Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


    Schicksal oder Zufall?

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    Aideen

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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mi Okt 21, 2015 3:04 am

    Aideen zuckte regelrecht zusammen, als der Elf seine Hände auf ihre Schultern legte. Sie wusste nicht, was er vor hatte und erwartete schon irgendwelche Schmerzen, die dann aber aus blieben. Der Elf schien wirklich Spaß daran zu haben, gegen Jins Willen zu erzählen. Luxia verließ nun doch ihr Versteck. Aideen fürchtete bereits um ihr Leben, doch der Elf ließ sie wieder frei. Das Luxia Jin so verteidigte, war wirklich ... aussergewöhnlich, wie Aideen fand, wo Luxia doch sonst eher Angst hatte. Der Dunkelelf schien wahre Freude dabei zu haben, Jin bloß zu stellen. Aideen konnte deutlich sehen, wie schlecht es Jin damit ging und das er doch eigentlich lieber verheimlichen wollte, was es mit ihm auf sich hatte. Was der Dunkelelf da erzählte, trieb Aideen Tränen in die Augen. Die Mutter hatte ihn nur wegen seiner Hautfarbe verstoßen und weil sie einem Säugling die Schuld daran gab, ihr Leben ausgehaucht zu haben? Das war doch völlig ... es waren Dunkellefen, doch so viel Grausamkeit hatte selbst sie ihnen nicht zugetraut. Eine gefährliche große Spinne. Sie waren nun wirklich nicht Aideens Lieblingsinsekten, denn noch war sie diesen Insekten sehr friedlich zu getan. Schließlich waren sie nützlich und lebten einfach nur ihr Leben, taten, was die Natur für sie vorgesehen hatte. Wie gern wäre sie nun aufgestanden und hätte Jin getröstet, doch der Elf stand nach wie vor hinter ihr und ergötzte sich an Jins Reaktionen.
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    Jin
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mi Okt 21, 2015 3:41 am

    Jin wollte nicht, dass der Elf weiter sprach… Die Wahrheit hatte er gesagt. Die Wahrheit? War sein Leben denn eine Lüge? Jin konnte seine Gedanken kaum sortieren. Er war so... hilflos und er wollte nucr, dass das hier ein Ende fand, doch er konnte nicht sagen, weshalb er hier war. Jin fürchtete, dass die ganz Mission in Gefahr war, wenn er auch nur einem einzigen sagte, was sie hier wollten. Xandris sprach weiter: „Von der Mutter verstoßen und vom Vater ignoriert blieb jedoch nichts anderes übrig, als ihn in einen Orden zu bringen. Lolth würde Verwendung haben, fand man. Man benannte ihn nach der Spinne: Aphion. Das bedeutet Tod.“ Er sah kurz zu Aideen herab, konnte aber ihr Gesicht nicht sehen. Jin saß noch immer wie versteinert da. „Ein Mann kümmerte sich um die Kennzeichnung in seinem Gesicht und um seine Ausbildung. Sein Name war Rendan. Zu Anfang war es für ihn eine Belastung, doch er tat sein Handwerk gut und bildete Jin aus. Schon als er sehr jung war wurde er auf Missionen geschickt. Manchmal befahl seine Mutter IHN anzuheuern, damit er auf einer Mission seinen Tod fände. Sie konnte seine Existenz einfach nicht ertragen.“ Jin biss sich erneut auf die Unterlippe. „Doch er kehrte immer wieder Heim, machte sich einen Namen und gewann an Ruf und erfahrung. Sein Verstand und seine unschlagbare Ruhe und Gelassenheit vor einem Auftrag waren nur einige der hilfreichen Eigenschaften, die ihn das Überleben ließen.“ Nun sah er zu Jin und meinte: „Du warst schon immer vorsichtig und vorausschauend. Du warst wie ein Geist und bald nannte man ihn nur noch Treiw’ghulBleicher Geist. Er wuchs zu einem Mann heran und noch immer gab es keinen Auftrag, der zu schwer war. Es gab nichts, was ihn aufhalten konnte und kein einziges Attentat auf ihn glückte. Es war, als würde der Tod sich weigern ihn zu sich zu holen. Die Anschläge auf sein Leben wurden weniger und irgendwann mied man ihn hier unten ganz.“ Ein grinsen breitete sich aus. „Nur Rendan, der mittlerweile von IHM lernen konnte, war bei ihm geblieben.“ Jin senkte den Blick erneut. „Ach, Jin Dein Herz war schon immer viel zu weich. Was musstest du auch unbedingt Zuneigung für diesen Elf empfinden?“ Es klang vor Sarkasmus triefend mitleidig. „Man verlangte von Jin ihn zu töten und drei Mal dürft ihr raten, was euer Freund getan hat.“ Luxia sah ihn entsetzt an. Nein! Er konnte nicht den einzigen Elf getötet haben, der ihm so was wie eine Familie gewesen war. Das durfte er nicht. Das… „Gar nichts.“, löste Xandris auf. Luxia sah ihn merkwürdig und dann erleichtert an. „Er hat sich geweigert.“ Luxia sah Jin an, dass es schmerzte und schließlich sagte er nun auch: „Hör auf… Xandris… Qualla vrine'winith! (Bitte hör auf!)“ Doch der dachte gar nicht daran. „Man schickte einen anderen. Dieser andere tötete Jins Meister, der verglichen mit Jin und seinem Vater nur zweitklassig war. Oh ja. Jins Vater war ein Meistermeuchelmörder. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, würden die Menschen wohl sagen. Jin jedenfalls schwor blutige Rache und wisst ihr was? Er tötete seinen eigenen Vater für den Mord an seinem Meister. Und dann…“ Ihm schien etwas einzufallen: „Oh ach ja! Ich vergaß! Jins Mutter war zu dieser Zeit bereits die Neue Mutter und Königin der dunklen Lande.“ Jin wurde zorniger. Wieso konnte er nicht einfach aufhören?! „Nun, dann jedenfalls ermordete er auch noch den Auftraggeber seines Vaters. Ganz genau, die eigene Mutter, die ihn verstoßen hatte. Sag mir, Jin DU hast sie trotz allem geliebt und zu ihr aufgesehen, nicht wahr?“ Jin biss sich nun so sehr auf die Lippe, dass sie anfing zu bluten. Luxia standen die Tränen im Gesicht, das konnte er unmöglich getan haben oder? „Jin?“ Er antwortete nicht, aber die Antwort lag klar auf der Hand. Schließlich aber sagte Xandris: „Aber eines, Jin… Hast du nicht gewusst.“ Jin sah auf. Seine Augen waren schon feucht, aber noch weit entfernt davon, dass er heulen würde. „Dein leiblicher Vater… Er hat dich geliebt. Er hat dich im Schutze der Dunkelheit beschützt. Er hat es heimlich getan und deine Mutter schickte IHN, weil sie wusste, dass du ihn dafür töten würdest. Ich weiß nicht, wer von euch beiden stärker war, aber dein Vater hätte dich niemals töten können… Weil er dich geliebt hat.“ Das schien nun wirklich zu sitzen. Jins augen weiteten sich und dann ging alles so schnell, dass man, wenn man geblinzelt hätte, es nicht gesehen hätte. Jin sprang voller Zorn auf Xandris zu, der ihn unsanft abwehrte, aber nicht entkam. Jin drückte ihn zu Boden und schrie ihn an: „DOS PH'ULNARII!“ (du lügst) Xandris grinste gequält und Jin sah aus, als wäre ihm die Sicherung durchgebrannt. „Tue ich das? Welchen Grund hätte ich wohl?“ Jin spürte die Schwäche zurückkehren und gleich darauf wurde er von Xandris durch den halben Raum befördert. Der Elf richtete sich wieder auf und ordnete seine Sachen. „Sag mir… Aphion, hast du dich wirklich nie gefragt, wer der dunkle Beschützer war, der dein Leben verteidigte, während du schliefst? Hast du wirklich nie daran gedacht, dass es dein Vater sein könnte? Oder ein Freund, von dem du nichts wissen durftest?“ Jin versuchte sich mühsam aufzurichten. „Hör auf…“ Tränen traten nun doch auf sein Gesicht. Xandris knöpfte nun sein Hemd leicht auf und zog es zur Seite. Dort war eine tiefe Brandwunde zu sehen. „Du magst es nicht mehr wissen, aber ICH rettete dich einst vor den Spinnenameisen, als du am Rande deines Bewusstseins warst und ICH brachte dich zurück in die Zitadelle. Es geschah auf den Befehl deines Vaters und auch ICH beging damals beinahe Hochverrat. Aber anders als du, konnte ich nicht weg von hier.“ Jin sah ihn an und suchte eine Lüge, fand diese aber nicht. „Ich habe dich so gehasst, als du entkommen warst. Ich habe NIE geglaubt, du seist tot. Ich habe dich SO SEHR gehasst, APHION!“ Luxia wusste ja gar nicht, was sie sagen sollte. „Aber dann.. irgendwann… begann ich mich zu freuen. Ich begann es zu akzeptieren und ich verzieh dir, dass ich nicht mit dir kommen konnte. Und jetzt… will ich wissen, wieso du zurückgekommen bist! Wieso hast du diese Freiheit um die ich dich SO beneidet habe weggeworfen?!“ Scheinbar war Xandris nun auch in Rage. Was für eine Wendung… Das war ja nun mehr als unerwartet. jin bekam kaum noch Luft.
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    Aideen

