Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


    Licht und Schatten Akt II

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    Tales
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Tales am So Jul 19, 2015 12:50 am

    Nun, Tales konnte nicht viel tun, denn wie hätte er Dana auch aufmuntern können, wo das Mädchen gerade vor ihren Augen getötet worden war? Er versuchte einfach nur ein wenig Nähe zu spenden und für sie da zu sein. Mehr konnte er ohnehin nicht tun.
    Azeral saß oben noch eine Weile auf dem Bett. Er ließ sich schließlich nach hinten fallen und starrte an die Bettdecke. Er legte schließlich seinen Arm auf sein Gesicht und fragte sich, ob Tales eine Entschuldigung erwartete. Hätte er dann nicht aber was gesagt? Doch bestimmt. Er stand auf und kleidete sich an. Er zog etwas bequemes an, schließlich würden sie auch erst am nächsten Tag aufbrechen. Es klopfte. Sicherlich war das Caithlyn. Er machte eine Handbewegung, die den Spiegel wieder zusammen setzte und auch die Zerbrochenen Fläschchen auf der Kommode kehrten an ihren Platz zurück. Er öffnete mit einer Handbewegung die Tür zum Balkon und sagte im Hinausgehen: „Komm rein!“ Draußen setzte er sich auf seinen Stuhl und legte die Füße hoch. In der Hand natürlich ein glas Wein.
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Dana am So Jul 19, 2015 1:10 am

    Caithlyn trat ein, nachdem Azeral es ihr erlaubt hatte. Furcht war in ihrem Herzen, doch gleichsam Mut, denn sie würde sich dieser Aufgabe stellen und ihm nicht zeigen, welche Angst sie hatte, eben so zu enden, wie das arme Mädchen. Sie tat ihr so leid. Wenige Tage zuvor, hatte sie sie noch angekleidet. Ja, sie hatte versucht Caithlyn um zu bringen, doch sie war ein junges Ding und wusste nicht viel von der Welt. Wie leicht es wohl war, sie zu manipulieren? Es musste doch nur jemand sein,d er war wie Azeral und er hätte nun wirklich verdammt leichtes Spiel.
    "Verzeiht. ich bin hier um die Sachen für euch zu packen. Dazu muss ich aber wissen, wie wir reisen werden."
    Sie ging jetzt mal nicht von einer Kutsche aus, sondern eher von einem Pferd, oder sogar zu Fuß. Das alles würde ihr nicht viel ausmachen, aber irgendwie müssten sie ja auch das Gepäck mit sich nehmen.
    "Wenn ihr so gütig währt mir unsere Reisebedingungen mit zu teilen, würde ich für alles Sorgen, was von Nöten ist."
    Nun ihre Kleidung war nach wie vor die Selbe. Das Geld für neue Kleide hatte sie eben nicht.
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    Tales
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Tales am So Jul 19, 2015 1:21 am

    Azeral sah sie nicht an, als sie rein kam und mit ihm sprach. Er schien immer noch ziemlich beleidigt zu sein und sein Hochmut war die kleine Rache an ihr. Er sollte sie nicht verletzen. Pha! Schließlich sah er sie mit seinen sagenhaft schönen Augen an und sie sah diese Missbilligung hervorstechen. Er erhob sich und lief zügig ins Zimmer auf sie zu. „Zu Pferd! Alles andere dauert zu lang! Bist du etwa auf den Kopf gefallen?“ Sie würde es wirklich nicht leicht mit ihm haben. Sicherlich würde er auch bei allem etwas auszusetzen haben, wenn sie reisen würden. „Sieh dich an! Bevor du meine Sachen zurechtlegst, besorgst du dir besser angemessene Kleider!“ Er umkreiste sie einmal, und da er so groß war beugte er dabei den Oberkörper leicht nach unten. „Du siehst aus wie eine dahergelaufene Magd und nicht wie meine Leibdienerin.“ Dann drehte er sich von ihr weg und ein Säckchen Gold flog ihr vor die Füße. „Nimm dir eine Wache mit. Wenn du einmal dabei bist, kannst du mir auch gleich ein neues Gewand besorgen. Das alte… ist voll Rotwein!“ Er trat wieder hinaus auf den Balkon. Nun, er war sauer, aber er trotzdem vielleicht weniger gemein als erwartet. Sicherlich würde er sich noch beruhigen, immerhin hatte er sie gerade nur zwei Mal beleidigt und das auch nicht besonders schlimm. Außerdem hatte er ihr einen Auftrag erteilt. Immerhin ein Anfang.
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Dana am So Jul 19, 2015 1:53 am

    Caithlyn sah ihn an. Als habe sie eine Wahl gehabt. Sie nahm den Geldbeutel, nahm aber auch das verdreckte Gewand von Azeral und verließ das Zimmer. Sie wusste nicht, wie sie nun damit umgehen sollte. Er würde ihr das Leben zur Hölle machen und das nur, weil sie einem königlichen Befehl gehorchte. Denn noch. Sie war mutig, freundlich und würde diese Eigenschaften auch dann bei behalten, wenn er sie noch so schlecht behandelte. Zunächst suchte sie sich eine Wache, von der sie hoffte, er sei erfahren und könne sie auch wirklich beschützen. Anschließend verließ sie den Palast, um in die Stadt zu gelangen. Sie selbst nahm dabei ein braungeschecktes Pferd, welches sie schon immer sehr mochte. Eigentlich hatte auch nie jemand etwas dagegen gehabt, wenn sie mit ihm geritten war. Mit der Wache ritt sie also in die Stadt, neue Gewänder für den Herrn und sich selbst zu besorgen. Später, als sie zurück war, zog sie sich um. Sie hatte das Gewand für Azeral bei sich, als sie wieder hinauf ging, um seine Sachen zu packen. Das er sie wieder nur beleidigen würde, war ihr schon klar. Es war verletzend, doch sie würde nichts mehr darum geben, denn letztlich wusste sie doch, wer es sagte und was sie davon zu halten hatte. Da sie zu Pferd reisen würden, würden sie nicht sonderlich viel mit nehmen können. Ein drittes Pferd würde nur aufhalten. Sie klopfte erneut an, betrat dann sein Gemach und legte ihm sein neues Gewand über den Kleiderdiener. Er würde die Sachen sicher gleich an probieren wollen. Das Alte lag bereits zum Säubern bereit. Sie hatte sofort Salz drauf gestreut, um es einziehen zu lassen und würde es dann später aus waschen. Im Normalfall würde es funktionieren.
    "Euer Gewand Herr,"
    erklärte sie nun. Sie blieb freundlich, hielt sich an das,w as sie imemr gelernt hatte und würde nun auf Anweisungen warten.
    "Wünscht ihr bestimmte Sachen mit zu nehmen?"
    Was sie sonst einpacken musste, war wohl klar, doch was er an Dingen brauchen würde, die er für dringend nötig erachtete, würde sie erst noch lernen müssen.
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    Tales
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Tales am So Jul 19, 2015 2:02 am

