von Hilfe. Es gibt also für niemanden einen Grund eifersüchtig zu sein. Also? Was haben wir?"
    Die Jungs erzählten abwechselnd, was sie heraus gefunden hatten. Bella sah nachdenklich aus. Sie betrachtete die Bilder der beiden Leute.
    "Ok. Fred du nimmst dir Samantha vor. Sie war Julias beste Freundin. Vielleicht war da mehr als pure Freundschaft. Sam bitte kümmere du dich um den Freund Alexejis. Die Mutter sollte sofort benachrichtigt werden. Da solltet ihr nicht auf ein Ok warten. Sie muss Julia identifizieren. Hat Lucy sich schon gemeldet? Ach und ... haben wir ein gutes Phantombildprogramm oder muss ich mich an unseren Zeichner wenden?"
    Nicht das sie dem Zeichner misstraute, aber ein Programm war besser. Man konnte schneller korrigieren, als es der Zeichner könnte. Bella wollte schließlich heraus finden, wer es auf sie abgesehen hatte. Varus hatte eine Kugel an ihrer Stelle eingefangen. Nicht das sie viel für ihn übrig hatte, aber anders herum ... sie konnte diesen Moment nicht vergessen, als er vor ihr stand, sie fast geküsst hätte.
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    Varus

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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Varus am Di März 28, 2017 1:27 am

    Varus saß bei Isabella zuhause auf dem Sofa und grub sich die Fingernägel in die Handfläche. WIE konnten es diese Scheißer wagen, ihn und Isabella geistig zu verkuppeln? Varus holte tief Luft. Warum störte es ihn eigentlich? Sollten die doch denken, was sie wollten. Konnte ihm ja mal so was von egal sein! Er rieb sich die Schläfen. Er beobachtete Isabella weiter und sie schien irgendwie… ein Gesicht an einem Computer zu rekonstruieren. Varus kannte den Typen nicht, aber er würde es sich merken.

    Sam und Fred gingen ihrer Wege und die Mutter wurde aus Texas nach LA beordert. Es würde mindestens zwei Tage dauern. Isabella suchte unterdessen nach dem Schützen.

    Varus beobachtete weiter und nachdem sie diesen Kerl modelliert hatte, fing sie nun an… „Was zum…?“ Sie bildete SEIN Gesicht nach! Varus fand das… seltsam. Nicht, dass es ihn wirklich störte. „Hast du Sehnsucht, Liebes?“, fragte er sich selbst und mit sarkastischem Unterton. Eigentlich sollte sie mehr Zeit mit ihm verbringen, um ihm mehr beizubringen! Dieser verdammte Fall hielt sie nur unnötig auf! Varus erhob sich und ging zur Tür. In dem Moment wo er sie öffnete, schien gerade jemand versucht zu haben, die Tür aufzubrechen.
    „Der Kerl von vorhin!“ „Der Kerl vom Bildschirm!“ Varus und der Schütze sagten es Zeitgleich und Varus hatte direkt eine Knarre vor der Stirn sitzen. Sein Blick wurde im selben Moment so was von böse, dass er einem Dämon glich, während der Mann abdrückte.
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Isabella am Di März 28, 2017 1:49 am

    Bella rekonstruierte das Gesicht des Schützen. Sie fand, wonach sie suchte, doch ohne Vorstrafen. Was wollte der Kerl eigentlich von ihr? Sie wusste nicht, was da los war, wer hinter ihr her war. Sie machte sich Notizen zu dem Kerl. Anschließend rekonstruierte sie Varus. Sie fand nichts über ihn. Zumindest schien er nicht straffällig geworden zu sen, aber wo kam er her? Gab es denn niemanden der ihn kannte? Jemanden der ihn vermisste? Selbst in den Vermisstenanzeigen fand sie nichts. Es war, als sei er einfach aus dem Nichts erschienen. Bella dachte an ihn, aber sie wusste nicht, wie sie ihm helfen sollte, Heim zu finden. Was gab es sonst für Möglichkeiten, ausser ihn direkt den Medien zu präsentieren?
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Varus am Di März 28, 2017 2:05 am

