Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


    Die Reise ins Ungewisse...

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    Jelais

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Jelais am So Feb 01, 2015 12:11 am

    Also das war doch wohl die Höhe. Da schloß er sie wirklich hier ein? Na warte. 
    "DU ELENDIGER ... ARGHS!"
    Sie würde ihn nie als Bastard beleidigen, denn das würde wirklich weh tun und genau das wollte sie nicht. Zwar stand Kylar nie hoch in der Gunst der Hofdamen und Zofen, aber das lag wohl eher daran, das er sich für diese nie interessiert hatte. 
    "Du wirst schon sehen, das ich mich nicht einsperren lasse."
    Sie kletterte aus dem Fenster, wie sie es schon im Schloss immer getan hatte, wenn man ihr Stubenarrest gegeben hatte. Das sie sich hier allerdings die Finger wirklich schmutzig machte, passte ihr so gar nicht. Denn noch ... sie würde sich hier nicht gefangen halten lassen. Sie schaffte es, mehr oder weniger ungeschickt, hinunter zu klettern, ohne sich das Kleid zu zerreißen. Als sie unten war, sah sie angewiedert auf ihre Hände. Wo bekam sie denn nun Wasser her? Nun im Zimemr stand welches, aber sie wa nicht herunter geklettert, um sich anschließend nach oben zu begeben. Die Tränge der Pferde kam auch nicht in Frage und das gras gleich gar nicht. Nun sie wollte das los werden, also tauchte sie schließlich den Finger in das Regenfass und begann den Dreck einfach runter zu wischen. Das würde ewig dauern. Da musste sie scih woh oder über dazu durch ringen, die Hände da ein zu tauchen, was sie eher widerwillig, so weit wie möglich vom Fass wegstehend udn nach vorn gebeeugt tat, wobei sie allerdings nicht angeekelt das gesicht verzog und nach hinten sah. So schlimmw ars nun doch nicht, wie sie erwartet hatte. Sie sah auf das Wasser, wusch sich schnell die Hände ab und ... tja ... kein Handtuch. Wo war Kylar wenn man ihn brauchte. Ah richtig. Im Wald. Dann mussten die Hände eben an der Luft trocknen. Etwas wie ein sauberes Tuch, würde es hier kaum geben. Sie seufzte einmal auf, sah sich um. Da vorn war ein Stall. Sie hatte sich ja noch nie wirklcih umsehen können, also war ihre Neugierde geweckt. Sie würde den Hof nicht verlassen, aber wenigstens erkunden wollte sie ihn. Vorsichtig öffnete sie die Tür und sah da die Pferde. Diese Tiere waren so schön. Schon immer hatte sie diese Tiere geliebt, hatte sie aber immer nur reiten dürfen und nie wirklich zu ihnen gedurft. Das wollte sie nun nach holen. Sie ging in den Stall, ganz langsam und vorsichtig. Überall lag Stroh, welches sie nicht am Kleid haben wollte. Eines der Pferde war scheinbar besonders zutraulich. Es kam und stubste sie an. Jelais sah erst erschrocken aus. 
    "Was fällt dir ein? Du beschmutzt noch mein Kleid!" 
    motzte sie, doch dann legte sich wirklch ein Lächeln auf ihre Lippen. Vorsichtig streckte sie die Hand nach dem Tier aus und berührte sein weiches Maul. Es war das Pferd, auf dem sie geritten war. Wie weich es war. Es ließ Jelais gewähren und so konnte sie das Tier auch am Hals streicheln und tätscheln. Es war ein schönes Gefühl, eine Verbindung zu ihm auf zu bauen und es nicht nur noch als Beförderungsmittel zu sehen. Eine ganze Weile blieb Jelais noch hier. Sie wollte das ganze noch ordentlich genießen. wann hatte sie denn sonst schon mal Gelegenheit dazu. Irgendwann aber, verließ sie den Stall. Sie wollte den Hof weiter erkunden und kam hinter das Haus. Hier war eine große Wiese mit Blumen. Das war unglaublich schön. Sie waren nicht im Beet, wie sie es kannte, sondern sie wuchsen einfach auf der Wiese.
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    Kylar

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Kylar am So Feb 01, 2015 12:33 am

    Kylar hingegen machte sich nun daran einen provisorischen Flaschenzug zu bauen. Der alte Mann sah ihm zu und sagte: „Also… Habt ihr das schon öfter gemacht?“ Kyalr ignorierte ihn scheinbar erst, aber dann sagte er in Gedanken versunken. „Mein Vater hat mir viel über das Handwerk beigebracht.“ Ja… Sein Vater hatte ihm so vieles gelehrt, doch seit jenem einen Tag, war es bedeutungslos für Kylar geworden. Er hatte auf schmerzhafte Art und Weise lernen müssen, dass nur die wahrhaft mächtigen in dieser Welt überleben konnten. Als er fertig war lief er durchs Dorf. Er war auf der Suche nach Harz und schließlich konnte er einem der Dorfbewohner etwas aus dem Kreuz leiern. Nein… eigentlich gab er es ihm freiwillig und mit einem Lächeln im Gesicht.
    „Danke.“ Kylar war verwundert. Er ging zurück. Nun konnte er sich endlich daran machen das Holz zu verlegen und es mit den Holznägeln zu befestigen. Er stieg also aufs Dach. Jelais befand sich gerade auf der Blumenwiese und er lächelte kurz. Sie konnte so ein liebes Kind sein und dann im nächsten Augenblick eine Gift und Galle spuckende Bestie… Er seufzte und machte sich ans Werk. Schnell stellte er fest, dass er seinen Mantel ausziehen musste. Es war viel zu warm. Er kratzte sich hin und wieder an dieser juckenden Stelle an seiner Seite und fragte sich, warum es da so blöde juckte. Irgendwann wurde es ihm zu doof und er zog sein Hemd hoch, um nachzusehen. Tatsächlich konnte er an der Stelle irgendwie ein dunkle Verfärbung erkennen. Einen Augenblick sah er noch darauf hinab. Er hatte dort einen Kratzer, den er sich in der Nacht zugezogen hatte. Ja stimmte. Das Hemd hatte er nur mit drei vier Stichen genäht, ehe er sich vor die Tür gesetzt hatte. Es hatte nicht mal richtig geblutet nur ein ganz kleines bisschen, aber jetzt sah es aus, als würde sich die Haut drum herum leicht färben. „Scheiße…“, fluchte er ganz leise. Er würde es von einem Heiler ansehen lassen, sollte es nicht besser werden. Jetzt jedoch arbeitete er erst mal weiter. Die Sonne brannte und schließlich zog er auch sein Hemd aus. Die komische Stelle war nicht wirklich auffällig, sie sah eigentlich nur wie ein Schatten aus. Kylar arbeitete ganze sechs Stunden an dem Dach und strich nun das Harz über. Es würde in der Sonne schnell trocknen und das Holz versiegeln. Er stand nun auf dem Dach und betrachtete sein Werk zufrieden. Er machte einen Schritt zurück und drehte sich dann um, um herunterzusteigen, doch er machte einen Schritt ins leere, ruschte ab und ächzte schmerzerfüllt, als ihn das Seil hielt. Es fuhr ihm in den Rücken und er versuchte baumelnd halt zu finden. Dann riss das Seil natürlich auch noch und er klatschte auf den Boden, wo er einen Mment liegen blieb und erst nach drei vier Anläufen, wieder Luft holen konnte. Stöhnend setzte er sich auf. Er hatte sich nicht wirklich was getan und rieb sich den unteren Rücken. Er hatte aber auch ein Pech. Er sah neben sich und betrachtete die Harke auf der er locker auch hätte landen können. Nun… Das war dann wohl doch Glück. Er erhob sich und rieb sich die Hüfte. Na toll, seine Kleidung war noch da oben. Unzufrieden kletterte er abermals hoch und zog sich an, ehe er vorsichtig wieder herunter kletterte. Dann sagte er zur alten Frau: „Ich bin fertig. Es sollte nun dicht sein.“ Er sah sich um. „Und wo ist die Lady?“
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    Jelais