    Azeral hatte sie beobachtet, wie sie mit der Wache in die Stadt geritten war. Er starrte eine Weile auf die Straße hinab und schließlich senkte er den Blick. Wieso machte sie ihn so wütend, wenn sie nur in seiner Nähe. Sobald sie außerhalb seiner Reichweite war, betrachtete er sie gerne. Hörte ihrer Singstimme zu und ertappte sich dabei, wie er sich darin verlor, ihr bei alltäglichen Dingen zuzusehen. Immer wenn sie sich unbeobachtet fühlte, hatte er das Gefühl, sie sei ein anderes Wesen. Ein Wesen, dass er nur aus der Ferne betrachten konnte, um es nicht zu zerstören. Er seufzte, stellte den halbgetrunkenen Wein auf das Fensterbrett und ließ sich in den Sessel fallen, der auf dem Balkon stand. Er legte die Füße hoch und stützte die Stirn auf die Hand.
    Als Caithlyn zurückkam, saß er immer noch in der Sonne. Sein schwarzes Seidiges Haar fiel glatt vorn über seine Brust, die sich gleichmäßig hob und senkte, als sie ihn ansprach und er nicht reagierte, kam sie etwas näher. Er schien eingeschlafen zu sein. Er sah so friedlich und unglaublich hübsch aus, dass das unmöglich der gleiche Azeral sein konnte, der sie sonst so schrecklich behandelte. Er sah aus wie ein Engel und doch… Sie wusste es besser. Sobald er erwachen würde, würde er ihr das Leben zur Hölle machen. Er war kein Engel, sondern ein Teufel.
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Dana am So Jul 19, 2015 2:29 am

    Caithlyn ließ ihn schlafen. So schön er an zu sehen war, so grausam konnte er sein. Caithlyn würde das Mädchen niemals vergessen, welches er so eiskalt getötet hatte. Caithlyn verhielt sich leise, als sie nun die Sachen packte, von denen sie ausging, das er sie mit nehmen wollte. Als sie fertig war, verließ sie leise das Zimmer, um sich um sein Gewand zu kümmern und natürlich die Vorräte, die sie für den Weg brauchen würden. Zunächst kümmerte sie sich darum, Azerals Gewand zu reinigen. Es musste noch trocknen, dann würde es aussehen, als sei es neu. Anschließend begann sie die Lebensmittel zu ordern, welche sie mit nehmen würden. Sie durften sich nicht überladen, mussten aber auch etwas mit nehmen, was für die Reise über Land reichen würde, sollten sie eine Stadt nicht vor Einbruch der Nacht erreichen. Schließlich war alles bereit und sie würde sehr früh aufstehen, um alles am Morgen bereits fertig zu haben. Sie hatte sich ein paar Tipps geben lassen, um nicht ganz so dumm da zu stehen. Letztlich klopfte sie noch einmal an seine Tür, betrat das Gemach, um nach Azeral zu sehen.
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    Tales
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Tales am So Jul 19, 2015 2:44 am

    Azeral bekam natürlich von dem ganzen Treiben überhaupt nichts mit. Er schlief tief und traumlos und am Abend, als Caithlyn zurück in sein Gemach kam, wehte der Vorhang fast verheißungsvoll in den Raum. Es hatte sich ganz schön abgekühlt und wenn er weiter dort draußen rum liegen würde, würde er nur krank werden. Azeral bemerkte natürlich nicht mal, wie sie auf ihn zukam.
    Sie deckte ihn vorsichtig zu und als sie ihm das Kissen in den Nacken schob, um ihm eine schmerzhafte Versteifung am nächsten Morgen zu ersparen, wurde er wach. Caithlyn hatte sich hinunterbeugen müssen und nun, wo sie sich wieder aufrichtete sah sie in die geöffneten Augen Azerals, der in ihre hineinblickte. Dieses Mal sah er voll und ganz normal aus. Ohne Zorn, ohne Hass und ohne Schmerz. Einfach nur ein Mann, der eben aus dem Schlaf gerissen wurde. Er schien auch ein wenig erstaunt. Zu keinem Zeitpunkt, seit sie ihn kannte, hatten seine Augen schöner ausgesehen. Doch dieser Moment war so schnell vorbei, wie sie ihn hatte erhaschen können. Azerals Brauen zogen sich leicht zusammen und er wendete den Blick zum Himmel. Es war schon dunkel?! Er sah wieder zu ihr und stellte fest, dass sie sich neue Kleider besorgt hatte. Verschlafen rieb er sich über das Gesicht und erhob sich schließlich. Er musterte sie. Sie hatte sich ein Gewand angezogen, was vorne tief geschlitzt war, darunter jedoch befand sich eine fein gearbeitete Hose aus dem gleichen Stoff. So mutete das Gewandt wie ein Kleid an, behinderte sie aber nicht. Ihre zierlichen Füße, waren in Stoffschuhe gesteckt, die jedoch eine funktionale härtere Sole hatten, damit sie sich ungehindert bewegen konnte. Der Obere Teil des Überwurfes war bis zum Hals geschlossen und am Rücken mit Schnüren zusammengezogen, die den dunkleren Grauen Stoff, der darunter lag in stilvolle Falten legte. Die Ärmel des Gewands liefen zu den Handgelenken nur leicht auseinander, sodass sie nicht goß behindert wurde und auf der Brust waren feine weiße und schwarze Stickereien zu erkennen, die kein wirkliches Objekt oder Tier darstellten, sondern einfach nur Muster formten. Azeral schlich einmal um sie herum und er war ganz und gar erstaunt, dass sie seinen Geschmack derartig getroffen hatte. Ihr hellblondes Haar war hochgesteckt und Azeral spürte in sich das Verlangen aufkommen, ihren Hals einfach hinten am Haaransatz zu berühren. Er hob die Hand hinter ihrem Rücken, doch dann ließ er es bleiben. Er richtete sich auf und überragte Caithlyn um einen Kopf. „Hast du schon gepackt?“, fragte er nun kühl und erklärte: „Bring mir ein Abendessen und Wein.“
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Dana am So Jul 19, 2015 2:59 am