    Hätte Varus geahnt, was sie Isabella für Gedanken machte, er hätte sie ausgelacht. Und dann hätte er festgestellt, dass sie eine Nerv tötend freundliche Person war. Und dann wäre er unzufrieden gewesen, warum ihn das überhaupt kümmerte. Aber nun hatte er ganz andere Sorgen. Die Kugel prallte von seiner Stirn ab und der Schütze sah ihn voller Furcht an. „Du…!“, grollte Varus ihn an. „Zum zweiten Mal, wagst du es, auf mich zu schießen? Hä!?“ Er packte ihn an der Kehle und riss ihn ohne Vorwarnung und mit unmenschlicher Kraft in Bellas Wohnung. Ein Anruf aus einer Nachbarwohnung erreichte das Revier, weshalb eine Streife losgeschickt wurde. Der Schütze lag nun auf dem Boden, drehte sich zu Varus und schoss weiter auf ihn, aber die Kugeln prallten von seinem Blutschild ab. „Du kleine Made, ich werde dich in Stücke reißen!“ Der Mann schrie panisch auf und Varus kniete sich zu ihm herab er packte das Handgelenk der Person und brach es ihm, sodass die Knochen nur so splitterten. Der Mann schrie erneut auf und Varus schlug seien Zähne in das lebende Fleisch. WAS für eine Wohltat. Varus riss das Fleisch heraus und machte sich über den Mann her, der Schrie und keuchte und schließlich verstummte. Varus beeilte sich, denn er war sich sicher, dass hier bald Ordnungshüter auftauchten. Ihn kannte hier niemand. Anders als früher, würde man nicht auf die Idee kommen, dass er einen lebendigen Menschen verspeist hatte. Er wischte sich das Blut von den Lippen und betrachtete die Sauerei. Dann klingelte es. „Mhhh…“ grummelte er tief und mit einer Handbewegung ließ er das Blut zu sich kommen. Die Klamotten des Mannes Schob er unters Sofa und ging zur Tür. „Ja ja…“, rief er den Beamten entgegen.
    Er öffnete die Tür und sagte: „Was ist?“ Unfreundlich.
    „Wir haben Schüsse gehört und wollen gern prüfen, was los ist.“ „Nichts?“ „Wo ist Isabella Auditore?“ „Bei ihrem hirnrissigen Job?“ „Lassen sie uns rein!“ Varus stieß die Luft aus. „Gesicht zur Wand! Los!“ Sie drängten Varus rein und drückten ihn gegen die Wand. „Hey! Vorsicht!“ „Woher haben sie die Verletzung?“ Der Beamte machte bereits Handschellen an seine Hände. „Oh man.. Auf mich wurde geschossen.“, sagte er wahrheitsgemäß. Und jetzt lassen sie mich sofort los!“
    „Oder was?“, fragte der Beamte heldenmutig. „Sonst werde ich dich fressen!“, sagte Varus bösartig und der Mann schien etwas geängstigt.
    „Hier ist nichts.“, sagte der andere. „Gehen sie zu ihr. Sie wird ihnen sagen, dass ich hier wohne.“ Der eine nahm ein Telefon und erkundigte sich in der Leitstelle, was er machen sollte. Dann wurde er zu Isabella durchgestellt und erklärte die Lage.
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Isabella am Di März 28, 2017 4:12 am

    Eben saß sie noch vor dem Bild, betrachtete das schöne Gesicht des Mannes, den sie gerade beherbergte und hätte sich gewünscht, er wäre anders .. freundlicher ... nicht so wahnsinnig engstirnig und arrogant. Anders herum war es vermutlich genau das, was sie davon ab hielt ihn mehr zu mögen, als es für sie gut war. Das Handy klingelte.
    "Auditore."
    Sie lauschte dem, was ihr gesagt wurde.
    "Er wohnt bei mir. varus Adams. Er weiß nicht wo er her kommt. Amnesie der schwereren Art. Schüsse? Es wurden Schüsse gehört? Ich bin gleich da. Lassen sie Mr Adams in sein Zimmer gehen. - Ja, er wurde wirklich angeschossen. Jemand hat geschossen und er stand im Weg. Ich bin auf dem Weg."
    Sie schaltete das Programm ab, schaltete den PC aus, schnappte sich ihre Sachen und verschwand aus dem Revier.
    Am Auto stellte sie das Blaulicht aufs Dach, schaltete die Sirene an und gab Gas.

