Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


    Die Reise ins Ungewisse...

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    Zyra

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am So Feb 11, 2018 1:43 am

    Das Lilly nicht wirklich mit der Situation umgehen konnte, war allen klar. Zyra erinnerte sich nicht an ihre Mutter, aber sie wusste, sie war tot und Varus war der einzige gewesen, den sie je hatte. Wäre ihm etwas geschehen ... Zyra wäre vermutlich auf die Jagd nach denen gegangen, die ihm etwas angetan hatten. Dann wäre ihr alles egal gewesen, doch als Kind ... sie hätte eben so geweint und gelitten, wie Lilly. Allein deshalb nahm sie Lilly immer wieder in oder auf den Arm, um sie zu trösten. Auch Nanami versuchte Lilly immer wieder zu trösten, was natürlich nicht gelingen konnte, aber Lilly war wirklich stark. Varus hatte schon recht. Es war wirklich schön, wie er Lillys Mutter zur Ruhe bettete. Alles wirkte sehr sanft und kein bisschen brutal. Er gab sich alle Mühe, Lilly ein Bild des Friedens zu geben. Wundervoll. Einfach wundervoll. Das weiße Kleid, die Wunde war versteckt, Lilly konnte sich von ihrer Mutter so verabschieden, als schliefe sie nur einen sehr sehr langen Schlaf.

    Später waren sie im Gasthaus, wo sie gemeinsam mit ein paar Dorfbewohnern speisten. Lilly verkündete, sie wolle noch nicht gehen. Sie wollte gern zu den heißen Quellen mit ihnen und erst am anderen Tag ins neue Heim ziehen. Nanami selbst hatte nichts dagegen. Sie fand die Quellen durchaus sehr angenehm und auch Zyra hatte nichts dagegen. Alle waren eigentlich dafür, nur Varus hatte sich noch nicht geäußert. Nanami kam ihm zur Hilfe. Sie hockte sich vor Lilly hin und erklärte:
    "Weißt du Lilly ... Sicher würde Varus gern mit kommen, aber er kann nicht ins Wasser gehen."
    Wie erklärte man nun einem Kind, warum jemand nicht ins Wasser ging?
    "Er kann sich zwar ganz normal waschen, aber in das Wasser kann er nicht gehen. Er hat eine Verletzung, die nicht heilt und wenn da Wasser dran kommt, wird das sicher nicht sehr angenehm und die Wunde könnte sich zu dem auch entzünden. Vielleicht mag er ja einfach nur auf einem der Felsen sitzen und uns beobachten. Wäre das in Ordnung für dich?"
    Nanami hielt die Hand Lillys, während sie erklärte und sah auch zu Varus auf, als sie so erklärte und versuchte Lilly ein wenig von dem Gedanken ab zu bringen, Varus könne mit ins Wasser kommen.
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    Varus

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am So Feb 11, 2018 1:58 am

    Nanami kam ihm gleich zur Hilfe und lenkte Lilly ein bisschen ab. Es stimmte… Die Wunde heilte nicht, aber sie war mit Magie versiegelt, damit sie nicht blutete oder sich entzündete. Ein Grund mehr, wieso er nicht wollte, dass man sie neu nähte.. Lilly sah zu Varus herüber und fragte: „Warum heilt sie denn nicht?“ Heikles Thema und vor allem, vor all den anderen zu antworten, war vielleicht nicht so einfach für Varus. Zumindest glaubte Thalesin das. Allerding wurde er schnell eines besseren belehrt, als Varus ihr einfach antwortete: „Weil ich es nicht will.“ Weder hatte Thalesin mit dieser noch mit einer anderen Antwort gerechnet. „Ihr wollt es nicht?“, fragte Cecil stumpf und Lilly konnte auch nicht begreifen, wieso man das nicht wollen könnte. Sie hatte die Wunde gesehen und mochte sich gar nicht vorstellen, wie ihm das wehtun musste.
    „Aber wieso denn nicht?“ Sie machte große Augen und Varus senkte den Blick. Darauf schien er keine Antwort zu haben. Oder er mochte sie nicht geben. „Komm doch bitte mit, Papa.“ Das ging schnell. Sie hatte ihn ja am Abend schon so genannt, aber dass sie ihn nun immer so nennen würde missfiel ihm nicht nur, sondern war ganz schön ungewohnt.
    „Nein.“
    „Ach bitte! Du musst ja nicht ganz untertauchen!“
    „Ich hab nein gesagt!“
    Lilly zog ein Schmollgesicht und verkündete: „Ich gehe hier nicht eher weg, ehe du mit mir baden warst!“ Der Trotz eines Kindes… vor allem, wegen nichts! Varus stützte sein Kinn auf der Hand ab und sagte mit einem diabolischen Lächeln im Gesicht. „Ach ja? Na dann bleibst du eben hier und wir gehen ohne dich.“ Lilly sah hochmütig zur Seite und erklärte ihm: „Das glaube ich dir nicht. Bade mit uns!“
    „Ich habe ‚Nein’ gesagt!“
    Es war ja drollig und Thalesin hatte eine Idee. Sie könnten Varus’ Oberkörper doch einfach mit Bandagen einwickeln. Dann würde alles Abgedeckt sein und er konnte ins Wasser gehen. Viel spannender war für ihn wirklich die Frage, warum er sich absichtlich selbst diesen Schmerz zufügte und nicht wollte, dass die Wunde heilte.
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    Zyra