    Caithlyn sah in die wunderschönen Augen, die sich eben geöffnet hatten. Wie wunderschön. Für einen wirklich kurzen Moment, konnte sie sich in ihnen verlieren. Sie wich schließlich ein Stück zurück, um Azeral auf stehen zu lassen. Sie senkte den Kopf, um ihre Ergebenheit zu symbolisieren. Azeral ging um sie herum. Er schien sie genauestens zu betrachten. Caithlyn hatte genauestens darauf geachtet, was sie gekauft hatte, um für jede Gelegenheit gerüstet zu sein. Schließlich wollte sie nicht unangenehm auffallen oder ihm Schwierigkeiten machen.
    "Ja, Herr. Es ist alles gepackt und Vorbereitet,"
    antwortete sie.
    "Wie ihr wünscht Herr."
    Sie knickste und verließ den Raum, nur um kurz drauf mit einem ordentlichen Abendessen und einem Krug Wein zurück zu kehren. Sie betrat den Raum, stellte es auf den Tisch.
    "Euer Abendessen, my Lord. Wann wünscht ihr Geweckt zu werden?"
    Caithlyn verhielt sich vorbildhaft. Sie würde nicht gehen, ehe er mit dem Abendessen fertig war und den Tisch direkt mit ab räumen. Natürlich würde sie ihm Wein nach schenken und seine Wünsche von seinen Augen ab lesen, sobald sie wusste, wie er wirklich tickte. Das brauchte ein wenig Zeit, aber sie würde es schon hin bekommen.
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Tales am So Jul 19, 2015 3:14 am

    Da Azeral jedoch sehr schwierig war und er seine Meinung im Sekundentackt ändern konnte, würde sie ganz sicher zu knabbern haben. Azeral wartete auf das Essen und als sie es ihm brachte ließ er sich Zeit. Sie würde deutlich eher aufstehen müssen, als er und es schien ihr so, als würde er sie mit Absicht länger wachhalten indem er sich so viel Zeit ließ. Es schien ihn dabei auch keines Wegs zu stören, dass es kalt wurde. „Was hast du eingepackt?“, wollte er schließlich wissen. Sie zählte es ihm auf. Sie hatte zu jedem Gewandt passende Stiefel ausgewählt und insgesamt waren es drei. Plus das, was er eventuell anziehen wollte, wenn er am morgigen Tage abreisen würde. Auch an die Nacht- und Unterbekleidung hatte sie gedacht, die – jeden Tag gewechselt – für eine Woche reichen würde, ehe sie waschen müsste. Sie hatte weiterhin sein Geschmeide eingepackt, was er ebenso zu den Gewändern passend besorgt hatte lassen. Eine Waffe besaß er nicht wirklich und als Botschafter brauchte er wohl auch keine. Aber was wenn er mal nicht zaubern konnte? Vielleicht würde er sich irgendwann einmal ein Schwert anfertigen lassen. Er sagte schließlich: „Ich muss sieben verschiedene Häuser bereisen und du packst nur drei Gewänder ein?“ Er schüttelte leicht den Kopf. „Was ist mit der Verpflegung?“ Sie erläuterte ihm auch da, was sie eingepackt hatte und er sagte: „Mehr Wein und… was soll das für ein Speiseplan sein? Kannst du überhaupt kochen? Am Ende werde ich noch von trockenem Brot leben müssen. Nimm anständiges Essen und vor allem mehr mit. Wenn der platz nicht ausreicht, nehmen wir ein Lasttier mit. Ich will auf keinen Fall mit Gepäck auf meinem Pferd belästigt werden. Schlimm genug, dass ich überhaupt reiten muss.“ Er wandte sich von ihr ab. „Ich wünsche nicht geweckt zu werden. Ich werde selbst aufstehen. Frühstücken werde ich mit meinem Vater, und seiner Familie. Du wirst bis dahin alles gepackt haben.“ Er sah sie an. „Und nun hilf mir, mich zu entkleiden.“ Nicht dass er es nicht selbst könnte, aber… vielleicht wollte er sie auch einfach testen.
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Dana am So Jul 19, 2015 3:29 am

    Caithlyn kochte schon wieder innerlich vor Wut. Wie konnte er nur so Stur sein.
    "Ich habe mich ihren Wünschen entsprechend verhalten, my Lord. Ihr wolltet schnellstmöglich reisen, also habe ich nur dir nötigsten Dinge eingepackt,"
    erklärte sie uneingeschüchtert und recht unberührt von seinen versuchen sie klein zu kriegen. Das es innerlich wohl anders war, war wohl klar. Sie sollte ihm beim entkleiden helfen. Nun sie tat, was er ihr befahl, sah dabei aber eher immer weg. Schließlich wollte sie nicht unhöflich wirken. Sie konzentrierte sich voll und ganz auf die Kleidung und versuchte ihn komplett zu ignorieren, was angesichts seiner Ausstrahlung nicht gerade leicht war.
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    Tales
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Tales am So Jul 19, 2015 3:40 am