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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mi Okt 21, 2015 5:07 am

    Aideen sah Jin nur mitleidig an. Seine Mutter ... sie hatte ihr eigenes Kind so sehr gehasst, das sie nichts sehnlicher wollte, als seinen Tod. Sein Vater ... es ergab alles Sinn. Sein Vater hatte ihn ignorieren müssen, weil diese Elfen heir von den Frauen regiert wurden. Sie allein hatten das Sagen, während die Männer nichts weiter als ausführende Marionetten waren. Zumindest hieß es immer so, wenn man die Geschichten so hörte. nun verstand sie, warum das Leben eines Andren ihn nicht interessierte udn doch machte es sie sehr traurig. Viel schlimmer wurde es dann aber, als sie die weitere Geschichte hörte. Der einzige Elf, der ihm hatte Fürsorge und etwas ähnliches wie Liebe gegeben hatte, wurde ihm durch die Grausamkeit seiner Mutter genommen. Allein deshalb hatte er seinen Vater getötet. Wieder liefen Aideen Tränen über das Gesicht. Wie sehr musste er gelitten haben. Schließlich ... hatte man ihm aber nie gesagt, das der,d er ihn beschützt hatte, sein eigener Vater gewesen war, der ihn so sehr geliebt hatte, das er sich hinter dem Rücken der Herrscherin, um seinen Sohn sorgte. Die Dunkelelfen waren ein Volk, welches man nicht um sonst verachtete udn fürchtete, doch Jin ... sie verstand ihn. Sie verstand, warume r so gehandelt hatte und hätte sie auch nur ein Wort sprechen können, sie hätte ihn in Schutz genommen. Luxia war scheinbar eben so Fassungslos, doch aus anderen Gründen. Das Jin keine Probleme damit hatte seine Eltern zu töten, verstand sie durchaus. Es war eben wie mit den Opfern, die er sonst tötete. Wenn man keine Verbindung zu ihnen hatte, keine festen Bande mit ihnen geknüpft, so war es ihm egal. Diese Frau hatte ihn gehasst und sein Vater ihn ignoriert, um ihn zu schützen. Jin konnte nicht ahnen, was sein Vater wirklich empfunden hatte und das er es jetzt erfuhr, brach ihn nahezu um den Verstand. Woher hätte er es wissen sollen, wenn es ihm zuvor nie jemand gesagt hatte? Aideen stand auf, eiolte zu Jin, als er durchd en Raum katapultiert wurde und schließlich am Boden lag. Er war noch viel zu schwach um zu kämpfen. Sie sah zu Xandris und schüttelte den Kopf. Auch sie wollte, das es aufhörte. Es war so grausam. Aideen verstand nicht, warum er nicht einfach ging. Sie sah ihn fragend an, wies auf ihn und machte eine gehende Geste mit den Finegrn. Schließlich schüttelte sie den Kopf und hob die Schultern. Luxia würde sie sicher verstanden haben, aber ob Xandris es verstand?
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    Jin
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mi Okt 21, 2015 5:32 am

    Nein er verstand sie nicht. Aber sein Blick galt ohnehin jin, der irgendwie gar nicht mehr wusste, was er nun sagen oder tun konnte. Luxia betrachtete das alles und auch ihr stellte sich die Frage, wieso er nicht einfach ging. Und diese sprach sie nun auch aus: „Warum… bist du denn… geblieben?“ Sie war noch fassungslos und Xandris unterbrach seine eigenen Gedanken. In bisschen von oben herab sah er Luxia nun an. „Wieso ich blieb? Liegt das nicht auf der Hand? Als könnten wir einfach gehen, wohin wir wollen! Ich bin nicht ER ich bin nicht gewillt mein Leben in Flucht zu verbringen!“ Jin sah nun endlich auf. Er schien nun doch irgendwie zu realisieren, was wahr und was falsch war. Er wischte die Tränen ab und stand mit Aideens Hilfe auf, die ihn auch danach noch stützte. Dann jedoch versuchte er sich von ihr zu befreien und ging auf Xandris zu. Er tat es vorsichtig um nicht zu fallen oder zusammenzubrechen und er sah ihm tief in die roten Augen. Dieser sah ihm fest entgegen und sagte dann: „Es ist nicht fair, dass ein Verräter frei sein darf…“
    „Frei?“ Jin klang nun weder schwach noch klang er irgendwie krank. „DAS nennst du frei? Meuchler, die mir nachgeschickt werden, damit sie beenden, was meine Mutter nicht vermochte? Ein Leben auf der Oberfläche und doch in Schatten gehüllt… Ich bin nicht frei… Ich werde es nicht sein, solange diese verdorbene Finsternis in diesen dunklen Pfaden Einzug hält.“ So wie er nun sprach, war es ganz anders als sonst. Er hatte nicht mehr diesen fürchterlich fiesen Unterton, sondern redete sogar erhaben. „Dieses Land unter der Erde ist verrottet und faul, wenn ich nicht gemusst hätte, hätte ich niemals wieder auch nur einen Fuß hier hergesetzt.“ Xandris sah ihn aufmüpfig an. „Was tust du hier, Aphion…?“
    „Ich erfülle meinen Vertrag und weder du, noch Zahari werden mich daran hindern. Du wirst uns frei lassen!“
    „Ja. Wenn du mir erzählst wie du entkamst. Zahari sagte, er habe die den Kopf von den Schultern gerissen.“ „Hat er nicht. Er hat sich auf mich gestürzt, aber nicht um mich zu töten. Er tat es, weil er sich freute mich zu sehen. Er tat es, weil er und ich eine tiefe Freudnschaft pflegen.“ Man konnte zusehen, wie Xandris die Gesichtszüge einschliefen. „Un…unmöglich… Wie? Wie hast du…? Ich meine…“
    „Als ich ein Kind war und entsandt wurde jemanden zu töten schickte man mich durch sein Reich. Vermutlich auch, um mich umzubringen. Ich sah ihn nicht, weil niemand ihn sehen kann, aber ich fühlte dass er da war. Er spielte mit mir, schlich um mich herum, fügte mir Wunden zu, aber tötete mich nicht. Erst als er mich fast umgebracht hatte, vermochte ich es, ihm meinen Dolch ins Fleisch zu treiben. Erst da, wurde er sichtbar und ich sah mein Werk. Ich wollte ihm den Gnadenstoß verpassen, aber ich konnte nicht.“ Xandris sah ihn an, wie eine übernatürliche Erscheinung. „Ich weiß nicht wieso, aber ich konnte es nicht.“ „Das kann nicht sein! Kein Mann vermag es IHN zu bezwingen!“ „Ich war kein Mann… Ich pflegte ihn, verarztete seine Wunden und schließlich wurde er wieder unsichtbar und verschwand. Wenig später erst, begegnete ich ihm wieder. Nur war er es dieses Mal, der mich rettete. Er verhinderte, dass ich verbluten würde und ich verbrachte einige Tage in seinem Versteck. Ich hatte gelernt das Unsichtbare sichtbar zu machen.“ „Was?! Du lügst! Kein Mann kann die Magie unserer Frauen anwenden!“ Jin stieß die Luft aus und schloss die Augen. Dann öffnete er sie wieder und sie leuchteten in diesem satten dunklen Rot. „Doch…“ Xandris sah ihn schockiert an. „Ich sehe, wie dein Herzschlag schneller wird. Ich sehe, wie sich deine Adern weiten und dein Blut viel schneller durch deinen Leib strömt. Ich rieche deine Furcht und ich kann hören, wie dein Körper nach Flucht schreit. Als er begriff, dass ich ihn sehen konnte… Ich war ein Kind und ich spielte mit ihm… Er war mein einziger Freund und…“ Jin brach ab. Ebenso sein Zauber und Xandris sah noch immer ungläubig zu ihm. Doch er war einfach schockiert, nicht, als würde er ihm nicht glauben. „Als… ihr mich ihm vorwarft… hatte ich keine Sekunde zu fürchten, dass er mir was tut und Zahari hat schlichtweg gelogen, um mich für tot zu erklären. Sie ist meine Schwester und trotz meines Verrats… wäre meine Frau über ihr gewesen. Sie hätte niemals die Machtposition, die sie JETZT inne hält.“ Xandris musste sich erst mal setzten. Er fand keine Lüge in Jins Worten und musste erstmal schlucken, was gesagt wurde. Luxia fand es toll, wie Jin redete und sie fand es toll, dass er diesem Kerl gezeigt hatte, wo der Hammer hing!
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    Aideen

