Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


    Schicksal oder Zufall?

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    Jin
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mi Okt 14, 2015 9:39 am

    Jin wusste ja gar nicht mehr, was hier nun los war! Er betrachtete Aideen sprachlos. Noch nie hatte er sie wirklich zornig gesehen und der musste zugeben, dass er auch nichts scharf drauf war. Dennoch, dieses wütende Geräusch klang so fremdartig in seinen Ohren, dass es irgendwie ganz niedlich wirkte. Er wusste nicht ob er lachen oder wütend sein sollte. Ungläubig sah er ihr zu und verstand wohl, dass sie sauer war, dass er nicht half, obwohl sie einen schlafplatz geboten bekamen. Er verstand auch, dass der Wachmann ihn so angepflaumt hatte um die Frau zu schützen und er konnte verstehen, dass Aideen ihnen helfen würde, wenn er es nicht tat. Er war wirklich böse mit ihr und begriff nicht, wieso diese Frau so starrköpfig war! „Aideen!“, rief er ihr hinterher. „Arg!“ Er fluchte in seiner Sprach und es klang wirklich nicht sehr… liebenswert. Luxia flatterte ihm vors Gesicht. „Du bist ein Auftragsmörder!“ Jin blieb stehen und sah die Fee an. „Du wirst dafür bezahlt. Für den tod dieser Dunkelelfen.“
    „Ich nehme nur Bares.“, knurrte er. Luxia sah ihn nun fast gebieterisch an. „Und dein Wunsch? Ist der auch Bares?“ Jin knirschte mit den Zähen. Er sah wieder zu der alten Frau. Er hatte eh keine Wahl. Er musste Aideen beschützen und wenn sie hier bliebe… würde er es auch müssen. Dennoch… Mit dieser Aktion hatte sie sich seinen Zorn zugezogen!
    „FEIN!“ Er drehte sich schwungvoll und wirklich beleidigt zu der Frau, die ihn freudestrahlend ansah. Das immerhin nahm ihm den Wind aus den Segeln. Er würde heute Nacht arbeiten müssen, das hieß, dass ER eh nichts von dem warmen Bett hatte! So eine Frechheit! „Eine Nacht. Frühstück und Frischverpflegung für drei Tage. Ich brauche außerdem Informationen.“ Die Frau nickte glücklich und die Dörfler jubelten. Luxia war glücklich und sauste zu Aideen. Sie war noch nicht sehr weit gekommen. Die Dörfler würden alle dazu beitragen, dass sie gut speisen und schlafen konnten. Sie waren froh. Jin war überfordert. Er hatte doch noch gar nichts gemacht.
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    Aideen

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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mi Okt 14, 2015 9:58 am

    Aideen war echt sauer. Sollte dieser ... dieser … dieser selbstsüchtige Idiot doch machen was er wollte. Aideen lief auch dann noch weiter, als die Leute schon jubelten. Luxia kam bei ihr an und meinte, das Jin es doch tun würde. Aideen war klar, das er es nicht umsonst machte, aber das war jetzt auch egal. Sie wollte helfen. Jin musste nicht alles allein machen. Er sollte eben so zu genügend Schlaf kommen, wie alle Anderen auch. Sicher würden die Dorfbewohner sehr dankbar sein und vielleicht bekam Aideen so auch den Rest der Sachen, die sie brauchte. Das war jedoch kein Muss. Sie würde es nur an nehmen, wenn die Leute es an boten. Drum bitten würde sie nicht. Eigentlich war sie Jin sehr dankbar. Sie blieb urplötzlich stehen, starrte einen Moment gerade aus und drehte sich dann zu ihm um. Sie lächelte ein wunderschönes Lächeln, welches echte Dankbarkeit zeigte, nickte ihm zu und ging weiter. Sie würde ihn nicht allein damit stehen lassen. Immerhin hielt sie die Samen schon in den Händen. Es würde den Dorfbewohnern auch in Zukunft helfen, besser mit Feinden klar zu kommen, denn diese Samen, waren etwas besonderes. Aideen wurde von dem Hengst verfolgt, der regelrecht auf sie fixiert war. Plötzlich trabte er an ihr vorbei und begann zu scharren. Aideen ließ einen Samen in das kleine Loch fallen,d er auch gleich von der Erde verschluckt zu werden schien, und ging weiter. Der Hengst scharrte, Aideen ließ einen Samen fallen und dieser verschwand im Erdreich. Diese Prozedur wiederholte Aideen nun, bis sie einmal um das Dorf herum war. Sie hatte noch immer genügend Samen, die sie nicht verbraucht hatte. Diese verwahrte sie gut und ordentlich, in ihrem Beutel. Als sie fertig war, kam sie zurück zu Gitta. Die Frau war überglücklich. Ihr würde Aideen zum Dank noch ein paar Kräutersamen geben, damit sie ihre Schmerzen lindern könnte, wenn sie es musste. Das ganze Dorf schien nun auf den Beinen zu sein. Sie behandelten ihre Gäste wirklich gut. Gitta brachte sie erst einmal zu ihrem Haus, wo sie Jin und Aideen ein Bett gab. Aideen bedeutete Luxia, das sie bei ihr schlafen könne. Die Pferde durften in den Stall. Einen Garten gab es auch. Aideen betrat diesen. Er war wirklich schön. Das Kräuterbeet beinhaltete jedoch keine Kräuter, die Schmerzen lindern konnten. Schlüsselblumen wuchsen hier. Das war gut. Diese könnte Gitta sich trocknen und als Tee für eine Erkältung benutzen. Aideen streute den Samen der Schmerzlindernden Kräuter in den Garten, legte die Hand auf den Boden und ließ sie wachsen. Gitta zeigte sie dann die Kräuter. Es waren die selben, die sie für den Tee nehmen könnte. Wenigstens waren sie nun für eine Nacht sicher. Jin würde Hilfe haben. Aideen würde ihn nicht allein stehen lassen. Während er sich nun vorbereitete, begann Aideen damit, die Stiefel für ihn zu fertigen.
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    Jin
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mi Okt 14, 2015 10:12 am

    War ja nicht zu fassen, worauf er sich nun wieder eingelassen hatte. Wieso wurde er sei Neuestem immer in solche Abstrusen Situationen gestoßen!? Früher wäre ihm das nicht passiert. Er betrat das Zimmer, was Gitta ihnen zur Verfügung stellte und setzte sich in einen Ruhesitz hin. Er schien sich zu konzentrieren, ging in sich und schien fast weggetreten.
    Gitta bedankte sich noch mehrere Male bei Aideen für alles, was sie für das Dorf und sie tat und war überglücklich. Am liebsten hätte sie schon heute ein Fest gefeiert , aber das ging nicht. Zumal sie auch nicht wussten, wie erfolgreich Jin sein würde… Einer gegen Fünf war schon ein wenig… hart.
    Luxia beobachtete ihn und Aideen nähte an ihrem Leder. Luxia hatte sich selbst verboten zu schwatzen und Aideen war ohnehin stumm. Es wurde Abend und auch zum Essen gerufen, aber Jin blieb unbewegt sitzen. Er hatte es sicher gehört und wenn nicht… nun dann sollten sie ihn auch nicht stören. Es dauerte jedoch nicht lange, ehe Jin ihnen nachkam. Gitta lächelte ihm zu und sagte: „Setzt dich doch.“ „Nein. Ich gehe hinaus. Ihr werdet in dieser Nacht ruhig schlafen.“ Er legte es einfach fest. Ob er überleben würde oder nicht, schien ihm nicht in den Sinn zu kommen. Es dämmerte bereits und Jin begab sich in Stellung. Er wollte nach Möglichkeit alles im Blick haben. Der Wächter hatte gesagt, dass es ungefähr 5 Männer oder Frauen waren, die über sie herfielen und sie kamen immer von Westen. Daher richtete er seine Aufmerksamkeit auch dort hin. Dennoch behielt er auch die anderen Himmelsrichtungen im Auge. Er saß auf dem höchsten Gebäude des Dorfes und wartete. Seine Augen waren perfekt hierfür. Er war wirklich ein Jäger in der Dunkelheit.
    Luxia sah aus dem Fenster. Sie konnte seine Umrisse noch immer sehen und sein bleicher Körper schien im Mondlicht. War er so nicht viel leichter zu entdecken? Als sie das nächste Mal zwinkerte, war er plötzlich verschwunden. Sie war überrascht. Wo war er hin?! War er unsichtbar?! Sie suchte nach ihm, fand ihn aber nicht. Das war ja merkwürdig. Sie flatterte wieder zu der Alten und sagte: „Nehmt es ihm nicht übel. Weder ist er sehr gesellig, noch hat er was für Menschen übrig. Von allen Attentaten, die er angenommen hat, glaube ich tötete er die Menschen am liebsten.“ Was sie da nun wieder ausplauderte. Dass er ein Mörder war, wusste Aideen bisher ja nicht.

