Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


    Die Reise ins Ungewisse...

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    Zyra

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am Mo Feb 12, 2018 6:06 am

    Er machte sich Sorgen um Zyra? Das war irgendwie ... schön. Zyra lächelte, sagte dann aber nichts mehr. Sie ließ Varus mit Thalesin depatieren. Natürlich war die Portalmagie anstrengend und gefährlich, aber Zyra hatte doch erst gestern bewiesen, das sie es konnte. Gut es war natürlich schon ein Stück weiter weg udn ja, sie kannte das Gebäude noch nicht so gut, aber sie hätte sie ja in der Nähe des Dorfes bringen können. Sie wusste, Varus würde sich weigern, aber letztlich unterstand er Nanamis Willen und wenn sie entschied, er dürfte nicht laufen, sondern sollte irgendwie transportiert werden, dann war es eben so.

    Nanami sah zwischen den Parteien hin und her. Schließlich schüttelte sie nur den Kopf und kicherte.
    "Also ... wenn man es mal GENAU nimmt ... Nicht krank ... aber verletzt!"
    Zyra hätte sich fast verschluckt. hatte Nanami gerade wirklich darauf hingewiesen, das Varus ALT war? Ja, hatte sie und sie schien es auch wirklich witzig zu finden, denn sie lachte nun schon mehr, als das sie kicherte.
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    Varus

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am Mo Feb 12, 2018 6:35 am

    Varus sah zu Nanami herüber, als sie ihren spitzen Kommentar brachte. Aber ja. Er konnte auch nichts dagegen sagen, dass er alt war. Und er konnte auch nicht leugnen, dass er verletzt war. Er senkte seinen Blick wieder und schließlich erklärte er nur leise: „Man hat mir schon schlimmere Wunden geschlagen.“ Ja richtig. Seine Flügel. Sie waren nicht mal genäht gewesen. Er schlug nun die Decke zurück. Er hatte immer noch nur ein Handtuch an, strich sich nun aber über den Körper und „kleidete“ sich so an. Lilly machte große Augen und formte ihren Mund zu einem Oh. Varus aber sagte: „Ich bin trotzdem…“ War er nicht. Seine Augen weiteten sich. Er hielt inne und krachte auf die Knie. Nanami stützte ihn zwar gleich, aber Varus spürte die Schwäche trotzdem. Jetzt wo er aufgestanden war, war ihm schwindlig und ganz anders geworden. Thalesin sah ihn missmutig an. Und Lilly hatte sich so erschrocken, dass sie aufgequietscht hatte. Varus aber hielt sich die Hand auf die Brust und sagte leise: „Es… geht schon.“ Er stand wieder auf. Eigentlich fühlte er sich nicht mal so schlecht. Seine Beine fühlten sich nur etwas weich an. Er wollte unbedingt zurück zum Tempel. Er hatte das Gefühl, dass sie unbedingt zurück mussten!
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    Zyra

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am Mo Feb 12, 2018 6:44 am

    Dieser kleine Kommentar war nicht mal böse gemeint gewesen. Nanami hatte nur die Stimmung lockern wollen, doch nun ... Sie stützte Varus. Zyra war aufgesprungen, blieb aber stehen, als sie sah, das Nanami schon zur Stelle war. Varus bräuchte noch viel Ruhe. Er war geschwächt. Nanami half ihm zurück aufs Bett.
    "Du hättest noch nicht wieder auf deine Macht zurück greifen sollen. Es strengt dich an und das ist nicht gut."
    Vorsichtig setzte sie ihn hin, blieb aber bei ihm.
    "Also ... Ich verstehe, das du den Portalzauber nicht willst, aber so kannst du auf keinen Fall gehen, geschweige denn reiten. Wir werden also so reisen, wie wir gekommen sind, nur das DU im Karren sitzen wirst. Das Risiko ist mir einfach zu hoch, dich unterwegs wegen irgendwelcher dickköpfigen Ansichten zu verlieren."
    Nun sah sie zu den Anderen.
    "Nach dem Frühstück packen wir. Der Karren ist zwar mit Holz beladen, aber wir werden sicher einen netten Platz für Varus finden. Damit wir voran kommen, wird Lilly mit Cecil ebenfalls im Wagen mit fahren. Thalesin wird das Pferd zügeln und Zyra und ich werden reiten. Alle einverstanden?"
    Varus war natürlich nicht gefragt, sondern nur die Anderen, die sich nun wohl auch um den Platz für die drei Personen auf dem Karren kümmern mussten.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am Mo Feb 12, 2018 7:06 am

    Also… Nun Varus sah Nanami von der Seite an und warum sollte er sich beschweren, wenn er nicht laufen musste? ER musste hier niemandem etwas beweisen. Er sagte nur: „Na von mir aus.“ Lilly fing nun endlich wieder an zu lächeln. „Jaaa, dann setzen wir uns oben aufs Holz!“ Thalesin sah etwas missmutig aus und sagte dann: „Wenn du nicht immer so ein Eigenbrödler wärest und uns mal was beibringen würdest, könnten wir bestimmt, einfach durchs Portal.“ Varus sah jedoch nur hochmütig zu ihm herüber und antwortete: „Hat man dir im Turm nichts beigebracht?“
    „Man hat mir beigebracht, dass du ein egozentrischer, griesgrämiger, gefährlicher Mistsack bist.“ Varus musste sogar darüber grinsen. „Na immerhin.“

    Gesagt getan. Alles wurde fertig gemacht. Und schließlich saßen Varus, Cecil und Lilly oben auf und alles wurde so gemacht, wie Nanami es vorher gesagt hatte. Es war gut, so wie es war und die Reise konnte weiter gehen. Bald wären sie wieder am Tempel und dort würde sie vermutlich alle der Schlag treffen
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am Mo Feb 12, 2018 7:27 am

    Nanami war froh, Varus nicht laufen sehen zu müssen. Er würde sicher einen Schwächeanfall erleiden und dann ginge es ihm wahrlich schlechter, als am Tag zuvor. Zumindest befürchtete Nanami das. Sie hatte sich von allen im Dorf verabschiedet, denen sie begegnet war und war auch noch mal mit Lilly am Grab ihrer Mutter ehe sie los fuhren. Nanami freute sich auf ihr Zuhause. Dort gehörte sie hin und dort würde sie mit ihrer kleine neue Familie bleiben, sofern sie nicht reisen mussten. Am nachmittag rasteten sie an einer Wiese, wo die Pferde sich auch ein wenig ausruhen konnten, ehe es weiter ginge. Noch genoss Nanami die Ruhe, doch auch in ihr machte sich ein drängendes Gefühl breit.