    Zuerst hängte sie ihm den Umhang ab und legte ihn beiseite. Anschließend musste sie direkt vor ihn treten, um die Kleidung vorne an Hals und Brust zu öffnen, um eine Art anliegendes Cape abzunehmen. Die Überkleidung war vom Boden bis hoch zum Bauch geschlitzt, ähnlich wie bei ihr und darunter befand sie noch mal ein Schwarzes Seidenhemd, welches eher schlicht war. Ein schwarzer Gürtel hielt die feingearbeitete schwarze Hose und eine Silberne Gürtelschnalle hielt den Gürtel. Azeral lächelte Leicht, aber es war ganz klar kein schönes Lächeln. Er wartete, bis sie ihm die schwere Kleidung abgelegt hatte und sagte nichts. Auf Grund dessen, war klar, dass er wollte, dass sie weiter machte. Erst als sie das Hemd aufknöpfte ließ er seine Macht strömen und entfachte in ihr ein tiefrotes Verlangen, nach ihm. Auch wenn es nicht ganz so stark war, wie beim ersten Mal. Es war subjektiver und ihre zierlichen Hände, fingen an zu zittern. Seine Stimme klang nun geschmeidig und so wunderschön: „Na los… Nicht so schüchtern…“ Diese kleine Gemeinheit machte ihm irgendwie Spaß. Er hob die Hand und legte seine Hand an ihren Kiefer. Er blickte sie von oben herab an und sein erbarmungsloser Blick erschien ihr eher wie der eines Engels. „Nur zu… Berühr sie.“ Er sprach von seiner blassen und doch geschmeidigen, makellosen und schönen Haut.“ Er ließ ihr Gesicht los und fügte an: „Ich erlaube es.“
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Dana am So Jul 19, 2015 4:00 am

    Caithlyn hielt sich zurück. Sie wollte nicht ..aber sie konnte gar nicht anders. Himmel was war denn nur mit ihr los? Sie war doch nie so gewesen, das sie einen Mann so sehr begehrte, das ihre Hände zitterten. Eigentlich hatte sie noch nie das verlangen nach irgendwem verspürt, doch jetzt ... sie sah ihm in die Augen, als er ihr Kinn hielt, es anhob. Sie sollte ihn berühren? Oh Gott sie wusste gar nicht wie ihr geschah. Dieser Körper ... diese Haut ... Caithlyn wagte es trotz seiner Erlaubnis nicht, seine Haut zu berühren. Es kostete sie alle Kraft die sie aufbringen konnte, es nicht zu tun und doch spürte sie, wie ihr Verlangen immer stärker wurde. Schließlich aber, gab sie ihm eine Ohrfeige, drehte sich um und lief aus dem Zimmer. Sie war tief verletzt und würde erst am nächsten Tag wieder auftauchen, jedoch nur noch das nötigste mit ihm besprechen. Vielleicht sollte sie die Königin bitten, jemand anderen mit zu schicken. Caithlyn lief schnell. Sie musste sich beruhigen, um seinen verdammten Auftrag aus zu führen.
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    Tales
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Tales am So Jul 19, 2015 4:17 am

    Azeral betrachtete sie, wie ihre Hand an seinem Hemd verweilte. Die andere, die sie zum Knöpfen verwendet hatte, kam näher und näher. Sie zuckte leicht zurück und immer wieder näherten sich ihre Fingerspitzen, sodass sich seine Augen nun leicht weiteten in Erwartung, wie es sich anfühlen würde. Doch plötzlich riss sie sich aus seinem Bann und eine schallende Ohrfeige ertönte. Sie rannte hinaus und Azeral setzte sich verdutzt auf sein Bett. Wie? Er legte seine Hand an seine Wange und blickte nicht zur Tür er war einfach nur geschockt, dass sie ihm entkommen war. Selbst Kyla… die eine weit höhere Willenskraft besitzen sollte, als dieses einfache Mädchen, hatte sich nicht gegen ihn wehren können. Wieso?! Azeral drehte sich schnell zur Tür um dann wieder zurück. Anstatt jedoch nun vollkommen aus der Haut zu fahren, ergab sich ein anderes Bild. Wäre ein kleines Mäuschen nun im Raum gewesen und hätte ihn beobachtet, hätte es gesehen, wie sich ein hauchzartes und zerbrechliches Lächeln auf seine Lippen legten, als seine Hand leicht über seine gerötete Wange fuhr. Er wusste nicht wieso, aber es machte ihn nicht wütend, dass sie ihm entkommen war.

    Am nächsten Morgen stand er pünktlich auf und kleidete sich reisefertig an. Er trug dabei nicht so dick auf, wie sonst, da er sonst schlecht reiten konnte. Das Gewand reichte bis kurz über unter die Knie, wo feste schwarze Stiefel für Stabilität beim Reiten dienen sollten. Das Gewandt war schwarz und silbern verziert. Ein Cape hatte er bis zum Hals geschlossen, es reichte eine Handbreit unter die Achseln und darüber befestigte er den Umhang, der innen silbern schimmerte und außen schwarz war. Zu seinem Leidwesen befand sich das Königliche Wappen darauf, was einen Silbernen Drachen zeigte, der den Kopf stolz erhoben hatte und die Flügel entweder gerade auffalten oder eben zusammen legen wollte. Er ging zum Speiseraum Danas und Tales‘ und trat ein. „Guten Morgen.“, wünschte er und sein Vater musterte ihn. Er erwiderte den Morgengruß und Azeral setzte sich neben seinen Vater. Daneben saß Kylar und so saß er Dana gegenüber und Kylar Lia. Schweigen herrschte und schließlich sagte Azeral. „Ich habe überreagiert.“ Er blickte Dana dabei nicht an. „Ihr leben war in dem Moment verwirkt, als ich sie mir zu Eigen machte.“
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Dana am So Jul 19, 2015 4:50 am

    Caithlyn war wirklich sehr früh aufgestanden. Noch am selben Abend hatte sie die Sachen zusammen gepackt, die er unbedingt hatte mit nehmen wollen und sich selbst am Morgen Reisefertig angezogen. Sie hatte das Frühstück bereits hinter sich, die Pferde vorbereiten lassen, welche sie auf der Reise reiten würden und natürlich auch jenes, welches sie für die Last brauchen würden. Azerals Sachen hatte sie noch während er schlief, leise heraus gelegt, damit er sich ankleiden konnte. Sie selbst hatte sich zum Frühstück zu den Bediensteten unten begeben. Dort wurde gewitzelt, nur Caithlyn fand es eben nicht sehr komisch. Al die Anderen es bemerkten, hörten sie auf, sie zu ärgern und wünschten ihr eine gute Reise, wie auch ein hoffentlich angenehmes Auskommen mit ihm.