    Später in der Nacht, als die Wolken sich eben vor den Mond geschoben hatten und das Dorf in Finsternis lag, sah und hörte Jin, wie sich eine Gruppe näherte. Von Westen. Na klar. Sie näherten sich wie Raubtiere einer Beute. Sie umkreisten die Siedlung und schließlich schnellten sie nach vorne. Sie konnten nicht ahnen, was sie erwartete. Ranken kamen aus dem Boden und verschossen Nadeln und peitschten nach den Elfen, der Erste wurde regelrecht durchsiebt und erlag seinen Verletzungen sofort. Die anderen wichen zurück und wagten schließlich mit riskanten Manövern und schnellen Sprüngen hin durchzubrechen. Scheinbar glaubten sie nun, dass hier irgendwas großes zu holen war. Sie gaben keinen Schmerzlaut von sich, wenn sie getroffen wurden und Jin glaubte, dass sie Flüchtlinge waren. Sie hatten ganz klar eine Ausbildung gehabt und sie bewegten sich wie jene, die im Unterreich aufgezogen wurden. Jin glitt vom Dach. Vier waren teils verwundet noch übrig. Er stahl sich um eine Ecke und lauschte. Dan zückte er den Dolch und rammte ihn ohne Umschweife in die Stirn das Elfen, der eben um die Ecke schleichen wollte. Es lockte seine Begleiter an. Noch drei. Jin schwang sich leise zurück aufs Dach und zückte auch den zweiten Dolch. Mit einem Sprung, stürzte er hinab und tötete die nächsten zwei, die eben nach der Leiche hatten sehen wollen. Der Letzte entfernte sich und Jin folgte leise und unsichtbar, wie ein Schatten. Der Elf blieb stehen. Er fragte in Jins Sprache, wieso er das täte und warum er den Menschen half und Jin beantwortete ihm die Frage in seiner Muttersprache: „Weil ich dafür bezahlt werde.“ Das schien den anderen zu überzeugen. Er zog ein Schwert und schien kämpfen zu wollen. „Das verlierst du.“, sagte Jin nur und stürzte sich auf ihn. Er wollte eben zuschlagen, als er dann doch lieber noch im Sprung einen Dolch abwehrte, der ihn sonst getroffen hätte und dann dem Schwerthieb in letzter Sekunde entkam. Weitere vier Elfen näherten sich von dunklen Häuserecken. „Von wegen fünf…“ Jin versuchte die Situation einzuschätzen und der Elf vor ihm richtete die Klinge auf ihn. „Heute wirst du sterben… Wie ist dein Name?“ Jin beobachtete nur und ließ sich nicht ablenken. Er war umstellt und es würde schwer werden. Sobald er den ersten Schlag machte, würde er gleichzeitig die Wurfgeschosse abwehren müssen. Ausweichen war keine Option. Er wägte kurz ab und dann sagte er: „Ich bin Shaiith!“ Er nutzte die kurze Verwirrung und griff nicht den Schwertträger sondern einen derjenigen an, die ihn mit ihren Wurfmessern bedrohten an. Ein anderes Wehrte er ab und das letzte spickte in denjenigen, den er angegriffen hatte, weil er ihn kurz vor sich gedreht hatte, ehe er ihm die Klinge in die Leber stach. Der brach zusammen vor Schmerz.
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    Aideen

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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mi Okt 14, 2015 11:06 am

    1. Aiden war ganz und gar auf das Nähen des Leders fixiert. Sie wusste genau, wo welche Naht sitzen musste und wie sie die weichen Sohlen so anbringen musste, das sie halt gaben, jedoch beim Schleichen wirklich lautlos waren. Sie würden ihm sehr guten Halt geben. Aideen gab sich die größte Mühe und schnitzte schließlich sogar noch kleine Kerben in die Sohle, um den Halt zu verbessern. Er sollte schließlich nicht ausrutschen. Auch ihre eigenen Stiefel hatte sie selbst her gestellt. Sie war also geübt darin. Als Luxia so plauderte, sah Aideen auf. Er war ein Mörder? Ein Auftragskiller? Und dann erzählte sie es der alten Dame da noch? Aideen sah schockiert zu Luxia. Mit allem hatte sie gerechnet, aber das er ein Killer war … Es erklärte wenigstens, warum er so geschickt war. Aideen ließ das Leder und die Nadel sinken. Das war … nicht nur überraschen. Es war ein Schock. Jin achtete kein leben. Er nahm es und es war ihm egal, wie sie schon im Wald gemerkt hatte. Ja, auch ihre Samen waren tödlich, doch war Aideen wegen des Lebens, welches da draußen genommen wurde, wirklich traurig. Sie wusste, das es Leben kosten würde, würden die Ranken erst sprießen. Sie würden die Feinde zumindest verwunden. Opfer würde es später zumindest durch Jin geben. Auch das war traurig. Ein jedes Leben war kostbar. Aideen trauerte nicht den Personen nach, die starben, sondern dem Leben, welches ausgelöscht wurde. Es ging ihr nicht darum wie die Person war, sondern wie das Leben jener hätte sein können. Aideen schien nun sehr bestürzt. Sie stand auf, sah zum Fenster hinaus und wusste,d as der Angriff schon begonnen hatte. Es dauere nur einen kurzen Augenblick, bis sie bereits das Brüllen einer Raubkatze in den Wäldern ringsum hörte. Ein Schatten schlich durch das Dorf. Als Jin bereits eine der ihn umzingelnden Elfen angriff, schlug auch der Schatten zu. Etwas sprang an Jin vorbei, riss einend er Elfen mit sich und tötete ihn. Sein Leichnam fiel plötzlich vom Dach herab auf einen der anderen Elfen und brach ihm so das Genick. Der Schatten schien zu warten. Es war eine mächtige Raubkatze. So plötzlich sie erschienen war, verschwand sie auch schon wieder. Ein weiterer Elf schrie auf, als er gepackt und einfach zerrissen wurde. Der Tod trat so schnell ein, das er unmöglich viel gespürt haben konnte. Jin war noch immer von drei Elfen umzingelt, doch diese dürften nun wissen, das ihre Gefährten, sollten da noch welche im Dorf herum lungern, nicht mehr lange zu leben hatten.
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    Jin
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mi Okt 14, 2015 11:23 am

    Doch auch das war kein Grund aufzugeben. Die Elfen hatten nicht mit dieser Gegenwehr gerechnet und jin würde sie nicht entkommen lassen. Sie hatten zwar bereits den Tod vor Augen, doch wollten sie wenigstens diesen Elfen hier mit nehmen. Die drei Elfen griffen gemeinsam an. Es glich einem Tanz. Jin, der den Hieben auswich, ihnen entgegenschlug und ablenkte und die drei, die von ihm aus dem Konzept gebracht wurden und scheinbar auf ein unüberwindbares Hindernis getroffen waren. Wäre es nicht so gefährlich gewesen, es hätte wirklich schon ausgesehen. Ein Elf verlor sein Laben, durch einen sauberen Kehlenschnitt und so blieben noch Zwei. Die Wolkendecke riss und Jins bleicher Körper, der mit den dunkelhäutigen Elfen förmlich tanzte war deutlich sichtbar und es erschien wie ein Geist. Er war zwar in der Unterzahl, aber er war seinen Angreifern überlegen. Sie bluteten schon an etlichen Stellen und er selbst hatte keinen Kratzer. Ein weiterer Schlag musste abgewehrt werden und sein Dolch riss die Hauptschlagader im Hals an, die sich der Elf aber nur hielt und weiter kämpfte. Diese Dunkelelfen (auch Jin) waren wahrlich furchtbare Gegner. Sie waren unerbittlich und kämpften bis zum letzten Blutstropfen. Der mit der Wunde am Hals fiel schließlich. Jin hatte ihm den Doch ins Herz gerammt. Der letzte Elf sprang einen Meter zurück und Jin griff an. Doch anstatt dass der Elf auswich, blieb er stehen und nahm den tödlichen Hieb Jins in Kauf, nur um ihm selbst die Klinge in den Leib zu treiben. Jins Augen waren gelassen, wie die ganze Zeit und der Elf kippte nach hinten. Der Elf war umsonst gestorben, denn Jin hatte auch diesen letzten Verzweiflungsschlag abgewehrt. Die Klinge hatte eine tiefe Kerbe in seiner Brust hinterlassen, aber sie hatte nicht – wie geplant – sein Herz durchstoßen. Er gab keinen Laut von sich und sah nur auf den Elfen. Er hielt sich nicht mal die Stelle und sah zu dem Schatten auf dem Dach, der sich vor dem Mond als Raubkatze entpuppte. Er beobachtete ihn wie ein Raubtier, aber das Tier schien ihn nicht angreifen zu wollen. Also sah auch er keine Veranlassung dazu. Er lief zurück zum Gasthaus, während ihm das Blut den Leib hinab ran. Er öffnete die Hintertür und schlich in den Raum, wo man schon auf ihn wartete. Überrascht sah er aus. Denn man hatte das Licht nun wieder angemacht als er eintrat. Er wusste gar nicht was er sagen sollte. Gitta sah bestürzt aus, dass er verletzt war und die anderen waren nur gespannt auf das Ergebnis. Er sagte irgendwie hölzern: „Es ist getan.“
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mi Okt 14, 2015 11:43 am