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am So Feb 11, 2018 2:07 am

    Lilly ließ also nicht locker. Sie wollte unbedingt, das Varus mit ihr baden ging. Nun gut. Nanami musste schmunzeln. Sie sah Varus an, der Lilly natürlich angst machen wollte, sie müsse zurück bleiben, aber Lilly ließ sich nicht einschüchtern. Das war so süß.
    "Wirst du auch nicht. Wir werden dich mit nehmen. Schließlich haben wir es versprochen."
    Nun wandte sie sich, nachdem Thalsein den Vorschlag gemacht hatte, wieder an Varus.
    "Bandagen sind keine so schlechte Idee, wie ich finde. Du könntest natürlich auch einfach ein Hemd an lassen, aber wo bleibt da die Entspannung?"
    Sie konnte sich mehrere Gründe vorstellen, warum Varus die Wunde nicht heilen lassen wollte. Zum einen ... wenn es stimmte, das sie ihm das Herz herausgeschnitten hatten und er es wieder fand, könnte man es wieder einsetzen. Zum Anderen ... Diese Wunde würde ihn immer an den Verrat der Menschen an ihn erinnern und ihn davor schützen, sich je wieder zu sehr auf sie ein zu lassen. Laut sagte sie das jedoch nicht. Sie behielt es für sich.
    "Wenn du möchtest, kann ich dir die Bandagen anlegen oder Zyra macht es. Es würde mich sehr freuen, wenn du auch mal etwas mit uns gemeinsam unternehmen würdest."
    Sie dachte bereits darüber nach, ob es bei ihrem Schrein nicht möglich war, auch eine heiße Quelle, oder einen See oder irgendwas erholsames zu finden oder entstehen zu lassen.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am So Feb 11, 2018 2:22 am

    Natürlich fiel Nanami ihm in den Rücken. Er sah sie missmutig an, als sie Lilly versprach, sie nicht zurückzulassen. Er gab ein „Tse.“ Von sich und Lilly grinste. Dann schlug Thalesin Bandagen vor und Varus bedachte ihn mit einem angefressenen Blick. Wie er es hassen konnte, immer zu irgendwas gezwungen zu werden. Aber tatsächlich hatte er darüber ja auch noch gar nicht nachgedacht. Er war immer nur bandagiert gewesen, wenn er eine andere Haut angezogen hatte… Nanami jedenfalls fand die Idee auch ganz ausgezeichnet und schlug zudem vor, im Hemd zu baden.
    „Bitte!“, sagte Lilly nun wieder. „Nein! Ich hab keine Lust!“ Lilly zog nun ein trauriges Gesicht und jammerte: „Aber… das… das ist mein einziger Wunsch! Ich…“ Sie schniefte und rieb sich die Augen. „Ich… glaube… Mama hätte gern noch mal… gebadet…“ Wieder schniefte sie und Varus, dem langsam die Ader schwoll, schlug mit den Händen auf den Tisch: „Also gut! Fein! Ich komme mit!“
    Lilly sah überrascht auf, strahlte ihn an und grinste: „DANKE!“
    „Du kleine Kröte!“, fauchte er, als er ganz offensichtlich sah, dass sie ihn reingelegt hatte. Dabei stand er auf und sagte bezüglich der Verbände: „Ich mache es selbst!“ Thalesin kicherte und Cecil sah ihn verwundert an. Wieso ließ er sich so schnell breit schlagen? Er hatte sich wirklich verändert. Aber sie fand den „neuen Varus“ viel angenehmer. Und irgendwie wirkte er ja auch weniger zornig vor allem aber auch weniger traurig. Denn sie hatte ihn zuvor niemals ehrlich lächeln sehen.
    Lilly freute sich und sprang Nanami an. Sie lachte glockenklar und auch von den anderen Gästen kam ein leises: „Ooohhh.“ Sie alle freuten sich, dass Lilly nicht mehr sooo traurig war. Varus ging hinauf ins Zimmer und schloss es hinter sich ab. Er legte sich die Hand auf die Brust und blieb hinter der Tür stehen, an die er sich nun anlehnte. Er legte sich schließlich die Hand aufs Gesicht und stöhnte leise. Dann musste er sogar leicht über sich selbst lachen. Wie sollte er denn seinen Körper einwickeln? Das hat noch nie funktioniert. Mittels Magie könnte er es wohl durchführen. Aber er hatte auch keine Verbände hier. Er lief zum fenster und sah hinaus.
    Unten saßen die anderen und amüsierten sich leicht über Varus und Lillys Art ihn zu „überreden“. Bei der Gelegenheit fragte sich Thalesin zwar, wieso sie so leichtes Spiel mit ihm hatte, während alle anderen es eher selten erlebten, ihn zu irgendwas zu überreden. Außer Nanami. Sie hatte irgendwie immer die richtigen Worte. Letzten Endes auch durch das Band zwischen ihnen.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am So Feb 11, 2018 2:32 am

    Selbst Zyra zog eine Augenbraue hoch, als Varus sich schließlich doch endlich geschlagen gab. Wann hatte sie ihn je versucht von etwas zu überzeugen und wenn ... hatte sie je Erfolg? Wohl eher weniger. Jetzt da Lilly auch noch da war, war er noch weicher geworden. Was war nur mit ihm los? Vielleicht war er einfach Kindern gegenüber nicht so hart, wie sonst.

    Nanami fing Lilly gleich auf.
    "Ja, das war wirklich sehr gemein, ihn auf diese Weise zu ködern, aber ich denke, anders hättest du auch keine Chance gehabt,"
    lächelte Nanami. Sie küsste Lilly auf die Wange, ehe sie sie an sich drückte. Schließlich warteten sie auf Varus. Nanami sah einmal kurz zum Zimmer hinauf, sah ihn aber am Fenster gerade nicht. Ob er wirklich allein mit der Bandage zurecht käme? Sie musste schon etwas höher angelegt werden und würde vermutlich auch nicht ganz so leicht zu wickeln sein. Vielleicht bräuchte er doch Hilfe.
    "Würdest du einen Moment bei Cecil, Zyra und Thalesin bleiben? Ich möchte sehen, ob 'Papa' Hilfe braucht."
    Damit nahm Zyra Lilly auf den Schoß und Nanami stiefelte nach oben. Unterwegs besorgte sie sich von der Wirtin noch ein paar Bandagen. Sacht klopfte sie an die Tür, trat aber nicht ein.
    "Varus? Brauchst du Hilfe? Ich habe dir Bandagen mit gebracht, falls du keine da hast."
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am So Feb 11, 2018 2:49 am