    Dana sah auf, als Azeral den Raum betrat. Sie wusste nicht, das Azeral eigentlich zur Hälfte ein Vampir war. Er entschuldigte sich auf seine Weise bei ihr, nachdem er einen guten Morgen gewünscht hatte, den alle erwidert hatten. Was wollte er nun von ihr hören?
    "Du bist ein anderes Leben gewohnt ... eines in dem man nicht von dir verlangt, etwas zu tun, was du nicht willst. Du warst wütend. Sie ist beigesetzt worden und wird nun wohl ihren Frieden finden. Du hast sie befreit von ihrer Qual. Dafür danke ich dir."
    Für Dana war der Gedanke schlimmer, das Mädchen Willenlos zu sehen, als tot. Denn noch war es schrecklich für sie gewesen. Nun frühstückten sie gemeinsam.
    "Bitte Azeral. Behandle Caithlyn gut. Verletze sie nicht. Sie ist ein gutes Mädchen. Letztlich müsst ihr zusammen reisen und könnte euch nicht leisten, euch nicht zu vertrauen."
    Sie stand auf, ging um den Tisch herum und kniete neben Azeral, dessen Hand Dana nun nahm.
    "Ich vertraue dir Azeral. Bitte sei freundlich zu ihr. Sie wird dir eine gute Leiddienerin sein."
    Dana stand wieder auf. Sie lächelte liebevoll, küsste ihn auf die Stirn und ging zurück auf ihren Platz, um das Frühstück mit einem Tee zu beenden. Sie konnte nicht mehr viel essen, den das Baby war inzwischen groß genug, um die Innereien der Mutter gegen den Magen zu drücken.
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Tales am So Jul 19, 2015 5:06 am

    Eigentlich hatte er gar nichts von ihr hören wollen, aber was sie sagte, war ohnehin egal. Er hatte seine Wahl getroffen gehabt und bereute nichts. Er fühlte sich nicht wirklich schuldig, aber Tales fand die Geste dennoch schön. Sie kniete sich neben ihn und küsste ihm dann nach ihren Worten die Stirn. Azeral betrachtete sie, wie sie sich wieder setzte und Kylar lächelte. Schließlich aber wurde es Zeit.
    Sie gingen in den Thronsaal, wo Zel und Luca bereits alles fertig gemacht hatten. Es gab sieben Schriftrollen und sie alle waren mit dem königlichen Wappen versiegelt. Azeral würde sie ausleifern und wenn nötig nachhelfen, dass die betreffenden nach ihrer Pfeife tanzten. Tales trat zu ihm und legte seine Hand auf Azerals Schulter. „Komm gesund wieder.“
    „Werde ich.“ Caithlyn stand ein wenig abseits. Auch sie hatte Reisekleidung an, die hübsch und elegant, aber auch zweckmäßig war. Azeral warf ihr nur kurz einen Blick zu, ehe er die Schriftrollen in die Tasche packte. Zel überreichte ihm noch ein Buch. „Hier steht alles wissenswerte über die verschiedenen Häuser drin. Es verlangt Fingerspitzengefühl.“
    „Du musst mir nicht erklären, was ich zu tun habe. Ich weiß es.“ Zel lächelte matt und sagte: „In Ordnung.“ Azeral wendete sich ab und ging dann ohne eine weitere Verabschiedung Richtung Tür, doch Lia machte ihm einen Strich durch die Rechnung, sie rannte ihm in den Weg und klammerte sich an seinen Bauch. Azeral blieb erstaunt stehen und Lia sah zu ihm auf. Sie wollte ihn verabschieden und schließlich ließ er sich erweichen. Er ging auf ein Knie herab und sie konnte ihn umarmen. Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange. Auch Kylar umarmte ihn noch mal und erst als Dana auf ihn zukam und ihn ebenso verabschieden wollte, sagte er schließlich: „Genug davon!“ Er ließ Dana stehen und rief Caithlyn nur zu: „Komm!“ Tales konnte ihn verstehen. Das Verhältnis zu Dana war gespannt. Es hatte ihm schon am Frühstückstisch Unbehagen bereitet, dass sie seine Stirn geküsst hatte. Er stieß die Tür mittels Gedankenkraft auf und blinzelte in die Sonne. Er stieg auf sein Pferd und die Reise konnte beginnen.
    Caithlyns Kleidung war von einem hellen Beige und ihre Stiefel dunkelbraun. Auch Gürtel und Cape hatten die dunkle Farbe und der Stoff war bestickt. Ihr Haar war geflochten und Azeral sah sie nur kurz an. Es wurde Zeit. Scheinbar sah er über die Ohrfeige hinweg. Doch gerade, als sie losreiten wollten beugte er sich leicht zu ihr herüber und raunte ihr zu: „Wenn du mich noch einmal schlägst, breche ich dir deine Finger.“ Dann gab trieb er sein Pferd in einen leichten Trab an. Er sah wohl doch nciht drüber weg.
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Dana am So Jul 19, 2015 5:19 am