    Die Raubkatze, hatte ihre Beute gerissen und liegen gelassen. Sie tat sich nicht gütig an der Beute, sondern war nur da gewesen, um Aideen im Dorf zu schützen. Die Katze wusste genau, wo die Elfe war und hatte niemanden vorbei gelassen. Nun hatte sie oben gesessen und sah nun einfach nur zu, ob der geisterhafte Dunkelelf da unten noch Hilfe bräuchte. Als dieser nun aber ging, verließ auch die Raubkatze den Ort des Geschehens. Aideen hatte die Stiefel nicht ganz fertig bekommen, weil sie durch die Aussage Luxias wirklich schockiert gewesen war, aber so ein paar Stiefel machte man ja auch nicht in ein zwei Stunden. Sie hatte das Leder weg gepackt, ehe Jin zurück kam, denn im Dunkeln war es ihr ohnehin nicht möglich weiter zu nähen. Auch sie brauchte ein wenig Licht dafür. Nun, da Jin zurück war, sah sie ihn erst ein wenig traurig, dann aber bestürzt an. Er war verletzt worden. Die Pflanzen hatten es nicht sein können. Sie würden nur das Dorf vor denen verteidigen, die den Bewohnern böses wollten. Es waren magische Pflanzen, die spürten, wenn sich Feinde näherten. Aideen ging direkt auf Jin zu, nahm ein sauberes Tuch, welches schon zurecht gelegt da lag, und wollte die Wunde abtupfen, doch Jin ließ sie nicht an sich heran. Er schubste sie sogar weg. Das musste behandelt werden. Er konnte so nicht weiter reisen. Aideen sah ihn besorgt an, zeigte auf die Wunde, welche noch immer blutete. Am besten wäre es, man würde sie ausbrennen, was natürlich wirklich schmerzhaft wäre. Würde es nur zu genäht werden, würde sich da Blut sammeln und es würde sich entzünden, was früher oder später Jins Leben fordern würde. Einzig Salbe hatte sie noch, die vielleicht helfen könnte, wenn er sich ruhig verhalten würde, was sie bei ihm nicht unbedingt erwartete. Er würde sich also nicht behandeln lassen. Es war irgendwie schon traurig, das er ihr nicht vertraute, aber konnte sie es ihm verübeln? Mörder hin oder her. Sein leben war eben so kostbar, wie jedes Andre und vielleicht würde er irgendwann nicht mehr töten, sondern ein ganz anderes Leben führen.
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    Jin
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mi Okt 14, 2015 9:40 pm

    Jin sah immer noch ziemlich böse aus. Er beobachtete Aideen, wie sie näher kam und ihre Hand heben wollte, um ihm die Wunde abzutupfen, doch sie kam nicht mal in die Nähe der Wunde. Er schlug ihre Hand zur Seite und schuppste sie weg. Er funkelte sie dabei an. Dann begab er sich zu der Menschenfrau, die ihn schockiert ansah. Er sagte: „Ich brauche Wasser und ein sauberes Tuch. Sie nickte und sagte: „Wir… wir haben einen Kräuterkundigen im Dorf. Er…“ Sie schnitt sich selbst das Wort ab, als sie seinen Blick sah. Sie holte einen Eimer Wasser und das Tuch. Jin hatte sich unterdessen auf eine der Bänke gesetzt und nun, wo er die Utensilien hatte, erhob er sich wieder und ging hinauf. Er sagte im Gehen: „Ich möchte nicht mehr gestört werden.“ Das schloss das wecken wohl mit ein. Oben angekommen wusch er sich das Blut vom Körper, doch es war zwecklos, es lief immer weiter. Aideen hatte sicher Recht, wenn man nicht bald irgendwie dafür sorgte, dass die Blutung stoppte, konnte es böse ausgehen. Jin war erschöpft. Er griff in seine Tasche und holte eine eigene Salbe hervor. Er schmierte es in die Wunde und die Blutung stoppte nach kurzer Zeit. Dann aber war er zu erschöpft um noch weiter zu machen. Es brannte fürchterlich. Er richtete sich nun doch langsam wieder auf und legte sich Verbandszeug zurecht. Die Salbe war mittlerweile ausgehärtet und verschloss die Kerbe, wie ein Pfropf. Jin setzte sich hin und griff erneut in die Tasche. Er holte Nadel und Faden heraus und schloss dann die Augen. Er hätte Aideens Hilfe annehmen können, aber erstens war er zu stolz und zweitens war er wütend auf sie. Das wäre alles nicht passiert, wenn sie einfach weiter gereist wären. Er stieß die Luft aus und saß eine halbe Stunde unbewegt da. Dann riss er sich die gehärtete Salbe aus der Wunde und gab einen halbherzigen Laut von sich, ehe er kurz mit Wasser abspülte und dann schnell anfing zu nähen. Zum Schluss deckte er die Wunde mit einem weiteren Tuch zu und legte sich äußerst umständlich selbst einen Verband an, der eher schlecht, als Recht aussah. Er legte sich zurück aufs Bett und kümmerte sich nicht mal mehr um das Blut und das blutige Wasser, was er überall verteilt hatte. Er war geschafft. Der Kampf hatte ihm einiges abverlangt und diese Wunde tat ihr übriges. Luxia hatte ihn durch das Fenster beobachtet und flatterte nun zu Aideen herunter. Sie berichtete, dass das alles nicht gut aussah und dass dieser engstirnige Kerl sich noch umbringen würde.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mi Okt 14, 2015 9:59 pm

    Jin hatte eine ganz schöne Kraft. Aideens Hand tat weh von dem Schlag, doch sie ignorierte den Schmerz. Er wollte ihre Hilfe nicht ... dann musste er eben sehen, wie er klar kam. Dieser dumme ... Ach was sollte sie sich noch aufregen. Betrübt wandte sie sich von ihm ab. er würde sich irgendwann noch mal umbringen. Die Menschen im Dorf waren jedenfalls froh, eine Sorge weniger zu haben. Aideen ging mit ein paar der Männer hinaus die anfingen die Leichen zusammen zu suchen. Keiner hatte überlebt. Die Elfen wurden zusammen getragen. Am Morgen würden sie alle verbrannt werden. Die Waffen nahmen die Leute ihnen ab. Auch die Wertsachen. Was sollten Tote auch noch damit? Aussedem war es besser, als würden die Waffen in fremde Hände fallen. Luxia kam zu Aideen. Sie berichtete, was Jin angestellt hatte und das es gar nicht gut aus sah. Aideen musste einen Entschluss fassen. Entweder, sie wartete bis zum nächsten Tag ab, oder sie würde ihn erneut betäuben ... was nur weiteren Zorn nach sich ziehen würde. Was sollte sie nur tun? Er sollte sie beschützen, doch mittlerweile hatte Aideen das Gefühl, das es eher umgekehrt war. Verzweifelt sah sie Luxia an und schüttelte den Kopf. Er würde sich nicht helfen lassen. Schließlich zeigte sie Luxia ihre wirklich rote Hand, um ihr zu zeigen, das sie wirklich gern helfen würde, er es aber nicht zu ließ. Würde er am Morgen Fieber haben oder die Wunde irgendwie nicht in Ordnung sein, würde Aideen handeln. Sie konnten es nicht gebrauchen auf der Reise eine schwere Vergiftung der Wunde zu riskieren.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mi Okt 14, 2015 10:25 pm

    Luxia verstand Aideen gut. Sie wollte sich nicht erneut Jins Zorn zuziehen und sie wollte sich auch nicht von ihm verletzen lassen. Dieser Idiot. Sie flirrte hinauf zu ihm und betrachtete ihn erneut. Er schien zu schlafe und so kam sie näher. Immerhin drückte kein Blut durch den Verband. Die kleine Fee hätte ja auch geholfen, aber sie konnte nicht. Sie sagte ganz leise: „Du darfst nicht sterben Jin…“ Sie senkte den Blick und musste die Tränen zurück halten. „Ich sterbe nicht.“ Sie quietschte auf, weil sie sich so erschreckt hatte und flatterte einen Schritt von ihm weg. „Du schläfst ja gar… nicht.“
    „Ich wollte nicht gestört werden.“
    „Du musst dich richtig behandeln lassen, Jin. Das wird so nicht gehen. Frag Aideen um Hilfe.“
    „Du spinnst wohl. Sie ist erst an allem Schuld. Lass mich in Frieden!“ „Sie sorgt sich!“ Jin machte nun die Augen auf. „Verzieh dich, ehe ich dich in Stücke reiße.“ „Du bist viel zu schwach!“ Sie funkelte ihn an und dann machte er einen Satz zu ihr, aber sie wich ihm erschrocken aus und er krachte gegen den Tisch und dann auf den Stuhl, wo er einen recht von Schmerzen erfüllten Laut von sich gab. Er legte die Hand auf die Brust und Luxia bekam Angst. „Jin!“ Er reagierte nicht. „Jin! Ist alles in Ordnung?! Sag doch was. Jin!“ Er keuchte und Blut drückte erneut durch den Verband. Er setzte sich auf den Stuhl und versuchte sich zu beruhigen. Er sah an sich herab und Luxia machte sich böse Vorwürfe. „Ich hol Aideen!“ Er widersprach dieses Mal nicht und spürte, wie ihm der Blutverlust bald die Lichter ausblasen würde. Dennoch verssuchte er weiterhin sich zu beruhigen. Er sah sich im Zimmer um und fragte sich überflüssiger Weise, ob all das Blut hier zu ihm gehörte.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mi Okt 14, 2015 11:04 pm