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Jelais am So Feb 01, 2015 12:52 am

    Jelais fand diese Wiese so überwältigend, das sie direkt hinein lief. Es war so faszinierend. Da waren wunderschöne Blumen, die sie nie zuvor gesehen hatte. Ein wahrer Traum. Das es so etwas schönes gab, wusste sie nicht. Ein paar Schafe waren da und ein Lämmchen, das direkt auf sie zu tappste. 
    "Oh nein ... nein, nein, nein ... bleib weg, komm mir nicht zu nahe. Ich schmecke dir bestimmt nicht,"
    versuchte sie "die Bestie" zu besänftigen. Dabei sah es doch ganz süß aus. Jelais stolperte, fiel und lag im Gras. Das Lämmchen kam zu ihr, schnupperte an ihr und legte sich neben sie. Wollte die Prinzessin eben noch schreien, so blieb sie nun ganz ruhig und betrachtete das Lamm. Es hatte ihr nicht weh tun wollen. Das war eine sonderbare Erfahrung, aber sie war auch schön. Vorsichtig streckte sie die Hand nach dem Lamm aus und begann es zu streicheln. Es waren ihre ersten Erfahrungen mit diesen Tieren und Jelais empfand sie als wunderschön. Sie sah gerade zum Dach hinüber, als sie Kylardort stehen sah. Wie schön er war. Er hatte ja keine Ahnung, wie sehr sie ihn schon als Kind vergöttert hatte. Nun stand er da oben, kein Hemd am Körper, so das sie ihn direkt betrachten konnte. Ihre Wangen verfärbten sich ein wenig, als sie das sah und schließlich wandte sich ab. Als er fiel, sah sie gerade wieder hin und schlug erschrocken die Hände vor den Mund. Ihm durfte nichts passieren. Tat es auch nicht. Sie wollte nicht, das ihm etwas geschah. Sie stand auf, lief wieder um das Haus herum und kam irgendwann an einen Holzstumpf, der so merkwürdig dunkel aus sah. Sie sah jemanden kommen, der ein Huhn an den Beinen hielt. In der anderen Hand hielt der Mann eine Axt. Er legte das Huhn auf den Baumstumpf und schlug ihm den Kopf ab. Jelais schrie auf, al sie das sah. Das Tier flatterte noch wild mit den Flügeln, obwohl der Kopf längst ab war. Selbst der Kopf, der auf dem Baumstumpf lag, öffnete noch immer wider den Schnabel. Jelais konnte gar nicht fassen, was sie da eben gesehen hatte. Ihr Herz wurde ihr ganz schwer. Das arme Tier. Sie stand da, als habe man eben die abscheulichste tat die es jemals gab, direkt vor ihren Augen vollbracht.
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    Kylar

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Kylar am So Feb 01, 2015 1:01 am

    Kyalr hatte die Frage noch gar nicht ausgesprochen, als er ihren Schrei vernahm. Er wandte den Kopf in die Richtung und sofort glommen alle Runen auf seinem Körper auf und seine Augen fingen an in diesem wunderschönen Eisblau zu leuchten. Er rannte um die Ecke, sah den Mann mit der Axt, sah Jelais Schreck und das tote Huhn, was eben noch zappelte. Um ein Haar hätte er den Mann pulverisiert… Der Man legte die Axt weg und das Huhn fiel ihm aus der Hand, als er Kylar sah. Er sah aber auch wirklich furchterregend aus. Seine weißen Haare wehten unter dem Druck seiner Macht, die ihn umgab und die Runen leuchteten er hatte weder Stab noch Schwert in der Hand, aber er sah gefährlich genug aus. Doch dann verblasste das Licht wieder und Kylar sah Jelais tadelnd an. Zugegeben, sie konnte nichts dafür, sich erschrocken zu haben, aber es machte ihn dennoch zornig, WIE unwissend, diese Göre war. Der Mann hob abwehrend die Hände und Kylar sagte: „Schon gut.“ Seine Stimme beruhigte den Mann allerdings überhaupt nicht. Die Furcht stand ihm ins Gesicht geschrieben. Kylar jedoch lief an ihm vorbei und ging auf Jelais zu, die er nun am Handgelenk mit sich zog und sie dann sicher zurück vor das Haus brachte. Dort angekommen sagte er leise: „Euch ist hoffentlich klar, dass ich gerade fast jemanden getötet hätte!“ Er war ganz offensichtlich maßlos wütend auf sie.
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    Jelais

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Jelais am So Feb 01, 2015 1:13 am

    Ja, sie war unwissend ... zumindest, was die Welt hier draußen an ging. Sie sah immernoch geschockt auf das Huhn. Selbst als Kylar sie mit sich zog. Der Anblick war zu schrecklich gewesen, als das sie das wunderschöne Bild, welches Kylar bot, nun hätte beachten können. Er zog sie mit sich und fuhr sie an. Jelais betrachtete ihn jedoch noch immer erschrocken und aufgewühlt, ehe sie ihm in die Arme fiel und weinte. Das war eben wirklich furchtbar gewesen. Sie hatte ein gutes Herz, nur wusste sie eben nicht, wie man mit anderen menschen um ging, das man sie nicht so behandeln durfte, wie sie es tat und es würde noch dauern, ehe sie das merken würde. 
    "Es tut mir so leid," 
    schluchzte sie. Sie war gerade wieder, wie das kleine Mädchen, welches Kylar eigentlich gemocht hatte. 
    Sie schien vollkommen aufgelöst und hate offenbar so gar keine Vorstellung davon gehabt, wie ein Tier getöet wurde, damit man es später essen konnte. Nun hatte sie es gesehen und es war einfach grausam. Zwar war das Tier sofort tot gewesen, doch es war einfach furchtbar noch zu sehen, wie das arme Tier da geflattert hatte und den Schnabel auf und zu gemacht hatte. Sie würde diesen Anblick nicht vergessen und natürlich dachte sie nun, das Schweine, Kühe udn sonstige Tiere eben so geschlachtet werden müssten. Es verängstigte sie vollkommen. Wie ein kind hielt sie sich nun bei Kylar auf, wollte von ihm nicht ab lassen.
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    Kylar

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Kylar am So Feb 01, 2015 2:50 am