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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mi Okt 21, 2015 6:47 am

    Luxia sprach genaud as aus, was Aideen hatte wissen wollen. Xandris war nicht gewillt, eben so zu leben, wie Jin es tat. Für sie Aideen würde er immer Jin sein und nie Aphion. Sie half Jin natürlich und stützte ihn, als er nun auf den Beinen war. Er wollte das scheinbar nicht und schließlich ging er auf Xandris ohne ihre Hilfe zu. Seine Geschichte war mehr als traurig. Aideen wischte sich selbst erst mal ihre Tränen weg, hörte den Beiden zu und begriff, das Jin eigentlich ein Prinz war. Niemals hätte er herrschen dürfen, weil seine Frau den Titel und das Sagen gehabt hätte, aber denn noch stand er höher. Das man ihn tot sehen wollte, war durchaus logisch, wenn man ein wenig Ahnung von Politik hatte. Aideen fand es also nicht in dem Sinne logisch ihn tot zu sehen, sondern fand sie die Ansichtsweise der Drow ... bedenkenswert. Eigentlich fand sie das bei so ziemlich jedem Wesen, welches als Grausam galt. besser sie hielt sich zurück. Jin war aussergewöhnlich udn das in jeglicher Hinsicht. Sie wollte hier auch nur noch weg. Ihre Augen wurden groß, als er erklärte, die Elfin wear seine Schwester. Da diese Xandris ihren Bruder nannte, musste Jin doch ... irgendwie war das alles sehr kompliziert. War sie da eben in einen Familienstreit hinein geraten?
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mi Okt 21, 2015 6:59 am

    Xandaris sagte schließlich: „Wenn das alles stimmt… Wenn das wirklich alles stimmt, Aphion… Weißt du denn nicht, was das bedeutet?“ Jin wendete den Blick ab und antwortete dann: „Doch ich weiß es genau… Weißt du es auch?“ Xandris hielt die hand vor den Mund. Es schien ihm plötzlich wirklich vergangen zu sein, Jin zu ärgern. Er sah ihn an und sagte dann langsam: „Als du… Vater getötet hast, wollte ich deinen Tod ebenso… Doch als du auch Mutter tötetest dachte ich nur noch daran unsere Linie aufrecht zu erhalten.“ Klang logisch. Zumindest in Jins Ohren. Er sah seinen Bruder an und sagte dann: „Dieses Gespräch, darf diesen Raum nicht verlassen, Xandris.“
    „Bist du wahnsinnig?! Sie müssen es erfahren! Du bist doch nicht bei Trost?! Deine Schwester… Wer wenn nicht du kann sie aufhalten? Zahari führt unser Volk in seinen Untergang!“
    Jin kam nun sehr dicht vor Xandris Gesicht und sagte mit so viel Kälte und Verachtung in der Stimme: „Und genau das… hat es auch verdient.“ Xandris sah ihn mit großen Augen an. „Du sagtest, du lässt uns gehen. Nun halte dein Wort! Xandris konnte nicht glauben, was Jin da sagte. Er wollte sie alle im Stich lassen? Wirklich? Jin wendete sich von ihm ab und sagte: „Ich bin fertig mit euch. Niemals war es mir egaler, was aus jemandem wird.“ Das stimmte nicht, aber das wollte Jin sich nicht eingestehen. Jin wollte nur seinen Frieden. Mehr nicht. Luxia flatterte zu Jin. „Jin… Wie kannst du das sagen? Sie sind deine Familie.“ Sie sprach leise und Jin sah sie nicht an, als er sagte: „Ich habe keine Familie. Aphion ist tot und ein Toter… kann keine Familie haben. Zahari wird nicht kundtun wer ich bin, aus Angst hingerichtet zu werden und du, Xandris… solltest es auch schnell wieder vergessen. Ich werde tun, wofür ich kam und wieder gehen. Ende.“ Er wollte eben losmarschieren, als ihm seine Knie einfach versagten und der Stress und das Gift ihn einfach nieder streckten. Er lag auf dem Boden und schien nicht bei Bewusstsein zu sein.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mi Okt 21, 2015 7:13 am

    Aideen konnte durchaus nachvollziehen, was Jin dazu bewegte, das alles hinter sich zu lassen. Vermuitlich wären alle Völker der Welt glücklich drüber, wären sie vond en Drow befreit, doch ... Jin hatte es in der Hand, alles zu ändern. Er hatte es in der Hand, ein ganzes Volk zu retten. Aideen sah, wie er an Xandris vorbei wollte und schließlich in die Knie ging. Es war viel zu viel Aufregung für ihn. Er hätte sich lieber schonen sollen und auf sie hören ... sofern er das konnte. Sofort eilte sie zu ihm, sah kurz Verzeihung suchend zu Xandris auf. Sie würde versuchen mit Jin zu komunizieren, aber natürlich könnte sie nichts garantieren. Schließlich kniete sie sich zu Jin. Er war scheinbar bewusstlos. Aideen sah zu Xandris auf. ob er ihr helfen würde, seinen Bruder ins Bett zu legen? Sie sah ihn bittend an, wies auf Jin udn schließlich auf das Bett. Sie bat allein mit ihrem Blick. Die Drow galten als gefühllos und doch hatte sie eben gesehen, we sehr Xandris es mit genommen hatte, das alles zu erfahren. Sie hatte Hoffnung in seinen Augen gesehen udn sie war sich Sicher, würden sie ihm helfen, würde es Jin viel besser gehen, als er es jetzt glaubte, denn allein in dieser Hilfe lag seine Macht, über seine Zukunft zu entscheiden. Er könnte das alles hinter sich lasssen und seinem Bruder die Zügel in die Hand geben.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mi Okt 21, 2015 7:54 am

    Zum Glück kannte Jin Aideens Gedanken nicht, auch wenn er ohnehin bewusstlos war. Der andere Drow sah ihre Bitte nach Hilfe und er entschied sich, seinen Bruder auf das Bett zu legen. Als Jin dort lag stöhnte er leise, aber die Augen blieben zu. Xandris sah Aideen an und dann zu Luxia. „Wonach sucht ihr hier?“ „Das dürfen wir nicht sagen. Tut uns wirklich leid, aber alles hängt davon ab! Ein falsches Wort. Ein falscher Schritt und alles ist verloren.“
    „Alles? Was meinst du mit Alles?“ Luxia sah ihn ernst an, wies einmal mit dem Arm einen Halbkreis vor sich und erklärte: „Ich meine eben Alles.“ Der Drow sah sie noch einen Moment an. Dann sah er zu Aideen, dann wieder zu Jin. Er schien mit sich zu hadern. Er wusste nicht genau, was er tun wollte. „Zahari muss aufgehalten werden… Ich kenne niemanden, der das tun könnte… mit Ausnahme Aphions…“ Er blickte nun zu Aideen. „Ich kann euch helfen. Niemand kennt die Tiefen Wege besser, als ich und niemand kann euch besser vor den anderen Dunkelelfen verbergen. Aber Aphion MUSS Zahari aufhalten.“
    „Wie?“, fragte Luxia vorsichtig. „Er muss sie töten. Nur er kann es sein, der es tut.“ Luxia musterte den Dunkelelfen und dann sagte sie: „Wieso?“ Dann sah Xandris wieder auf Jin herab. „Es ist seine Bestimmung. Uk vel'uss silara l'aphyon…“(Er, der den Tod bringt) Es klang als würde er ein Lied anstimmen. Wenn auch nur sehr leise. „Treiw ukt waess lu'olath ukt ssinssrin “(Bleich die Haut und schwarz sein Begehr) Dann sah er zu seinem Bruder. „Ssussun lu'vhaid wun ukt xukuth “(Licht und Stolz im Herzen tragend) Und schließlich zu Luxia, die ihn mit großen Augen ansah. „Orn xuz jiv'undus lu'zah'har…“(Wird enden Gram und Schmerz) Luxia fand die Sprache toll, aber sie verstand sie nicht und dennoch war sie bewegt von den Worten. Er fügte an: „Ein Wiegenlied… Unser Vater hat es uns beigebracht.“ Dass die Drow überhaupt so was wie Lieder besaßen, schockierte Luxia regelrecht. Und es war auch nicht die Antwort auf ihre Frage, aber mehr wollte der Drow wohl gar nicht sagen. Er sah auf Jin herab und man sah deutlich, dass er ihn eigentlich liebte. Dass er so gemein gewesen war, wertete Luxia als Selbstschutz, da Xandris ja auch nicht wissen konnte, wie Jin auf ihn zu sprechen war. Oder vielleicht war er noch wütend gewesen. Wie auch immer… Jetzt schien er ganz anders zu sein.
    Jin öffnete die Augen und sagte: „Das hat er euch vorgesungen?“ Xandris schien zu erschrecken. Wie lange war er denn schon wieder bei Bewusstsein? „Ich kenne nur eine Art, Schmerz zu beenden…“ Und das war wohl die blutige…
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mi Okt 21, 2015 8:06 am