    Natürlich ließ man ihn nicht in Ruhe… Er hörte Nanamis Stimme. Sie hatte es aber auch wirklich drauf, immer da zu sein, wenn er es nicht wollte. Auf der anderen Seite hatte sie natürlich auch Recht. Er hatte ja nicht mal verbände. Er seufzte also und schnippte mit dem Finger. Der Schlüssel in der Tür drehte sich. Als Nanami herein kam, sah sie Varus auch direkt oberkörperfrei dort stehen. Er hatte das Gesicht zum Fenster gewandt und so grinsten sie direkt die Narben auf seinem Rücken an. Er hatte die Arme verschränkt und sagte zunächst nichts. Nanami war so umsichtig wieder hinter sich abzuschließen. Varus wartete, bis sie näher kam. Er sah ernst aus, aber nicht wütend. Dann drehte er sich leicht zu ihr um, weshalb sie wieder die schlimme Wunde auf seiner Brust sah. Sie hatte ihn ja schon mal beim Baden erwischt, wobei das von beiden Seiten aus unfreiwillig geschah.
    Varus sah Nanami ihn, wie sie vielleicht sogar ein wenig unsicher näher kam, weil sie vermutlich nicht erwartet hatte, ihn direkt so vorzufinden. Sie war ein zauberhaftes Wesen und immer auf das Wohl aller bedacht. Varus hatte manchmal das Gefühl, dass sie gar nicht auf sich selbst achtete. Er wartete, bis sie bei ihm war und sah auf sie herab. Sein Körper war bleich, wie ein Geist und doch sah er nicht ungesund, sondern wie Marmor aus. Wie der Körper einer wunderschönen Skulptur. Er schwieg. Er wartete scheinbar darauf dass Nanami anfangen würde. Doch so sehr sich Nanami auch dagegen wehrte, sie konnte sich kaum konzentrieren und wurde von dieser Narbe unweigerlich angezogen. Wie schon das letzte Mal.

    Lilly wartete unten brav mit den anderen. Sie freute sich, dass es nun doch geklappt hatte und sie mit allen zusammen in die heiße Quelle gehen konnte. Sie war wirklich froh deswegen und war schon ganz hibbelig.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am So Feb 11, 2018 2:56 am

    Nanami sah Varus da stehen, am Fenster. Er war wirklich schön an zu sehen. Einer der alten Statuen gleich, nur das die Haut eben nicht überall so makellos war. Nanami war wirklich etwas unsicher, denn varus sagte kein Wort. Sie sah ihn an, er sah sie an. Diese Narbe ... sie zog sie auf eine furchtbare Art und Weise an. Nanami wollte diese Wunde unbedingt heilen, doch das könnte sie nicht. Er wollte es nicht und ihr fehlte die Macht dazu. Sie legte die Verbände auf das Bett, bis auf einen, den sie fest in der Hand hielt. Sie sah kurz zu Varus auf, wie er so auf sie herab blickte. Er schien nicht wütend zu sein, was sie ein wenig beruhigte, doch verstand sie wohl, er wollte so nicht gesehen werden. Ganz zärtlich fuhr sie mit einem Finger über die Naht. Sie war schrecklich und doch konnte Nanami nicht anders. Diese Naht ... so schrecklich sie war, sie gehörte zu ihm und sie akzeptierte seinen Wunsch. Sie versuchte die Hand dort weg zu nehmen, doch sie konnte es einfach nicht. Warum nicht?
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am So Feb 11, 2018 3:08 am

    Varus beobachtete Nanami, wie sie die übrigen Verbände zur Seite legte. Dann aber kam sie näher. Sehr nahe und er ließ sie gewähren. Sie betrachtete die Wunde und er beobachtete sie genau. Erst als sie die Hand hob, wechselte sein Blick von ihrem Gesicht auf ihre Hand. Sie strich ganz zart über die einzelnen Fadensegmente. Es war wirklich außerordentlich stümperhaft genäht. Und wenn man sich das ganze so anschaute, sah es wirklich so aus, als sei es auch gerade eben erst passiert. Die Wundränder waren tiefrot und feucht. Aber es blutete nicht.
    Varus ließ sie weiterhin gewähren und als sie nun das zweite Mal darüber streichen wollte, nahm seine Hand die ihre nun gefangen. Nicht fest, aber schon so, dass er sie gut festhalten konnte. Dennoch verweilte sie weiterhin vor seinem Herzen. Er wusste genau, wieso sie so von diesem verdammten Ding angezogen wurde. Denn ganz egal, wie man ihn verstümmelt und seiner Macht beraubt hatte… Er war trotzdem ein himmlisches Wesen. Das ein Wesen wie er SO verletzt worden war, brachte fast edes sterbliche Wesen um den Verstand.
    Er flüsterte leise: „Nanami…“ Er wollte sie in die Wirklichkeit zurückholen. Er musste zugeben, dass alle ihre Berührungen nicht so schlimm für ihn waren, wie von anderen Menschen. Ganz im Gegenteil. Manchmal ertappte er sich sogar dabei, wie er es genoss, es sich sogar fast wünschte. Sein Druck auf ihrer Hand ließ nach und unwillkürlich legte Nanami ihre Hand nun auf seine Brust. Varus schloss die Augen und schließlich lief ihm doch eine Träne aus den Augen. Schon wieder. Nanami hatte ihn verändert und das ohne es überhaupt zu bemerken. Varus erinnerte sich an früher und es machte ihn sehr traurig.
    Jetzt jedoch, wo Nanamis Hand auf der Narbe lag, kehrte ihr eigenes Bewusstsein wieder zurück. Ihr war gar nicht aufgefallen, wie sie sich verhalten hatte und sie bemerkte, die leichte Gänsehaut, die sich über Varus’ Körper schlich. Ihm war nicht kalt und sein Körper war ohnehin schön warm.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am So Feb 11, 2018 3:15 am