    Luxia verstand wohl, warum Aideen nicht nach gab. Als Luxia nun davon schwirrte, sah Aideen ihr traurig nach. Warum war er ach so stur. Die Männer leisteten ganze Arbeit. Aideen wollte sich das nicht an sehen. Sie machte sich eben auf dem Weg zurück zu Gitta, als Luxia ganz aufgeregt zu ihr kam. Aideen schaltete sofort, ohne das Luxia groß erklären musste. Die Elfe rannte einfach los, stürmte ins Haus und die Treppen hinauf in das Zimmer, in dem Jin eigentlich nicht gestört werden wollte. Ein ungeschickt angelegter Verband befand sich um seinen Leib gebunden, durch den Blut an der Stelle austrat, an der sich die Wunde befand. Aideen sah wohl das es Jin verdammt schlecht ging. er musste dringend liegen, sonst könnte sie nichts machen. Sie kniete sich vor ihn, betrachtete das Unglück genauer. Schließlich stand sie auf, half Jin auf die Beine und brachte ihn zum Bett, wo sie ihn besser verarzten konnte. Vorsichtig zerschnitt sie den verband mit ihrem Dolch. Das was sie da sah, war katastrophal. Jin musste schlafen. Sie wollte ihn nicht noch durch Schmerz zusätzlich stressen. Entschuldigend betrachtete sie ihn kurz, griff wieder in einender kleinen Beutel und pustete ihm das Pulver entgegen, welches ihn schon einmal betäubt hatte. Dieses Mal wirkte es schneller, denn sein Körper war geschwächt. als erstes löste sie die Naht. Das war nicht gut. Ein weiterer Schwall Blut kam ihr entgegen. Bis der Dolch erhitzt genug wäre, wäre es längst zu spät. Vorsichtig drückte sie ein sauberes Tuch in die Wunde, um erst mal zu sehen, warum die Blutung nicht stoppen wollte. Die Ursache war einfach. Es hatte eine größere Ader erwischt. Wen sie das Tuch weg nahm blutete es wieder stärker. Kein Wunder. Aideen hatte nur eine Möglichkeit. Sie nahm ein großes, zusammen gerolltes Blatt aus einem ihrer Beutel, kaute darauf herum und legte es schließlich in die Wunde. Es würde wenigstens schon mal Zeit schinden, um den Dolch so zu erhitzen, das sie die Wunde veröden könnte. Aideen legte den Dolch in die Glut des Kamins, kniete sich davor und pustete, während der Wirkstoff des Krautes sich entfalten konnte Als der Dolch heiß genug war, ja sogar glühte, nahm sie ihn mit einem Tuch heraus. Er war so heiß, das sie ihn kaum halten konnte. Schnell entfernte sie das Kraut und hielt die Klinge in die Wunde. Anders würde es nicht gehen. Mit Nähen war es hier nicht getan. Es zischte und stank fürchterlich. Aideen tat es furchtbar leid, Jin das an tun zu müssen, aber die Ader war einfach zu stark beschädigt, als das sie es einfach mit Salbe weg heilen könnte. Als die Blutung gestoppt war, ließ sie den Dolch achtlos auf den Boden fallen. Das ganze Zimmer zeugte davon, wie viel Blut er verloren hatte. Schrecklich.Es war nicht das schönste, ihm so etwas an zu tun. Sie trug sofort die Salbe auf, die sie ihm schon für die Anderen Wunden gegeben hatte und legte einen neuen Verband an. War auch nicht ganz einfach, aber sie schaffte es. Vor allem saß dieser nun vernünftig. Als sie fertig war, strich sie ihm sacht über die Wange. jetzt würde er nichts dagegen tun können und auch wenn er es ohnehin nicht merkte, glaubte sie fest daran, das er irgendwie spüren würde, das jemand ihn trotz allem mochte und für ihn da war. natürlich gab sie sich auch die Schuld daran, das er verletzt war, aber ... diese Leute hatten Hilfe gebraucht. Nun ließ sie Jin schlafen. Die Wirkung des Pulvers würde nicht mehr lang halten, aber das Schlimmste war überstanden. Nun hieß es, das ganze Blut weg zu machen, welches im Zimmer verteilt war. Wenn alles gut ginge, würde Jins Körper ihm nicht erlauben, direkt wieder auf zu wachen und herum zu springen. Das wieder würde Aideen Zeit geben, die Wunde erneut zu versorgen und sich im Dorf um zu sehen. Nach dem sie nun aber Jin versorgt und das Zimemr gereinigt hatte, war Aideen wirklich müde und schlief sitzend, die Arme auf dem Tisch verschränkt und den Kopf auf ihnen gebettet, ein. Sie wollte Jin nicht allein lassen.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mi Okt 14, 2015 11:25 pm

    Jin hörte sie angerannt kommen. Er hatte gar nicht die Möglichkeit groß was zu sagen. Sie reagierte sofort und griff ihm unter die Arme. Nein sie nötigte ihn förmlich, sich hinzulegen. Er legte sich gleich hin. Ihm war schlecht und schwindlig und schon versank er wieder in schwarzer Traumlosigkeit. Sie hatte ihn erneut betäubt und dieses Mal… stellte Jin fest, dass es ihn nicht störte. Zumindest nicht, so sehr. Als er gerade am Einschlafen war, dachte er nur, dass sie ein wundervolles Wesen war, trotz dessen, dass er sie nicht leiden konnte, fand er sie dennoch wundervoll…
    Als Aideen sich um ihn kümmerte, saß Luxia nur auf dem Tisch und betrachtete bestürzt, wie sie sich mit Blut besudelte. Zumindest die Hände und wie schrecklich blass Jin aussah. Sie gab sich die Schuld, weil sie ihn unbedingt hatte nerven müssen. Dann der Dolch. Das Fleisch zischte und Jins Finger zuckten, aber er wachte nicht auf. Es stank fürchterlich und Luxia kamen die Tränen. War das wirklich notwendig? Sie machte sich furchtbare Vorwürfe.
    Aideen kümmerte sich jedenfalls rührend um Jin und sie versorgte die Wunde sehr gut. Die Heilsalbe durfte auch nicht fehlen und Jins Körper bekam danach die Ruhe, die er brauchte. Anschließend schlief Aideen einfach am Tisch ein. Luxia konnte ihr nicht mal eine Decke umlegen und beschloss der netten Dame Bescheid zu geben. Sie flirrte hinab und erklärte ihr die Lage. Die alte Frau kam mit nach oben und legte Aideen eine Decke um die Schultern. Sie lächelte leicht und betrachtete den Meuchelmörder. Er schlief und sie hauchte ihm ein Danke entgegen ehe sie wieder ging.

    Jin wachte am nächsten Morgen auf und fühlte sich wie gerädert. Er bekam die Augen kaum auf und spürte nur den stetig pulsierenden Schmerz seiner Brust. Er gönnte sich ein leises Stöhnen und öffnete dann doch halb die Augen. Aideen saß da am Tisch. Sie schlief und er hatte einen festen Verband um die Brust. Sie hatte ihn noch mal versorgt. Ja… Er erinnerte sich. Jin war erschöpft. Sein Körper wollte sich kaum bewegen und sie waren in Sicherheit. Er gönnte sich ein weiteres leises Seufzen und schloss die Augen wieder. Sie mussten weiter gehen, doch… er… Jin schlief wieder ein. Luxia hatte ihn kurz beobachtet und freute sich, dass er weiter schlafen wollte. Er brauchte den Schlaf doch so dringend. Wieder kamen ihr die Tränen. Dass es ihm nun so schlecht ging, war nur ihre Schuld. Sie flirrte zu Aideen und wartete bis die Elfe erwachen würde.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mi Okt 14, 2015 11:57 pm

    Aideen erwachte bald und lächelte Luxia an. Jemand hatte ihr eine Decke um die Schultern gelegt. Jin war es sicher nicht gewesen. Aideen sah direkt zu ihm. Er sah so schwach und verletzlich aus. Aideen ging zu ihm. Die Wunde hatte nicht wieder geblutet, was wirklich gut war. Sacht streichelte Aideen ihm über die Wange, zog dann die Decke etwas höher und verließ leise das Zimmer. Das die Wunde pochte, war nicht weiter sonderbar. Entzündet haben konnte es sich nicht, aber die Adern mussten das Blut nun anders transportieren, bis die Leitadern wieder verheilt waren. Die Dorfbewohner waren alle froh, das der Alptraum beendet war. Einige baten Aideen noch um Hilfe. Sie wollten, das sie sich ihre Tiere an sahen oder auch einige Leiden. Aideen half gern. Was sie dafür erwartete, waren die Sachen, die sie brauchte, um neue Sachen für Jin und Luxia zu nähen. Später kam sie zurück, als sie geholfen hatte, so weit sie es konnte und begann wieder an den Stiefeln zu nähen. Einen Rucksack hatte sie nun auch, der voll war mit Stoff, diversen anderen Dingen, die sie unterwegs brauchen würden und natürlich Proviant. Zwei neue Wasserschläuche zählten nun auch zum Inventar. Zwischendurch sah sie nach Jin, der friedlich schlief. Am Abend brachte sie ihm Tee und eine kräftigende Suppe, die er wirklich essen sollte, sofern er schon in der Lage war. Wenn nicht, würde sie ihn halt füttern. Niemand würde das mit bekommen. Ganz leise öffnete sie die Tür und brachte alles hinein. Er schien noch zu schlafen, was wirklich gut für ihn war. So konnte sich der Körper erholen und neue Reserven aufbauen. Leise schritt sie ans Bett heran, stellte den Tee und die Schüssel Suppe auf den Nachttisch und sah dann nach Jin. Sacht legte sie die Hand auf seine Stirn, um zu sehen, ob er Fieber hatte.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Do Okt 15, 2015 12:12 am