    Aideen war dankbar fpür die Hilfe Xandris. Auch wenn er anfangs gemein war, so schien er doch mehr Gefühle in sich zu bergen, als er Preis geben wollte. Siie folgte ihm zum Bett von Jin und blieb daneben stehen. Als Xandris fragte, was sie hier unten wollten, senkte Aideen den Blick. Luxia musste es erklären. Sie kontne es ohnehin nicht. Statt dessen sorgte sie scih wirklich um Jin. Auch lauschte sie den Worten, die gesprochen und gesungen urden. Aideen sah Xandris an. Diese Sprache war sowohl hart, als auch schön. Sie erkannte in Xandris Augen die Liebe, die er für seinen bruder empfand. Hätte sie seine Sprache verstanden, so hätte sie an eine Prophezeihung geglaubt. Sie verstand sie aber nicht und so konnte sie nur den unverstndenen Worten lauschen. Jin war wieder bei bewusstsein. Aideen setzte sich auf die Kante des Bettes und sah ihn lächelnd an. Er war scheinbar über das Lied erstaunt, aber das spielte gerade für Aideen weniger eine Rolle, als sein Gesundheitszustand. Aideen wies auf ihn udn schließlich aufs Bett. er sollte liegen bleiben. Schließlich würde ein weiterer Schwächeanfall nicht besonders gut für ihn sein. Für sie stand der Entschluss bereits fest. Xandris musste geholfen werden. Nicht nur ihm. Ein Leben ... für das tausender. Eine schreckliche Wahl. Aideen sah zu Xandris auf, dann zu Jin. Sie schien zu überlegen. Schließlich aber wies sie auf die beiden Elfen und verhakte irhe Finegr ineinander. Sie waren nun mal Brüder. Sie wies auf Xandris udn formte ein Herz mit ihren Händen und zeigte auf Jin. Augen logen nicht. Sie war natürlich dagegen, das irgendwer getötet wurde, nur leider schien alles darauf hinaus zu laufen, das es keinen anderen Weg gab. Aideen sah Jin bittend an. Schließlich hing von seiner Hilfe auch die für Celestria ab. Abgesehen davon, mussten sie hier auch irgendwie wieder heraus kommen.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mi Okt 21, 2015 8:17 am

    Jin konnte nichts aus ihrer Fuchtelei heraus deuten. Aber er erkannte selbst, dass Xandris mehr für ihn übrig hatte, als ihm lieb war. Er wollte mit diesem Volk nichts mehr zu tun haben. Weder jetzt noch in Zukunft. Xandris deutete Aideens Worte im Gegensatz zu Jin und er sagte: „Ich helfe euch.“
    „Kein Interesse.“, kam nur kalt zurück. „Aphi… Jin… Du kennst die tiefen Wege nicht mehr…“ „Ich brauche deine Hilf nicht. Du und dieses Volk… ihr seid mir fremd und egal. Ich will nichts mit euch zu tun haben, ich will nur tun, wozu ich kam und gehen! Und wenn du mich nicht lässt… zwinge ich dich.“ Xandris schüttelte leicht den Kopf. „Ich denke, du kannst das sogar, aber ruh dich doch wenigstens aus.“
    „Damit Zahari kommt und ihr Werk beenden kann?“
    „Du bist hier sicher.“ Nun gestattete sich Jin ein freudloses Lachen: „Dieser Ort hier ist weder für mich sicher, noch für sonst irgendwen.“
    „Du bist genauso stur, wie ER!“ Vermutlich wie sein Vater, aber das konkretisierte Xandris nicht. Er stand stattdessen auf und sagte: „Du wirst keine Wahl haben!“ Er zog den Schlüssel hervor und sagte: „Ich komme bald wieder, während du dich erholst. Danach führen wir die Unterhaltung weiter!“ Er schloss aus und verzog sich schnell, wobei er von außen wieder abschloss. Jin sah ungläubig auf die Tür und dann ließ er den Kopf zurück ins Kissen sinken. Er legte sich die Hand übers Gesicht und schien das alles… sehr unangenehm zu finden. Er wollte nur hier weg. Das es so weit kam, war nicht geplant gewesen, aber nun musste er damit leben. Jin seufzte leise und dann sagte er in den Raum hinein: „Du willst, dass ich ihm helfe…“ Es war klar, dass er Aideen meinte und es war klar, was er davon hielt… gar nichts nämlich.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mi Okt 21, 2015 8:41 am

    Jin war aber auch wirklich ein verdammter Sturkopf. Er lehnte die Hilfe ab, doch Aideen würde das nicht zu lassen. Sie sah zu Xandris auf und bedankte sich auf iorhe Art. SIE würde seine Hilfe an nehmen, denn davon hing viel ab. Natürlich musste Jin auch weiterhin herum zicken. Für Aideen war ihre Familie alles gewesen. Sie hatte keine mehr, denn die ihre wurde ausgelöscht, doch das ... war lang her. Sie hatte die Tiere im Wald. Die Menschen verstand sie noch nie und eine andere Sippe brauchte sie nicht mehr. Denn noch tat es weh, dachte sie an jene Zeit zurück. Sie wollte Jin nicht mit dem Wissen gehen lassen, er hätte seine Familie retten können. Er war es, der es konnte,d er es musste. Nachdem Xandris nun klar gemacht hatte, dass Jin keine Wahl hatte, und gegangen war, sah Aideen ihn ruhig an. Weder lächelte sie, noch sah sie enttäuscht aus. Einzig wirkte sie entschlossen und ein wenig ernst. Sacht zog sie seine Hand von seinem Gesicht, als er genau das aussprach, was sie wirklich gern wollte. Es schien, als wolle sie ihm wirklich ins gewissen reden. Sie nickte. Wenn er ihr in die Augen sah, würde er diesen tiefen Schmerz sehen, den sie nicht verbergen konnte. Es war ein Schmerz, den nur jemand kannte, der schon einmal jemanden verloren hatte, den er sehr geliebt hatte.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mi Okt 21, 2015 9:02 am

    Es war der gleiche Schmerz, der auch ihn erfüllte. Jin musterte ihre Augen einen Moment und dann senkte er den Blick. Sie hatte seine Hand nicht losgelassen und irgendwie machte sich wieder dieses Gefühl in ihm breit. Schließlich aber sagte er: „Ich bin müde…“ Er hatte ohnehin keine Wahl, als hier bleiben und außerdem wollte er keine Diskussion führen. Er wollte eigentlich sehr gerne nichts wie weg, aber das ging nicht. Sie hatten auch ihren Auftrag noch nicht erfüllt. Und obendrein war er ja wirklich müde. Luxia betrachtete das Bild. Es sah wirklich schön aus. Die junge Elfe, wie sie die Hand des Mörders hielt. Es war wirklich ein Herzzerreiendes Bild. Sie verhielt sich ganz still und Jin hatte genug Zeit einzuschlafen.
    Jin wachte auch erst am nächsten Morgen wieder auf. Xandris war zurückgekommen und als die Tür ins Schloss gefallen war, war er aufgewacht. Er sah seinen Bruder an und dann wieder weg. Xandris erklärte Jin noch mal, dass er Hilfe bekäme, wenn er sich Zahari vornehmen würde und wie zu erwarten war, war Jin bockig, wie eh und je. Xandris verlor langsam die Geduld. Aber Jin gleichermaßen. Sie diskutierten hin und her und zwar in ihrer Heimatsprache. Luxia saß auf Aideen Schulter und versuchte unsichtbar zu sein. So wie DIE miteinander sprachen, machte es einem Angst. Jin ging es wieder gut und ihn nun so temperamentvoll zu sehen, war wirklich ungewöhnlich. Dennoch war es auch irgendwie… niedlich. Schließlich schien es Jin zu bunt zu werden. Er packte seinen Bruder am Schlafittchen und sagte: „Soll ich nun auch noch meine Schwester umbringen?! Wie viele müssen denn noch aus diesem Haus sterben?!“ Xandris schupste ihn zurück und sagte: „Als hättest du dir je was aus ihr gemacht!“ Zugegeben. Jin wandte sich ab. „Ich brauche deine Hilfe nicht.“ „Doch.“ „Nein.“ Doch!“ „Nein!“ „JIN!!“ Angesprochener sah Xandris angriffslustig an und schließlich stieß er die Luft aus. Auch Aideens Blick vom Vortag trug viel dazu bei. „Ich sag dir was: Wenn du uns hilfst und ich finde, dass deine Hilfe notwendig war. Helfe ich dir.“ Er hob den Zeigefinger: „Einen Mord, werde ich für dich begehen. Nur einen.“ Xandris grinst. „Einverstanden.“ Er streckte die Hand nach vorn und Jin sah diese an, als habe sein Besitzer die Pest. Dann schlug er widerwillig ein.“ Jin schnaubte und schien wirklich wütend. Xandirs sagte so freundlich, als sei er plötzlich jemand anderes: „Also? Wohin gehen wir?“ Jin war beleidigt. Er sagte gar nichts und so müsste wohl Aideen reagieren. Luxia war total still. Sie musste noch das Streitgespräch verarbeiten.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mi Okt 21, 2015 9:31 am