    Kylars Zorn verrauchte so schnell, wie er gekommen war. Sie weinte. Sie weinte wie ein kleines Kind. Ach herrje… Kylar hielt sie locker im Arm und er konnte überhaupt nicht böse sein. Ganz im Gegenteil. Sie war ja vollkommen durch den Wind. Natürlich… Weder hatte sie gesehen, wie ein Tier geschlachtet wurde. Noch wusste sie wie es aussah, wenn ein Mensch starb. Wie hatte er so blöd sein können, das nicht zu begreifen. Er bereute es, sie so angefahren zu haben. Sie war eben doch noch ein unwissendes Kind, was erst lernen musste, wie die Welt funktionierte. Er fand, dass es unrecht war, sie der gemeinen Wirklichkeit auszusetzen. Mein König... War es wirklich weise, sie mit mir mitzuschicken?
    „Schon gut…“ Er war ganz schlecht darin Leute zu trösten und fand auch jetzt keine Worte. Er glaubte, jedes weitere Wort würde alles nur schlimmer machen. Kylar erinnerte sich an früher:

    Kylar hatte gerade einen Monat lang im Schloss herumgegammelt. Langsam aber sicher war ihm die Decke auf den Kopf gefallen und er hatte sich mit Bier und Huren die Zeit vertrieben. Nie hatte er eine Frau näher als bis zu seiner Haut an sich heran gelassen. Nie hätte er sich in eine verliebt oder sie gar geehelicht. Das war erst mal nicht sein Stil und zum zweiten, hatte er überhaupt keine Zeit dazu. Und die Kurtisanen, die ihn umschwärmten wussten das, weswegen es das für beide Seiten einfacher machte. Seit drei Jahren, war er im Dienste des Königs gewesen, hatte in Schlachten gekämpft unter der Führung dieses Armleuchters von einem General… Was für ein Panner. Dumm und arrogant. Perfekte Mischung um zu versagen… Des Königs Garde hatte ihn … gefunden und ihn hergebracht. Nachdem sie ihn befragt hatten und er ncihts als Spott für sie übrig gehabt hatte, hatte der König persönlich mit ihm gesprochen und nur Kylar selbst und der König wussten, was an jenem Tag in der dunklen finstern Zelle geschehen war, dass Kylar ihm nun diente. Und zwar mit Inbrunst und treu. Vielleicht wusste die Königin noch davon, aber sonst niemand.
    Jetzt jedoch saß er gerade im Garten und genoss die Sonne. Die Prinzessin flüchtete eben vor einer Zofe und versteckte sich im Gebüsch. Kylar kannte das Mädchen nicht, da er noch nie mit der Prinzessin in berührung gekommen war und tat so als ginge ihn das gar nichts an. Die Zofe kam vorbeigelaufen. Kurz überlegte sie, ihn anzusprechen doch in der Regel hatten die meisten Leute Angst vor ihm. Gerade die Dienerschaft der Königs fürchtete seine bizarren Runen und seinen eiskalten mordlüsternen Blick. Er sah zum Gebüsch und meinte dann: „Du kannst raus kommen, sie ist weg.“ Das Mädchen konnte noch keine 5 Jahre alt sein und er sah sie nur mit diesem kühlen Blick an, der nichts Gutes verhieß.
    Kylar langweilte sich hier. Er gehörte auf das Schlachtfeld und nicht in einen Burghof. Das Mädchen kam auf ihn zu und fragte: „Wer bist’n du?“ Er sah sie an und antwortete nicht. Sie trat ihm gegen den Oberschenkel und sah ihn gebieterisch an, wobei sie erklärte, dass er besser den Mund aufmachte ehe ein Unglück geschehe. „Na sag mal… spinnst du?“ Er schupste sie einfach um und sah sie böse an. Zuerst schien sie sich erschrocken zu haben, doch dann fing sie an zu grinsen. „Mein Papa ist der König! Benimm dich besser, sonst geht’s dir schlecht!“ Kylar musterte die kleine Prinzessin glaubte ihr sofort. Er sah sie herablassend an und sagte: „Ach? Als würde ich mir so was von einer Göre wie dir gefallen lassen müssen. Es würde mich ein Lächeln kosten, dir den Garaus zu machen.“
    „Den was zu machen? Du bist komisch und was ist das überhaupt für ein Zeug da auf deiner Haut, es sieht blöd aus.“ In Wahrheit fand sie es schön. Sie grabschte ihm einfach ins Gesicht und Kylar wusste nicht, was er tun sollte. Die Runen leuchteten, bei ihrer Berührung, als würden sie auf sie reagieren und Kylar schupste sie erneut weg, wo sie sich ihre Hand an einem spitzen Stein verletzte. Sie sah ihr Blut und fing an zu weinen. „Geschieht dir Recht!“
    Die Zofe kam – angelockt durch das Geschrei – zurück und sah das Mädchen weinend neben ihm sitzen. „Also das ist doch… Was habt ihr ihr angetan?!“ Sie nahm das Kind von ihm weg und er sah die Frau nur mit diesem gleichen zornigen Blick an. „Gar nichts! Sie ist hingefallen!“ Sie versuchte das Kind zu trösten und Kylar sah genervt aus.
    „Was ist hier los?“ Der König stand plötzlich da und Kylar begab sich schnell auf ein Knie und senkte das Haupt. „Mein König…“
    Natürlich sagte die Prinzessin, dass er sie geschupst habe und sie hingefallen sei, wobei sie ihm die Zunge raus streckte. „Ist das wahr, Kylar?“
    „Schätze schon, sie hat…“
    „Wie kannst ausgerechnet DU es wagen?!“, wollte er nun wissen und Kylar sah auf. Seine Augen leuchteten gefährlich blau und der König sah ihm fest ins Gesicht. Kyalr biss sich so auf die Unterlippe, dass sie anfing zu bluten. Doch die unschuldigen Augen von dem Kind sahen in diesem leuchtenden Blau, was so schön aussah, nicht nur dieses vermeintlich schlechte Gefühl namens Zorn, sie sah auch Traurigkeit, Einsamkeit und Schmerz. „Verzeiht, eure Hoheit…“  Er senkte den Blick nun. Die Leibgarde, die dem König folgte, packte ihn nun links und rechts und die kleine Prinzessin sah dem Ganzen atemlos zu. Dann schlug eine dritte Wache ihm ins Gesicht und Kylar keuchte. Er spuckte Blut und sah die Wache an, als würde er ihn jeden Moment töten, als die Kleine sich plötzlich los riss und sich an ihn warf. „NEIN!“ Alle – ganz besonders Kylar – sahen nun verwundert auf das kleine Mädchen. Der König veranlasste, dass Kylar losgelassen wurde und so hockte er da nun auf beiden Knien und das Mädchen weinte für ihn. „Das wollte ich doch nicht. Ich will nicht dass sie dir wehtun.“
    „Prinzessin Jelais! Geht weg von ihm!“, sagte die Zofe und die Kleine krallte sich nur noch mehr an ihm fest. Sie weinte plötzlich bitterlich. „Ich will nicht, dass ihr ihm weh tut!“