    Zyra nutzte die Gelegenheit, voraus zu reiten und schon mal nach Schwierigkeiten ausschau zu halten. Natürlich würde sie die Anderen warnen, wenn sie etwas sähe, doch bisher war alles recht unauffällig. Selbst die Vögel sangen in den Bäumen. Zyra wusste genau, worauf sie zu achten hatte.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am Mo Feb 12, 2018 10:18 am

    Die Reise selbst dauerte genauso lange, wie die hinreise zum Dorf und bald konnten sie ihren grünen Flecken Land in der Ferne ausmachen. Ihre Heimat. Thalesin deutete ins Tal und sagte Lilly: „Da oben auf dem Hügel, hinter dem Tal. Dort wird unser Zuhause sein.“
    „Wird? Haben wir noch gar keins?“
    „Ne.“, grummelte Varus. „Wir schlafen in einer Scheune.“ Lilly sah zu ihm, dann aber grinste sie und sagte: „Ich wollte schon immer in Albrechts Heuboden schlafen!“ Albrecht… Vielleicht jemand aus ihrem alten Dorf. „Pfff.“, machte Varus und setzte sich hin. Es ging ihm eigentlich ganz gut. Er sah ins Tal hinab und dann zum Hügel. Dort war auch der seltsame Baum und was sie schon in der Ferne sehen konnten: Er hatte mehr Laub und viel mehr rote Blüten! Bah! Wie Varus dieses Ding hassen konnte! Es tat ihm fast weh hinzusehen. Während es für die anderen kaum etwas schöneres gab. Wie auch immer. Sie kamen zurück ins Dorf und die Dörfler erwarteten sie schon. Sie empfingen sie freudig und Nanami überreichte ihnen den Verdienst, den sie erwirtschaftet hatten mit den Puppen. Thalesin grinste und sagte: „Wir haben eine neue Arbeit für ihn. Er hat gelernt Puppen zu basteln.“ Varus warf ihm einen unleidlichen Blick zu und Lydia klatschte freudig in die Hände. „Ist das wahr? Schön dass du Freude daran empfindest!“
    „Ha, ha.“, machte er nur und stieg von dem Karren. Ich bin in meinem Quartier. Ausruhen und so.“ Er fackelte gar nicht lang und wollte nun gehen.

    Thalesin ging zusammen mit Zyra die Pferde versorgen und Lilly blieb bei Nanami. Sie nahm ihre Hand und versteckte sich etwas hinter ihr. „Ohh, na wer bist du denn Kleine?“, fragte Lydia. Sie sagte ganz schüchtern: „Lilly.“
    „Sie ist ja goldig! Wie ist sie zu euch gekommen?“ Lilly versteckte ihr Gesicht nun an Nanamis Seite.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am Mo Feb 12, 2018 11:03 am

    Ja, alles verlief ruhig und bald schon bekam Nanami das Leuchten in dien Augen, als sie das kleine Dorf in diesem schönen Tal sah. Thalesin zeigte Lilly, wo sie bald wohnen würden. Natürlich war die Kleine überrascht, aber es schien ihr auch nichts aus zu machen, in der Scheune zu schlafen. nanami kümmerte sich noch immer um Varus Verbände und würde es auch weiterhin tun. Sie hatte ganz neue Seiten an ihm entdeckt, die sie noch mehr hoffen ließen. Als sie ihn ansah, dachte sie ...
    Du warst der Schönste von ihnen? Aber du bist es doch noch, auch wenn du es nicht sehen kannst. Für mich bleibst du es.
    Das würde er wohl nie von ihr hören und wenn, würde er es nicht glauben. Nanami nutzte die Gelegenheit, ihr Pferd einmal zu einem Galopp an zu treiben und sich Frei zu fühlen. Nichts konnte einem die Freiheit näher bringen, als das Gefühl, welches man auf dem Rücken eines Pferdes hatte. Natürlich ritt sie nicht zu weit fort, denn sie wollte nicht, das Varus eventuell durch ihre Unvorsicht in Schwierigkeiten geriet.

    Im Dorf wurden sie schon erwartet und freudig begrüßt. Lilly hielt sich bei Nanami, die ihr einen Arm schützend um die Schulter legte und sie ein wenig an sich drückte, so das sie das Gefühl haben konnte, sicher zu sein.
    "Lilly das ist Lydia. Sie hilft uns hier sehr und sie ist eine ganz liebe Frau,"
    erklärte Nanami und wandte sich dann an Lydia.
    "Eine sehr traurige Geschichte Lydia. Wir lernten sie auf dem Markt kennen. Sie ist eine Waise, die wir nicht zurück lassen konnten. Lilly ist sehr lieb und aufgeschlossen. Sie spielt gern und ist wirklich schlau. Wenn ihr euch erst einmal etwas besser kennt, wird sie dir Löcher in den Bauch fragen,"
    lächelte Nanami. Nun sah sie wieder zu Lilly und streichelte ihr über den Kopf.
    "Weißt du ... Lydia kocht für uns mit und versorgt uns. Sie ist eine gute Seele. Vielleicht darfst du ja mal etwas von ihren wunderbaren Kochkünsten probieren, ehe es Essen gibt."
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am Mo Feb 12, 2018 7:54 pm

    Hätte Varus ihre Gedanken gekannt, so hätte es ihn zumindest überrascht, dass sie es so sah. An sich hatte Varus sich ja auch nicht verändert. Er war nur blasser geworden. Seine Haare weiß und… nun… seine Flügel fehlten. Wie auch immer. Jetzt begab er sich in die Scheune. Er war ein wenig müde, aber schlafen würde er sowieso nicht können. Er sah hinab auf seine Brust. Jetzt wo es heilte, fühlte es sich noch unangenehmer an, als sonst und wenn es dann irgendwann ganz verheilt wäre, würde er sich vermutlich ebenfalls seltsam fühlen. Varus seufzte. Nein, er hatte die richtige Wahl getroffen. Er musste loslassen und er fühlte sich irgendwie auch freier damit, als zuvor. Er sah hinaus Richtung Marktplatz, wo Lilly, Nanami und Lydia noch immer standen. Nanami… Varus schüttelte leicht den Kop. Er hatte sie am Anfang so gehasst, und er hasste immer noch, dass er ihr Leibeigener war, aber… er konnte sich niemand besseren vorstellen, dem er dienen könnte. SIE hatte es nicht verdient, dass man sie hasste.