    Zuhause angekommen rannte sie direkt hinauf zu ihrer Wohnung, wo natürlich ein kleines Copaufgebot herrschte.
    "Hey ... was ist denn hier los? Lassen sie den Mann los. Das ist mein Mitbewohner Mr Adams."
    Sie sah sich um. Zumindest entdeckte sie auf Anhieb nichts, was Varus irgendwie belasten könnte.
    "Ok ... also?"
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Varus am Di März 28, 2017 4:24 am

    In der ganzen Hektik, war Isabella nur am Rande aufgefallen, dass draußen eine Hülse und eine unversehrte Patrone lag, aber sie musste ja auch erst mal rein und sich um ihren Mitbewohner kümmern, ehe noch was passierte. Varus war mittlrweile auf einem Stuhl, aber die heftige Reaktion der Beamten, hatten scheinbar die Wunden wieder geöffnet. Isabella hatte den Verband weniger blutig in Erinnerung. Varus aber saß nur da, als würde ihn das nichts angehen. Allerdings war er immer noch in Gewahrsam und nun erst auf Isabellas Forderung wurde er frei gelassen. „Wurde auch langsam Zeit.“, sagte er missmutig und meinte sowohl die Beamten als auch Isabella mit dieser Aussage. Er war eben ein echtes Herzchen. Er konnte nicht wissen, dass es unüblich war in der modernen Zeit ein Portal zu benutzen, wenn nicht gar unmöglich.
    „Ma’am, wir haben ihn in ihrer Wohnung aufgegriffen und waren nicht sicher, ob er wirklich der ist, für den er sich ausgegeben hat.“ Varus stand nun allerdings auf und wollte sich verkrümeln, aber Isabella schien ihn ausquetschen zu wollen. Varus blieb stehen, musterte sie und sagte dann: „Während du dich mit Gesichtsdesign beschäftigt hast, habe ich mich hier nur gelangweilt. Ich weiß überhaupt nicht, was hier los ist.“ Die Beamten berichteten: „Wir wurden nicht nur über Schüsse informiert, sondern auch über Schreie, jenseits aller Vorstellungskraft.“ Varus hatte es nicht vergessen und auch schon eine passende Ausrede parat: „Ich habe gesungen.“ Die beiden Polizisten sahen ihn verwirrt und verdutzt an. „Was?“
    „Ich kann eben nicht singen! Kommt nicht wieder vor.“ Das nächste Mal würde er versuchen die Umgebung abzuschirmen, ohhhh aber er war so wütend gewesen! Er hatte einfach nicht darüber nachgedacht, dass der Informationsfluss hier so schnell ging. „Sie nehmen uns doch auf den Arm!“, sagte der eine und Varus zuckte die Schultern. Es schien ihm egal, ob man ihm glaubte.
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Isabella am Di März 28, 2017 4:38 am

    Bella war sauer. Nicht nur, das die Streife um sonst hier raus gekommen war, nein die hatten auch noch Varus so lange auf dem Stuhl in Handschellen hocken lassen, bis sie eintraf. Erst mal ließen sie ihn nun los, aber weg ließ sie ihn nicht. Schließlich wollte sie ja wissen, was hier los war. Sie starrte ihn etwas verwirrt an, als er meinte, sie habe Gesichter designt. Woher bitte wusste er das denn? Egal. Darm konnte sie sich später kümmern. jetzt war erst mal wichtig die Leute aus der Wohnung zu befördern. Allerdings musste sie sich dann doch mal schwer zusammen reißen, nicht zu lachen, als Varus erklärte, er habe gesungen. Sie selbst nahm es Varus nicht ab. Schließlich war er ein arroganter Arsch, der sich eher einbilden würde, der Sänger vor dem Herrn zu sein, als zu zu geben, das er nicht singen konnte.
    "Schon gut Leute. Danke. Ich werde mich selber darum kümmern. Danke. Wie ihr seht, ist hier nichts geschehen, aber es ist gut zu wissen, das wir so tüchtige Leute auf den Straßen haben." Sie begleitete die Jungs noch hinaus, wobei ihr dann doch die Patrone auf fiel. Sie stellte sich direkt so, das sie diese auch gleich verdeckte. Schließlich wollte sie erst mal wissen, was hier Sache war. Das Varus eindeutig gelogen hatte, war ja wohl klar. Als die Cops endlich weg waren, nahm sie einen Handschuh aus ihrer Jacke und hob die Patrone, wie auch die Hülse vorsichtig auf und tütete sie ein. Irgendwas stimmte hier doch nicht ... aber was? Nachdem sie das Tütchen verstaut hatte, ging sie wieder rein, schoß die Tür und ging zu Varus.
    "Was war hier los?! Wer hat geschossen und erzähl mir jetzt nicht, das du es nicht weißt. Abgesehen davon ... woher wusstest du das mit den Gesichtern?"
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Varus am Di März 28, 2017 4:50 am