    Die Berührung am Morgen hatte Jin überhaupt nicht mitbekommen. Er verschlief den ganzen tag mehr oder weniger friedlich. Zu Anfang hatte er noch tief und traumlos geschlafen, aber nun zum Abend hin war er unruhiger geworden. Er schwitzte, was auch an der Heilung liegen mochte. Fieber hatte er keins, aber schwach war er dennoch. Jedenfalls legte Aideen nun die Hand auf seine Stirn und sie konnte gar nicht so schnell reagieren, wie Jin aufschreckte ihren Arm auf den Rücken gedreht hatte und sie von sich stieß. Ruckartig hatte er sich dabei aufgesetzt und Adrenalin schoss durch seine Blutbahn. Er hatte sich erschreckt und deshalb hatte er so reagiert. Er streckte irgendwie unbeholfen die Hand nach vorne und sagte von sich selbst überrascht: „Das… ich…“ Er senkte den blick wieder und beruhigte sich langsam. Sein Harz schlug sonst wo. Wieso verstand sie nicht, dass man einen wie ihn nicht mit einer Berührung aufzuwecken hatte?! Er sagte: „Ich wollte nicht…“ Besser er hielt doch den Mund. Die typische Falte war zwischen seinen Augenbrauen und er suchte nach Worten, die er nicht fand. Sicher wusste sie selbst, dass er wusste, dass sie ihn versorgt hatte und außerdem konnte er seine Gedanken eh gerade nicht sortieren. Er war viel zu sehr durch den Wind. Luxia hatte sich ebenso erschreckt, aber sie nahm es ihm nicht übel. Jin atmete stoßweise und stellte fest, dass diese unnötige Aktion doch recht schmerzhaft gewesen war. Nicht, dass man ihnen von Gebut an beigebracht hatte, Schmerzen zu ignorieren, aber das war selbst für einen wie ihn schwer. Vor allem, wenn der Rausch des Kampfes vorbei war. Er saß nun da auf dem Bett und dachte sich, dass er einen Teufel tun würde, sich zu bedanken. Es hätte gar nicht so weit kommen müssen. Er sah die Suppe und den Tee. Ihm war schlecht, aber er wusste selbst, dass er essen musste, um zu Kräften zu kommen. Er hatte den ganzen Tag verschlafen. „Wir… müssen aufbrechen.“ Er hatte nur eine Nacht ausgehandelt und die war schon vorbei. Auch wenn es schon wieder Abend war. Jin ging eh davon aus, dass sie ihn bald raus schmeißen würden. So wie immer. Niemand wollte einen Meuchelmörder und einen Dunkelelfen in seinem Haus haben… Niemand wollte Jin gerne in seiner Nähe wissen.
    Er nahm sich die Suppe und verschlang sie regelrecht. Auch den Tee schlürfte er, solange er noch heiß war. Erst dann blickte er Aideen wieder an. Es war ihm egal, was sie bis dahin gezeigt oder gestikuliert hatte. Jin wollte aufstehen, spürte den Schwindel und setzte sich wieder. Er stand erneut auf und dieses Mal ging es besser. „Packt eure Sachen!“ Es ging ihm schlecht. Das war offensichtlich und er war Müde. Aber scheinbar hatte er nie gute Erfahrungen mit Menschen gemacht und er misstraute ihnen sehr. Er fühlte sich in ihrer Gegenwart einfach unwohl und angespannt. „Jin… Du… musst dich ausruhen.“ Jin sah Luxia an. Sie sah schuldbewusst aus und traurig. Er schüttelte leicht den Kopf. „Wir müssen weiter.“ Auch wenn sein Körper was anderes verlangte.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Do Okt 15, 2015 12:28 am

    Aideen hatte ja gar nicht vor gehabt Jin zu wecken: Eigentlich hatte sie nur sehen wollen, ob er nicht doch fieberte. Tat er nicht, doch dafür tat ihr nun der Arm, wie auch die Schulter weh. Sie gestikulierte nicht, sondern hielt sich die Schulter. Es tat weh, aber sie wusste auch, das es ihre eigene Schuld war. Jin aß und trank. das war gut, doch dann versuchte er auf zu stehen. Aideen glaubte ja wohl, sie hörte nicht richtig, als er meinte, sie sollten ihre Sachen packen. Von wegen. Sie sah ihn scharf an und wies auf das bett. er sollte sich mal schön wieder hin legen. Ehe er nicht wenigstens ein wenig fitter war, würde sie nirgends wo mit ihm hin gehen. Er war gar nicht gut zurecht und reiten konnte er mit der Verletzung jetzt auch noch nicht. Die Elfe verschränkte die Arme vor der Brust. Er war kein Überwesen, welches sich den Gesetzen der Natur widersetzen konnte. Aideen würde stur bleiben. Tatsächlich fühlte sie sich eher wie SEIN Leibwächter, als das er IHRER war. Gitta würde sie nicht raus werfen. Schließlich waren diese Menschen hier dankbar und wussten, das Jin ihnen das leben nicht nur erleichtert, sondern wohl auch gerettet hatte.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Do Okt 15, 2015 12:42 am

    Natürlich war sie bockig. Sie verschränkte die Arme und jin konnte ja gar nicht glauben, dass sie ihn nun zwingen wollte bei diesem Abschaum hier zu bleiben. Diese Menschen waren furchtbare und grausame Kreaturen. Er zog die Brauen noch weiter zusammen und Luxia dachte sich, dass sie es nicht für möglich gehalten hatte, dass er NOCH böser drein schauen konnte. „Ich werde hier nicht länger bleiben als notwendig.“ Er hatte so seine Erfahrungen mit den Menschen gemacht. Angefangen von offener Feindseligkeit, bis hin zu Mordversuchen, während er schlief. „Sie sind ehrlos und falsch. Sie besitzen keinen Funken Stolz und verraten dich, sobald du Blöße zeigst. Bleib wenn du willst! Ich gehe!“
    Es klopfte und Jin erstarrte. Er sah zur Tür und sagte dann schroff: „Was?!“ Die Tür ging auf und Gitta sah freundlich lächelnd herein. „Schön, dass es euch besser geht. Ich wollte ihnen da hier bringen.“ Es war ein Stück Kuchen. Es duftete selbst für Jin einfach nur wundervoll! „Ich habe die letzten Früchte dieser Tage in den Kuchen eingebacken. Sie sind sehr gesund und fördern die Blutbildung. Ihr habt doch so viel davon verloren, dass ich dachte, es könnte euch gut tun.“ Jin war ja völlig sprachlos über die Alte. Sie stellte den Kuchen hin und sagte nebenher. „Ihr habt uns gerettet und ich kenne nicht einmal euren Namen.“ Jin wusste nicht, was er sagen sollte. „Jin.“, sagte Luxia für ihn und die Frau lächelte. Sie hatte den Namen zwar schon gehört, aber eigentlich wollte sie, dass er sich selbst vorstellte. „Sehr erfreut, Herr Jin.“ Sah er wirklich aus, wie ein err? Die veräppelte ihn doch! Er wollte sie eben anfauchen, sich zum Teufel zu scheren, als sie ihm zuvor kam und sagte: „Wenn es euch besser geht, würde ich euch gerne zum Abendessen einladen. Das versprochen Frühstück habt ihr ja nun leider verpasst.“ Sie lächelte breiter. „Aber ihr dürft ohnehin so lange bleiben, wie ihr wollt und euch ausruhen. Wir sind euch sehr dankbar. Euch beiden!“ Aideen hatte ja auch viel geholfen. Luxia lächelte und setzte sich auf Jins Schulter. Sie wog so gut wie nichts und daher war das Kein Problem, für die Verletzung. „Nun sei nicht so. Nicht alle Menschen sind schlecht und du brauchst Ruhe. Aideen hat sich so bemüht, dein Leben zu retten.“
    Jin vermutete dennoch hinter dieser Freundlichkeit eine Falle. Er fühlte sich sehr unwohl und er hasste es, wenn man nett zu ihm war, eben weil er dann immer eine Falle vermutete! Er sah zu Aideen und dann zu Gitta. „Wenn ihr irgendwas komisches versucht… Werde ich euch alle töten.“ Gitta erschrak nicht mal. Sie antwortete nur mit der Weisheit des Alters: „Das wissen wir.“ Jin sah ihr entgeistert hinterher und wusste nun gar nicht mehr, was er davon halten sollte. Sein natürliches Misstrauen verschwand nicht und er sah Aideen an, ehe er meinte: „Eine Nacht.“ Jin wich von all seinen Gepflogenheiten ab und das innerhalb zweier Tage. Er fühlte sich seeeehr unwohl dabei.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Do Okt 15, 2015 1:48 am