    Thalesin sattelte gerade die Pferde zusammen mit Zyra ab und sagte schließlich: „Wieso kann er nicht einfach akzeptieren, dass ich euch begleite?“ Er hatte es so satt, wie ein Kleinkind behandelt zu werden. Varus traute ihm nichts zu und dachte auch gar nicht daran, ihm etwas beizubringen. „Ich hatte so gehofft von ihm zu lernen, aber nichts da. Wie soll ich ihm beweisen, dass ich würdig bin, wenn er mir keine Chance gibt?“ Er sah zu Zyra und seufzte leise. „Tut mir leid… Ich finde es nur nicht fair.“ Dabei war er doch sogar sein leiblicher Sohn. Er ließ leicht den Kopf hängen. Sicherlich könnten er und Zyra sich auch noch gegenseitig etwas zeigen, aber… Er wollte auch Varus’ Anerkennung.

    Lilly und Nanami sprachen noch einen Moment mit Lydia und verabschiedeten sich dann damit, dass sie sich zum Abendessen wieder sehen würden. Sie wollten erst mal ihre Sachen hoch bringen, da sie ja Kleider von Lilly mitgenommen hatten. Oh, Varus würde ihr vermutlich bald andere Sachen kaufen. Oder sie selbst fertigen. Er war schlau und hatte dem Schneider zugehört. Jetzt aber saß er am Fenster und war eingeschlafen. Ob ihm eigentlich klar war, dass es gefährlich war, direkt dort zu schlafen? Er musste nur einmal umkippen und würde unten liegen, da das „Fenster“ ja bis zum Boden reichte, um die Heuballen hinauszustoßen. Aber gerade wenn er schlief... sah er wirklich aus wie ein Engel.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am Mo Feb 12, 2018 10:32 pm

    Die Sachen mussten nach oben, also brachte Nanami die Sachen schon mal hoch. Lilly würde sie gleich noch das Dorf zeigen und mit ihr zum Schrein hoch gehen, damit sie sehen könnte, wo sie demnächst leben werden. Jetzt aber waren sie oben auf dem Heuschober angekommen. Nanami sah Varus am Fenster sitzen. Er schlief und er sah so wunderschön aus. Nanami fürchtete aber auch, er könne sich etwas tun, wenn sie ihn da nicht weg zöge. Sie bedeutete Lilly leise zu sein, ging zu Varus und legte ihm die Arme un die Schultern. Um ihn nicht zu erschrecken sagte sie:
    "Das ist kein günstiger Platz zum schlafen."
    Nein das war es gewiss nicht. Sacht zog sie ihn da weg.

    Zyra lauschte Thalesins Worten. Er beschwerte sich über varus und sie ... sie konnte seinen Wunsch so gut nachvollziehen. Nun war sie ja auch nicht gerade die, die mit Worten besonders gut umgehen konnte, aber sie versuchte es.
    "Er ... vertraut einfach niemandem, aber wenn er dich nicht akzeptieren würde, würde er nach wie vor dafür Sorgen, das du dich von mir fern hältst. Seine Magie ... birgt nur dunkles. Ich bin froh, das er dir nichts bei bringt, weil ... es dich verderben würde."
    Sie sah ihn nicht an, als sie das sagte, sondern schaffte gerade den Sattel des Pferdes auf eine der Banden.
    "Gib ihm mehr Zeit."
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am Mo Feb 12, 2018 10:50 pm

    Varus spürte die leichte Berührung und öffnete verschlafen die Augen. Nanami sah ihn an. Kein günstiger Platz zum schlafen? Er sah sie um und erhob sich leicht, um ihr zu helfen. Er hatte gar nicht beabsichtigt einzuschlafen. Lilly war auch da und verhielt sich, wie ein kleines Mäuschen. Na so was. Sie war so niedlich und drollig. Er ließ sich auf seinem provisorischen Lager nieder und gestand sich ein, dass ihm das alles mehr zu schaffen machte, als zu Anfang angenommen. Er ächzte leicht, als er sich hinlegte und hielt sich die Hand auf die Brust.
    „Tut es schlimm weh?“, fragte nun Lilly und Varus sah sie etwas überrascht an. Dann aber antwortete er: „Quatsch. Nur ein Kratzer.“ Lilly glaubte ihm nicht ganz, aber was sollte sie ihn nun der Lüge bezichtigen. Sie sah zu Nanami auf und fragte: „Können wir da nicht irgendwas machen?“ Es klang drollig wie sie das wie eine Erwachsene sagte. Sie hatte es bestimmt irgendwo aufgeschnappt.

    Unten sah Thalesin nachdenklich auf den Hals des Pferdes, was er eben abreiben wollte, als Zyra ihm erklärte, was Varus so im Sinn hatte. Er stieß die Luft aus. „Nun, ich bin wenigstens froh, dass er uns nicht voneinander trennen will. Aber trotzdem akzeptiert er mich nicht. Er respektiert viel mehr deinen Wunsch.“ Er fing an das Pferd abzureiben und sagte weiter: „Im Turm haben mich alle möglichen Magister und Meister mit ihrem Wissen zugeschüttet, aber ich muss sagen, es hat mich eher gelangweilt als interessiert. Und jetzt wo ich endlich von meinem Namensvetter lernen könnte… Es ist nur deprimierend, dass er mich so gar nicht respektiert.“ Wieder hielt er inne. Dann fing er jedoch an zu lächeln. „Ach, ist auch egal. Ich bin trotzdem froh bei euch zu sein… Bei dir…“ Er lächelte sie an und
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am Mo Feb 12, 2018 11:11 pm

    Es war gut, das er sich helfen ließ, auch wenn es varus meist nicht passte, etwas nicht aus eigener Kraft zu schaffen und wie ein kranker Mann behandelt zu werden. Nanami lächelte auf Lillys Aussage hin. Das Kind hatte ein wirklich gutes Herz.
    "Wir können ihm einen Tee holen und vielleicht hat Lydia eine Salbe, die die Schmerzen lindert. Komm Lassen wir ihn ein wenig schlafen. Er braucht viel Ruhe und wird sicher bald wieder auf den beinen sein."
    Nanami kniete sich noch einmal neben Varus.
    "Ruh dich aus. Wir kommen bald zurück und bringen dir etwas Tee und etwas zu essen mit."
    Ganz sanft küsste sie ihn auf die Stirn, ehe sie aufstand, Lilly bei der Hand nahm und mit ihr hinunter ging. Irgendwie liebte sie diesen Heuschober. Hier hatten sie zwar nur Betten aus Stroh, aber es war schön warm und irgendwie ... gemütlich.