    Sie konnte nicht anders. Es war, als sei sie hypnotisiert, doch nun, als sie zurück fand, ins Hier und Jetzt, sah sie ihn zunächst mit großen Augen an, doch dann lächelte sie. Sie hatte ihn sehr lieb gewonnen, auch wenn er sich manchmal wie das Letzte Arschloch verhalten hatte.Sie sah das verletzte himmlische Wesen, welches noch immer unter dem Verlust und vor allem anderen, dem Verrat litt. Das er eine Gänsehaut bei ihren Berührungen bekam, war schon irgendiwe faszinierend. Sollte sie ... durfte sie? Nanami war sich gar nicht so ganz sicher, aber er schien es doch zu genießen, oder nicht? So unsicher war Nanami noch nie gewesen. Ihre Finger glitten zärtlich über seine Brust, seine Oberwarme und zogen ihn schließlich zärtlich zu ihr herunter. Nanami legte ihre Lippen auf diese Träne und küsste sie weg. Sie wagte es nicht, auch nur einen Ton von sich zu geben, aus Angst es könnte diesen Moment kaputt machen. Von sich aus wollte sie ihn nicht küssen, auch wenn sie sich noch so sehr danach sehnte. Sie wollte das, was da eben entstand, nicht wieder zu nichte machen, also ließ sie ihn wieder los, ließ ihre Hände wieder über seine Arme gleiten und hoffte, es hätte sie nun Beide nicht zu sehr beschämt.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am So Feb 11, 2018 3:24 am

    Nein. Es hatte ihn ganz und gar nicht beschämt. In dem Moment, da sie seine Wange küsste, um die Träne wegzuküssen, schloss er seine Augen. Es war ein schönes Gefühl und gleichzeitig auch eines, was ihn traurig machte. Doch er konnte doch nicht andauernd herumheulen. Nanami berührte seinen Körper mit größter Vorsicht und es elektrisierte ihn vollkommen. Was machte sie nur mit ihm? Er war außerstande einen klaren Gedanken zu fassen! Er öffnete die Augen wieder, als sie von ihm abließ und das grüne in seinen Schlangenaugen wurde ein wenig von dem goldenen verdrängt. Er sah an sich herab. Sie hatte immer noch die Bandage in der Hand und schließlich sagte er leise: „Nanami…“ Immer wieder dieser Name, der ihm leichter von den Lippen ging, als zum Anfang. Er suchte nach ihrem Blick und schließlich hob er leicht die Hand an. Er wollte sie nicht schon wieder küssen, obwohl es sich das letzte Mal so unendlich schön angefühlt hatte. Aber er wollte auch nicht, dass sie aufhörte ihn zu berühren. Es war verrückt. Eines der Dinge, die er am meisten hasste, fand er nur, weil sie es war, plötzlich ungeheuer schön! Er verstand jedoch auch, dass die ganze Situation irgendwie absurd war und schließlich machte er einen halben Schritt nach hinten und wendete den Blick ab. Er strich über seine Wange und sagte schließlich: „Du… solltest anfangen.“
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am So Feb 11, 2018 3:39 am

    Seine Haut wear so herrlich weich. Nanami wusste nicht, was sie tun durfte, was nicht, aber sie wünschte sich, er hätte sie gehalten, sie in die Arme geschlossen, sie von sich aus geküsst .... aber es war so schnell vorbei. Er wendete sich ab, als wäre das alles ein großer Fehler. Nanami sah auf den Boden. Nein, es war kein Fehler. Er sprach ihren Namen immer so liebevoll und sanft aus, das man meinen konnte, er wolle ihn nicht abnutzen, und doch ... Er hatte ja recht. Sie sollte ihn verbinden. Schließlich wartete auch Lilly schon ganz nervös darauf, das sie herunter kamen. Nanam nahm den Verband und legte ihn behutsam an. Dabei strich sie jedoch immer wieder leicht mit den Fingern, wie Zufällig, über die Ränder hinaus, berührte seine haut und liebkoste sie auf ihre ganz eigene Art und Weise. Immer wieder sah sie zu ihm auf, suchte seine schönen Augen, die Andere wohl eher als unheimlich an sahen, doch Nanami machte das nichts aus. Ja, er hatte schreckliche Dinge getan und musste noch schlimmeres tun, um am Leben zu bleiben. Denn noch hatte auch er ein Recht darauf glücklich zu sein. Was man ihm angetan hatte, war schlimmer, als die Hölle es je sein könnte, denn er war ein Engel gewesen, der von Menschen an die Hölle verraten wurde. Als sie mit dem Verband fertig war, stand sie vor ihm und nahm seine Hände.
    "Danke ... das du mir wenigstens ein kleines bisschen vertraust."
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am So Feb 11, 2018 3:44 am

    Varus ließ sich verbinden. Sie machte es so behutsam und liebevoll. Er genoss es regelrecht. Dann als sie fertig war und seine Hände nahm, bedankte sie sich bei ihm. Er musste schon wieder lächeln, als sie dass sagte: „Du bist ein Dummkopf, Nanami…“ Er löste seine Hand und streichelte mit dem Daumen ganz kurz ihre Wange, während er die Hand dort hin legte. „Ich vertraue dir kein kleines bisschen.“ Dann ließ er von ihr ab, trat zurück und kleidete sich wieder an. Nein. Er vertraute ihr sogar mehr noch als Zyra.
    „Bringen wir es hinter uns!“, sagte er nun wieder eher missgelaunt und ging schon zur Tür, wo er sie dieses Mal von Hand aufschloss.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am So Feb 11, 2018 3:49 am

    Nanami sah varus ein wenig verwirrt an. Sie war ein Dummkopf, hatte er gesagt und er vertraute ihr kein kleines Bisschen. Sie runzelte die Stirn, ließ sich den Satz noch mal durch den Kopf gehen, während Varus sich an zog und verstand. Varus war schon an der Tür und schloß sie gerade auf, als Nanami ihn einfach von hinten umarmte und sich an ihn drückte. Das er ihr mehr vertraute als Zyra, hatte sie nicht begriffen, aber er vertraute ihr und das machte sie gerade unglaublich glücklich.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am So Feb 11, 2018 4:00 am