    Kylars Blick war in diesem Augenblick melancholisch. Ja, das war ihre aller erste Begegnung gewesen. Sie hatte an diesem Tag etwas in seinem Herzen gerührt, was bis dahin nur ein eiskalter klumpen tiefer, schwarzer Leere gewesen war. Ohne dass die Kleine es wusste, hatte er ihr viel zu verdanken.
    „Ist schon gut.“, wiederholte er sich. In seinen Augen, war sie immer noch ein verwöhntes kleines Kind und deshalb versuchte er sie nun auch ein bisschen zu trösten. „Hört auf zu weinen, Lady Jelais… Ihr wollt doch bestimmt nicht hässlich aussehen. Tränen stehen euch wahrlich nicht zu Gesicht.“ Hatte er schon mal erwähnt, dass er schlecht in so was war? Er war schlichtweg überfordert. Vor nicht mal ganz zwei Wochen war er aus dem Krieg zurückgekehrt. Er konnte noch immer die Sterbenden in seinen Ohren hören konnte noch immer das Gemetzel vernehmen, den Klang den es gab, wenn ein Schwert durch einen Leib gezogen wurde und er konnte sich gut daran erinnern, es roch. Nach Blut und Schweiß und animalischer Angst. Kyalr war kein Mann, der viel Liebe geben konnte. Er war ganze fünf Jahre weggewesen. Jelais hatte sich in der Zeit sehr verändert und er war genauso geblieben. Er seufzte. Er war kein Unmensch und fand, dass er für seine Ideale einstand. Die Königin hatte ihm damals sehr geholfen einejn anständigen Charakter zu bekommen und die Freundschaft mit dem König hatte ihm geholfen sich in seiner neuen Heimat wohl zu fühlen. Doch er verstand genauso viel von Liebe und Mitgefühl, wie sie davon einen Menschen effizient und möglichst schnell zu töten.
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    Jelais

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Jelais am So Feb 01, 2015 3:21 am

    Wäre es eine der zofen gewesen, die ihr nun asagte, das Tränen hässlich machten, sie hätte diese zusammen gestaucht, doch Kylar ... er war anders. Er wwar immer schon anders gewesen. Sie erinnerte sich immer an diese erste Begegnung un d sie sah auch heute noch gern, wie seine Runen und seine Augen leuchteten. Das er keine Liebe geben konnte, stimmte nicht. Zumindest war se der Meinung, denn auch wenn irhe Eltern sie sehr gern gehabt hatten, sie liebten und nicht einfach schon ganz jung verheiratet haten, so fehtle ihr doch oft die Zuneigung. Wann immer sie von ihrer Mutter in die Arme genommen wurde, trat die alte Fetel an und meinte, das sich das nicht gehöre. Das Kinder Liebe brauchten, schien diese dämliche Nuss nicht zu wissen. Kylar war der einzige, der ie oft in die Arme nahm und den sie so sehr liebte, das es ihr einfach nur weh tat, wenn man ihn verletzte. Das sie das so oft tat, wusste sie nicht. Für sie war es normal, das die Menschen sprangen wenn ie etwas sagte. Das auch sie gefühle hatem die verletzbar waren, entging ihr jedes Mal vollkommen. Bei Hunden und Katzen hatte man es ihr erklärt, wenn sie an den Ohren zioh udn der Hund winselte, oder sie der Katze am Schwanz zog und diese fauchte. Nun eigentlich hatte Kylar ihr das erklärt. Das es bei Menschen eben so war, war ja eigentlich nur logisch, doch wenn sie jemanden herum komandierte, kam sie nicht auf die Idee, wie schrecklich nervig das sein musste. Nun ... Kylar gab sich alle Mühe, sie zu trösten. Jelais wusste ja, wie er war und doch schaffte er es immer sie zu trösten. Sie wischte sich die Tränen weg und sah Kylar an. 
    "W-wird das so ... mit allen Tieren gemacht?"
    Wollte sie wierklich eine Antwort? Vielleicht lieber nicht. 
    "Nein ... besser du sagst mir nicht, wie das andereauf den Tisch kommt. Ich würde vermutlich nie wieder Fleisch essen wollen."
    Noch klang sie betroffen und sah wirklich müde aus. Sie hate heute entdeckt, wie schön es auf ener Wiese war, wie weich ein Lamm sein konnte und sie wollte noch mehr entdecken. Doch nun war Kylar mit dem Dach fertig und es war wirklich gut geworden, wenn gleich jelais davon keine Ahnung hatte. Sie ließ Kylar los, strich sich das Kleid zurecht und sah sich noch mal um. 
    "Wann gibt es etwas zu essen? Ich habe  hunger."
    Und schon war sie wieder da. Die verwöhnte Prinzessin, die eben noch wie ein kleines Kind geweint hatte.
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    Kylar

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Kylar am So Feb 01, 2015 3:44 am

    Nun war Kylar aber auch froh, dass sie sich beruhigte. Er ließ sie wieder los und sie fragte nach dem Abendessen und dass sie lieber nicht wissen wollte, wie andere Tiere geschlachtet wurden. Er war kurz versucht ihr zu sagen, was sie eigentlich hatte wissen wollen, ließ es aber. Er meinte nur: „Sie zappeln danach nicht so.“ Nein. Sie sackten einfach zusammen, genau wie Menschen.
    Er ging mit ihr hinein und sagte dann: „Wir würden gerne zu Abend e…“ Er gab ein komisches Geräusch von sich und hielt sich kurz die Seite. Dann sah er auf und räusperte sich. „… zu Abend essen.“ Die Frau sah ihn an. „Alles in Ordnung?“
    „Ja, ich bin nur eben vom Dach gefallen. Schon in Ordnung.“ Die Frau war schockiert und Kylar versicherte erneut, dass alles in bester Ordnung sei. Dennoch. Er wunderte sich über das kurze Stechen, was nun wieder vollkommen verschwunden war. Er würde es im Auge behalten. Vielleicht sollte er eine Kräutermischung auf den Kratzer Machen, um einer möglichen Infektion vorzubeugen. Ja das sollte er wirklich tun. Sonst ließ ihn sein Körper bei so was nicht im Stich, aber scheinbar hatte es sich ein kleines bisschen entzündet.
    Das Essen wurde gereicht und Kylar ließ es sich nicht nehmen, hier unten bei den Leuten mitzuessen. Es war wirklich köstlich und die Alte konnte wirklich gut kochen. Es gab Schweinebraten und frisches Gemüse. „Guten Appetit!“, sagte die Frau und gemeinsam aßen sie nun ihr Abendessen. Vollkommen genudelt und zufrieden lehnte sich Kylar nun zurück. Er bekam ein Bier von dem Mann und lobte die Köchin. Jelais konnte noch mal ein Bad nehmen, wenn sie wollte, denn bis zum nächsten Dorf wären es drei Tagesmärsche und zur nächsten Stadt ganze sieben. Die Stadt würde dem Fräulein jedenfalls deutlich besser gefallen, als diese Dörfer.
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    Jelais

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Jelais am So Feb 01, 2015 4:01 am

    Sie zappeln danach nicht so ... hatte er gesagt. Jelais tat, als habe sie das nicht gehört und begab sich zum Abendessen. Drinnen entging es Jelais nicht, das Kylar Schmerzen hatte. Sie sah ihn für einen ganz kurzen Moment wirklich besorgt an, setzte ich dann aber an den Tisch. Noch nie hatte sie mit gewöhnlichem Volk zusammen gegessen. es war das erste Mal. Die Leute aßen nicht anders, als sie auch. Einzig das ihr Besteck nicht aus Silber bestand, sondern aus Holz, wie auch die Teller. Das ganze war ihr allerdings recht suspekt. Da diese Menschen aber noch lebten, würde es sie auch nicht umbringen ... hoffte sie und riss sich schwer zusammen, nicht zu nörgeln. Natürlich gab es auch nicht so reichlich zu essen, wie es im Schloß gab, aber Jelais aß eh nie wirklich viel, weshalb sie wohl auch so schlank war. Es schmeckte ausgezeichnet. 
    "Unsere Köche sollten bei ihr in die Lehre gehen,"
    komentierte sie das ganze. Es war nicht wichtig, wie andere Leuute lebten aber dafür Interessant. Wusste ihr vater eigentlich, wie arm manche Leute im Reich waren? Nach dem Abendessen, nahm sie gern das Bad noch einmal in Anspruch. Es war angenehm und sie würde sicher die nächsten Tage eher nörgelnd unterwegs sein, als normal. Nach dem Baden ging sie ins Bett. Schließlich war sie müde und wollte die so bald als möglich wieder nach Hause.
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    Kylar