    "Manchmal sollte man froh sein etwas nicht zu wissen. Sie können verführerisch sein ... gerade die Magie, die Varus betreibt ist gefährlich. Sei froh, das er dir das nicht bei bringt. Blutmagie ... verlangt schreckliches von dir ab, aber das hast du ja bereits gesehen."
    Sie rieb ebenfalls ihr Pferd ab.
    "Eigentlich ... ist es ihm egal, wer vor ihm steht, aber bei dir ... Ich kenne ihn schon so lange, weiß wie er auf Dinge reagiert und manchmal auch, was in ihm vor sich geht, aber bei dir ist es anders. Ich kann nicht einschätzen, ob du ihm wirklich egal bist, oder ob er dich auf seine verquere Art schützen will. Vielleicht kann er einfach nur nicht akzeptieren, das du sein Sohn bist. Eigentlich warst du ein Fremder für ihn, als er dich kennen lernte und er hatte andere Sorgen, als die, das er einen Sohn hat. Er wird noch Zeit brauchen, dich wirklich zu akzeptieren und ... du wirst dich ihm beweisen müssen."
    Ja, das würde er. Sie wusste, Thalesin hatte Varus schon ein bis zweimal überrascht, aber das war nicht das, was Varus dazu umstimmen konnte, ihn zu akzeptieren. Respekt musste Thalesin nun wirklich nicht von ihm erwarten. Das wäre deutlich zu viel verlangt. Zyra sah auf und lächelte, als Thalesin meinte, er sei froh bei ihr zu sein und ... sie fand sein Lächeln erneut wunderschön.
    "Ich bin froh, das wir uns kennen gelernt haben."
    Thalesin brachte ihrem dunklen Leben auf seine Art Licht und ließ sie Dinge neu entdecken, die sie nicht kannte. Es war schön, durch die Welt zu schreiten und nicht alles mit diesem schwarzen Schleier zu sehen. Sie erinnerte sich an die Rose aus Wasser. Sie war so wunderschön gewesen. Noch immer glaubte Zyra, nie etwas schöneres gesehen zu haben.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am Mo Feb 12, 2018 11:42 pm

    Lilly nickte und schien sich zu freuen etwas tun zu können. Also hatte er doch Schmerzen! Sie verstand offenbar nicht, dass es Varus wirklich wenig ausmachte, Schmerz zu spüren. Schließlich war die Wunde ja schon immer da gewesen. Nur dass sie eben versiegelt gewesen war. Nanami sagte ihm, dass er sich ausruhen sollte und Varus gehorchte. Er schloss die Augen und war auch innerhalb kürzester Zeit wieder eingeschlafen. Zum Glück schlief er traumlos.
    Nanami und Lilly zogen also los, um für ihren Engel zu sorgen. Lilly wusste davon natürlich nichts, aber in ihren Augen war er etwas ganz besonderes.

    Thalesin lauschte Zyra und lächelte lieb. Er schüttelte jedoch leicht den Kopf und erklärte: „Er hat mir mal gesagt, dass ich sicher nicht das einzige „Balg“ bin, was er in die Welt gesetzt hat. Warum sollte er sich also schwer tun, das zu akzeptieren? Sicherlich hat er es ohnehin gewusst. Außerdem habe ich nicht vor ein Blutmagier zu werden.“ Er grinste nun. „Ich bin auch froh Zyra.“ Dann ließ er von seinem Pferd ab und ging zu ihr, wo er sie ohne Vorwarnung in seine Arme schloss und die Augen schloss. Er war wirklich froh, sie zu sehen.

    Während die Gruppe sich also so um ihre Aufgaben kümmerte, betrat ein Mann das kleine Dorf. Er hatte einen Braunen Umhang an und eine Kapuze auf. Er sah aus, wie ein einsamer Wanderer und als er den Dorfkern erreichte, traf er direkt auf Lydia, die eben Wasser am Brunnen schöpfte. Er fragte: „Wollt ihr einem armen reisenden auch ein bisschen Wasser abgeben?“
    „Aber sicher!“, stimmte Lydia zu und ließ den Eimer wieder hinab. Sie selbst betätigte die Kurbel und der Mann hievte den Eimer hoch. Sie half ihm auch dabei die Hände zu waschen, ehe er sich am kühlen Wasser laben konnte. Er sah unter der Kaputze hervor und sagte: „Habt vielen Dank!“
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am Di Feb 13, 2018 12:02 am

    Nanami und Lilly liefen direkt durch das Dorf. Sie fanden Lydia nicht sofort, denn sie war nicht daheim, also mussten sie nach ihr suchen. Das Dorf war nicht gerade riesig, also liefen sie zum Dorfkern, wo Lydia vermutlich Wasser holen wollte.
    Richtig. Da war sie. Sie stand am Brunnen und neben ihr stand ein Fremder. Wer immer das war, Nanami konnte ihn nicht einmal erkennen, weil er eine Kapuze auf hatte, aber wen kannte sie schon. Sie hatte Lilly an der Hand.
    "Hallo Lydia,"
    begrüßte Nanami sie.
    "Guten Tag,"
    wünschte sie dem Fremden.
    "Lydia ... hast du etwas Tee?"
    nach der Salbe oder etwas kräftigendem zu essen, würde sie sie fragen, wenn sie allein wären. Der Fremde musste nicht wissen, was hier los war.