    Varus blieb stehen, als er ihre Schritte hörte. Er hatte damit gerechnet, dass sie ihn nun umarmen wollte und hatte die Tür deshalb auch nicht geöffnet. Er ließ sie einen Moment gewähren. Ihre Umarmung tat gut. Sie war ihm dankbar, das spürte er. Dabei sollte er doch IHR dankbar sein. Er wartete so lange, sie es für nötig hielt, ihn zu umarmen und erst als sie sich löste sagte er leise: „Danke.“ Dann öffnete er die Tür und ging hinunter. Lilly sprang auf und auch die anderen erhoben sich.
    „Kann losgehen.“, grummelte Varus und Lilly freute sich. Thalesin schüttelte liebevoll den Kopf und so brachen sie auf.

    Oben angekommen zogen sich die beteiligten um. Varus und Thalesin hatten eine andere Kabine, als die Damen, da sie sich ja trotzdem in ein Handtuch wickeln mussten. Lilly jedoch brauchte das nicht. Sie war noch so klein und es machte ihr daher auch nichts aus. Sie legte ihre Kleidung trotzdem ordentlich zusammen und hatte auch einen kalten Lappen für die Stirn.
    Cecil freute sich schon auf das heiße Bad und war auch als erste mit Umziehen fertig. Sie wartete dennoch auf die Anderen und nahm Lilly an die Hand. Die Damen bruahcten allgemein etwas länger als die Männer und so standen die schon draußen. Thalesin hatte ja auch einen wirklich ansehnlichen Körper und so wie die beiden da nebeneinander standen und warteten, war es unverkennbar, dass sie verwandt waren. Sie hatten irgendwie die gleiche Wartehaltung.
    Gemeinsam gingen sie schließlich zum Becken und Varus betrachtete das Wasser noch einmal misstrauisch. Dann aber seufzte er und stieg hinein. Er hoffte nicht, dass Lilly ihm nun auf die Nerven gehen würde.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am So Feb 11, 2018 4:21 am

    Nanami ließ die Umarmung etwas andauern. Nicht zu lang, aber doch ein wenig. Als sie ihn los ließ, hörte sie sein Danke und fragte sich für einen Moment, wofür er ihr dankte. Sie war heute wirklich nicht von der schnellen Truppe, aber solange es dabei nicht um Lebensbedrohliche Dinge ging, war das wohl zu verzeihen. Gemeinsam gingen sie hinunter und schließlich auch mit allen zur Quelle.

    Es dauerte etwas, bis die Damen fertig waren. Nanami konnte sich vorstellen, das die Jungs schon warteten. Sie gingen schließlich hinaus und Nanami erkannte sofort die Ähnlichkeit des Körperbaus bei Thalesin und Varus. Nanami bemerkte, wie Zyras Wangen sich leicht verfärbten, als sie Thalesin so sah. Offenbar hatte sie doch mehr für Thalsin über, als sie es sich eingestehen wollte. Auch Nanami ließ sich nun mit ihrem Handtuch in das Wasser gleiten. Es tat so unglaublich gut. Entspannender war wohl kaum etwas anderes. Sie sah lächelnd zu Varus herüber. Er hatte sich ein wenig verändert und sie dachte an diesen kurzen Moment im Zimmer oben. Er war ruhig und gefasst gewesen. Nicht aufbrausend und hatte sich auch vor ihren Berührungen nicht zurück gezogen. Es war einfach wundervoll, ihn so zu erleben.

    Zyra hatte gespürt, wie ihre Wangen rot wurden und hatte nach unten gesehen, um es sich nicht anmerken zu lassen. War sie sonst so taff, war sie gerade doch eher schüchtern. Thalesin hatte eine gesündere Hautfarbe als Varus und es sah wirklich schön aus. Sie hatte nie gedacht, das sie jemals an irgendwem gefallen finden konnte, doch Thalesin hatte viel Geduld mit ihr, half ihr, gab ihr halt und versuchte alles in seiner Macht stehende zu tun, um sie irgendwie ein bisschen glücklich zu machen. Er war kein Verräter ... zumindest hoffte sie es sehr. Sie wollte es auch nicht glauben, aber noch immer war da diese Spur Angst, er könne das Blatt plötzlich wenden. Im Wasser, nahm sie Lilly entgegen, damit auch Cecil ins Wasser konnte. Lilly bot Abwechslung. Eben so wie Nanami, ging Zyra jedoch davon aus, das die Kleine gleich wieder Varus an den Hacken hing.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am So Feb 11, 2018 4:34 am

    Als nun alle im Wasser waren verhielt sich Lilly erst einmal ganz ruhig. Sie hatte lange nicht heiß gebadet und so entspannte auch sie erst mal. Sie dachte an ihre Mutter, aber jetzt gerade weinte sie deswegen nicht, sondern war irgendwie glücklich. Sie hatte die Augen zu und machte alles nach, was auch Zyra machte. Um sich möglichst anständig zu benehmen. Natürlich gingen ihre Blicke zu den beiden Jungs auch herüber, aber sie blieb erst mal bei den Damen.
    Thalesin hatte Zyras rote Wangen gar nicht gesehen und war gleich freudig ins Wasser gekommen. Er seufzte langgezogen als er sich so entspannen konnte und lächelte sehr zufrieden. Hin und wieder kühlte er die Lappen derer, die es wollten und war sichtlich entspannt.
    Auch Varus hatte seinen Kopf hinten aufgelehnt und die Augen zu. Er fand es wirklich entspannend und mit dem Verband fühlte er sich auch nicht so unwohl. Ganz im Gegenteil. Es wäre ihm nun sogar egal gewesen ganz nackt zu sein. Er war ja nicht prüde nur eben die Narben… die machten ihn wirklich fertig, wenn das jemand sah.
    Eigentlich war es wirklich wundervoll. Irgendwann paddelte Lilly jedoch ein wenig herum. Sie imitierte dabei ein kleines Hündchen und bellte dabei ein wenig. Sie kicherte darüber und Thalesin beobachtete sie nun dabei. Wirklich. Sie war total niedlich. Varus hielt sich daraus. Solange er nicht schimpfte oder ihr in irgendeiner Form Aufmerksamkeit schenkte, würde sie ihn sicherlich in Ruhe lassen. Cecil fand es auch ganz zauberhaft und freute sich über die Ausgelassenheit der kleinen.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am So Feb 11, 2018 4:52 am