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Kylar am So Feb 01, 2015 4:30 am

    Kylar trank noch zwei Bier und beschloss dann auch, sich wieder vor der Tür zur Ruhe zu begeben. Vorher schmierte er eine fertige Kräutermischung auf den Kratzer. Er gähnte und war wirklich müde und von der ganzen Arbeit geschwächt. Das Bier trug noch zur Müdigkeit bei und so schlief er sehr schnell ein. Er war es gewohnt im Sitzen zu schlafen und wie immer hatte er den Bereich mit einem Alarm gesichert, der ihn Wecken würde, sollte jemand in den Kreis eindringen…
    Die Nacht war wieder schnell vorbei und Kylar erwacht vor seinem Schützling. Er erhob sich mühsam und seine Glieder krachten regelrecht, als er sich streckte. Mit dem Stab klopfte er drei Mal gegen die Tür und sagte, durch sie hindurch: „Guten Morgen, Lady Jelais! Aufgewacht! Die Sonne Lacht!“ Dabei ließ er es sich nicht nehmen schadenfroh zu grinsen, denn sie hatte sich sicherlich über die plötzliche Störung erschreckt. Er ging hinunter, wo er sich kurz wusch und fragte nach Frühstück. Dieses Mal gab es sogar fein geschnittenen Schweinebraten. Das Ei hatte er ja aufgehoben und so musste er nun nur noch das Tablett hoch tragen.
    Er klopfte abermals und erwartete eine Reaktion. Sonst würde sie gleich ihr blaues Wunder erleben. Oder er, wenn er ungefragt eintrat… Nun, das würde sich dann zeigen, wenn es so weit war.

    Als nicht gleich eine Reaktion zu hören war, wollte er eben neu ansetzen was zu sagen, als ihm die Worte im Hals stecken blieben. Erneut spürte er das widerliche Stechen in seiner Flanke. Er hielt die Luft an und wartete einen Moment. Als es jedoch nicht aufhörte, stellte er das Tablett ab und hielt sich die Seite. Er fletschte die Zähne und machte einen Schritt zurück, wo er sich an die gegenüberliegende Wand lehnte. Er zog schnell sein Hemd hoch und sah an sich herab. Da wo der Kratzer war, hatte sich nicht viel verändert oder doch? War die Färbung dunkler geworden? Er rieb über die Stelle und zuckte zusammen. Der Kratzer war eigentlich schon verheilt aber trotzdem war die Stelle verfärbt. Und es tat weh, wenn er drauf fasste. „Verdammte…“ Was zum Teufel war das? Er war aber so gedreht, dass diese Seite der Tür von Jelais‘ Zimmer abgewandt war.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Jelais am So Feb 01, 2015 5:11 am

    Jelais hatte gut geschlafen und wollte sich eben noch mal um drehen, als Kylar gegen die Tür klopfte. Was dachte er sich eigetlich? Sie sagte nichts, sondern schmollte vor sich hin. Leise stand sie schließlich auf , wusch sich und zog sich an. Ihr Haar bürstete sie fein säuberlich. Wenigstens konnte sie sich selbst frisieren, denn das machte keine der Zofen zu ihrer Zufriedenheit. Nchdem sie fertig war, öffnete sie die Tür, damit Kylar nicht gleich noch die Tür eintrat, und sah, was er da machte. 
    "Was treibst du da?! Warum steht das Essen auf dem Boden?!"
    Das er sich da verletzt haben könnte, kam ihr gar nicht in den Sinn.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Kylar am So Feb 01, 2015 5:21 am

    Nun war es Kylar, der sich erschreckte. „Himmel, Arsch und Zwirn!“, fluchte er erschrocken, das Hemd fand seinen gewohnten Platz und Kyalr sah der Dame ins Gesicht. Er drehte sich nun ganz zu ihr und kniete sich augenblicklich herab. Er nahm das Tablett hoch und hielt es dann fest. „Ich habe es nur kurz abgestellt“, sagte er leichthin und wartete, dass sie ihn einließ.
    Er stellte es ab, als er an den kleinen Tisch trat und schenkte ihr Tee ein. Er schmierte die Brötchen in gewohnter weise und aß wieder das Halbe Brötchen, was sie nicht schaffen würde. Sie hatte ihn aber auch erschreckt. Sein Herz schlug sonst wo. Ob sie eigentlich merkte, wie frech sie manchmal war? Er sah an ihr vorbei aus dem Fenster. Es würde ein schöner Tag werden.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Jelais am So Feb 01, 2015 5:29 am

    "Du wagst es in meiner Gegenwart zu fluchen??? Komm schon! Ich habe hunger." 
    Er tat, was sie wollte, wie immer. Er kam herein, stellte das Tablett ab, schmierte die Brötchen und sie konnten essen. Das sie frech zu ihm war, wusste sie nicht. Sie merkte es nicht, weil sie es nicht besser wusste. Sie würde es vermutlich erst dann merken, wenn jemand ihr das bei bringen würde ... auf die eine oder andere Art. Jelais folgte Kylars Blick nach draußen. Es war wirklich schön und ihre Reise, würde sicher angenehm werden. Das sie sich mit dem Pferd angefreunet hatte, wusste Kylar nicht. Eigentlich hätte sie gern mehr darüber gewusst, aber sie wagte es nicht einmal danach zu fragen. Besser sie blieb wie sie war. So mochten sie die menschen .... glaubte sie ... und das war auch gut so.
    "Wann reisen wir ab?"
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    Kylar

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Kylar am So Feb 01, 2015 5:45 am

    Ja er hatte es gewagt zu fluchen… Das war unfein und ungebührlich, aber er würde sich nicht entschuldigen. „Ja, ich habe geflucht. Und ich fluche wann und wo ich es will!“ Diese seltsame Färbung beunruhigte ihn, aber er würde jetzt ganz sicher nicht auch noch bei ihr Panik schüren. Es ging sie auch gar nichts an. Er würde in der Stadt einen Heiler befragen und deshalb würde er versuchen so schnell wie möglich in die Stadt zu gelangen. Er hoffte nur, das Mädchen machte ihn nicht noch mehr Umstände oder sorgte für weitere Verzögerungen.
    "DU wirst dich gefälligst in meiner Gegenwart zusammen reißen!" Er sah sie unzufrieden an, aber erwiderte nichts darauf. Sie war der Boss, da konnte er kaum was dran ändern…
    „Gleich nach dem Frühstück brechen wir auf.“ Er wartete, bis sie fertig war und schenkte ihr noch mal Tee nach. Dann räumte er alles zusammen und brachte das Tablett runter. „Ich werde die Pferde aufsatteln und das Gepäck verstauen. Macht euch solange reisefertig.“ Er war irgendwie unleidlich und sie konnte ja nicht mal ahnen, wieso.
    Er ging nach unten, gab das Geschirr in die Küche und sattelte danach die Pferde. Dann fing er an, das Gepäck runter zu tragen und verstaute alles. Es wäre ihm lieber gewesen, wenn sie ein bisschen schneller vorankämen, aber mit all den Sachen konnte er unmöglich auch noch auf dem Pferd reiten. So ein Mist aber auch.
    Schließlich war es so weit. Sie konnten abreisen. Er gab dem Mann noch einmal 50 Silber und er wollte es verweigern. „Hä? Und wieso, wenn ich fragen darf?“
    „Ihr habt genug für uns getan.“, sagte der Mann und das ganze Dorf schien sich versammelt zu haben. Unzufrieden sah er aus. „Ach ja? Das Dach habe ich bestimmt nicht freiwillig repariert und…“
    „Ihr wisst genau, was ich meine, mein Freund.“
    „Tja, ich weiß nicht, wovon du sprichst, Väterchen, aber es soll mir ganz Recht sein. Auf Wiedersehen!“
    Er fasste die Zügel von Jelais‘ Pferd und wollte los gehen, als ein kleines Mädchen sich einfach an seine Hüfte warf und ihn drückte. Er hielt den Atem an und schupste das Kind dann energisch weg. Meine Fresse tat das weh! Er verzog leicht das Gesicht und keuchte: „Hör auf damit! Schluss jetzt! Wir gehen!“
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    Jelais