    Zyra war schon sehr überrascht, das Thalesin sie einfach so in die Arme schloss. Sie wusste ja nicht, wie er wirklich empfand. Sie selbst hatte ihn sehr gern und freute sich sehr, Zeit mit ihm zu verbringen.
    "Danke,"
    hauchte sie, als er sie so hielt. Es war ein Danke für alles, was er für sie tat. Schließlich war er für sie da und sie ... nun sie versuchte ihm mit dem Problem Varus zu helfen. Ja, er hatte es zu Thalesin gesagt und natürlich hatte es ihn nie interessiert, weil es das nicht musste. Jetzt aber hatte er seinen Sohn vor sich und musste Zeit mit ihm verbringen, auch wenn er nicht gerade wirklich etwas mit ihm unternahm, aber Zyra glaubte, das Varus sich doch ein wenig an ihn gewöhnen würde und irgendwann einmal sehen würde, das er sein Sohn war und ihn auch akzeptieren.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am Di Feb 13, 2018 12:18 am

    Der Fremde sah auf, als Nanami kam. Er trat ein bisschen zurück und Lydia sagte freundlich. „Ja habe ich. Was brauchst du denn für einen?“
    Der Fremde wartete nun und betrachtete Lilly. Sie musterte ihn. Da sie so klein war, konnte sie auch unter seine Kapuze sehen. „Etwas Schmerzstillendes.“, antwortete Nanami nur knapp und Lydia erinnerte sich, dass Varus einen Verband gehabt hatte. „Oh, na klar. Ich hol dir sofort was.“
    „Bist du auch aus dem Dorf?“, fragte Lilly nun den Fremden, der sie anlächelte und den Kopf schüttelte. Er kniete sich zu ihr herab. „Ich bin ein Reisender.“ Lilly wich einen Schritt zurück und versteckte sich wieder bei Nanami. Der Mann mittleren Alters gluckste kurz und sagte: „Niedlich die Kleine. Ihre Tochter?“ Er schlug nun die Kapuze zurück und sein braunes volles Haar glänzte in der Sonne. Er hatte grünbraune Augen und sah eigentlich recht sympathisch aus. Er hatte ein wenig Schmutz im Gesicht, was wohl von seiner Reise kommen mochte. „Ich habe auch Kinder.“, sagte er schließlich. Dann sah er zwischen Lydia und Nanami hin und her. Er fragte: „Ich suche noch nach einem Lager für die Nacht. Hättet ihr ein Fleckchen für mich. Ich brauche wirklich nicht viel.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am Di Feb 13, 2018 12:32 am

    "Danke Lydia. Das ist wirklich sehr lieb von dir,"
    bedankte sich Nanami bei ihr.
    Kinder waren noch so arglos, so unbeschwert, was Nanami immer wieder an ihnen bewunderte. Um so älter man wurde, um so mehr vergaß man, wie es war ein Kind zu sein. Sacht strich ihr Nanami über den Kopf und hielt ihre Hand auf Lillys Schulter, als sie sich mal wieder versteckte, nachdem sie den Fremden angesprochen hatte.
    "Meine Adoptivtochter. Ja, sie ist wirklich lieb. Kinder sind eben doch ein Geschenk."
    Nanami lächelte freundlich, als der Mann die Kapuze ab nahm. Er hatte also auch Kinder und war nur ein Reisender. In den heutigen Zeiten war es ja nicht ungewöhnlich, das Männer reisten und die Frauen sich um die Kinder kümmerten. Er fragte nach einem Schlafplatz. Nanami sah da kein Problem, ihn mit in der Scheune übernachten zu lassen. Sie würde ihm sogar eigens eine Ecke her richten.
    "Also ... wenn niemand dagegen spricht ... wir haben da eine Scheune, in der wir gerade selbst schlafen, bis das haus fertig ist. Ich könnte euch ein Eckchen herrichten, wenn es euch nicht stört, das wir oben sind."
    Er gehörte nun mal nicht zu ihnen und ein Fremder, egal wie nett er war, war ein Fremder. Allein weil sie Varus schützen wollte, wollte sie den Mann nicht zu ihnen hoch lassen. War sie an sich immer gegenüber allen offen, so hatte sie doch Sorge um Varus, nachdem was vor wenigen Tagen geschehen war. Es wäre ihm sicher nicht recht, wenn sie einen Fremden bei ihnen schlafen ließen. Schon gar nicht in seinem jetzigen Zustand und wenn, würde sie Varus von dem Mann abschotten.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am Di Feb 13, 2018 12:59 am

    Nanami lud ihn gleich ein und er lächelte froh. „Ah, vielen Dank!“ Lydia lächelte ebenso und sagte: „Ich geh schnell den Tee holen.“ Damit ging sie und Namami brachte den Fremden zur Scheune. Bedankte sich abermals. Unten waren noch Thalesin und Zyra. Zyra aber schaffte gerade Möhren und Kartoffelschalen für die Pferde heran. Vielleicht fand sich ja auch irgendwo noch ein satiger Apfel. „Hey Nanami! Wen hast du da im Schlepptau?“ Lilly sagte vorlaut: „Einen Wanderer!“ Der Mann lächelte und sah zu dem Kind herab. Thalesin lächelte ebenfalls über Lilly und der Fremde sagte: „Das Stimmt. Ich bin auf Wanderschaft. Ich suche jemanden.“ Na das kam einem doch bekannt vor. Waren sie nicht neulich erst wem begegnet, der nach Varus gesucht hatte? Thalesin wurde misstrauisch. „So? Wen sucht ihr denn?“
    „Ach, vermutlich kennt ihr ihn sowieso nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so nette Menschen, wie ihr es seid, mit ihm zu tun haben könnten.“ Thalesin sah Nanami viel sagend an und dann sagte er. „Na dann! Und ihr wollt in unserer Scheune übernachten?“
    „Ja, das wäre sehr freundlich. Ich falle bestimmt niemandem zur Last und bin dann morgen auch schon wieder weg.“
    „Meinst du Papa lässt das zu?“, fragte Lilly nun und der Fremde sah zu ihr herab. Thalesin traute dem Frieden dennoch nicht und Nanami gewiss auch nicht. ZumGlück war Zyra gerade nicht da und Thalesin fragte nun: „Wie lautet denn euer Name?“ Doch ehe er antworten konnte, ließ Cecil, die gerade mit dem Tee um die Ecke kam, alles fallen. Sie hauchte: „Bran… Helan…“ Der Wanderer drehte sich zu ihr, aber er schien sie nicht zu erkennen. „Das ist richtig. Ihr kennt mich?“ Er war ein wenig überrascht und dann wurde er leicht misstrauisch. Warum hatte sie sich so vor ihm erschreckt? Cecil sammelte alles wieder ein und Thalesin hielt sich bereit.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am Di Feb 13, 2018 1:16 am