    Jin schien zum ersten Mal Freundlichkeit durch Menschen zu erfahren. Das er noch immer misstrauisch war, konnte sie ihm nicht verübeln. Sie freute sich jedoch, das er wenigstens für eine nacht zustimmte und strahlte bis über beiode Ohren. Wie schön, das er wenigstens diese nacht noch ausruhen würde. as würde völlig genügen, um am nächsten tag langsam zu reiten udn einen neuen ruhigen Rastplatz zu finden, an dem er sich ausruhen könnte. Seibne Warnung nahm Aideen eben so hin, wie Gitta. Nun verließ auch Aideen das Zimmer. Jin sollte sich erst einmal in Ruhe fertig machen, während Aideen Gitta dabei half, den Tisch zu decken. Scheinbar kannte Jin nicht einmal wahre Dankbarkeit Anderer. Vielleicht würde er sie aber noch kennen lernen. Schließlich saß Aideen ebreits mit Gitta am Tisch und sah Luxia bitend an. Sie würde sicher hoch fliegen, um Jin zu holen.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Do Okt 15, 2015 2:14 am

    Aideen schien nun wieder glücklich und Jin bemerkte, dass ihm dieses Gesicht deutlich besser gefiel, als ihr zorniges oder noch schlimmer ihr trauriges. Sie war… eine Elfe, ebenso wie er ein Elf war und es ließ ihn sich unwohl fühlen, wenn sie traurig war. Auch wenn sie aus zwei verschiedenen Gattungen stammten, so war sie doch irgendwie eine … Verwandte. Er musste seine wirren Gedanken sortieren. Was dachte er denn schon wieder! Jin sah auf die Tür er überlegte, warum er die Menschen so hasste. Und wie er so darüber nachdachte, fiel ihm auch auf, dass er kaum einen Auftrag von anderen Rassen bekommen hatte. Elfen beauftragten keine Mörder und selbst die Dunkelelfen taten es nur dann, wenn sie sich selbst zu fein waren oder zu schwach. Jin scherte sich nicht darum, warum die betreffenden Personen sterben mussten. Weder interessierte er sich dafür, noch ging es ihn etwas an. Das Tattoo in seinem Gesicht, wies ihn als Meuchelmörder aus und jeder der wusste, worauf er sich einließ wusste dies. Es gab Kreise, die von dieser Tatsache wussten und so bekam er auch seine Aufträge. Für die meisten Menschen war es einfach nur eine Gepflogenheit der Dunkelelfen, sich dieses Tattoo ins Gesicht u stechen, doch für den Kreis der wissenden… Jin wurd in seinen Gedanken unterbrochen, weil Luxia durch Fesnter herein flog. „Wenn du… so weit bist? Sie warten auf dich.“ Jin sah die Fee an und fragte dann: „Wieso ich?“ „Hm?“ „Wieso musste ich es sein, der euch begleitet?“ „Das weiß ich nicht. Ehrlich gesagt, hätte ich auch lieber jemand anderes mitgenommen. Du bist so kalt und gemein.“ Sie sah ihn ein wenig schuldbewusst an, dass sie ihm das ins Gesicht sagte. Aber es stimmte ja auch. „Ich bin ein Mörder.“ Luxia verstand dass er damit sagen wollte, dass das eine mit dem anderen einherging. „Aber… Ist es auch das, was du sein willst?“ Jin schwieg kurz und senkte den Blick, dann wendete er sich von Luxia ab und umfasste die Tür. „Es spielt keine Rolle, was ich will.“ Luxia flatterte ihm hinterher und sagte nichts mehr dazu. Sie hatte das Gefühl, dass sie ihn vielleciht doch noch ein wenig auftauen könnte und Jin hatte langsam das Gefühl, dass ihn diese Reise verändern würde. Und er wollte nicht verändert werden. Es hatte doch bisher ganz gut so funktioniert und er wollte nicht, dass ihm alles entrissen wurde, woran er sich klammerte. Es war so schwer gewesen, diese – seine Existenz zu erschaffen, seinen Platz in der erbarmungslosen, bösen Welt zu finden. Wenn er sich änderte… würde er erneut vor dieser Welt stehen, wie ein kleines Kind, dass nicht wusste, wo es hingehörte. Allein und ohne Aussicht auf Rettung. Und das… Wollte er nie wieder.
    Er setzte sich wortlos an den Tisch und Gitta erklärte noch einmal: „Danke für eure Hilfe, ihr gütigen Wanderer. Mögen eure Tage lang und die Nächte angenehm sein. Segen auf euren Wegen und Schutz vor dem Bösen, denn die Nacht ist finster und voller Schrecken.“ Jin sah auf. Ja… das war sie. Zumindest, wenn er auf die Jagd ging. „Wir wünschen euch eine sichere Reise und wollen euch hiermit unseren Dank ausdrücken!“ Es gab wirklich gutes Essen. Fleisch, Käse, Wurst, Milch, Eier und Brot. Früchte und Pilze waren aufgetragen auch der Kuchen stand da noch und außerdem gab es eine Fischplatte. Sie hatten keine Mühen gescheut und Jin war sich sicher, dass es auf keinen Fall alle werden konnte. Den Rest würde man morgen verzehren, oder ihnen mitgeben. Er kam sich fast lächerlich vor, Dörrfleisch gekauft zu haben.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Do Okt 15, 2015 2:41 am

    Hätte Aideen seine Gedanken gekannt, und hätte etwas dazu sagen könne ... sie hätte ihm gesagt, das die Welt nicht nur aus Boshaftigkeit bestand. Sie hätte ihm gesagt, er steht nicht allein da, sondern hatte jemanden an der Seite, der ihm helfen würde, das alles zu durchstehen und ihn führen würde, wenn er nicht weiter wusste. all das, konnte sie ihm nicht sagen. Auch nicht in Gesten, denn seine Gedanken kannte sie ja nicht. Statt dessen wartete sie nun, das er herunter käme, was er auch bald tat. Er setzte sich zu ihnen. Es war wirklich reichlich aufgetischt. Für Aideen selbst, hätte es bestimmt ein paar Wochen gereicht. Sie empfand es als viel zu viel, doch verstand sie auch, das es reine Dankbarkeit war, die die Menschen des Dorfes damit ausdrücken wollten, indem sie ihnen das Beste gaben, was sie hatten. Aideen lächelte Gitta an, legte ihre Hand auf die Gittas und schüttelte den Kopf. Die Nacht war nicht gefährlicher, als der tag auch. Menschen fürchteten die Nacht nur, weil sie dunkel war und die Menschen nicht dafür geschaffen waren, in ihr umher zu wandern. Das könnte sie Gitta aber leider nicht erklären, also tat sie es als liebevolles Kopfschütteln darüber ab, das man so viel Aufhebens um die Gäste gemacht hatte. Aideen aß, gewohnheitsmäßig, wenig. Sie brauchte einfach nicht viel. An Stelle der Milch, nahm sie nur Wasser. Das reichte ihr vollkommen. Es löschte den Durst und das war das Wichtigste. Luxia hatte Aideen einen kleinen Tisch aus einem kleinen Teller und einem Becher gebaut, vor den sie einen kleineren Becher zum Sitzen gestellt hatte. Auch sie sollte schließlich mit ihnen essen können. Aideen lächelte Jin zu. Irgendwie war sie froh, das sie ihn getroffen hatte. Sie hatte nie jemanden anderen getroffen, der ihre Hilfe dringender gebraucht hätte, wobei sie das nicht auf seine Verletzungen bezog. Sie würde ihm helfen, die Welt mit anderen Augen zu sehen und nicht mehr so düster. Schließlich gab es so vieles, was er nicht kannte, nie gesehen hatte und sicher nicht verstand. Bald würde er sehen, das nicht alle immer schlecht waren. Dafür würde sie erfahren, in welcher Dunkelheit er gelebt hatte ... oder?
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Do Okt 15, 2015 3:34 am