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Jelais am So Feb 01, 2015 5:52 am

    So. Ein Machtwort war gesprochen,d as Frühstück hinter sie gebracht udn nun ging es los. Auch jelais erabschiedete sich vond er alten Dame. Sie fand, das sie es verdient hatte. Schließlich würde jelais sie nie wider ehen und deshalb gehörte es scih wohl, für Speis und trank zu danken, selbst wenn sie dafür bezahlten. Draußen half Kylar ihr aufs Pferd und sie kontnen los, wäre da nicht das ganze Dorf und dieses Mädchen. Jelais hatte nicht gesehen, wie sehr es Kylar schmerzte, das die Kleine ihn umarmt hatte, aber Jelais hatte egsehen, wie er die Kleine da weg geschubst hatte. 
    "Entschuldige dich gefälligst bei dem Kind! Sie hat dir lediglich, warum auch immer, danken wollen!" 
    Na so weit käms dann wohl noch, das er hier Kinder durch die gegen schubste. Mal ganz davon abgesehen ... sah sie vor sich, we er SIE damals, als sie so klen war, von ihm weg geschubst hatte.
    "Und dann weiter. Ich möchte vor dem Abend noch in der Stadt sein."
    Das sie das nicht schaffen könnten, ahnte sie ja gar nicht.
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    Kylar

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Kylar am So Feb 01, 2015 6:00 am

    Kylar sah Jelais kurz an und dann stieß er die Luft aus. „Ja, tut mir leid!“, fuhr er das Kind an und lief dann los. „Vor Abend in der Stadt? Wovon träumt ihr eigentlich es ist ein Siebentage-Marsch bis zur Stadt. Hättet ihr nicht euren gesamten Kleiderschrank mitgenommen, würde es schneller gehen, aber… Nun, ich denke nicht dass wir da rüber reden müssen!“ Er war wirklich schon wieder mehr als unzufrieden. Sie war SO anstrengend!
    Sie liefen schließlich eine ganze Zeit und machten nachdem sie wieder ewig weit gequengelt hatte, dass sie Hunger habe und ihr Hintern wehtäte, eine kurze Pause. Dann ging es jedoch weiter und als die Sonne langsam unterging verließ Kylar den Weg und richtete ein Lager her. Natürlich verbrachte Jelais die Zeit damit rumzusitzen. Allerdings war es auch wieder schön, weil sie ein leises Lied summte. Er mochte ihre Stimme. Sie hatte wirklich eine schöne Stimme. „Vielleicht solltet ihr ein Instrument lernen.“, sagte er und sie könnte das nun wieder so auffassen, dass ihre Stimme grässlich klingen würde. Das Zelt jedenfalls war errichtet und das Lagerfeuer aufgeschichtet. Er glaubte nicht, dass sie überfallen werden würden, aber sicher war er da nie. Weshalb er auch jedes Mal einen Alarmkreis zog, der ihn wecken und eben alarmieren würde. Er setzte sich und machte das Abendessen so weit fertig, wobei sie wieder von einem Holzteller essen müsste.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Jelais am So Feb 01, 2015 6:29 am

    Kylar müsste wirklich endlich mal Marnieren lernen. Das war ja nicht aus zu halten mit ihm und dann maulte er noch ihrer Kleider wegen herum. 
    "Ich brauchediese Sachen! Soll ich etwa nackt umher reisen?"
    Das wäre ja wohl noch die Krönung, wenn sie sich von ihren Kleidern trennen sollte. Kylar führte ihr Pferd udn bald tat ihr das Gesäß weh. Sie woltle nicht mehr reiten, denn der Damensattel war ausgesprochen unbequem. Wie Frauen darauf den ganzen Tag reiten konnten, blieb Jelais ein Rätsel. Auch sie hatte lernen müssen, mit diesem Sattel zu reien, aber er war schrecklich unangenehm. Das sollte mal ein Mann versuchen. Diese Dinger waren furchtbar und boten kaum Halt. Sie hielten schließlich udn reisten wieder weiter. Kylar schien so schnell wie möglich voran kommen zu wollen, was Jelais nur recht sein konnte. Wieder mussten sie im Freien übernachten. Es war nicht aus zu halten, wie langsam und gemächlich Kylar arbeitete. Sie saß da, summte ein Lied, was er gleich mit einem Komentar ab tat.
    "Soll das etwa heißen, das ich eine grauenhafte Stimme habe?"
    fuhr sie gleich hoch. Sie hatte längst gelernt, die Laute zu spielen, wollte es aber einfach nicht, denn ihre Finger litten furchtbar darunter. Eben so unter der Harfe. Wenn man keine Hornhaut auf den Fingern hatte, tat es furchtbar weh, diese Instrumente zu spielen. Tatsächlich hatte sie dafür sogar speziel für sie angefertigte aufsätze für die Finger, doch auch das war nicht so schön. Nun sah sie jedenfalls wenig begeistert zu Kylar,d er das Essen anrichtete. Das sie von einem Holzteller essen sollte, gefiel ihr gar nicht, aber hatt sie eine andere Wahl? Die Porzelanteller wären immerhin kaputt gegangen.
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    Kylar

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Kylar am So Feb 01, 2015 6:38 am

    Kylar sah überrascht auf. „Ob ihr…?“ Sein überraschter Blick wurde nun wieder resignierend. „Ja… genau das wollte ich sagen…“ Seine Stimme triefte nur so vor Sarkasmus, ob sie diesen jedoch verstand war fraglich. Sie sah in jedem seiner Worte einen Angriff. War ja nicht auszuhalten und doch gestand er sich ein, dass er sich auch wirklich keine Mühe gab, ihr genau zu vermitteln, was er meinte. Es war anstrengend. Da wollte er ihr einmal ein Kompliment machen und selbst das bekam er nicht hin. Wie auch, sprach er sonst doch auch nur mit Raufbolden und Soldaten, Söldnern und Tunichtguten… Er seufzte langgezogen. Als sie aßen sagte er schließlich: „Ihr solltet schnell schlafen, dann können wir früh weiter gehen.“
    Als sie fertig waren, machte er es sich am Feuer bequem und strich sich geistesabwesend immer wieder über die Seite. Mittlerweile war dieses fürchterliche Stechen zu einem stetigen aber weniger schmerzhaften Ziehen geworden und er zog eine Heilsalbe aus einer der Satteltaschen seines Hengstes. Ungeachtet dessen, dass sie da nun saß, verteilte er nun sorgsam und mit sanften gelichmäßigen Bewegungen die Salbe auf der dunklen rötlichvioletten Stelle. War sie größer geworden? Er schob das Hemd wieder runter und legte sich ans Feuer.
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    Jelais