    Glücklicher Weise, konnte Nanami gut die Nerven behalten, doch war sie um Lilly besorgt. Nanami betrachtete den Mann, während Thalesin sich schon bereit hielt. Offensichtlich kannte Cecil ihn und wusste etwas, was Nanami noch nicht wusste.
    "Lilly? Würdest du mit Cecil zu Lydia gehen und neuen Tee holen? Lydia hat bestimmt einen Kuchen gebacken, von dem du sicher etwas abhaben kannst. Und seht doch gleich nach eurer Schwester."
    Sie wollte Lilly aus der Schusslinie wissen und auch Cecil, denn die Beiden wären am wehrlosesten. Zyra wäre dagegen sehr wehrhaft und könnte helfen, sollte es zu einem Kampf kommen. Abgesehen davon, könnte sie Varus durch ein Portal weg schaffen, denn langsam drängte sich das Gefühl in Nanami auf, der Kerl wollte Varus.
    "Ich selbst habe noch nicht von euch gehört, aber vielleicht wollt ihr uns aufklären? meine freundin hat sehr viel durchgemacht, ehe sie zu mir kam."
    Nun das sollte eigentlich heißen, vielleicht gab es einen Zusammenhang mit seinem Namen und Cecils schlechter Vergangenheit. Abgesehen davon, wollte sie Cecil schützen und sie nicht einem Fremden ausliefern, der zwar freundlich war, aber sich auch von einer ganz anderen Seite zeigen könnte.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am Di Feb 13, 2018 1:30 am

    Lilly sah zu Nanami hoch und nickte. Sie wollte ihrem neuen Papa den Tee bringen und dafür musste sie neuen holen. Cecil streckte die Hand nach dem Kind aus und entschuldigte sich schnell. Sie hastete ganz geschwind zu Lydia und blieb verschreckt in der Küche stehen. Sie fragte sich, wie dieser Mann sie gefunden hatte und war den Tränen nahe. Lydia fragte sie sogleich: „Was ist denn los, Cecil?“ Sie erschrak sich leicht und dann kamen ihr doch die Tränen. „Der… Der Fremde, er will Varus’ Tod.“ Lydia erschrak. „Wiebitte?!“ Das war ja wohl ungeheuerlich! Das konnte sie nicht zulassen. Sie krempelte sich die Ärmel hoch und Cecil hielt sie auf. „Nicht, Lydia! Er ist stark.“

    Bran sah Cecil verdutzt nach und schüttelte leicht den Kopf. Er sah wieder zu Nanami und sagte: „Das tut mir leid für sie.“ Er sah auf den Boden, wo der Tee verschüttet worden war. „Ist denn jemand verletzt? Wegen des Tees meine ich. Ich bin nämlich in der Heilkunst ausgebildet.“ Er lächelte und schien keine Hintergedanken zu haben oder etwas zu ahnen. Thalesin blieb trotzdem misstrauisch. Er blickte nach hinten in den Stall. Er wusste nicht, wie er Zyra von dem Problem berichten sollte, ohne unnötiges Misstrauen zu erwecken. Er hoffte, sie würde nicht her kommen. Denn wenn der Kerl wirklich hinter Varus her war, so würde er auch sicherlich Zyra erkennen…
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    Zyra

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am Di Feb 13, 2018 1:46 am

    Nanami hoffte nun ebenfalls, das Zyra nicht auf tauchte, denn sie würde sicher sofort erkannt, wenn dieser Mann wirklich hinter Varus her wäre.
    "Oh es ist schon versorgt. Mein Gefährte erholt sich gerade. Wir wollten ihn nur ein wenig verwöhnen. Thalesin ... würdest du dem netten Herrn bitte zeigen, wo er schlafen kann? Dort drüben liegt genug Stroh und Heu, auf dem er schlafen kann. Sicher wird er dort auch seine Ruhe haben."
    Nanami konnte diesen Mann nicht zu Varus lassen, ohne zu wissen, wer das ist.

    Zyra kam eben mit den Leckereien für die Pferde, als sie das klirren des Geschirrs hörte. Sie legte es schnell bei Seite und kam weiter vor, hielt sich jedoch dabei gut versteckt. Sie lugte durch einen Schlitz zwischen den Brettern. Bran ... Er hatte sie also gefunden. Das war alles andere als gut. Zyra durfte sich nicht zeigen. Sie würde nur dafür sorgen, das es hier heiß her ginge und Varus, in diesem geschwächten Zustand, war nicht in der Lage groß was aus zu richten. Wut staute sich in ihr auf, doch sie musste ruhig bleiben. Das konnte nicht gut ausgehen. Früher oder später würden sie sich begegnen, doch jetzt würde Varus erst einmal viel Ruhe brauchen. Vielleicht wäre es ratsamer ihn hier weg zu schaffen.
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    Varus

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am Di Feb 13, 2018 2:02 am

    Nun, vielleicht hätte Zyra hinauf eilen können, um Varus bescheid zu geben, der ja friedlich schlummerte. Aber so wusste er natürlich nicht bescheid. Thalesin sah in die Ecke, in die Nanami deutete. Es war eine der Stallboxen. Nun, ganz klar, benahmen sie sich verdächtig. Und Bran witterte eine Verschwörung. Die Leute hier benamen sich komisch, nachdem sie seinen Namen gehört hatten. Er drehte sich zum Scheuneneingang. „Ich will wirklich nicht aufdringlich sein, aber ich würde gern noch mal mit Cecil sprechen, wenn ich darf.“ Thalesin hatte es befürchtet und sagte: „Sie hat wahrlich schon genug mitgemacht und möchte mit ihrer Vergangenheit abschließen.“
    „Aber sie kann mir vielleicht helfen. Glaubt mir, wenn ich euch sage, dass es einem höheren Wohl dient. Jedem wäre geholfen, wenn ich diesen Teufel aufspüre.“ „Wen genau sucht ihr denn?“, wollte Thalesin nun wissen.
    „Er nennt sich selbst Varus.“, sagte Bran nun bitter. „Er hat meine Tochter getötet… Er hat ihren Leib… verzehrt und… er hat viele gute Männer und Frauen umgebracht.“ Bran sprach voller Bitterkeit. „Er ist ein Blutmagier und verdient es bestraft zu werden.“ Thalesin wäre blass geworden, wenn er nicht so ein guter Schauspieler wäre. Er sah auf den Boden. Ja er konnte sich gut vorstellen, dass Varus so etwas getan hatte. Er sagte jedoch nur: „Ihr habt mein Mitgefühl.“

    Cecil stand immer noch bei Lydia herum und wusste nicht, was sie tun sollte. Sie war ganz aufgelöst und setzte sich erst mal. Dann wollte sie eben Lilly erklären, dass sie sich versteckt halten sollte, doch das Mädchen hatte sich verkrümelt. Sie war wieder zur Scheune gerannt und stand nun im Eingang sie reckte das Kinn empor. „Du wirst meinen Papa nicht umbringen!“ Thalesin glaubte ja, er müsse vom Glauben abfallen! Dieses Mädchen! Jetzt griff er nach seiner Magie. Bran guckte erst etwas dämlich aus der Wäsche und dann schien er zu begreifen.