    Aideen war klar,d as Jin sehr müde war und auch sie war es, doch sie hatte kein Bett, in dem sie hätte schlafen können, also musste sie vorlieb mit dem nehmen, was sie hier fand. Als Jin am nächsten Morgen erwachte, hatte Aideen schon längst nach ihm gesehen. Sie hatte bemerkt, das seine Selbstheilungskräfte wirklich sehr gut waren. Es würde ihm also wieder gut gehen, wenne r auf wachte. Er wurde allerdings durch das Zuknallen der Tür geweckt. Xandris und er waren wie zwei Kinder, die unbedingt ihren Willen durchsetzen wollten. Sie schnauzten sich an, stritten hin und her. Dabei vergaß Jin das offensichtliche. Wenn Aideen sich stur stellte, würde er hier gar nicht weg kommen. Schließlich fanden die Brüder dann doch endlich einen Einigung und es konnte endlich weiter gehen. Ja ... wo sollte es hin gehen? jin stellte sich bockig. Aideen rechnete sich nicht gerade doie höchsten Chancen aus, ihn aus dieser Trotzphase wieder heraus zu holen, aber denn noch ging sie zu ihm. Sie räusperte sich, weile r sie nicht an sah. Dann legte sie die Hand auf seinen Arm und drehte ihn zu sich, Nun musste er wohl wenigstens zu ihr herunter gucken. Sie betrachtete ihn mit einem sehr weichen Blick: Es schien fast so, als wäre sie sehr zufriieden, ja fast glücklich darüber, das er seinem Bruder helfen würde, wenn gleich es doch das schlimmste für ihn war, es überhaupt auch nur in Erwägung zu ziehen. Sie nickte, lächelte und wies zur Tür. Sie müssten bald los. Schließlich hatten sie viel Zeit verloren und hatten es eilig. Aideen war blass, im gegensatz zum Vortag. Ihr bekam es hier unten so gar nicht. Schließlich zog sie ihren Kompas hervor,der ihr den Weg wies. Wohin würden sie gehen, wenn sie ihm folgten? War es wirklich genau der Weg, bei dem sie die Hilfe Xandris brauchten?
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mi Okt 21, 2015 9:08 pm

    Jin ärgerte sich, dass er schon wieder in so eine Situation geraten war. Andauernd passierten solche dummen Sachen, die nicht nur hochgradig unvernünftig waren, sondern auch gegen alle seine Prinzipien. Jin sah auf den Kompass und seine Mine weichte etwas auf. Er hatte nicht vergessen in wessen Auftrag sie unterwegs waren und was ihm am Ende winken würde. Er straffte sich und Xandris betrachtete neugierig den Kompass. Er wies auf die Tür. Als er diese öffnete sahen ihn seine Wachen an und traten beiseite. Dann folgten Jin und Aideen, während Luxia sich wieder in Aideens Umhang verkrümelt hatte. Jin war durchaus aufgefallen, dass Aideen blass war, aber noch machte er sich nicht viel daraus. Es ging vielen Lebensformen so, dass es ihnen schlecht ging, wenn ihnen das Licht der Sonne fehlte. Der Kompass veränderte seine Position und Xandris sagte: „Schon klar. Gehen wir erst mal hinaus.“ Jin sagte nichts. Wie sah so eine Kette eigentlich aus? Wann wussten sie, dass sie sie gefunden hatten? Wie zerstörte man diese? Jin war ratlos.
    „Könnt ihr mir nicht wenigstens verraten, wonach wir grob Ausschau halten? Vielleicht habe ich ja schon so etwas gesehen?“ Jin schwieg, Aideen konnte nicht reden und Luxia, konnte ncht hervorkommen. Xndris seufzte leise: „Schon verstanden.“ Jin musterte ihn von der Seite. Er traute dem Frieden nicht, aber warum hätte er ihn retten sollen, wenn er ihn nun töten wollte? Das ergab nicht mal für Xandris Sinn.
    Draußen angekommen wies der Kompass nun in eine Richtung und Xandris sagte: „Also gut. Dann los!“ Es schien ihm ja wirklcih spaß zu machen. Jin ging hinter Aideen, die vorweg ging. Als sie weit genug neben den großen Knoten und Siedlungen waren kam auch Luxia wieder hervor und setzte sich auf die Schulter Aideens. Sie sah hin und wieder nach hinten und bemerkte, dass es Xandris extrem zu freuen schien, seinen Bruder zu begleiten. Das war irgendwie süß. War er der Jüngere oder der Ältere? Na ja, war ja auch egal. Jin sah jedenfalls wenig begeistert aus und er schien auch sonst nichts zur Unterhaltung beitragen wollen. Sie erreichten eine tiefe Schlucht und Aideen spürte, wie der Kompass förmlich an ihr zog. Und zwar hinab. Als Jin das bemerkte sagte er: „Wirklich?“ Xandris stellte sich an den Rand der Klippe und fragte: „Da hinab?“ Es gab keinen Zweifel. Sie mussten dort hinunter. Jin suchte schon nach seinem Seil.
    „Das ist keine gute Idee.“ Jin sah Xandris an, der das gesagt hatte und pflaumte ihn an: „Dann geh wieder nach Hause! Bisher gehst du mir eher auf die Nerven, als dass du hilfst!“ „Ihr versteht das nicht. Ihr wisst nicht, was dort unten ist!“ Jins Blick wurde schneidend scharf. „WIR wissen was dort ist und wir müssen dort hinab.“ Er zeigte mit dem Finger in die Dunkelheit. Xandris schüttelte leicht den Kopf. „Wartet kurz.“ Er ging zu einer der Wände und riss ein paar der Pilze aus der Wand. Dann ließ er den Leuchtkörper hinab fallen. Er schien endlos zu fallen und irgendwann reichte die Leuchtkraft nicht mehr aus und der Pilz war in der Dunkelheit verschwunden. Jin sah dem Ganzen zu und sagte dann: „Wir haben dennoch keine Wahl…“ Xandris sah hinter sich und dann wieder hinab. „Also schön. Ich werde vorweg gehen. Ich kenne die sichersten Pfade hinab und die Tiefen Wege, wenngleich ich behaupten kann, dass es einen Sichereren aber dafür längeren Weg hinab gibt.“
    „Wir haben keine Zeit.“ Xandris seufzte und begann den Weg hinab zu suchen.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Do Okt 22, 2015 3:06 am

    Endlich konnten sie gehen. Aideen war so froh, das sie hier nicht länger bleiben müssten. Xandris war eigentlich gar kein so schlechetr Kerl, wie Aideen fand. Er schien sogar recht nett. Zusammen gingen sie weiter. Der Kompass zeigte an, wo sie entlang mussten und Aideen schien auch gar nicht anders zu können, als ihre Augen auf dem Ding zu halten. Luxia hatte sich, nach einer Weile, wieder auf Aideens Schulter gesetzt. Aideen war so elend zumute, aber sie ließ sich nichts anmerken. Schließlich würde s nru länger dauern, wenn sie versuchen würde, sich aus zu ruhen. Sie blieb schließlich an einem Abgrund stehen. Der Kompass zeigte hinunter. Sie kontnen nicht mehr weit von der ersten Kette entfernt sein. Luxia udn Aideen hielten scih aus dem Bruderzwist heraus. Aideen setzte sich auf einen Stein, stützte ihren Ellebogen auf ihr Knie und in ihrer Hand den Kopf, während Jin und Xandris mal wieder diskutierten. Die Beiden konnten ganz schön anstrengend sein. Schließlich begann Xandris doch einen Weg zu suchen. Als er ihn gefunden hatte, begannd er Abstieg,d er sicher nicht leicht wäre. Aideen würde ihre ganze Kraft brauchen, um da herunter zu kommen. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie heir waren, geschweige denn, welche Tageszeit sie hatten, aber es musste doch schon länger sein oder war sie so sehr vond er Natur draußen abhängig? Sie musste es schaffen. Von ihr hing alles ab. Die ganze Welt brauchte sie.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am So Okt 25, 2015 7:22 pm