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Jelais am So Feb 01, 2015 6:48 am

    Jelais sah ihn erzürntan. Das er ihr ein Kompliment machen wollte, hatte sie nicht verstanden. Wie auch. Als sie Klein war, war er ihr Held und sie hatte ihn wirklich immer vergöttert. Sie liebte ihn schon als Kind. Das er allerdings nun so ein Idiot sein konnte, sah sie ihm jedenfalls eher nach, als jeglichen Anderen. Selbst den Sarkasmus in der Stimme begriff sie nicht wirklich. Sie aß auf, ließ den Teller da stehen und legte sich hin, wie er es ihr gezeigt hatte. Sie hasste es auf dem Boden zu schlafen. Hier gabe es überall Käfer und so viel Kriechzeug. An einschalfen war ja erst mal gar nicht zu denken. Sie hatte die Augen nicht ganzgeschlossen und so bekam sie auch mit, wie er sich die Salbe auf diese sonderbare Stelle schmierte. Das sah aber nicht gut aus. Ob er Schmerzen hatte und deshalb so auf das Kind reagiert hatte? Jelais wusste, das jedes Wesen Schmerz empfand. Sicher brauchte er einen Heiler. Er war doch vom Dach gefallen ... Ob es deshalb war? Über ihre Gedanken hinweg schlief sie ein.
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    Kylar

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Kylar am So Feb 01, 2015 7:07 am

    Kylar sah ihr zu, wie sie sich unter das Zelt legte und noch ein bisschen wach lag, aber dann doch schnell einschlief. Er achte ebenfalls die Augen zu und schlief erschöpft ein. ER war schließlich den ganzen Tag gelaufen…
    In der Nacht regte er sich schließlich. Er stöhnte leise und drehte sich auf den Rücken, dann erneut auf die Seite und wieder auf den Rücken. Schließlich, als er sich zur anderen Seite drehte, schreckte er mit einem leisen Schmerzenslaut auf. Er setzte sich auf und sah die letzten Reste der Glut verglühen. Er hielt sich die Seite und stellte schnell fest, dass es nur noch mehr schmerzte, wenn er druck ausübte. Das war ganz und gar nicht gut. Ihm war warm und er fasste sich auf die Stirn. Schien aber alles normal. Fieber hatte er nicht. Er hob erneut das Hemd an und sah nach, ob sich was verändert hatte. Hatte es nicht, aber es tat weh. Er zog erneut die Salbe hervor und rieb sich noch mal ein. Dann versuchte er es noch einmal sich schlafen zu legen.
    Am Morgen wachte er schließlich unausgeruht auf. Es war wieder ein wenig besser und so glaubte er vorerst daran, dass die Salbe wirkte. Er stand auf und packte soweit alles zusammen nur das Frühstück ließ er stehen, ehe er Jelais weckte. Er sagte ruhig: „Lady, Jelais? Es ist Zeit.“ Die Sonne war noch nicht mal richtig aufgegangen, aber er wollte weiter. Eine innere Unruhe machte sich breit.
    Nach dem Frühstück räumte er auch den Rest auf und half Jelais wieder auf ihr Pferd. Sie konnten weiter gehen. Sie machten auch an diesem Tag nur eine Rast, während er sich ihr Genörgel anhören durfte. Er selbst wirkte wie immer und das Ziehen hatte weitest gehend wieder abgenommen, sodass er sich normal bewegen konnte und auch glaubte, dass es bald wieder heilen würde. Er sagte besser nichts, wenn es nicht unbedingt nötig war, um sich nicht wieder ihren Zorn zuzuziehen. Er sagte ja offenbar auch immer das Falsche.
    Sie reisten bis zum späten Nachmittag al ihm eine Gruppe von Schwerttragenden Raufbolten auffiel. „Großartig…“, sagte er lustlos und meinte dann: „Besser ihr sagt nichts und überlasst mir das Reden.“ Sie näherten sich und der vermeintliche Anführer sagte: „Ohohh, was haben wir denn da? Seht mal Leute!“ Kylar sah ungerührt auf die Männer vor ihnen und sagte dann bewusst desinteressiert: „Ich nehme an, ihr wollt wegzoll, weil die Straße euch gehört und wir unerlaubt auf ihr herumlaufen und ja keine Ahnung haben, wie schwer es ist, einen solchen Weg in Stand zu halten… und so weiter und so fort. Hab ich Recht?“ Die Männer sahen ihn verwirrt an und der Kerl sagte: „Nun äh… also… ja vielleicht.“
    „Dann wäre es also legitim wenn wir einfach…“ Er führte das Pferd einen Meter neben die Straße. „Hier laufen, richtig?“
    „Äh… also… uhm…“
    „Gut. Dann wünsche ich noch einen schönen Tag.“ Vollkommen unbeeindruckt lief er an ihnen vorbei, während die Kerle ihn verdutzt ansahen. Er befand sich dabei zwischen Jelais und den Männern.
    „Mo-moment mal!“, rief einer der Jungs und lief vor ihn um ihn zum Anhalten zu bewegen. Hoffentlich würde Jelais nicht nun auch noch denken, dass die Kerle da im Recht waren und der Weg WIRKLICH ihnen gehörte.
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    Jelais

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Jelais am So Feb 01, 2015 7:36 am

    Jelais war in der Nacht von Kylars schmerzerfülltem Stöhnen aufgewacht. Sie hatte echtes Mitleid mit ihm, aber sie konnte ihm nicht helfen, also blieb sie still liegen und sagte nichts. Sie schlief wieder ein. Erst als Kylar sie weckte, um zu Frühstücken, wachte sie weider auf. Er hatte sie auf eine sehr ruhige und schöne Art geweckt, weshalb sie ihm auch nicht gleich wieder an die Gurgel ging. Das Frühstück nahm sie so hin, wie es war. Sie hatte zwar noch nie hunegrn müssen, aber sie wusste, wie es war, wenn man Hunger hatte aber noch keine Essenszeit war. Abgesehen davon, war ihr klar, das er hier kein Buffet eröffnen könnte. Die Reise ging weiter und sie kamen auf eine Gruppe sonderbarer Kerle, die so gr nichts ritterliches an sich hatten. Kylar wollte das ganze umgehen, doch die Kerle woltlen sich nicht aufhalten lassen. Sie behaupteten, das die Straße ihnen gehörte. 
    "Kylar? Befinden wir uns noch in Ferun?"
    Wie wenig sie wusste... unglaublich.
    "Scheint wohl so."
    "Schön. Dann sollte man diesen ungehobelten Möchtegernrittern vielleicht erklären, das diese Straße ihnen keineswegs gehört, sondern viel mehr dem König."
    Oh sie konnte wirklich wirklich hochnäsig sein und genau so erklärte sie das ganze auch. Das der König aber ihr Vater war, erwähnte sie nun keines Wegs, doch Kyalr musste jetzt nicht meinen, dass sie es deshalb nicht tun würde. Oh nein. Als einer der Anderen erklärte: 
    "Wir arbeiten für ihn,"
    und dämlich grinste, sah sie auf diesen Kerl herab, als sei er ein wiederliches Stück Abfall. 
    "Ich würde wohl wissen, wenn ihr für meinen Vater arbeitet. ICH kenne alle Angestellten meines Vaters."
    Herzlichen Glückwunsch Kylar.
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    Kylar