    Varus öffnete die Augen. Er hatte Lilly gehört und er spürte Thalesins Magie. Er erhob sich und lauschte. „Euer verletzter Gefährte… ER ist es nicht wahr?“ Er blieb ganz ruhig. Zog nicht mal eine Waffe. Varus oben schloss die Augen wieder. „Bran…“ Flüsterte er nur zu sich selbst und lief nun zum „Fenster“ Bran war ja schon in der Scheune und Varus sah hinaus. Er hatte ihn gefunden. Varus hatte nicht mal damit gerechnet, dass er ihn suchen würde.
    Er hatte nie vorgehabt, diesen Mann zu töten, da ihm durchaus klar war, dass er eigentlich gutes im Sinn hatte, aber nun hatte er seine Familie im Stich gelassen und hatte sich auf eine Jagd begeben, die er nur verlieren konnte.
    „Ich bin sicher, ihr versteht, dass ich nicht einfach wieder gehen kann…“, sagte Bran nun und sah nach oben. Er vermutete Varus irgendwo auf dem Scheunenboden.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am Di Feb 13, 2018 4:22 am

    Nanami war nicht überrascht, das dieser Mann Cecil noch einmal sprechen wollte. Thalesin kam ihr zuvor. Ja, sie waren wirklich zu auffällig gewesen und Lilly tat ihr übriges, um die Situation noch zu verschärfen. Nanami packte Lilly und zog sie zu sich.
    "Hört mir bitte zu. Was er getan hat, ist wirklich abscheulich und schrecklich. Ich verstehe euren Zorn und verstehe auch euren Wunsch ihn deshalb, und um andere vor diesem Schicksal zu schützen, aber Varus hat sich geändert. Er wurde mehr gestraft, als ihr es euch je vorstellen könntet. Bitte ... lasst ihn doch in Frieden. Eure Tochter und all die, die er getötet hat, werden doch durch seinen Tot nicht wieder lebendig."
    Sie durfte diesem Mann auf keinen Fall sagen, dass sie Varus unter ihrer Fuchtel hatte. Er würde es sicher für seine Zwecke nutzen. Wenigstens konnte sich Zyra nun nach oben begeben, ohne gesehen zu werden.

    Zyra versuchte so unbemerkt wie möglich hoch zu kommen und Varus zu warnen. Dieser stand allerdings schon am Fenster. Sie schlich zu ihm, wollte ihn aber auch nicht erschrecken.
    "Was kann ich tun? Brauchst du ein Portal?"
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am Di Feb 13, 2018 5:19 am

    Varus hörte Zyra hoch kommen. Er hatte auch Bran und Nanami gehört. Sie hatte Recht. Er hatte sich geändert, aber er würde immer noch ohne zu zögern töten, wenn es sein musste. Es war ihm schlicht weg egal. Der einzige Grund, warum er in letzter Zeit so handzahm war, war Nanami. Er sah zu Zyra, als sie ihn ansprach. „Nein.“ Auch er flüsterte sehr leise. Er wollte Nanami mit diesem Verrückten nicht allein lassen.

    Unten widersprach Bran Nanami. „Jemand wie er ändert sich nicht einfach, außer er wäre verzaubert.“ Lilly kam angelaufen. „Ich werde nicht zulassen, dass du ihn einfach tot machst!“ Bran sah zu dem Kind und lächelte. „Nein. Das kann ich auch nicht.“ Sie sah ihn verdattert an. „Ich will ihn nicht töten. Ich möchte ihn in Gewahrsam nehmen. Er soll einen fairen Prozess bekommen.“
    Ja klar, fair. So dachte Varus. Und Bran fuhr fort: „Ich kann ihn nicht in Frieden lassen. Er muss für seine Verbrechen bezahlen. Und er hat sich vor einem Gericht zu verantworten. Selbst wenn er sich geändert haben sollte, so sind seine Verbrechen ungesühnt geblieben.“
    Es stimmte schon. Das musste Thalesin auch zugeben, aber nach allem was er wusste, war Varus eine Ausnahme. Na sicher war es unrecht zu töten und Thalesin würde ihn unter diesem Aspekt auch ausliefern, aber… Varus war kein simpler Mörder. Er war… Ja was? Was unterschied ihn denn? Er konnte keine Ausrede finden und musste dem Mann Recht geben.

    Varus oben sah einfach weiter aus dem Fenster. Er äußerte sich weder zu den Vorw+ürfen. Noch zu Nanamis Verteidigung. Er schloss nur lediglich die Augen. Ja. Bran hatte Recht. Und doch konnte er sich nicht gefangen nehmen lassen. Eigentlich war der Gedanke für ihn sogar lächerlich, das zuzulassen. Er schüttelte leicht den Kopf und sagte schließlich: „Zyra. Wir stellen uns!“

    Er drehte sich zu ihr und lächelte. „Mach ein Portal bereit.“ Er wollte ungern dieses Dorf dem Erdboden gleich machen. Er ging einfach hinunter und Thalesin erschrak. Lilly rannte zu ihm und Nanami schien auch geschockt. Varus trat unerschrocken auf Bran zu und sagte: „Du hast deine Familie umsonst verlassen.“ Bran sah ihn nun giftig an. „Du… bist tatsächlich hier. Wie hast du sie gefügig gemacht?“ „Nette Ausstrahlung.“, sagte Varus nur und Bran zog sein Schwert. „Zwecklos, Bran. Du bist nur gekommen, um zu sterben.“ Er breitete die Arme. „Versuch dein bestes, doch deine Klinge wird mich nie berühren.“ Das würden weder Zyra, noch Thalesin zulassen. Einzig Nanami könnte es veranlassen. Seis durch einen Befehl oder, weil sie sich törichter Weise dazwischen werfen würde.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am Di Feb 13, 2018 5:49 am

    Zyra sah Varus für einen Moment Fassungslos an. Er wollte sich stellen? Doch nicht wirklich. Sie sollte ein Portal vorbereiten und genau das tat sie zumindest erst mal. Schließlich bräuchte sie es nur noch öffnen, egal wo sie war.