    varus genoss es sichtlich sich im Wasser zu entspannen, wie es so ziemlich alle taten. Die Kleine Lilly war wirklich so bezaubernd. Sie hielt sich an Zyra, die sich auch gern mit ihr beschäftigte. Als Lilly dann anfing wie ein Hund zu bellen und herum zu platschen, lächelte Nanami.
    "Oh wir haben hier einen ganz niedlichen Hund, der mit uns baden will,"
    verkünde Zyra lachend. Nanami sah zu und musste ebenfalls lachen. Das war aber auch süß und schon spielte sie mit.
    "Oh nein ... es werden mehr,"
    beklagte sich Zyra gekünstelt, ohne dabei das Lächeln zu verlieren. Sie sah zu Thalesin, der irgendwie ohnehin nie irgendwas mit bekam. Da könnte ein Mädchen daher kommen, eine riesen Schriftrolle, ausgebreitet vor sich her tragend, mit der Aufschrifft Ich liebe dich Thalesin und er würde es nicht mal sehen. Gut ... Zyra mochte ihn. Von Liebe wollte sie nicht anfangen, denn davon hatte sie keine Ahnung. Abgesehen davon, half er ihr. Das durfte sie nicht verwechseln. Es war wohl eher ähnlich, wie bei Varus, aber auch ein geschwisterliches Verhältnis war durchaus ok für sie. Aus einer Laune herau spritzte sie nun Thalesin Wasser ins Gesicht und ihr Lachen klang dabei wie ein Glasglöckchen.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am So Feb 11, 2018 5:01 am

    Zyra lachen zu hören, war eine Seltenheit. Und Thalesin öffnete geschockt die Augen. Auch Varus sah sie vollkommen verstört an. Lilly jauchzte nur und paddelte mit Nanami im Kreis. Zunächst waren die beiden Männer noch geschockt, während Thalesin nun aber wirklich glücklich zu ihr sah und die Spritzattacke mit einem nassen Konter zurück gab, sah er wirklich unfassbar froh aus, während Varus fürchtete, dass die Entspannung wohl nun ein jähes Ende gefunden hatte. Er bestaunte deennoch die Tatsache, dass Zyra lachte. Früher, als sie noch ein Kind gewesen war, hatte sie es öfter getan, aber irgendwann hatte sie damit aufgehört und er wusste, dass das seine Schuld war. Er hatte sie mit all seinem Zorn und seinem Hass verdorben und nun, wo er sie losgelassen hatte, konnte sie endlich eine neue Hand ergreifen, die sie aus seine dunklen Welt hinaus ins Licht führen konnte. Er gönnte es ihr und er blickte schließlich zu Thalesin. Er lachte ehrlich und lieferte sich mit zyra eine Wasserschlacht, in die auch die beiden Hündchen involviert wurden. Dann wurde auch noch Cecil hinzugezogen, wobei Lilly versuchte, sie auf ihre Seite zu ziehen. Es war eine wirklich schöne Stimmung… Varus kam nicht umhin, als zu lächeln. Doch dann lehnte er den Kopf wieder auf den Rand. Sollten sie doch ihren Spaß haben, er wollte damit jedoch nichts zu tun haben.
    Womit er nicht rechnete, war Lillys Tauchattacke. Sie tauchte ab und griff nach seinem Knöchel. Erst öffnete Varus erschrocken die Augen und schon im nächsten Moment zog sie an, sodass er von der Unterwasserbank rutschte und sein Oberkörper samt kopf unter Wasser war. Er ruderte mit den Armen und kam hustend wieder hoch. Sie hatte ihn eiskalt erwischt, tauchte auf und lachte ihn aus. Dann flüchtete sie schnell zu Nanami und versteckte sich kichernd hinter ihr.
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    Zyra

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am So Feb 11, 2018 11:35 am

    Es war wirklich herrlich. Zyra lachte und quietschte, als sie das Wasser traf. Alle, ausser Varus, machten mit. Lilly schaffte es sofort, Cecil auf ihre Seite zu ziehen. Sie war aber auch wirklich süß. Während Nanami nun ein Auge auf Lilly hatte, eben so wie Cecil, vergnügte Zyra sich mit einem ordentlichen Sprung ins Wasser, bei dem etliches auf Thalesin schwappte. Sie tauchte wieder auf, legte sich auf den Rücken und schwamm ein paar Züge ins Wasser, um nicht von ihm ergriffen zu werden.
    Nanami sah Lilly dabei zu, wie sie untertauchte und sich Varus schnappte. Sie zog ihn einfach unter Wasser und der große Fürst des Schreckens konnte nichts dagegen tun. Nanami lachte auf, als sie ihn da wie einen begossenen Hund auftauchen sah.
    "Nun da bleibst auch du von dieser Schlacht nicht verschont, aber glaub nicht, das du sie dir jetzt einfach packen kannst. Dafür musst du erst mal an mir vorbei."
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    Varus