    Varus stand am Fenster. Toll. Er würde weiter lügen müssen. Allerdings musste er feststellen, dass sich seit Damals nichts geändert hatte. Er konnte einfach nicht lügen und Isabella war das selbstredend aufgefallen. Aber er konnte ihr auch nicht sagen, dass er einen Mann in ihrem Wohnzimmer verzehrt hatte. Verzwickte Situation. Sie kam zurück und fing gleich an, ihn zur Rede zu stellen.
    „Gar nichts ist hier los. Ich saß friedlich auf dem Sofa und habe vor mich hingesungen, wenig später Klingelte es. Ich habe auch einen Schuss gehört, aber ich hab mir nichts dabei gedacht. Ich bin schließlich nicht mit Neugier gestraft, so wie du.“ Was auch eine Lüge war. „Und Gesichter… nun ich dachte mir, du möchtest unseren Schützen nachbilden, um ihn… äh durch den… Computer? zu jagen?“ Er war nicht sicher ob er es treffend formuliert hatte. Aber das war es, was er bei ihrer Ausspähung gesehen hatte. Sie hatte das Gesichtsprofil in einem extremen Maß an Geschwindigkeit mit Tausenden anderen Gesichtern verglichen.
    „Hätte ich geahnt, dass meine Sangeskünste besorgte Bürger alarmieren, hätte ich selbstredend einfach den Mund gehalten.“ Aber schreie taten so gut… alles andere war langweilig. Ganz so, als würde er sich ein Butterbrot schmieren.
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    Isabella

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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Isabella am Di März 28, 2017 5:14 am

    Klar. Bella sah Varus wirklich sehr überzeugt an.
    "Natürlich ... wem willst du hier was vor machen? Ich habe vor der Tür eine Patrone und eine Hülse gefunden. Erzähl mir bitte nicht, die sind dort einfach hin gelegt worden. Gerade DU würdest im Leben nicht zugeben, wenn du nicht singen könntest und es lauthals getan hättest! Die beiden eben mögen es dir abgenommen haben, aber ich glaube dir kein Wort!"
    Sie ging durch das Wohnzimmer betrachtete dabei den Boden. Irgendwas konnte ja hier wohl nicht stimmen.
    "Ich lasse dich hier wohnen aber ich erwarte wenigstens, das du ehrlich zu mir bist."
    Sie sah ihn noch einmal forschend an.
    "Also gut. Ich werde es mal dabei belassen, auch wenn ich dir das mit dem singen nicht glaube. Wir müssen den Verband wechseln. Er blutet durch. Solltest du dein Bewusstsein verlieren, werde ich einen Arzt rufen müssen."
    Sie verschwand im Bad, um alles nötige zu besorgen.
    "Danach solltest du dich aus ruhen. Ich kann auch hier noch ein wenig arbeiten, wenn du was brauchst."
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    Varus

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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Varus am Di März 28, 2017 5:35 am