    Dass es Aideen nicht so gut ging, war ihr anzusehen, auch wenn sie es zu verbergen suchte, Jin wusste, dass den meisten Lebensformen das Licht fehlte, weniger die Natur, sondern einfach nur das Tageslicht. Der Zyklus kam durcheinander, weil man nicht mehr wusste, wann Tag und wann Nacht war und alles verschwamm zu einem einzigen Brei aus Zeitlosigkeit. Man fühlte sich als sei man in einem Traum, aus dem man nicht erwachen konnte.
    Jin und Xandris schienen keinerlei Probleme zu haben, bei dem Abstieg, sie waren hochkonzentriert und Jin hatte Aideen zur Sicherheit an seinem Bauch festgebunden. Er war zwar schnell und hatte gute Reflexe, aber er fürchtete sich doch ein wenig davor nicht rechtzeitig bei Aideen sein zu können, um sie vor dem Sturz in die Tiefe zu bewahren. Still waren sie und es war alles andere als angenehm. Es war sehr anstrengend und sie machten nur kleine Pausen. Nach einer Weile spürte selbst Jin, wie seine Muskeln bald brennen würden, weil sie die Daueranstrengung nicht aushalten konnten. Außerdem waren seine Wunden noch nicht ganz verheilt und das Gift, was noch immer in seinem Körper war setzte ihm auch zu. Jetzt wo er sich so anstrengte spürte er es wieder und schließlich rief er zu Xandris: „Wir machen Schluss für heute.“ Waren sie wirklich schon den ganzen Tag geklettert? Aideen konnte es nicht zuordnen. Xandris sah hinauf und wies mit dem Finger auf einen Vorsprung weiter unten. „Dort können wir rasten.“ Flink suchte er den besten Weg hinab und sprang die letzten zwei Schritte hinab. Er landete auf dem Vorsprung. Dieser zog sich ein bisschen ins Erdinnere und bot eine kleine Höhle, die unbewohnt zu sein schien. Er wartete auf seine beiden Begleiter und sagte dann zu Jin, als dieser unten war: „Du hast dich ganz schön verausgabt. Vielleicht hätten wir noch warten sollen.“
    „Ich brauche keine Ratschläge von dir.“ Nett wie eh und je. Er sah hinauf um auf Aideen zu warten, er wollte, dass auch sie sicher nach unten kam. Sie musste von der Spalte, wo sie hinabgeklettert waren, noch einen Schritt zur Plattform überwinden und Jin streckte ihr die Hand entgegen, um sie sicher hinüber zu geleiten.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mo Okt 26, 2015 1:49 am

    Aideen fehlte das Licht sicher. Es war jedoch nicht einfach nur der Verlust des Lichtes. Hier unten gab es keine Bäume, keine Blumen in dem Sinne, wie es sie and er Oberfläche gab. Wie konnten Dunkelelfen hier nur so überleben? Vielleichtw ar das der Grund für ihr Verhalten. Hier unten konnte man vermutlich nicht mal dann glücklich werden, wenn man hier geboren war. Ein Zwerg wäre da sicher ganz anders, doch auch diese Wesen kannte Aideen nur von Erzählungen. Der Abstieg erwies sich als schwer. Weder Jin, noch sein Bruder sprachen ein Wort. Es hieß schließlich, sie wollten rasten, was Aideen wirklich nur gerade zu gut passte. Sie waer vollkommen erschöpft und hatte keinerlei Kraft mehr, sich noch länger zu halten. Als Jin ihr die Hand hin hielt, lächelte sie, nahm seine Hand und versuchte vorsichtig auf den Felsvorsprung zu klettern. Was war sie froh, das sie endlich rasten konnten. Vollkommen erschöpft setzte sie sich an die Höhlenwand. Hier war es noch finsterer, als weiter oben, aber hatten sie eine Wahl? Nein. Sie mussten weiter nach unten, egal, wie schwer es Aideen fallen würde.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mo Okt 26, 2015 9:10 pm

    Nein, eine Wahl hatten sie wahrlich nicht. Jin geleitete Aideen sicher herüber. Er war müde und geschafft. Xandris stand am Abgrund und sah hinab. Er schien besorgt zu sein und Jin ignorierte ihn. Niemand konnte sich vorstellen, was in Jin vor sich ging. Sein Bruder hatte ihm Dinge gesagt, die ihn tief verletzt hatten. Er hatte stets geglaubt, sein Vater würde ihn hassen. Es stimmte… er hatte seine Mutter trotz allem geliebt, aber er hatte ihr nicht vergeben können, seinen Mentor getötet zu haben. Der einzige dieser verdammten Brut, der ihn behandelt hatte, wie er es sich gewünscht hatte. Jin lehnte am Felsen und sprach kein Wort. Er hatte Hunger und just in diesem Moment holte Xandris kleine Kekse heraus. Er reichte jedem einen davon und sagte: „Sie werden uns satt machen.“ Jin nickte und schlang ihn hinab. Sie schienen magisch zu sein, denn tatsächlich hatte man das Gefühl gut gesättigt zu sein. „Schlaf.“, sagte Jin bloß zu Aideen und legte sich selbst hin. Er hatte jedoch seinen Dolch gezogen und hielt diesen nun vor seiner Brust fest.
    Aideen konnte nicht genau sagen, ob es Nacht war, doch sie wachte auf, als sie Jin hörte. Er bewegte sich leicht und ein leises stöhnen entwich seiner Kehle. Xandris saß ihnen mit dem Rücken zu und sagte sogleich, als Aideen sich erhob, um nach Jin zu sehen. „Das ist vergebene Liebesmüh. Selbst wenn du ihn jetzt weckst, es wird nicht aufhören.“ Er drehte sich um und Jin schwitzte sogar leicht. „Eher noch schneidet er dir die Kehle durch, wenn du ihn nun anfasst.“ Er erhob sich und streckte sich. Er schien nicht weiter darauf eingehen zu wollen, aber seine Stimme hatte bedauernd, ja sogar ein bisschen melancholisch geklungen.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mo Okt 26, 2015 9:20 pm

    Aideen erwachte durch den Unruhigen Schlaf Jins. Ihr selbst ging es schlecht, aber Jin schien es wirklich hart getroffen mit dem Traum. Xandris merkte offenbar sofort, das Aideen wach geworden war und warnte sie, Jin zu wecken. Es musste wirklich schlimm sein, was er träumte. Etwas plagte ihn schrecklich ... aber was? Aideen hatte Jins Reflexe kennen gelernt. Sie wusste, wie gefährlich es wäre, sich ihm nun einfach zu nähern, aber sie konnte ihn doch nicht einfach so da liegen lassen und in seinen Alptraum gefangen lassen. Egal was Xandris sagte. Er liebte seinen Bruder. Es konnte ja gar nicht anders sein. Schließlich waren sie Geschwister und ... Xandris Stimme verriet einiges. Natürlich könnte er das alles vor gaukeln, aber warum sollte er das tun? Hätte er seinen Bruder töten wollen, hätte er es doch längst getan. Unentschlossen kniete Aideen da. Er hatte ihr schon einmal das Messer an die Kehle gehalten. Selbst wenn er sie nun wieder bedrohen würde, wäre es besser, als wenn er so weiter schlafen musste und völlig unausgeruht erwachen würde. Aideen entschloss sich, etwas zu versuchen. Vielleicht würde es helfen .. vielleicht würde er sie bedrohen, doch das war das Risiko wert, wenn er nur nicht länger so unruhig wäre. Sie legte sich wieder hin, jedoch näher an Jin und rollte sich schließlich an ihn heran, um ihm ein Gefühl von Nähe zu geben, ihm zu zeigen, er war nicht allein.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mo Okt 26, 2015 9:33 pm

    Xandris betrachtete die Elfe nun noch einen Moment. Sie schien sich große Sorgen zu machen, was band sie denn an seinen Bruder. Sie waren offensichtlich kein Liebespaar und doch… Xandris beobachtete weiter und auch Luxia betrachtete das ganze skeptisch. Als Aideen nun so dicht gerückt war, dass sie Jin berührte geschah zunächst überhaupt nichts und dann nach einer Weile spürte Aideen, wie er ruhiger wurde. Wie er sich scheinbar aus dem Alptraum befreite und ruhig schlief. Xandris stand der Mund offen. Wirklich?! Wie hatte sie das gemacht? Er verstand die Welt nicht mehr und Luxia hätte am liebsten auf gequietscht, ob des schönen Bildes, was sich ihr da bot. Einige Augenblicke hatte Jin Frieden und was für ein schönes friedliches Bild das war, doch dann schreckte er mit einem Halbherzigen Schrei auf und sogleich befand sich der Dolch über Aideens Brust. Er sah sie mit weit geöffneten Augen an und ihm stand das Entsetzen noch immer im Gesicht, ehe er realisierte, was los war. Er zog den Dolch schnell zurück und rieb sich kurz die Augen und die Schläfen. Er verlor kein Wort dazu und Xandris schüttelte leicht den Kopf. Er wendete sich wieder ab und sah erneut in die Finsternis hinaus. „Es ist bald Zeit weiter zu gehen.“ Jin sagte erneut nichts und versuchte sich zu beruhigen. Sein Herz schlug sonst wo. Luxia war wie paralysiert gewesen nun aber flog sie zu Aideen und setzte sich zu ihr. Jin lehnte sich an die Wand und winkelte die Beine an. Er legte seine Arme über die Beine und verschränkte sie, wo er dann den Kopf drauf bettete. Was immer in ihm vorging… was immer er geträumt hatte… Es schien ihn wirklich zu belasten. Luxia konnte gar nicht in Worte fassen, wie furchtbar traurig das aussah, wie er da so saß. Meine Güte und ER sollte ein gefürchteter ruchloser Mörder sein? Für Luxia jedenfalls warf das schon ein paar Fragen auf.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mo Okt 26, 2015 9:46 pm