    Nanami sah den Mann an, der Lilly gerade erklärte, Varus sollte sich verantworten. Natürlich wusste sie auch, das Varus unberechenbar war, aber er war nun mal auch schwer verletzt worden.
    "Ihr sprecht davon, das er sich verantworten soll, doch wer verantwortet sich vor ihm? Wer sind die Schuldigen, die ihm so schlimme Dinge an taten, das er so wurde, wie er nun war? Davon will niemand etwas wissen. Er hat sicher schreckliche Dinge getan und ja, es ist nicht in Ordnung, aber was ihm widerfuhr, wurde nie zur Verantwortung gezogen."
    Varus kam mit Zyra herunter. Zyra blieb leicht schräg hinter ihm stehen, um ihm Respekt zu zollen. Bran war sichtlich angespannt. Er hatte seine Beute direkt vor sich, zum greifen nahe und sie hatte keine Angst, sich dem Jäger zu stellen. Im Gegenteil. Varus schien nichts gutes im Sinn zu haben.
    "Nein ... nicht hier im Dorf,"
    bat sie mehr als das sie es befahl. Sie wusste, es würde einen Kampf geben.
    "Ich bitte euch inständig. Das muss nicht sein Bran. Bitte geht einfach eurer Wege und lasst ihn in Frieden. Er hat seine Strafe längst bekommen."
    Sie zog Lilly wieder zu sich zurück und nahm sie auf den Arm. Besser sie würde das Kind nicht einfach hier bei zusehen lassen.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am Di Feb 13, 2018 6:16 am

    Varus nahm hin, was Nanami von sich gab, aber auch er selbst sah es anders. Dennoch würde er sich nicht gefangen nehmen lassen. Er hatte die Macht das zu verhindern und in dieser Welt, war Macht das einzige Mittel um zu bekommen, was man wollte. Ganz gleich worauf diese Macht baute. Bran sah ihm finster entgegen und antwortete Nanami: „Ihr messt mit zweierlei Maß. Wer immer ihm etwas angetan hat… Es entschuldigt nicht, dass er Unschuldige getötet hat. Es entschuldigt nicht, dass er mir meine Tochter aus Spaß nahm und mich mit dem Wissen zurück ließ, mir noch ein Familienmitglied zu nehmen.“ Er sah sie nun an. „Ich kann nichts für seine Verluste. Und die Menschen die er skrupellos tötete auch nicht. Ihr beschützt einen Verbrecher.“
    Varus ließ die Arme wieder sinken und blieb in sicherem Abstand stehen. Doch dann hatte er eine Idee: „Bran Helan. Ich tötete eine der deinen, als Vergeltung für den Verlust, den du mir zugefügt hast.“ Bran fletschte die Zähne und antwortete: „Das mag sein. Gleiches mit gleichem vergelten ist jedoch immer der falsche Weg und ich tötete deinen Spion, weil er für den Tod von duzenden verantwortlich war.“
    „Du glaubst du bist ein Heiliger…“ Bran schüttelte leicht den Kopf. „Nein.“ Und Varus grinste. Er fügte an: „Jemand wie du, kann mich nicht töten.“
    „Ich sagte bereits, dass ich dich nicht töten werde. Nicht jetzt, nicht ohne Prozess.“ Thalesin lauschte dem Ganzen nur. Varus war wie üblich überheblich. „Du bist ein Mörder und der Welt würde es ohne dich besser gehen!“, sagte Bran und Varus grinste nun. Er antwortete: „Vielleicht. Aber du hast keine Ahnung, in was du da hineingeraten bist. DU weißt nicht wer ich bin und was ich getan habe. Du erinnerst dich vielleciht nicht, weil du noch ein Kind warst, aber ICH habe den großen Krieg beendet.“ „W-was?“ „Ja… ICH habe dafür gesorgt, dass das Imperium siegreich hervor gehen konnte.“ Er kam nun sehr dicht und ignorierte die Schwertklinge. „Ich habe das gesamte feindliche Lager vernichtet, um die Befehlshaber zu Aufgabe zu zwingen. Was glaubst du, kannst DU gegen MICH ausrichten, Bran? Du bist nicht einmal eine Fliege zwischen meinen Fingern. Du kannst mich nicht verletzen und glaubst mich gefangen nehmen zu wollen? Wie ich es schon sagte: Du bist gekommen um zu sterben, denn etwas anderes zu glauben, wäre dumm und ich weiß, dass du nicht dumm bist…“ Bran schien starr vor Schreck und hauchte: „Ich… glaube dir nicht… du bist jünger als ich… du…“ Varus grinste. „Du… hast ja keine Ahnung…“
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am Di Feb 13, 2018 6:56 am

    Zyra zuckte nicht einmal mit der Wimper. Sie wartete ab, was als nächstes passieren würde. Ohne Varus Befehl, würde sie eh nicht handeln ... oder nur, wenn sie es wirklich musste. Jedenfalls würde sie Varus nicht einfach ausliefern. Sie hielt die Situation im Auge, achtete auf alles, was Varus tat, um kein Zeichen von ihm zu verpassen.

    Nanami lauschte den Worten der beiden Männer.
    "Mag sein, ich beschütze einen Verbrecher, doch letztlich sind wir alle Verbrecher, auf die eine oder andere Weise. Euer Verlust ist wirklich furchtbar und ja, es war schrecklich, das er das getan hat. Ich kann das nicht entschuldigen und werde es auch nicht."
    Sie hielt Lilly fest.
    "Wenn ihr das hier nicht friedlich lösen könnt, werde ich nun wenigstens das Kind in Sicherheit vor eurer Torheit bringen. SIE ist unschuldig und der beste Beweiß, das in Varus Herz noch Güte vorhanden ist."
    Sollte Varus es selbst erklären. Nanami jedenfalls, wollte wenigstens Lilly erst in Sicherheit wissen, bevor die sich da an die Gurgel gingen. Jedenfalls würde Nanami Varus jetzt keinen befehl erteilen, denn dann wäre er wehrlos und Bran käme noch hinter das Geheimnis. So drehte sie sich also um und verließ die Scheune in der Angst, Varus und den beiden Anderen könnte etwas passieren.

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

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