    Caithlyn hatte es denn noch geschafft, Dana zu erklären, was es mit der Blume auf sich hatte. Sie hatte versprochen, sich darum zu kümmern. Nun stand Caithlyn da und betrachtete, wie sie alle Azeral verabschiedeten. Lia wollte ihren Bruder am liebsten gar nicht ziehen lassen.
    "Ich hab dich lieb. vergiss uns nicht,"
    flüsterte sie und küsste seine Wange, ehe sie ihn frei gab.
    Caithlyn knickste noch einmal zum Abschied, verließ dann aber mit Azeral den Saal und ging zu den Pferden. Sie wollte sich entschuldigen, fand aber nicht die richtigen Worte. Sie stieg auf und wartete darauf, das Azeral die Richtung vor geben würde. Statt dessen aber, drohte er ihr. Sie sah ihm fest entgegen und erwiderte:
    "Und wer soll euch dann noch zu Diensten sein?"
    Sie sprach leise, nicht laut, denn die Anderen sollten nun nicht denken, das sie schon am Anfang der Reise stritten. Das Gepäckpferd führte sie mit sich. Sie konnte es schlecht Azeral überlassen. Sie trieb ihr Pferd an und ließ es ebenfalls traben.
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Tales am So Jul 19, 2015 5:27 am

    Azeral hörte ihre Worte und sagte nun, aufgrund des Rittes etwas lauter: „Du hast doch zwei Hände.“ Sie ritten durch die Stadt und ließen die Tore schließlich hinter sich. Azeral würde die Häuser systematisch bereisen und beim nächstgelegenen anfangen. König Thyvin. Ein ausgekochtes Schlitzohr. Er war für Spitzzüngigkeit und eiserne Führung bekannt. Er war kein besonders netter Mensch, aber er hatte es geschafft, dass sein Volk wieder handeln und aufblühen konnte, nachdem eine Schlimme Seuche in seinen Landen geherrscht hatte. Das Volk verdankte ihm viel und auch wenn er sich selten zeigte, verehrte man ihn doch. Seine Soldaten würden jede Schlacht für ihn schlagen und Azeral wusste, dass er kein leichtes Spiel mit diesem Mann haben würde. Sie ritten bis zum Mittag und Azeral hielt schließlich an. Neben der Straße befand sich ein einzelner großer Baum, der in voller Blüte stand. Er stieg ab und überließ es Caithlyn, sich um die Pferde zu kümmern und sie anzubinden. Er war nicht dumm, weshalb er wusste, dass die Pferde auch eine Pause benötigten, damit sie nicht vor Erschöpfung umfielen oder gar starben. Er machte es sich unter dem Baum bequem und schien darauf zu warten, dass sie ihm Essen bereitete. Nur eine Kleinigkeit, denn kochen würden sie, sobald sie das Nachtlager aufschlagen würden. Er lehnte sich an den Baum. Es war lange her, dass er so viel hatte reiten müssen und entsprechend erschöpft war er. Doch er würde nach dem Essen bis zum Abend durchreiten, auch wenn ihm alles weh tun würde.
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Dana am So Jul 19, 2015 5:37 am

    Na toll. Er war aber auch wirklich ein wahres Herzchen. Sie ritten bis zum Nachmittag, ehe die erste Rast anbrach. Caithlyn machte die Pferde fest und sorgte dann für etwas zu essen. Es war ein kleines Mittagessen und Kochen würden sie erst, wenn sie länger rasten würden. Jetzt musste etwas für zwischendurch reichen. Caithlyn tat, was in ihrer Macht stand, um Azeral zufrieden zu stellen, aber sie ahnte bereits, das er ohnehin wieder etwas aus zu setzen hätte. Sie selbst hatte keinen Hunger. Statt dessen sah sie sich ein wenig hier um. Es war schön und friedlich heute. Nichts ließ darauf schließen, das es unangenehm, zumindest vom Wetter her, werden würde. Die Pferde gönnten sich eine Pause, in der sie dösten. Caithlyn selbst, versuchte ruhe zu finden. Sie brachte ihm Wein, den er sicher haben wollte. Schließlich war er ja nahezu süchtig nach dem Zeug.
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Tales am So Jul 19, 2015 5:47 am

    Sie brachte ihm Essen und aß selbst nichts. Das war ungewöhnlich. Hatte sie keinen Magen? Er beobachtete sie dabei, wie sie den Weinschlauch ab machte und senkte schnell den Blick, als sie zurück kam. Sie schenkte ihm sogar ein und stellte den Becher vor ihn. Gedankenverloren knabberte er an dem Käse und betrachtete sie, wie sie sich umsah. Sein Blick war ganz normal und er verlor sich einen Moment in ihrem Anblick, wobei er sogar vergaß zu essen. Er besann sich jedoch schnell wieder und aß ärgerlich weiter. Der geflochtene Zopf stand ihr außerordentlich gut. Sie war einfach nur schön. Er sehnte sich nach ihren Fingern. Fast hatte sie ihn berührt und Azeral hatte dabei leicht die Augen geschlossen gehabt, ehe sie ihm diese Ohrfeige verpasst hatte. Na klar! Er musste ganz klar die Konzentration verloren haben, deshalb hatte sie ihm widerstanden. Er senkte den Blick auf das mit Btter bestrichene Brot, welches wirklich sehr frisch war und seufzte langgezogen. Sie würde ihn in den Wahnsinn reiben! Er holte erneut Luft und ein Krümel suchte sich seinen Weg in die Luftröhre. Er hustete und beugte sich leicht nach vorne, wobei er die Hand in ihre Richtung hielt, dass sie ihn bloß nicht anfassen solle. Er beruhigte sich langsam und trank Wein hinterher. Er räusperte sich und sah sie dann an. Mürrisch meinte: „Ich sag doch das Brot ist zu trocken. Man bekommt regelrecht eine Staublunge!“
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Dana am So Jul 19, 2015 6:07 am