    Er beruhigte sich wirklich. es war schön, das er nicht mehr so unruhig war und es freute Aideen, das er nun etwas Ruhe gefunden hatte. Sie selbst war zwar noch müde, aber schlafen konnte sie gerade nicht mehr. Für ein paar Augenblicke war es friedlich, doch dann ... der Dolch blitzte über ihrer Brust. Schon wieder ... aber was hatte sie auch erwartet? Sie hatte gewusst, das er so reagieren würde. Sie lächelte nur und sah ihm zu, wie er sich nun hin setzte. Es sah wirklich traurig aus. Ein ruchloser Mörder, der Reue empfand? War es das, was ihn so mit nahm? Das er aufgeschreckt war, erklärte sich für die Elfe ganz einfach. Niemand schien ihm bisher so etwas wie .. Nähe gegeben zu haben. Es war ein Moment des Friedens, den er nicht kannte und das schien ihm ein wenig Angst gemacht zu haben. Wenn man ständig nur nach Gefahren ausschau hielt, musste einem eine plötzlich friedliche Situation wirklich beängstigend vor kommen. Aideen setzte sich auf, hob Luxia auf ihre Schulter und betrachtete für einen Moment den Dunkelelfen, zu dem sie eine sonderbare Bindung auf baute. Er war .. allein. Niemand war für ihn da und das war mehr als traurig. Trotz dem er einen Bruder hatte, trotzdem er durch die Welt gereist war, war Jin einsam. er konnte kein Glück kennen, konnte nicht wissen, wie es sich anfühlt, wenn sich jemand um ihn sorgt oder jemand für ihn da war, so wie es in Aideens Familie gewesen war. Er tat ihr unendlich leid. Xandris schien damit ganz anders um zu gehen. Entweder er konnte so verdammt gut schauspielern oder aber er war einfach wirklich so abgestumpft und Gefühlskalt, was Aideen nicht einmal glaubte. Sie glaubte eher, das er seinen Bruder wirklich liebte und er sich um ihn sorgte. Die Elfe stand auf. Wenn sie weiter mussten, dann sollte sie sich wenigstens ein wenig aufwärmen. Das Klettern auf Bäume war sie gewohnt, doch den ganzen tag an Felsen zu klettern, kannte sie nicht. Es war Kräftezehrend und ihr taten die Hände und Finger weh. Diese waren zum Teil schon aufgeschürft, doch Aideen beklagte sich nicht. Sie nahm etwas von ihren Salben auf die Hand und verrieb es einfach nur gut. Schließlich ging sie doch zu Jin. Sie ertrug es einfach nicht, ihn so da sitzen zu sehen. Sacht legte sie ihm die Hand auf die Schulter und lächelte auf ihre eigene unnachahmliche Art. Sie wäre für ihn da, würde ihm zuhören, wenn eres wollte udn ihn tröästen, wenn er Trost brauchte.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mo Okt 26, 2015 10:13 pm

    Da würde Aideen wohl lange drauf warten können. Wenn sie gewusst hätte, was ihn in Wirklichkeit plagte, sie hätte nicht so viel Verständnis gehabt. Luxia setzte sich mit Freuden auf Aideens Schulter und kuschelte sich an. Sie mochte die junge Elfe so sehr, dass sie die meiste Zeit bei ihr blieb und sich schon gut mit ihr angefreundet hatte. Der anfängliche Respekt, Aideen gegenüber, war mittlerweile verspielter Freundschaft gewichen. Luxia war meistens fröhlich und Aideen war für sie nicht nur eine Freundin, sondern auch eine Art Ruhepol. Sie fühlte sich bei ihr sicher und würde alles versuchen Aideen zu schützen oder ihr Dinge angenehmer zu machen. Sie spürte natürlich, dass Aideen hier unten nicht glücklich war, aber was konnte sie schon dagegen tun? Jin sah nicht auf, als Aideen näher kam, aber als sie ihm nun sacht die Hand auf die Schulter legte, hob er langsam den Blick. Luxia erwartete, dass seine Augen furchtbar traurig oder wenigstens bestürzt aussehen würden, aber das taten sie nicht. Sie viel fast von der Schulter, als sie seinen Ausdruck in den Augen sah. Er hatte die Brauen zusammengezogen und sah wirklich böse aus. Also zumindest sah er zornig aus und wütend. Aber keinesfalls traurig. Ruckartig erhob er sich und schüttelte dabei Aideens Hand ab. Er zog das Seil hervor und Band es Aideen ungefragt um ihren Brustkorp, sodass sich das Seilende auf ihrem Rücen und ihrer Brust überkreuzte. Ein Sturz wäre so weniger schmerzhaft, oder gar gefährlich. Sich selbs band er das Lose Ende nur um die Hüfte. Es war ja auch nur eine Rückversicherung, sollte er nicht schnell genug zufassen können. „Gehen wir!“, legte er fest und Xandris nickte nur. Eben wollte Jin vorweg gehen, als Xandris ihm die Hand auf die Schulter legte. „Aphion…“
    „Hör auf mich so zu nennen!“ Xandris senkte den Blick. „Jin…“ Er musterte seinen Bruder. „Du musst mit jemandem reden.“ Jin sah ihn verwirrt an. Er verstand nicht, was Xandris meinte. Und wieso musste er unbedingt so nett sein?! „Lass es!“, blaffte Jin ihn nur an und Xandris schüttelte den Kopf. „Lass mich vorweg gehen.“ Xandris drängelte sich vorbei und Jin sah ihm kurz nach, ehe auch er langsam hinab kletterte, um Aideen nicht zu zerren. Es blieb erneut verdammt still, als Xandris rief: „An die Wand drücken!!!“ Jin tat es sofort und auch die anderen machten es, als auch schon ein Schwarm hässlicher Fledermausartiger Viecher vorbei rauschte. Luxia schrie leise auf, als sie von einem dieser Tiere erfasst wurde und hinauf geschleudert wurde. Jin hörte die leise Stimme und sah die kleine Fee fallen. Noch zwei Ml wurde sie von den Tieren erfasst – ob absichtlich oder nicht, wusste Jin nicht – als Aideen todesmutig von der Wand absprang. Nicht doch!, war das einzige, was Jin dazu noch denken konnte, als er sich auch schon nur noch an der Wand festkrallen konnte. Aideen fiel und dann spannte sich das Seil. Jin keuchte und knirschte mit den Zähnen, verlor aber dann doch durch die Wucht den Halt. Aideen klatschte unsanft gegen die Scharfen Felsen und spürte, wie sie noch weiter in Richtung unten fiel, weil auch Jin an der Wand runter rutschte. Erneut spannte sich das Seil, als er halt fand und wieder abrutschte. „JIN!“, rief Xandris, an dem sie nun gekonnt vorbeigerutscht waren, ehe Jin noch einmal Halt fand und ein leises Geräusch von sich gab, was von Anstrengung kündete. Natürlich hatte auch Aideen versucht halt zu finden, doch mit nur einer Hand, war es ihr schier unmöglich an der Felswand auch nur daran zu denken, sich irgendwie festhalten zu können. Erneut drang ein fast anklagendes Geräusch aus Jins Brust und er hing mit einer Hand am Fels. Die andere Hand war am Seil wo schon sein Blut herab lief. Er hatte sich tüchtig beide Hände aufgeschnitten, beim Versuch an den Scharfen Kanten irgendwie Halt zu finden. Xandris war nun herab geklettert und zog Aideen zu einem weiteren Vorsprung. Direkt unter ihnen ragten scharfe leuchtende Kristalle aus der Wand. Einen Moment später und Aideen wäre Hackfleisch gewesen. Vorsichtig kletterte Jin in Richtung des breiteren Vorsprungs.
    Luxia hatte sich einen Flügel eingerissen und hatte ein paar schlimme Kratzer. Da ihr Leib so klein war, waren Wunden entsprechend größer. Sie würden nicht tödlich sein, aber schmerzhaft waren sie doch. Luxia weinte und als Jin den Vorsprung erreichte und sicher stand, konnte Aideen gar nicht so schnell schauen, wie er ihr eine schallende Ohrfeige verpasste . Er nahm dabei die Rückhand, weil seine Handflächen ja voller Blut waren. Sein Antlitz glich dem eines Teufels… Zumindest der Ausdruck darauf. Er fand erst gar keine Worte und fragte überflüssiger Weise: „Willst du uns umbringen?!“ Er war laut und Xandris beobachtete nur erst mal.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mo Okt 26, 2015 10:41 pm