    Jin konnte mit all dem hier nicht umgehen. Diese Freundlichkeit! Noch immer vermutete er eine Falle. Es wäre nicht das erste Mal und dann diese merkwürdige Antwort Gittas, als er ihr erklärte, dass er sie umbringen würde, wenn sie was versuchen sollten. Er traute dem Frieden nicht. Er wusste, dass es Gifte gab die man nicht erschnuppern oder Schmecken konnte, aber gegen diese, hatte er standartmäßig ein Gegengift dabei. Das Gegengift würde dafür sorgen, dass er nicht starb, aber es würde ihm wirklich schlecht gehen. Und das war ohnehin jetzt schon der Fall. Er probierte das Essen. Bisher hatte er jedenfalls kein Gift schmecken oder riechen können. Er trank Milch, weil er auch wusste, dass diese schnell Flockte, wenn man bestimmte Gifte zusetzte. Er war aber auch paranoid. Er sah zu Aideen – völlig unbewusst. Sie ließ es sich schmecken und vermutete weder eine Falle, noch plagte sie der Argwohn. Jin beneidete sie dafür, dass sie nicht von solchen Gedanken geplagt wurde, die ihn überkamen. Er seufzte leise und schließlich kam der Wächter des Dorfes zu ihm. Jin musterte ihn und er entschuldigte sich bei ihm. Auch er bedankte sich für die Rettung und Jin wurde immer unwohler zu mute. Das Essen war köstlich und die Dorfbewohner sehr nett. DAS hatte er noch nie erlebt. Er hatte aber auch noch nie einfach so für Lau geholfen. Stets erwartete er eine Belohnung für seine Arbeit und das war ja auch nicht verwunderlich.
    Schließlich setzte sie ein leicht betrunkene Frau zu ihm. Jin musterte sie kurz und strich in Gedanken das Wort „leicht“ Sie war wirklich sternhagelvoll. Er ignorierte sie und sie gaffte ihn an. „Ich habe noch nie… einen so hellhäutigen Dunkelelfen gesehen.“ Jin nahm es zur Kenntnis und antwortete nicht. „Ist es schwer gewesen, die eigenen Leute zu töten?“ War sie ein bisschen dumm? Jin sah sie nicht an und sagte: „Nein. Es war ganz leicht.“ Sie war überrascht und musterte ihn. „Du bist ein interessanter Mann.“ „Fiona! Lass ihn in Frieden!“, protestierte Gitta. Doch Fiona winkte ab und fragte dann: „Du bist ein Auftragsmörder, nicht?“ Jin sah zu ihr herüber sie wollte gerade über das Tattoo streichen und er packte ihre Hand, die er auf den Tisch drückte. Er tat es nicht mit purer Gewalt, aber bestimmt. Sie kicherte und verstand es wohl falsch. So als wolle er wohl ihre Hand halten. Als würde er… Sie beugte sich leicht nach vorne und fragte: „Empfindest du nie Reue?“ Jin musterte sie. Ob sie wusste, dass sie mit dem Feuer spielte? „Fiona!“, protestierte Gitta nun. Weder wollte sie, dass Jin belästigt wurde, noch wollte sie, dass Fiona in ihrer Dummheit starb. Jin sagte kälter als Eis: „Nein. Nie.“
    „Wieso nicht?“ Sie sah ihm tief in die Augen, die pure Abscheu ausstrahlten und Jin sagte: „Ich bin es nicht der sie tötet.“ Das überraschte nun nicht nur sie, sondern auch Luxia und ein paar andere die den Atem anhaltend auf die Szene sahen. „Ihr Menschen seid es, die mich anheuern. Ihr seid es, die meine Opfer töten. Ich bin nur euer Schwert.“ Sie schluckte und schien plötzlich nicht mehr so betrunken zu sein. Sie war hellwach und fürchtete sich irgendwie vor ihm. Dieser eiskalte herablassende Blick und diese kalten Worte. Jin empfand nichts als Abscheu für diese Rasse. „Aber… aber… warum tust du… wenn…?“
    „Wenn ich es nicht tue, tut es ein anderer. Und lieber lasse ich mich mich bezahlen, als einen anderen.“ Geld? Das war alles? Dafür ließ er sich zum Werkzeug machen? Luxia war entsetzt. Jetzt erst ließ Jin die Hand der Frau los und widmete sich wieder seinem Essen.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Do Okt 15, 2015 4:10 am

    Aideen fand es sehr schön, das sich der Wachmann auch entschuldigte und bedankte. Die Menschen hier hatten die Hilfe wirklich sehr nötig gehabt. Eine betrunkene Frau setzte sich zu Jin. Sie verstand ihn völlig miss. Aideen war wohl die Einzige, die sofort verstand, was er meinte, als er sagte, er töte seine Opfer nicht. Sie stand auf und ging zu Jin herüber. ihr Blick war traurig, aber auch verständnisvoll. Sie schob das betrunkene Mädchen zu der Wache und stellte sich so vor Jin, das er nicht angegafft wurde. Sie senkte entschuldigend den Blick, wies dann aber auf das gute Essen und forderte alle damit auf, doch weiter zu essen. Nun lächelte sie auch wieder. Sie wollte Jin nicht in eine unangenehme Situation bringen. da es aber schon geschehen war, wollte sie ihn nun auch wieder da heraus holen. Wie dumm er doch war. Nur das Geld interessierte ihn? Er war also wirklich der Meinung, andere töteten die Opfer, nur weil sie den Auftrag gaben? Aideen kniete vor ihm. Sie sah ihm direkt in die roten Augen. er schien das, was er sagte, wirklich zu glauben. Er hatte ja im weitesten Sinne recht, aber .. letztlich war er der Todbringer. Er war der, der das leben nahm. Im Gegenzug bekam er dafür Geld ... aber machte es ihn glücklich? Nein. Es machte ihn nicht glücklich, wie sie deutlich sehen konnte.Dunkelelfen waren anders, aber nur weil sie anders waren, hieß das nicht, das sie nicht lernen konnten. Aideen nahm eine Münze, die auf dem Tisch eher zufällig herum lag. Sie sah sie sich genau an, hielt sie an ihr Ohr ... sah sie wieder fragend an, steckte sie in einen Blumentopf zu einer Pflanze, die schon halb tot war und ließ ihre Magie wirken. Natürlich erblühte die Pflanze, doch das Geldstück blieb, wie es war. Sie nahm es heraus, tauchte es in etwas Wasser, um es zu säubern und biss schließlich einmal drauf. Das sie es nicht essen konnte, war wohl klar. Sie sah Jin an und warf die Münze achtlos über die Schulter. Sie nahm einige Samenkörner aus einem ihrer Beutelchen, legte es in die Erde, ließ ihre Magie wirken und natürlich wuchs etwas daraus. Eine Frucht kam eben so zum Vorschein, die Aideen auch gleich erntete und durch schnitt, um eine Hälfte zu essen.Er würde natürlich argumentieren, das er sich das von Geld kaufen könnte und das er diese Art der Magie nicht beherrschte, doch das war ja nicht das, woraus Aideen hinaus wollte. Was sie ihm klar machen wollte war, das Geld nicht lebte und somit viel weniger Wert war, als ein lebendes Wesen. Die Pflanze war da wohl unglücklich gewählt doch wies sie schließlich auf die menschen hier im Raum. Sie alle lebten und dieses Leben war viel mehr wert, als dieses Stück Gold.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Do Okt 15, 2015 4:27 am

    Aideen wollte ihn scheinbar vor den neugierigen oder eher furchtsamen Blicken der Gäste bewahren, aber sie verstand ihn da auch vollkommen falsch. Es kümmerte ihn nicht im Geringsten. Sollten sie sich ruhig vor ihm fürchten. Es scherte ihn schon längst nicht mehr. Zumindest glaubte er das von sich selbst. Er bekam gar nicht mehr mit, wie es schmerzte immer und immer wieder enttäuscht zu werden. Er hatte es verdrängt und tat es als Gewohnheit ab. Er wusste nicht, wie er manchmal drein schaute, wenn er erneut ins Gesicht gesagt bekam, dass seine Existenz eine Beleidigung fr das Antlitz dieser Welt war. Er sah Aideen ebenfalls in die Augen, als sie es tat. Verdammt! Er hatte sich vorgenommen das zu lassen. Er hatte dann immer das Gefühl, als würde sie ihn um den Finger wickeln. Sie fing wieder an herum zu gestikulieren und erklärte ihm, was ihr Geld bedeutete. Ja schon klar. Eine Waldelfe. Jin wusste, wie sie über Geld und Natur dachten und er wusste auch, dass sie ihn auch nicht verstehen könnte. Er stieß die Luft aus und sagte schließlich: „Das mag deine Meinung sein.“ Damit schien er durch. Er musste sich nicht vor ihr rechtfertigen. Er tat was er tat und es war ja auch nicht so, als habe er groß eine Wahl gehabt. Man hatte ihm dieses Tattoo ins Gesicht gebrannt, da war er noch ein Baby gewesen. Er hatte es später gesehen, wie die Kinder noch ewig geschrien hatten, weil es so weh tat. Er hatte damals kein Mitleid Empfunden, denn es gehörte eben zu seiner Gesellschaft und das die Dunkelelfen nicht gerade nett untereinander waren auch. Jin war in einer Welt großgeworden, die keine Liebe übrig hatte. Er sah Aideen an und sagte dann: „Mein Leben ist nicht das deine. Behalte deine Lehren für dich, dann tue ich es dir gleich.“ Er könnte ihr so einiges beibringen und erzählen, aber sicherlich würde es ihr nicht gefallen. Er hatte ihr schon mal gesagt, das ihm die Bäume egal waren. Luxia flog zu ihm und fragte: „Stimmt es denn wirklich, dass dir das Leben nichts bedeutet?“ Jin musterte die Fee. Sie wollte scheinbar Aideen unterstützen, die wohl etwas traurig über seine Denkweise war. „Ja.“ Es stimmte. Und wieso auch? Da wo er herkam existierte kaum Leben und das was existierte, war feindlich oder dem Tode geweiht. Luxia sah ihn traurig an und sah dann zu Aideen. Jin senkte den Blick. Sie hatte es ohnehin missverstanden. Geld bedeutete ihm nicht alles. Ganz im Gegenteil. Er wurde eben einfach dafür bezahlt, weil er etwas gut konnte. Dass es sich um Lebewesen handelte, die er tötete, nun… das schien ihm egal zu sein. Er wollte nicht weiter darüber sprechen. Er verstand sie ja, aber dennoch war es ihm egal.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Do Okt 15, 2015 4:46 am