    Varus sah sie finster an. „Weißt du… Es ist mir vollkommen egal ob du mir glaubst. Und ich sagte dir bereits: „Ich HABE einen Schuss gehört. Hab aber nicht nachgesehen.“ Er deutete auf seinen Verband. „Hab genug vom Angeschossenwerden, verstehst du?“ Er sah ihr nach, als sie sich so umsah. Er musste den Kram schnell los werden. Er hätte den Kram gleich verbrennen sollen. Aber die Waffe… Sie würde nicht brennen und die Lag auch noch unter dem Sofa. Varus sah Isabella nach. „Würdest du mir eher glauben, wenn ich dir sage, dass Jemand hier drinnen war, sein ganzes Magazin auf mich abgefeuert hat, aber mich keine Einzige Kugel verletzen konnte? Danach habe ich den Eindringling mit bloßen Händen in Stücke gerissen und verspeist.“ DAS würde sie ihm selbstredend noch viel weniger glauben und das obwohl es die Wahrheit war. Er sah sie nun an und sie kam mit dem Verbandszeug aus dem Bad. Varus betrachtete das Zeug und sah dann an sich herab. „Ungewöhnlich…“, sagte er nun. Eigentlich hatte er nicht beabsichtigt, dass sie das Blut aus seinem Körper stahl, aber, dadurch, dass er den Kerl verzehrt hatte, wusste er nun auch, wo sich sein Partner herum trieb. Trotzdem. Er setzte sich auf einen Stuhl in der Küche und ließ Isabella den Verband durchschneiden. Als dieser durch die Spannung förmlich aufsprang, gab Varus einen überraschten Laut von sich und schon lief das Blut seinen wohlgeformten Körper herab. Ungläubig sah er an sich herab, wie es sich in seinem Schoß ergoss und er spürte, wie es ihm hinten in die Hose lief. „Verfluchte… Was soll das denn?!“, fragte er sich selbst und drückte vorne die Hand auf das Loch. Er gab einen schmerzlaut von sich und versuchte das viele Blut aufzuhalten. Und tatsächlich klappte es. Er hatte einiges seiner Macht eingebüßt. Früher konnte er Wunden schließen, ohne etwas zu sagen. Er hatte sich nicht mal groß konzentrieren müssen und er hatte das Gefühl, dass es ihm schwerer fiel, wenn Isabella in der Nähe war. „Jetzt tu doch was!“ Die Blutung stoppt zwar, aber Varus fühlte sich absolut elend. Er sollte sich hiernach wirklich ausruhen.
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Isabella am Di März 28, 2017 5:50 am

    "Klar und du bist wahrscheinlich ein verbannter Hexenmeister aus dem Mittelalter, hm? Hör auf mit dem Blödsinn."
    Sie betrachtete Varus, schnitt den Verband durch und schon hatten sie es am klappen. Es blutete und das nicht wenig. Varus motzte sie an.
    "Ich hab dir gesagt du solltest zu einem Arzt gehen, aber dazu bist du dir ja zu fein! Halt still."
    Eben so plötzlich, wie es angefangen hatte zu bluten, hörte es auch wieder auf. Das war schon sehr merkwürdig. Wie konnte es sein, das es so stark blutete und plötzlich wieder aufhörte? Vielleicht hatte sich das Blut einfach nur gesammelt und war nun ... aber das war unwahrscheinlich. Sie verband die Wunden, half Varus dann auf und brachte ihn zum Sofa. Sie half ihm sich hin zu legen.
    "Bleib liegen. ich hole dir Kissen und Decke. Dann ruf ich an und bleibe hier. Ich will nicht das dir hier noch was passiert, wenn du allein bist du Sturkopf."
    Gesagt getan. Bella rief an, schnappte sich den Laptop und las die Mails, die Sam ihr geschrieben hatte. Sam war in Ordnung. Sie arbeiteten schon länger zusammen. Ein bericht stand da auch noch aus. An den musste sie sich nun auch erst mal machen.
    "Sag mir, wenn es dir schlechter geht oder wenn du etwas brauchst. Ich werde in der Zeit meinen Bericht schreiben und ihn Sam schicken."
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Varus am Di März 28, 2017 6:25 am

    Varus hatte die Augen zu. Aber als sie ihm sagte, dass er vermutlich ein Hexenmeister aus dem Mittelalter war, grinste er auf unschöne Art und Weise und sagte schließlich: „Du siehst: Du glaubst mir weder die Wahrheit, noch die Lüge.“ Es klang ein wenig gepresst, aber nicht sehr. Sie half ihm aufs Sofa und verlangte von ihm, sich auszuruhen. Nichts lieber als das, wäre da nicht diese Kleinigkeit unter dem Sofa. Er legte sich trotzdem und beobachtete sie von seinem Sofa aus. Es stand so, dass er sie an ihrem Laptop sitzen sehen konnte, wenn er den Kopf zur Seite drehte. Wenn er was brauchte? Sie sollte sich verdammt noch mal aus der Bude machen, damit er die Beweise verschwinden lassen konnte!
    „Ich brauch was zu Essen.“, sagte er schließlich in der Hoffnung, dass sie es erst besorgen gehen musste. Natürlich hatte sie aber Essen im Haus. Sie machte sich sogar die Mühe, ihm ein Sandwich zu machen. Missmutig sah er auf den Teller und sagte: „Ich glaub ich krieg doch nichts runter.“ Ein starkes Stück. „Zumindest nicht das. Hast du nichts anderes?“ Jetzt verzieh dich schon!
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Isabella am Di März 28, 2017 7:06 am

