Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


    Die weite Welt der Fantasy

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    Ailish

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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Ailish am Mo März 06, 2017 4:12 am

    Kazel sah Lilly dabei zu, wie sie sich unter dem Wagen hervor kämpfte. Schon rannte sie wieder auf ihn zu. In seiner dämonischen Gestalt verlor die Welt an Farbe und er hatte das Gefühl, dass er weniger als sonst fühlte. Warum eigentlich rannte sie dauernd. Sicher fiel sie gleich wieder hin. Rauchende Aschehaufen, die einst Feinde gewesen waren, ließ sie auf ihrem Weg zu ihm hinter sich und der Gestank von verbranntem Fleisch, konnte es einem übel werden lassen.
    Das jedoch traf nicht auf Kazel zu. Irgendwie hatte er fast gefallen daran gefunden, dass diese Leute seiner Macht zum Opfer gefallen waren. Erst bei einem zweiten Gedanken daran unterdrückte er diese dämonische Freude wieder. Lilly erreichte ihn und er ließ ihre Umarmung reglos geschehen, ohne sie zu erwidern. Lilly bekam dabei einen gehörigen Schlag, den nicht er verursachte, sondern die allgemeine statische Aufladung der Luft und Umgebung. Sein Flügel waren angelegt und hin und wieder tanzte noch ein Funken über das Gefieder.
    Lima sah ihn erst noch eine Weile an und dann ging sie langsam unter dem Karren hervor und auf ihn zu. Sie ignorierte den Gestank und die Leichen und erreichte ihn nach einer Gefühlten ewigkeit, wo er nun den Blick senkte. Lima streckte die Hand nach ihm aus und legte sie auf seine Wange, was ihn erschreckte, weshalb er schnell auf sah. „Kazel…“ Er musterte sie, aber seine Augen waren komplett weiß, weshalb man das nicht erkennen konnte. „Du hast uns gerettet.“
    „Ich bin ein Monster.“, antwortete er mit einer überlagerten Stimme, die gelinde gesagt gruselig klang. „Du bist mein Sohn.“ Sie lächelte. „Du bist sein Sohn…“ Dann streichelte sie sanft über die Wange und erklärte: „Und solange du dich für ein Monster hältst, mein Sohn, solange werde ich auch eines sein, denn ICH habe einen Dämon geliebt.“ Kazels Augen weiteten sich vor Überraschung und sie lächelte. Sie betrachtete seine Flügel, wo sie leicht darüber strich. Wie weich sie waren. Kazel beobachtete sie dabei und spreizte sie leicht, als sie durch strich. Auch sie hatte einen Schlag bekommen, kicherte aber nur.
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    Liv

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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Liv am Mo März 06, 2017 4:46 am

    Lilly bekam einen heftigen Schlag, der sie zurück taumeln, und sie zu Boden fallen ließ, wo sie erst einmal benommen liegen blieb. Kira sah über das Schlachtfeld, die vielen rauchenden Aschehaufen und versuchte, den Geruch von verbranntem Fleisch zu ignorieren.
    Liv krabbelte ebenfalls schnell unter dem Karren her. Sie sah sofort, das ihrer Schwester nichts geschehen war und kümmerte sich sofort um Kiran, der völlig ausgelaugt sein musste. Alle Anderen schienen in Ordnung zu sein, ausser Tryn, aber um ihn würde sich Ailish sicher selber kümmern wollen.
    Lilly kam wieder auf die Beine. Sie sah Kazel, wie er da stand. Es mochte ein gruseliges Bild für jeden Anderen sein, doch Lilly sah in ihm einen wunderschönen Schutzengel. Seine Mutter stand vor ihm und strich ihm über die Federn. Lilly lächelte. Sie wollte die Beiden nicht stören. Lima war Kazels Mutter und sollte in seinem leben wohl an erster Stelle stehen. Sie selbst hatte einen dieser Momente, in denen sie sich sicher war, am falschen Ort zu sein und gesellte sich wieder zurück zu den Anderen, denn scheinbar wurde sie hier nicht gebraucht. Lima verstand es wenigstens, Kazel die richtigen Worte zu sagen.
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    Ailish

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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Ailish am Mo März 06, 2017 4:55 am

    Tryndamere schleppte sich zum Wagen und Ailish begutachtete ihn. „Ist alles in Ordnung mit dir?“ Er hatte mehrere Schrammen und seine Rippen wiesen eine dunklere Färbung auf. Eben so seine Schulter und eine Platzwunde an der Braue war zu sehen. Er sagte nur zufrieden: „Ahhh, ein guter Kampf. Fast hätte er mich erwischt!“ Ailish sah ihn sprachlos an. „Er hat dich nur deshalb nicht erwischt, weil ich ihm einen Pfeil ins Gesicht gejagt habe!“ Tryn grinste darauf hin. „Ich weiß.“ Ailish kochte vor Wut und überspielte so ihre Sorge. Sie sah sich die Wunden genau an und schließlich befand sie, dass es nicht so schlimm war. Blutergüsse, aber keine tieferen Verletzungen. Sie schmierte trotzdem Salbe auf die Platzwunde. Jetzt hatte sie gar keine Pfeile denn selbst, wenn sie sie wieder hätte einsammeln wollen… Kazel hatte sie in Asche verwandelt.

    Kazel sah nun Lilly weggehen und seine Mutter lächelte ihm zu. „Na komm!“ Sie gingen zurück, wobei Kazel sich zurückverwandelte. Seine Flügel lösten sich in einem Funkenregen auf und als er seinen nächsten Schritt machte, sackten ihm die Beine Weg. Er ging auf die Knie und keuchte. Er hatte sehr viel Energie verbraucht. Ihm wurde schlecht, was er sich aber nicht anmerken ließ. Lima kniete sich gleich zu ihm. „Geht es?“ Sie konnte sich vorstellen, dass selbst die Wandlung an sich schon anstrengend war. Vielleicht sogar schmerzhaft. Sie wollte es lieber nicht wissen.
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    Liv

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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Liv am Mo März 06, 2017 5:31 am

    Lilly hörte deutlich, wie Kazel ächzte. Sofort wirbelte sie herum und eilte zurück. Nun sah er auch wieder normal aus. Sie musste sich bremsen, Lima nicht in die Quere zu kommen, aber es gab ja nicht nur eine Seite an Kazel. So begab sich Lilly auf die andere Seite, kniete bei ihm und sah ihn besorgt an. Wenn Kiran schon so erschöpft vom Gebrauch der Magie war, wie erschöpft musste dann Kazel nun sein, wo er sich doch reichlich verausgabt hatte. Selbst Engel, ob nun dämonisch oder himmlisch, mussten doch irgendwoher ihre Macht beziehen. Sicher hatte Kazel all seine Energie in die Angriffe gelegt. Lilly versuchte ihn zu stützen und hoffte, er war nun nicht zu stolz, oder Lima böse auf sie, weil sie sich da so vordrängelte. Eigentlich war Lilly im Moment vollkommen verunsichert was sie tun oder lassen sollte oder konnte.

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    Re: Die weite Welt der Fantasy

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