    Aideen kletterte. Ihre Hände schmerzten, aber der Gedanke, das jemand Hilfe brauchte, ließ sie weiter machen. Xandris rief ihnen zu sich an die Wand zu drücken. Das waren jedenfalls keine Fledermäuse. Was auch immer sie aufgeschreckt hatten, sie hatten Luxia erwischt. Die kleine Fee wurde Hilflos durch die Menge geworfen, gepackt und weiter hoch gerissen. Aideen sah, wie ihre kleine Freundin einfach wild herum geschleudert wurde. Schließlich fasste sie Mut. Jin würde sie sicher abfangen. Er würde nicht zulassen, das ihr etwas geschah, weil er seinen Job erledigen würde. Er würde seinen Auftrag zu ende bringen und ihr helfen. Sie sprang. Es würde sicher großen Ärger geben, aber sie konnte Luxia nicht einfach sich selbst überlassen. Sie schnappte Luxia und hielt sie fest, als sie fielen. Hoffentlich würde sie der kleinen Fee nicht noch mehr schaden, indem sie sie so fest hielt. Es tat furchtbar weh gegen die Wand zu knallen, doch sie schützte Luxia, so gut es ging und bekam so nur selbst die einen oder anderen Kratzer und Verletzungen ab. Natürlich versuchte auch sie halt zu finden, doch wie auch Jin, schnitt sie sich die Hand auf. Der Wille zu überleben war stärker, als der Schmerz und schließlich kam sie auf einem Vorsprung zum Halten. Aideen wollte Luxia eben trösten, als sie schon eine gefeuert bekam. Das tat nicht einfach nur weh. Wo nahm er sich das Recht her, sie an zu fassen? Aideen sah ihn mit einem so unglaublich traurigen Blick an, der selbst Steine hätte erweichen können. Tränen rannen ihr die Wangen herunter. Sie schüttelte den Kopf. Tatsächlich erschrak sie, als sie Jins Hände sah. Sofort griff sie nach ihren Salben. Natürlich wollte sie niemanden umbringen. Nicht einmal jemanden verletzen wollte sie. Luxia weinte, Jin war böse auf sie, was auch berechtigt war, und Xandris ... nun er sah nur zu. Aideen hielt sich die Wange. Sie griff nach Jins Hand. Ob wohl er sie geschlagen hatte, wollte sie ihm die Hand verarzten. Natürlich beide. Es tat ihr wirklich leid, aber er ... wie hätte sie Luxia denn bitte sterben lassen können. Sie kontne es ihm ja nicht mal erklären.
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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Jin am Mo Okt 26, 2015 11:04 pm

    Nein, das konnte sie nicht und er hätte es auch nicht verstanden. Sie sah so furchtbar traurig aus, aber jin war zu aufgebracht, um nun irgendwie auch nur im Entferntesten weich zu werden. Seine Hände brannten und sein Blut tropfte auf den Boden, als sie auch schon Salben herauskramte und ihn verarzten wollte, brachte es wohl das Fass zum überlaufen. Jin funkelte sie mordlustig an und Luxia schluchzte. „Hört auf zu heulen!“, fauchte er beide an und Xandris beobachtete seinen Bruder genau. „IHR habt keinen Grund dazu!“ Er drehte sich von Aideen und Luxia weg, die nur noch mehr weinte. Sie hatte Schmerzen und Jin war so gemein, sie verstand nicht, wie er so fies sein konnte. Ihr schönes Flügelchen war eingerissen und sie war verletzt. Es machte Jin regelrecht krank, dieses leise Schluchzen und Schniefen zu hören. Aideen kümmerte sich schon um Luxia und Jin ballte nun die zerschnittenen Fäuste, weshalb erneut Blut hervor quoll. Luxia jammerte vor sich hin und sprach unverständliche Sachen.
    „Sei endlich still!!“ Wieso war er denn bitte SO aufgebracht und wütend? Luxia verschluckte sich an ihren eigenen Worten und sah ihn mit großen Augen an. So wie er da stand und sie anschaute, als sei sie die Luft nicht wert, die sie atmete, vergaß sie beinahe, dass sie eigentlich weinen wollte. Jin funkelte sie nur weiter an und Xandris sagte leise: „Jin… Du vergisst dich.“
    „Ja verdammt!“ Der eiskalte Mörder schien gar nicht mehr so eiskalt zu sein. „Natürlich tue ich das! Wir wären beinahe in tausend Fetzen zerschnitten worden, nur weil DU“, er ezeigte auf Luxia, „zu unvorsichtig warst und DU“, nun auf Aideen, „offensichtlich glaubst, fliegen zu können!“ Jin war wirklich wütend. „Ich kann dich nicht schützen!“ Luxia sah ihn sprachlos an. Wollte er nun wirklich aufgeben? „Dieser Auftrag ist einfach zu schwer für mich!“ Xandris sah ihn merkwürdig an. „So wie ihr zwei euch verhaltet, werdet ihr mit oder ohne mich früher oder später sterben! Ganz zu schweigen dass ihr mich AUCH in den Tod reißt!“
    „Nur der Tod ist uns gewiss…“, sagte Xandris nun still. Scheinbar eine Aussage, die hier unten öfter getroffen wurde, so beiläufig, wie es klang.
    „Ach hör doch auf!“ Irgendwie war es ja auch lustig, wie Jin aus der Haut fuhr. „Ich bin gewiss nicht hier her zurückgekommen um in diesem schwarzen Loch zu verrotten! WENN ich sterbe, dann auf der Erdoberfläche unter blauem Himmel oder Sternenlicht!“ Wie… grotesk… warum sagte er das? Xandirs sah ihn noch immer sprachlos an und Jin wickelte während er sprach Bandagen um seine Hände und Finger. „Ich schwöre dir Aideen, bei meinem Blute und allen finsteren Göttern… Wenn du so etwas noch einmal tust… werde ich nicht noch einmal versuchen dich zu retten!“ Luxia sah hinauf zu Aideen und sie hasste es, wenn sie weinte. Sie sagte schwach, aber energisch: „Jetzt lass sie endlich in Ruhe! Sie wollte mein Leben schützen und nun soll sie dafür bestraft werden?! Es war meine Schiuld, also lass sie gefälligst in Ruhe, du undankbarer Mistkerl!“
    Undankbar?!“, fuhr er sie an. „Wofür sollte ich schon dankbar sein, hä?“ Luxia ballte die kleinen Fäuste. Ihre Wunden waren nicht ganz so schwer, wenngleich sie ihr große Schmerzen verursachten und sie auch nicht mehr fliegen konnte. Aideen war sehr sanft mit ihr umgegangen.
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    Aideen

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    Re: Schicksal oder Zufall?

    Beitrag  Aideen am Mo Okt 26, 2015 11:16 pm

    Jin ließ sie nicht an sich heran, also wandte sie sich Luxia zu und versorgte sie ganz sanft und vorsichtig. Jins Worte waren hart. Er war eben Anders, als sie. Als er jedoch immer weiter aus der Haut fuhr und nun beide an schnauzte, konnte selbst die Liebenswerte und ruhige Elfe sich kaum mehr zurück halten. Sie stand schließlich auf, als Luxia sie verteidigen wollte und stellte sich vor Jin. Sie gestikulierte wild vor sich hin, ohne auch nur daran zu denken, das ihr so schnell wohl niemand folgen könnte. natürlich nicht. Wie sollte sie ihre Wut auch gestikulieren? Sie tippte ihm mit dem Finger immer wieder auf die Brust und sah nun wirklich böse aus. Er war ja so ein Idiot. natürlich hatte sie Luxia gerettet, hatte sie alle gefährdet, aber sie konnte die Fee nicht einfach so sterben lassen. Sie war ihre Freundin. Aideen hätte das Selbe auch für Jin oder Xandris getan, aber das alles zählte jetzt ohnehin nicht. Er war stur, ungeduldig und glaubte offenbar, er könne mit jedem so umspringen wie er es wollte. Sie weinte nicht mehr, aber sie würde Luxia nicht die Tränen verbieten und würde auch nicht zu lassen, das Jin sie weiter so herablassend behandeln würde. Letztlich drehte Aideen sich um, warf die Hände in die Luft und gab einen Laut ihrer Wut frei, ehe sie sich nun wieder Luxia und ihrem so verdammt verletzten Flügel widmen wollte. Aideen wusste nicht, ob es Tag oder Nacht war, aber sie spürte, wie sie plötzlich ein Schwächeanfall ereilte und sackte einfach zu Boden. Sie war blasser als vorher und ihr schien es wirklich nicht gut zu gehen. Sie weinte nicht mehr, aber sie würde Luxia nicht die Tränen verbieten und würde auch nicht zu lassen, das Jin sie weiter so herablassend behandeln würde.

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    Re: Schicksal oder Zufall?

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