    Eigentlich hatte sie gewusst, das er so reagieren würde. Sie sah ihn nur an, ohne etwas erwidern zu können. Auf seine Aussage, sei ihre Meinung, sah sie ihn nur an. Er verstand sie nicht. Sie wusste nur, was man ihr über die Dunkelelfen erzählt hatte. Es musste ein schreckliches Leben sein, wenn man auf wuchs, ohne irgendwem etwas zu bedeuten. Abgesehen davon ... war er wirklich ein sehr hellhäutiger Dunkelelf. Das musste noch schlimmer gewesen sein. Aideen stand auf. Jin tat ihr wirklich so unglaublich leid, das sie es nicht ertrug ihn weiter an zu sehen. Er kannte keine Liebe, wusste nicht, wie es war, jemanden gern zu haben oder sich zu sorgen. Das Geld ihm nicht alles bedeutete, glaubte sie nicht mal, denn er schwamm weder darin, noch hatte er sich mit Schmuck und Gold behangen, wie es sonst all jene taten, die das Geld als alles im Leben an sahen. Aideen berührte beim Aufstehen nur sacht seine Hand, strich einmal sanft darüber, als sie sich zur Tür begab. Sie lief nicht weg, aber wenn sie so traurig war, half ihr ein Blick in den Himmel, um sich klar zu werden, das es nur ein kurzer Moment der Traurigkeit im langen leben der jungen Elfe war, der vorüber ging und sich vielleicht irgendwann in Freude wandeln würde. Jin brauchte einen Freund, der sich auch um ihn kümmerte ... ihm zeigte, das er jemandem wichtig war. Aideen wusste nicht, ob sie dieser schwere Aufgabe gewachsen war, aber es wäre etwas, was sich vielleicht auch von selbst ergeben würde. Wer konnte das schon sagen. Aideen blieb nicht lang draußen. Sie kam schnell wieder herein und wirkte dann auch etwas fröhlicher, doch Luxia würde sicher merken, das es keine wahre Freude der Elfe war, sondern lediglich eine Maske, um die Menschen hier nicht zu betrüben.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Do Okt 15, 2015 4:57 am

    Sie berührte wie ein Windhauch seine Hand und Jin stellte zu seiner eigenen Überraschung fest, dass es ihn nicht störte. Er sah ihr verwundert nach und Luxia schimpfte: „Jetzt hast du sie traurig gemacht.“ Er stieß einen missbilligenden Laut aus und tat, als ginge ihn das gar nichts an. Luxia merkte es und auch Jin merkte es. Er sah zu ihr herüber. Was hatte sie denn nur? Nur, weil er nicht ihrer Meinung war? Das war doch wirklich nicht zum Aushalten. Er war es nicht gewohnt, Leute mit Samthandschuhen anzufassen. Er war es auch gewohnt, die Wahrheit zu sagen und er war es gewohnt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Er war eigentlich das ganze Gegenteil seines Volkes, was diese Charakterzüge betraf. Das einzige, was man seinem Volk wirklich glauben konnte war, dass sie sich stets an eine Abmachung hielten und sehr… ungemütlich reagierten, wenn man es im Gegenzug nicht tat. Jin sah Aideen an und legte den Kopf leicht schräg, was irgendwie niedlich aussah, wenn er nicht so ernst geguckt hätte. Luxia verkniff sich ein Kichern und flatterte dann zu Aideen. Sie flüsterte: „Bestimmt wird er es lernen. Ich glaube du tust ihm sehr gut, auch enn er es nicht wahr haben möchte.“ Sie grinste und setzte sich dann oben auf den Leuchter. Sie sah frech zu Jin herab und der fragte sich, was sie Aideen gesagt haben mochte. Luxia hatte das nicht nur gesagt, um Aideen aufzumuntern, sei glaubte wirklich fest daran. Er blickte unzufrieden drein und merkte, wie er schläfrig wurde. Das Essen war wirklich gut weggegangen, aber es war immer noch war übrig. Er jedoch erhob sich und ging ohne ein Wort zu sagen zurück ins Zimmer, wo er sich wieder hinlegte. Er war wirklich müde und sein Körper wollte diese Ruhe auch. Jin musste sich ausruhen und das nahm er nun in Angriff.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Do Okt 15, 2015 5:17 am

    Luxias Worte waren wirklich tröstend. Aideen lächelte ein wenig glücklicher und kümmerte sich dann um die Leute, die sie heute noch nicht hatte versorgen können. Jin verschwand in sein Zimmer zurück, während Aideen ihm nach sah und sich fragte, ob Luxia da wohl recht hatte, das sie ihm gut tat? Aideen hatte keine Ahnung, aber sie musste sich nun auch auf etwas anderes konzentrieren. Es war nicht so, das sie traurig war, weil er ihre Meinung nicht teilte, sondern weil er offenbar so wenig gutes erlebt hatte, das ihm das Leben nichts bedeutete. Wie auch immer. die Feier dauerte noch eine Weile an. es war nicht nur eine Dankesfeier, sondern auch eine Freudenfeier für die Bewohner. Aideen zog sich ebenfalls bald zurück. Sie musste morgen früh fit sein, wenn sie weiter reisten. Ausserdem, hatte sie noch an den Stiefeln zu nähen. Diese wären morgen früh hoffentlich fertig. Aideen hatte sich viel mit der Näherei beschäftigt. Sie wollte Jin die Stiefel zum Geschenk machen. So zu sagen, als Danke schön, das er sie bei ihrer Aufgabe beschützte. In sein Zimmer würde sie sicher nicht schleichen. Sie stellte das fast fertige Paar neben ihr Bett, legte sich hin und schlief direkt ein. Die Sonnenstrahlen würden sie schon wecken, wenn Jin es nicht tun würde, der vermutlich früher wach war, als alle Anderen hier. Luxia könnte sich zu ihr gesellen, wenn sie wollte. Sie würde sicher auch endlich schlafen wollen. Auch für sie war der tag sehr anstrengend gewesen.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Do Okt 15, 2015 5:30 am

    Und Luxia tat dies auch. Sie kuschelte sich auf das Kissen und hatte auch keine Furcht, dass Aideen sie eventuell überrollen könnte. Denn die Waldelfe würde das ganz sicher merken. Sie schlief friedlich ein und Aideen sollte mit ihren Gedanken auch Recht behalten. Jin schlief diese Nacht ohne Alpträume. Wenngleich es dennoch keine Schönen waren. Vielleicht lag es aber auch daran, dass er dauernd von Misstrauen und Argwohn geplagt wurde. Er konnte niemandem Vertrauen und vermutete hinter allem eine potentielle Gefahr. Vielleicht war es auch genau das, was ihn zum Beschützer auserkoren hatte. Er wachte jedenfalls auf, als es noch dunkel war. Unten im Schankraum wuselte jedoch auch schon Gitta herum und Jin hörte ihre müden Schritte. Wieso war sie schon wach? Oder war sie es noch? Nein, das war absurd. Er stand auf, zog seine Stiefel an und betrachtete die Fußspitzen. Er wackelte mit den Zehen und dachte sich, dass er sich mal neue besorgen konnte. Dabei viel ihm auch auf, dass seine Hosen schon bessere Tage gesehen hatten. Nun. Ein bisschen Geld würde er doch wohl ausgeben können nicht? Jin sah zu seiner Tasche und dann an sich herab. Der Verband saß und das stetige Pochen war nun nicht mehr so schlimm. Es tat noch imemr weh, aber es war aushaltbar.
    Er ging aus dem Zimmer und sah über die Brüstung hinab zu Gitta, die ihn gar nicht mitbekam. Sie trug Speisen zusammen und verpackte sie reisefertig. Na wenigstens konnte er sich einmal darauf verlassen, dass seine Bedingungen erfüllt wurden. Es befriedigte ihn ein wenig. Er ging dann ohne anzuklopfen bei Aideen ins Zimmer und sagte laut, aber nicht zu laut: „Auf geht’s! Wir reisen weiter!“ Luxia erschrak und quietschte leicht auf, wobei sie eine Menge Glitzerstaub verlor, als sie hoch sauste. Jin betrachtete die Fee kurz und sagte dann: „Beeilt euch!“ Er ging hinunter und fragte nach seinem Pferd. Gitta erklärte ihm, dass es im Stall war und so wollte er es gleich erst mal aufsatteln. Der Sattel war nicht sehr schwer, aber dennoch zog es mächtig in seiner Brust, als er ihn hoch stemmte. Er hielt sich kurz die Wunde und beendete dann seine Arbeit. Er verstaute alle seine Sachen und hatte platz für Nahrung und Wasser gelassen. Vielleicht brauchten sie kein Extrapferd. Das von Aideen konnte vielleicht auch… Nein, sie hatte ja nicht mal einen Sattel.
    Er ging wieder rein und hoffte, dass die beiden anderen sich nun nicht zu viel Zeit ließen. Gitta erklärte ihm so lange, dass die Bündel und Säcke ihr Proviant waren und Jin nickte einmal.

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    Re: Schicksal oder Zufall?

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