    Caithlyn erschreckte sich, als sich Azeral verschluckte. Sie wollte ihm natürlich helfen, doch das wollte er nicht. Sie sah ihn an, als er meinte, das Brot sei so trocken, das er eine Staublunge bekäme. Nun das war maßlos übertrieben und er wusste es genau. Sie hatte ihm genug Butter drauf geschmiert, mal zu schweigen davon, das es ganz frisch war.
    "Trinkt noch einen Schluck. Das beruhigt den Hals,"
    meinte sie und schüttete noch etwas Wein nach. Als er sich beruhigt hatte, drehte sie sich wider um. Er würde sein Brot noch aufessen, da war sie sicher. Sie konnte in der zeit ein wenig herumlaufen. Nicht weit, nur ein wenig die Beine vertreten. Den ganzen Tag auf den Pferden, würde Muskelkater bringen, also würde sie ihm ein wenig vorbeugen, indem sie sich bewegte. Die Bäume hier blühten so herrlich. Sanft strich sie über deren Blüten, zog sich einen Zweig näher heran, um den Duft der Blüte zu genießen. Sie ließ ihn wieder los und kam wieder näher zu Azeral, ohne ihn wirklich zu betrachten. Sie sah lächelnd auf ein paar Kornblumen, die hier wuchsen. Wie schön sie waren. Bald würden sie weiter reisen. Caithlyn graute schon davor, wie er ihr Essen in den Dreck ziehen würde, weil es ihm ja nicht schmecken würde. Er würde sie wieder verletzen, nur könnte sie dieses Mal nicht einfach so weg laufen.
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Tales am So Jul 19, 2015 6:26 am

    Sie erklärte ihm, dass er besser noch was trinken solle, um den Hals zu befreien und er sah sie missmutig an. Sie schenkte nach und er sagte leise: „Du willst mich wohl abfüllen?“ Wenn sie es gehört hatte, hatte sie es ignoriert. Er lehnte sich wieder lässig an und aß zu Ende. Sie ging umher wie eine Waldfrau und erfreute sich an der Schönheit der Natur. Er wiederum erfreute sich an ihr, wie sie, ihn vollkommen ignorierend, durch das hohe Graß schritt und die Blütenköpfe berührte. Sie gehörte nicht in ein Schloss, auch wenn das von Luca sehr offen und bepflanzt war. Dieses Mal seufzte er nicht und schließlich schüttelte er verwirrt den Kopf und erhob sich. „Wir reiten weiter!“ Er war fertig mit essen und es war nun wohl ihre Aufgabe auch den Wein und den Becher wieder einzupacken. Azeral stieg auf sein Pferd und wartete sogar auf seine Dienerin. Er sah nicht mal unzufrieden darüber aus, sondern nachdenklich. Als sie soweit war lenkte er sein Pferd auf die Straße und zunächst blieb er im Schritt, doch als er scheinbar zu Ende überlegt hatte, trieb er das Pferd in den Trab.
    Nachdem sie eine Weile geritten waren zügelte er sein Pferd plötzlich und Caithlyns Pferd musste sogar ausweichen, geschweige denn das Lastentier. Azeral sah in den Himmel. Er blickte sich um und die Pferde wurden unruhig. Plötzlich stieg Azerals Pferd und warf ihn gekonnt vom Rücken er fing sich jedoch eben so gekonnt ab und landete auf den Füßen. Er schlug den Umhang zurück und beschwor sein Schwert. Das Pferd fing er an den Zügeln und versuchte es zu beruhigen, gab dies jedoch schnell auf, als etwas angeflogen kam. Es war kein Dämon, sondern ein Teufel. Er hatte zwei Hörner und grinste übers ganze Gesicht. Azeral funkelte ihm entgegen und dann schlich auch ihm sich ein Grinsen aufs Gesicht.
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Dana am So Jul 19, 2015 6:37 am

    Caithlyn war nicht dumm. Etwas zu erwidern wäre im höchsten Maße ungebührlich gewesen und genau das würde sie nicht sein. Sie würde ihm von sich aus keine Chance geben, etwas zu beanstanden oder sie zu beleidigen. Sie nahm unaufgefordert, den Weinbecher und den Schlauch, um diesen wieder am Pferd zu befestigen und den Becher mit ein wenig Wasser aus zu spülen, ehe sie ihn weg packte. Anschließend brachte sie die Pferde, saß selbst auf und ritt ihm nach. Als Azeral so plötzlich sein Pferd anhielt, war Caithlyn ihm beinahe aufgeritten. Die Pferde waren sehr unruhig. Caithlyn sprach etwas zu ihrem Pferd, was es ein wenig beruhigte, doch als der Teufel in Sichtweite war, war es vorbei. Die Pferde stiegen und wollten durch gehen, während Azeral ein Schwert in der Hand hielt und sich scheinbar auf diesen Kampf freute. Das Gepäckpferd riss sich los und rannte davon. Caithlyn hatte keine andere Wahl, als ihr Pferd zu wenden, um dem anderen Pferd nach zu jagen. Sie brauchten es und es war viel zu gefährlich hier für sie, also würde sie lieber das Pferd fangen und in Sicherheit warten, bis Azeral den Teufel bezwungen hätte. Nie hätte sie geglaubt, das es so gefährlich sein könnte hier draußen. Sie galoppierte hinter dem Gepäckpferd her, welches nach kurzer zeit schon deutlich langsamer wurde. Caithlyn hatte sich nach vorn gebeugt, um dem Wind weniger Widerstand zu bieten, wurde aber auch langsamer, als das Gepäckpferd langsamer wurde. Sie stieg ab von dem ihren, führte es mit sich und sprach beruhigend auf beide Pferden ein. Schließlich konnte sie die Zügel ergreifen. Sie führte beide Tiere den Weg zurück, jedoch langsam, um nicht doch noch in den Kampf hinein zu geraten. Sie hoffte nur, er würde überleben und diesen widerlichen Teufel töten.
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Tales am So Jul 19, 2015 6:49 am