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am So Feb 11, 2018 11:51 am

    Varus wusste gar nicht, was er zu so viel Unverfrorenheit sagen sollte! Er schaute Lilly verstört an… nun er schaute Nanami verstört an und als auch alle anderen so hemmungslos lachten, war er eigentlich sogar NOCH verstörter. Thalesin hatte ebenfalls wirklich spaß und schwamm sogleich auf Zyra zu, die sich wie eine Wasserschlange davon schlängelte, während Cecil sich stoisch in den Weg stellte und sie somit vor Thalesin schütze. „DU kommst NICHT VORBEI!“. Rief sie halb lachend und Thalesin grinste. „Wetten?“ Cacil nahm eine mehr oder weniger gute Kampfhaltung ein und grinste ebenfalls. Doch als Thalesin „angriff“ ließ sie sich theatralisch zur Seite fallen und sagte, nach dem Auftauchen: „Oh nein! Der Unhold hat mich besiegt! Lauft Lady Zyra!!!“ Thalesin tauchte hinterher und als hätte er Kiemen blieb er unter Wasser. Lilly lachte herzhaft und hielt sich den Kopf vor Lachen. Varus hingegen beobachtete das Ganze und konnte sich nur wundern. Er selbst merkte schon, dass alle unheimlich Spaß hatten und eigentlich hatte er auch gar kein Interesse daran, diese Stimmung kaputt zu machen. Aber er wusste auch gar nicht, wie er zu der ausgelassenen Stimmung beitragen konnte. Nanami erklärte schließlich, dass er an ihr vorbei müsse, um Lilly zu packen. Nichts leichter als das, aber… er konnte es nicht. Zumindest für einen Moment. Er betrachtete alles und schließlich schien ihm klar zu werden, dass das Teil des Spiels war. Also durfte er wohl doch. Er betrachtet Nanami und wollte eben zaubern, als Thalesin auftauchte und rief: „Magie ist unfair! Das hier ist ein körperliches Kräftemessen!“
    Varus sah ihn nur kurz an. Aber auch jetzt verstand er, dass das hier wohl für alle Spaß bedeutete. Wenn er jetzt zaubern würde… Erstens würde das Wasser vermutlich kurzweilig blutig rot werden und zweiten, schien es wohl gegen die Regeln zu sein, zu zaubern. Ganz kurz nur, kam ihm der Gedanke, aber er saß.
    „Wenn das so ist…“, er zügelte seine Magie und besah sich kurz die Lage. Varus war nicht nur ein exzellenter Magier, sondern auch ein guter Stratege, wenn er musste. Er war eingerostet, aber er konnte es! Da war er sich sicher.
    Nach einem kurzen sondiren der Lage, entschied er, dass das Kräftegleichgewicht ungleich war. Lilly und Nanami hatten sich gegen ihn verbrüdert, Zyra war jedoch noch mit Thalesin zugange und Cecil war ein Unsicherheitsfaktor. Sie war auf keiner Seite, also rief er: „Cecil! Hilf mir!“ Sie sah zu ihm, erkannte, dass er sich den Spielregeln beugen wollte und fand es nur fair, ihm zu helfen. Er deutete auf Lilly: „Ich mag nicht an Nanami vorbei kommen! Aber du hast meine Verbündete vergessen!“ Cecil lachte auf und schnappte sich Lilly, während er zu Nanami tauchte und sie schließlich packte. Er hielt sie jedoch nicht fest, sondern warf sie ein Stück zur Seite. Dann tat er ganz diabolisch und rief: „Haha! Ich habe deinen Matrosen in meinen Händen! Ergib dich!“ Lilly lachte und freute sich. Thalesin hatte gerade Zyra eingefangen und wunderte sich nur über Varus.
    Dass das band ihm in diesem Falle nutze, war ihm nicht mal klar, denn er spielte mit, weil sich Nanami wünschte, dass er es täte und er selbst kam gar nicht auf die Idee, dass es das Band sein könnte, weil es ihm tatsächlich Spaß machte. Erst etwas später würde ihm diese Peinlichkeit vermutlich klar werden, doch selbst dann würde er vielleicht sogar nur über sich lachen.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am So Feb 11, 2018 12:02 pm

    Cecil wurde kurzerhand von Varus rekrutiert. Nanami hatte durchaus seine Verwirrung gesehen, aber sie fand sie unglaublich niedlich. Jetzt kam Cecil und packte sich Lilly, während Varus plötzlich vor Nanami auftauchte, sie packte und einfach zur Seite warf. Nanami tauchte nun unter und wieder auf, wobei sie sich die Haare nach hinten strich. Es war so schön.
    "Wie kannst du es wagen, dich meiner Crew zu bemächtigen elender Unhold,"
    schimpfte Nanami mit strenger stimme und gespielt ernsten Blick, ehe sie wieder lachen musste.
    "Rück meinen Matrosen wieder heraus du Pirat!"

    Zyra glaubte ja wohl nicht richtig zu sehen. Das Lachen erstarb für einen Moment und sie war mindestens so verdattert, wie Varus es war, als sie gelacht hatte, dann aber lächelte sie wieder. Es war das erste Mal, das sie ihn so sah. Es machte sie glücklich ihn glücklich zu sehen.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am So Feb 11, 2018 12:11 pm

    Thalesin sah ebenfalls zu den anderen. Er hätte niemals gedacht, dass Varus sich zu so etwas hinreißen lassen würde. Er hatte sich wahrlich verändert. Er hatte Zyra gerade an der Hüfte gepackt und sie beide schauten eben zu den aanderen, nachdem Varus die Stimme erhoben hatte. Thalesin kicherte noch, ehe er wieder zu Zyra sh. Dann wurde ihm wohl klar, dass er sie gepackt hatte und augenblicklich legte sich rot auf seine Wange. Was? Was machst du denn da?! fragte er sich selbst. Er ließ sie schlagartig los und stammelte: „Äh… mh… also…“ Dann kratzte er sich am Hinterkopf und lächelte verlegen ins Wasser. ER wusste, was er für Zyra empfand, aber sie ja nicht. Zumindest in seinen Augen.