    Natürlich ... sie hatte ja auch eben mit dem Bericht angefangen. Warum also sollte er auch NICHT ausgerechnet jetzt irgendwas wollen. Sie verschwand in der Küche, um ihm ein Sandwich zu machen, welches er natürlich verschmähte.
    "Ach und was darf es dann sein ? Vielleicht Roastbeef oder eine Pizza? Lieber etwas Suppe oder ein Eintopf? Oder vielleicht etwas ganz einzigartiges vom Chinesen, Inder oder Griechen?"
    Sie verschwand noch einmal in der Küche, um dort etwas aus den Schränken zu suchen. Die Milch war frisch, aber Varus würde auch die vermutlich stehen lassen. O-Saft ... hm nein. Schließlich kam sie mit Tee und Zwieback rüber.
    "Das ist Schonkost. Wenn du mir nicht genau sagst, was du willst, kann ich dir nicht helfen."
    Damit setzte sie sich wieder an den Laptop.
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Varus am Di März 28, 2017 7:33 am

    Varus sah ihr nach als sie in die Küche ging. Als sie ihm nun… diesen Fraß hin stellte, sah er noch unzufriedener aus. "Und was ist das für ein Fraß? Bin ich jetzt dein Gefangener, bei trocken Brot und" Er schnupperte am Tee. "Gesöff?" Er überlegte Krampfhaft. Wasser kam aus den Leitungen und wenn er nicht genau sagte, was er wollte, würde sie nicht losgehen. „Also dann… äh… Pizza!“ Wenn sie es schon vorschlug… Er konnte auch gar nichts damit anfangen, es musste etwas außergewöhnliches sein, wozu sie die Wohnung verlassen musste. Doch stattdessen ging sie zum Telefon und rief jemanden an. Was zum… Arg! Varus setzte sich leicht auf und sagte: „Musst du nicht arbeiten?! Irgendwelche Verbrecher fangen?“ Auch das klärte sich schnell auf und sie erklärte ihm, dass sie in Notfällen angerufen werden würde und sonst von hier aus arbeiten könnte. Außerdem legte sie ihm nahe, sich wieder hinzulegen. „Kannst du mich nicht einfach in Frieden lassen? Komm einfach heute Abend zurück! Mach dir einen schönen Nachmittag!“
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Isabella am Di März 28, 2017 7:44 am

    Der Kerl war aber auch wirklich mit gar nichts zufrieden.
    "Einen schönen Nachmittag? Ehrlich? Was denkst du, was ich lieber machen würde, als hier zu sitzen den scheiß Bericht zu schreiben und dich zu bedienen! Nichts ist dir gut genug, Nichts ist richtig und am schlimmsten ist, das du das Klischee aller kranken Männer erfüllst! Das ist Fraß, Das ist Gesöff! Was denkst du wo du hier bist? Du bist kein König und ich bin alles andere als deine Dienerin! Du bist hier im 21sten Jahrhundert Varus. Ich leite eine Ermittlungseinheit in der Abwesenheit meines Chefs und muss den Detektivs die Tatorte und Verdächtigen zuordnen, mal zu schweigen davon, das ich dich auch noch aufgenommen habe, um dir zu helfen, aber alles was ich von dir höre sind Befehle, Beleidigungen, unzufriedenes Genörgel und kein bisschen Dankbarkeit. Du bist ein arrogantes Arschloch, welches glaubt Himmel und Hölle setzt sich in Bewegung, wenn du es verlangst! Ich habe Neuigkeiten für dich! Es gibt keine Magie, woraus du folgern darfst, das ich weder hexen, noch deine Gedanken lesen kann! Alles was es gibt sind möchtegern Priester die einen gefallenen Engel anbeten und dabei glauben, es gehe um Menschenopfer und Verbrecher, die glauben, sie können tun und lassen, was sie wollen! Einen schönen Tag soll ich mir machen. Das kann ich mir nicht ERLAUBEN! Ich muss dich im Auge behalten, damit du keinen Unfug machst und muss gleichzeitig versuchen heraus zu finden, wer du bist, ob du Verwandte hast und wer mich töten will, während du nichts besseres zu tun hast, als mich zu bedrohen und gegen Wände zu schlagen! Du gehst mir wirklich wahnsinnig auf den Zünder. Nein, ich will nicht zum Arzt. Ich bin der große Varus, dem keine Kugel was anhaben kann!"
    Äffte sie ihn mehr oder weniger nach.
    "Wie du gesehen hast bist du nicht unverwundbar und diese scheiß Kugel hätte dich umbringen können aber anstatt wenigstens einen Arzt drüber gucken zu lassen, stellst du dich quer, weil es ja niemanden gibt, der sich um dich sorgt, ausser mir! Und jetzt ... werde ich dir etwas zu essen bestellen, meinen bericht fertig schreiben und dann werde ich EVENTUELL ein Bad nehmen!"
    Bella raufte sich durchs Haar. Sie war sauer und das hatte mal raus gemusst.
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Varus am Di März 28, 2017 8:04 am