    „Ich nehme nicht an, dass du hier bist, um einen Packt zu schließen, wie?“, fragte er selbstsicher und spöttisch. Der Teufel stieg hinab und fragte: „Würde es sich denn lohnen?“ Azeral grinste und sagte: „Für dich? Nein!“ Er griff an. Zauber zuckten durch die Luft und Azeral warf sich in den Kampf. Sein Schwert wurde von schwarzen Blitzen umspielt und der Teufel wusste sich gut zu wehren. Er stieg wieder in die Höhe und Azeral murmelte irgendwas, ehe schwarze Ketten aus dem Boden um den Teufel schossen und ihn zum Boden zerrten. Der Teufel schrie und riss sich los. Er stieg erneut und flog in Richtung Caithlyn. „Wag es ja nicht!!!“, rief Azeral und rannte hinterher. Sein Pferd war ebenfalls von Caithlyn eingefangen worden und er jagte den Weg entlang, ihr nach. „Bleib hier!!“ Der Teufel dachte gar nicht dran und stürzte sich auf sie herab. Azeral ließ sein Schwert fallen und breitete beide Arme ein Schutzschild umschloss Catihlyn und die Tiere und der Teufel schrie erbost auf. Er schlug mehrmals auf den Schild und Azeral kam schnell näher. Sein Schwert flog ihm in die Hand und er sprang in die Höhe, wo er dem Teufel einen Flügel abschlug. Er takelte ihn dabei auch weg und beide kamen drei Schritt neben Caithlyn auf. Azeral versuchte sein Schwert in die Brust des Teufels zu rammen, doch der hielt dagegen und fauchte ihn an. Azeral sah ernst aus und dann sagte er: „Der Vorteil von Beschwörungen…“ Die Klinge wuchs plötzlich in die Länge und stieß dem Teufel ins Herz. „… man kann sie nach eigenem Willen formen!“ Der Teufel gab noch ein überraschtes Glucksen von sich und dann starb er. Azeral ließ sich zur Seite kippen und lag nun auf den Rücken. Er sah in den Himmel, wobei sich die Klinge in schwarzem Rauch auflöste. Er holte mehrmals Luft und sah dann zur Seite, wo Caithlyn stand. Er hatte keine Oberflächlichen Wunden, aber er hielt sich die Seite. Ein Stöhnen gönnte er sich und blieb noch kurz liegen.
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Dana am So Jul 19, 2015 7:12 am

    Caithlyn hatte nicht gedacht, das der Teufel ihr nach jagen würde, denn sie selbst hatte ja wohl kaum die Möglichkeit ihm irgendwas zu tun. Sie hatte alle drei Pferde bei sich und wurde nun von einem wütenden Teufel angegriffen, der sie, und die Pferde, nahezu zu Tode erschreckte. Caithlyns Hände verkrampften sich um die Zügel. Sie gingen hoch, doch Caithlyn hielt sie tapfer und mutig, als sie schon Azeral erblickte, der einen großen Schutzschild um sie legte. Azeral besiegte den Teufel, während Caithlyn wie gelähmt da stand. Als der Teufel besiegt war und Azeral einfach so zur Seite kippte, erwachte sie aus ihrer Starre. Sie ließ die Zügel los, die Pferde blieben stehen, und rannte zu Azeral. Neben ihm stürzte sie ins Gras. Sofort suchte sie nach Wunden, doch da waren keine. Denn noch lag er da, als sei er wirklich schwer verletzt. Sie sah unglaublich besorgt aus.
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    Re: Licht und Schatten Akt II

    Beitrag  Tales am So Jul 19, 2015 7:26 am

    Azeral schloss die Augen und versuchte auszumachen, was ihm Schmerz bereitete, der nun deutlich schlimmer wurde. Verdammte Axt! Caithlyn fiel neben ihm auf den Weg. Er öffnete die Augen und sah in ihr besorgtes Gesicht. Er bewegte sich leicht und der Schmerz schlug erneut zu. Azeral fühlte über seine Seite und sagte: „Steh auf! Du machst die dreckig!“ Er wollte sich ebenso erheben, aber er zuckte zusammen und gab einen überraschten Schmerzlaut von sich. Erneut wollte sie ihm helfen und Azeral betrachtete ihre Hand, wie sie ihm die Kleidung öffnen wollte. Kurz hielt er die Luft an und dann sagte er energisch. „Hör auf! Weg, weg!“ Er gab sich einen Ruck und erhob sich, während der Teufel nun zu Asche verbrannte. Er stöhnte unzufrieden und betrachtete die Asche, die nun vom Wind davongetragen wurde. Er hatte den Oberkörper leicht gebeugt und ging leicht gekrümmt zu seinem Pferd, was er an den Zügeln hielt. Wahrscheinlich hatte er sich die Rippen geprellt. Nichts Besonderes. Er griff nach dem Sattel und mit Schwung hievte er sich hinauf. Ein neuerliches Stöhnen verließ seine Lippen und er sagte etwas gepresst. „Jetzt steig schon auf!“ Er trieb sein Pferd an, doch ließ er es dieses Mal nur im Schritt laufen.
    Eine ganze Weile ritten sie so nebeneinander her, bis es Abend wurde. Azeral hing auf dem Ross, wie ein Schluck Wasser und der Schweiß stand ihm im Gesicht. Er war leicht nach vorn gebeugt. Ihre Blicke entgingen ihm nicht, doch er hatte befohlen und sie musste gehorchen. Schließlich erreichten sie einen Wald. Sie ritten ein wenig tiefer hinein und die letzten Strahlen malten schöne Schatten in die Bäume und auf den Weg. Er sank weiter nach vorne auf sein Pferd und selbiges bog nun in den Wald ein, weil er es am rechten Zügel – mehr oder weniger absichtlich – hinein lenkte. Sie ritten kurz durchs Unterholz und kamen an einer Lichtung an. Azeral kippte nach vorne und das Pferd blieb stehen, als wisse es, das es genug war. Azeral rutschte an der Seite herab, wobei sein Fuß im Steigbügel hängen blieb und so hing er nun schmerzvoll stöhnend auf den Schultern. Er verzog das Gesicht und versuchte sich zu befreien. Das Pferd blieb starr stehen, um ihn nicht noch mehr zu verletzen. Er zappelte mit dem Fuß, welcher nun auch aus dem Steigbügel glitt und sein Körper gänzlich auf den Boden fiel. Er stöhnte und lag nun da. Die Augen hatte er geschlossen, während seine Atmung schwach und schnell ging. Er war fertig.

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    Re: Licht und Schatten Akt II

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