    Bei Varus hingegen geschah im Augenblick von Nanamis Befehl folgendes: Varus Blick fixierte Lilly und er packte sie um die Hüfte. Lilly jauchzte auf, als er sie einfach mit viel Schwung zu Nanami beförderte. Sie machte eine regelrechte Arschbombe und jauchzte vorher dabei auf. Varus hingegen sah verdattert auf seine Hände, während Cecil ihn unzufrieden von der Seite anschaute. „Ich möchte meutere anmelden!“ Sie schwamm zu Nanami und grinste. Varus hingegen war immer noch verstört über seine Handlung und beschwerte sich schließlich: „Das… du bist wirklich durchtrieben, Gebieterin!“
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am So Feb 11, 2018 12:22 pm

    Zyra sah eben zu Thalesin, der sich scheinbar bewusst wurde, was er eben tat und Zyra direkt los ließ. Schade eigentlich, aber wenn er sich so anstellte ...
    "Ja?"
    wollte Zyra wissen und bereitete sich schon darauf vor ihm die Nächste Welle ins Gesicht zu spritzen.
    "Du bist ja ganz rot. Ist dir warm? Hast du Fieber? Warte ... ich kühle dich ab!"
    meinte sie und spritzte geschickt das Wasser wie eine kleine Welle auf ihn, ehe sie wieder juchzend ein Stück weiter weg schwamm. Sollte Varus sich mit Nanami ruhig ein wenig Spaß erlauben. Es schien ihm ja wirklich gut zu tun.

    Nanami sah ein wenig überrascht aus, als sie nun Lilly zugeworfen bekam. Sie fing Lilly nicht direkt auf, sondern zog sie aus dem Wasser, als sie hinein geplatscht war.
    "Oh deine Crew scheint dich nun auch noch zu verlassen! Was willst du nun noch machen Korsar?"
    Sie gab Lilly an Cecil.
    "Ich fürchte, du musst dir ddein Vertrauen erst erarbeiten. Also passe auf den Matrosen auf, während ich mir ein Gefecht mit dem Piratenkönig liefere,"
    meinte Nanami, spritzte dann Varus voll mit Wasser und rief beim wegschwimmen:
    "Fang mich wenn du kannst!"
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Varus am So Feb 11, 2018 12:32 pm

    Ha! Als müsse Varus da groß was anstellen. Ihm wurde wieder bewusst, dass Magie scheinbar nicht rechtens war, aber WAS kümmerten ihn schon regeln und Gesetze? Er grinste diabolisch und sagte eher zu sich selbst: „Wenn ich kann, hu? Für wen hältst du mich?“ Er schloss einen winzigen Augenblick die Augen. Er musste keine Blutmagie anwenden um zu zaubern. Es war nur wesentlich schneller und bequemer. Aber jetzt nutzte er sie nicht. Er streckte die Hände aus und Nanami spürte, wie sie ganz plötzlich angehoben wurde, vom Wasser. Sie konnte nichts tun. All ihre Schwimmbewegungen verliefen förmlich ins Nichts, weil ihr das Wasser ausweichen wollte. Varus grinste und die Welle schob Nanami auf ihn zu, wo er sie dann geschickt auffing. „Was glaubst du, wen du vor dir hast hm?“ Er lächelte. „Ich fange dich, so oft ich muss.“ Das war nicht nur eine Drohung, sondern auch ein Versprechen.

    Thalesin hingegen schömte sich gerade in Grund und Boden. Und als er nun zu Varus und Nanami sah, um Zyra abzulenken, wurde es nicht besser. DIE zwei verstanden sich offenbar auch sehr gut! Er spürte die Hitze in seinem Gesicht und hatte ja gar keine Antwort für Zyra! Er sah ihr nach und lächelte. Wie konnte eine einzelne Person so… na eben so NAIV sein. Er schüttelte ganz kurz den Kopf und schwamm ihr nach. Dass sich andere Gäste eventuell gestört fühlen könnten schien den Randalierern egal zu sein. Thalesin rief: „Na warte!!!“

    Lilly lachte abermals, als Nanami zu Varus geschwemmt wurde und Cecil sah zu Lilly, wobei sie sagte: „Tut mir leid, Mylady! Ich glaube, ich liefere dich lieber aus, ehe mein Captain uns noch ertränkt!“ Sie packte Lilly, die jauchzte und sich freute, wobei sie zu Varus lief. „Du hängst dein Fähnchen auch in den wind, was Cecil?“ Sie nur sagte salopp: „Man muss doch sehen wo man bleibt! Wie sonst glaubt ihr, wäre ich bei euch gelandet?“ Sie grinste.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Zyra am So Feb 11, 2018 12:39 pm

    Da wendete er doch tatsächlich Magie an?
    "Das ist hochverrat,"
    lachte nanami, als sie so plötzlich aus dem Wasser gehoben wurde und zu Varus zurück geschwemmt, der sie auch gleich auf fing. Sie legte ihm die Arme um den hals und sah ihn lächelnd an.
    "Das hoffe ich doch sehr."
    Das Cecil die Seiten wieder wechselte, war ihr auch aufgefallen.
    "Meuterei in meiner Mannschaft und nun bin ich selbst zur Gefangenen des Piratenkapitäns geworden."
    Sie machte eine Theatralische Geste mit dem Handgelenk vor die Stirn, ließ sich seitlich nach hinten fallen und meinte:
    "Oh wehe meiner armen Mannschaft, oh wehe mir. ich bin dem Piraten ausgeliefert und keine Rettung in sicht."
    Sie würde alles tun, um Lilly lachen zu hören.
    "Oder bin ich gar vor mir selbst gerettet, durch diesen wunderbaren Piratenkönig?"

    Zyra feixte im Wasser herum.
    "Worauf denn? Ich bin schneller als du,"
    lachte Zyra und schon tauchte sie unter. Sie schwamm wie eine Meerjungfrau und nein, es interessierte keinen von ihnen, was die anderen Badegäste dachten. Letztlich schienen diese daas ganze auch recht witzig zu finden.

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

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