    Ja, Varus fiel ja aus allen Wolken. Es fehlte ja nur noch, dass sie in Flammen aufging. Er merkte deutlich, dass er den Bogen überspannt hatte. Aber was sollte er machen. Wenn rauskäme, dass seine Zweite Aussage, über das, was hier vorgefallen war heraus kam, würde sie ihn vermutlich jagen. Er stieß die Luft aus, als sie ihn nachgeäfft hatte. Mit vielen Dingen war er nicht vertraut, was sie da anfügte. Aber mit einigen Dingen schon und was sie zuletzt sagte, bevor sie ihr Bad nehmen wollte, ließ ihn aufschauen. Ja… es stimmte. Er hatte absolut niemanden. Deshalb war er ja auch auf sie angewiesen. Aber ein Bad – so wusste er, nahm man nicht nur ein paar Sekunden. Also mehr Zeit, um seinen Kram hier zu erledigen. Er schwieg nun als sie fertig war und senkte den Blick. Er setzte sich vorsichtig auf und sagte dann leise: „In Ordnung.“ Wie jetzt? „Du hast Recht.“ Er sah nicht auf und legte die Hände in seinen Schoß. Nicht mal ein Aber auf seine Aussage, dass er irgendwie doch im Recht war? Er sah nun auf. „Kann ich dir…. helfen?“ Was würde er sie wohl nun damit überraschen? Varus erhob sich vorsichtig. „Sag mir wie.“ Er nahm ihre beiden Hände in seine. Er konnte es nicht gebrauchen, dass sie ihm dauernd auf der Pelle hing. Wenn er sie anständig behandeln würde, könnte er vielleicht etwas mehr Freiraum haben und seine eigenen Wege gehen, sobald er sich eingelebt hatte.
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    Re: Blutmagie und das Gesetz

    Beitrag  Isabella am Di März 28, 2017 8:14 am

    Isabella war wirklich aufgeregt. Sie bestellte die Pizza auf italienisch, legte auf und sah schließlich zu Varus, der seine Hände in den Schoß gelegt hatte. Was war denn jetzt los? Einsicht? Das wäre wohl was ganz neues.
    "W-was?"
    Sie hatte deutlich gehört, was er gesagt hatte, aber sie glaubte, sich verhört zu haben. Zeigte er wirklich Einsicht? Er stand sogar auf, bot ihr Hilfe an. Was ... seine Hände ... sie waren so fein, so weich.
    "Hilfe? Ich ... aber .. wie willst du mir denn helfen? Du weißt doch nicht einmal, wie du selbst allein zurecht kommst. Du wirkst wie jemand, der eine totale Amnesie erlitten hat und nun alles neu lernen muss. Ich .... ich glaube ... wenn du mir wirklich helfen willst, dann bitte ... bitte ruh dich aus. Ich denke ... ich werde jetzt ein Bad nehmen und meinen Bericht später schreiben."
    Sie war gerade viel zu aufgewühlt um klar zu denken und zu schreiben.
    "Ist das ok für dich, oder soll ich warten, bis die Pizza da ist?"
    Sie legte nur schon mal vorsichtshalber etwas Geld in den Flur auf einen kleinen Tisch.
    Irgendwie war das gerade alles unheimlich. Vielleicht war er ja nicht so schrecklich, wie sie dachte. Vielleicht konnte er ja doch nett sein. Nein ... Er war eindeutig ein Mörder. Er ermordete ihre Geduld und das würde er sicher bald wieder tun.

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    Re: Blutmagie und das Gesetz

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