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Kylar am So Feb 01, 2015 7:58 am

    Kylar hatte ihr doch ausdrücklich gesagt, dass sie die Klappe halten sollte! Aber nein! Nicht nur, dass sie fragte, ob sie noch in Ferun waren, neeeiiin, sie band den Kerlen nun auch noch auf die Nase, wer SIE war!!! Die Jungs sahen sich kurz an, als Kylar auch schon sein Schwert zog. Er sagte: „Ganz ruhig.“ Die Männer zogen auch ihre Schwerter. „Sechs gegen einen, wie schwer kann das sein, Jungs?“ Sie lachten dreckig und Kylar ließ das Pferd los. „Ich würde sagen gut. Für mich! Ich werde euch nur diese eine Chance geben. Geht eures Weges, andernfalls werde ich euch das Lebenslicht löschen.“
    „Großmaul!“ Sie erhoben die Schwerter Kylar fackelte nicht lang. Er schlug mit der Hand auf den Boden und seine Runen leuchteten ebenso, wie die Stelle auf dem Boden vor ihm. Sein Schwert wurde von einen Hellblau überzogen und er stürzte sich in die den Kampf. Sein Schwert gab keinen Ton von sich, es sang keine Melodie, nicht mal als seine Klinge, auf die der Angreifer prallte. Sein Schwert durchtrennte die Klingen der Männer sogar. Es dauerte nicht sehr lang und der Anführer hielt sich erstaunlich gut. Seine Klinge war ebenso magisch. Drei lagen bereits tot am Boden und Kylar hielt die anderen Drei von Jelais fern er enthauptete eben einen und wehrte eine Klinge ab, als ihm der eine der beiden übrigen voll in die Flanke trat. Kyalr hatte das Gefühl, als würde er ihm alle Rippen brechen und alle Organe zerreißen, so schmerzhaft war es. Er schrie gepresst auf und der Mann wurde von hellblauem Feuer verzehrt. Das Schwert trieb er dem letzten in die Brust, wobei er es mit einem zornigen Schrei wieder heraus riss. Schwer atmend und halb zur Seite geknickt blieb er stehen. Er hielt sich die Seite. Oder besser er hielt die Hand über die Flanke berührte sie aber nicht. Er ächzte zwei drei Mal und dann brüllte er Jeleis Schmerzerfüllt und zornig an. „Hältst du so etwas für ein Spiel?!“ Er steckte das Schwert weg und die Runen seiner Haut leuchteten immer noch. Er ächzte noch einmal und glaubte er müsse kotzen, so schlecht war ihm durch den Schmerz. Er holte mehrfach angestrengt Luft und beruhigte sich langsam. Sie war sicherlich total aufgelöst und geschockt. All das Blut und die Toten…
    „Wie kann man nur… SO DUMM SEIN!?“ fuhr er sie weiter an. Sie konnte deutlich sehen, wie böse er war. Sie sah aber auch, dass er wirklich starke Schmerzen hatte. Er griff nach den Zügeln und zog das Pferd an, dass es mitkommen würde, was es auch tat.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Jelais am So Feb 01, 2015 8:06 am

    Jelais hatte nicht wissen können, wie schlecht die Menschen sein konnten. Sie sah schockiert, wie Kylar sie nun vor diesen Männern beschützen musste und erlebte zum ersten Mal, wie hart SEIN Leben war. Sie zuckte zusammen, als er sie so anschnauzte udn doch, war sie nicht ind er Lage ihn an zu fahren, wie er sich denn bitte benahm. Sie sah nur all das Blut, die toten udn den abgeschlagenen Kopf. Das war einfach viel zu viel für sie. Sie weinte still und leise vor sich hin. Ihretwegen hatte er nun starke Schmerzen und weil niemand sie vorgewarnt hate, das es so schreckliche Menschen gab, waren diese Männer dort nun tot. Das Pferd lief hinter Kylar her und Jelais ... sie sagte lange Zeit nichts mehr. Zum ersten Mal, war sie so eingeschüchtert, was wohl eher an dem Schock lag, das sie wirklich gar nichts mehr von sich gab, bis sie erneut rasteten. Kylar half ihr unter Schmerzen vom Pferd. Sie sah ihn an, blieb direkt vor ihm stehen und wollte ihn fragen, was wirklich passiert war. Statt dessen hob sie sein hemd ein Stück an und sah dort diese ... verfärbte Stelle. 
    "Wie ist das passiert?"
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    Kylar

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Kylar am So Feb 01, 2015 8:35 am

    Kylar lief einfach weiter. Es war ihm egal, ob sie nun weinte oder nicht. Oder ob sie nun unzufrieden war oder nicht. Er würdigte sie nicht eines Blickes und erkundigte sich auch nicht nach ihrem Befinden. Es war ihm wirklich egal. Er spürte regelrecht, wie seine Hände zitterten, Adrenalin durch seine Venen pumpte und seine Knie weich waren… Er rastete bereits, als es noch hell war und führte das Pferd vom Weg. Er ließ sie so lange auf dem Pferd sitzen, bis er die Sachen von seinem Pferd genommen hatte und das Zelt aufgebaut hatte. Sie spürte sehr, dass er böse war. Woher hätte sie es wissen sollen? Richtig… gar nicht. Er war trotzdem angefressen… um nicht zu sagen böse. Erst als alles fertig war half er ihr vom Pferd. Sie sah ihn an und blieb direkt vor ihm stehen. Eigentlich erwartete er einen Anschiss und er hatte sich schon die rechten Worte überlegt. Doch sie blieb ganz ruhig und er? Nun er nicht. Sie zog sein Hemd hoch und ehe er überhaupt begriff, was sie tat, betrachtete sie die Stelle und sah ihn dann mit diesem sagenhaften Blick an. Sie war besorgt. Sie fragte nach der Ursache. Es nahm ihm erst allen Wind aus den Segeln, aber dann besann er sich. Er packte sie an ihrem Handgelenk und riss es von seinem Hemd weg, sodass der Stoff wieder herabfiel. Durch den kurzen Blick, denn er hatte erhaschen können sah er durchaus, dass sich dort nun ein heller Bluterguss gebildet hatte. Schlecht. Er sah sie zornig an und das Blau seiner Augen funkelte regelrecht. Er fand erst keine Worte. Er war viel zu wütend und fauchte nur: „Lasst es!“ Vorhin hatte er sie geduzt, aber jetzt war er wieder in den förmlichen Tonfall verfallen. Er ließ sie los und drehte sich um. Er entzündete das Feuer mit einer energischen Handbewegung und war es noch im ersten Moment blau, wandelte es sich schnell zu dem Orange, einer normalen Flamme. Dann drehte er sich aber wieder zu ihr um und sagte: „Und was interessiert es euch!?“ Es tat jedenfalls nicht mehr so weh, wie nach dem Kampf. Dennoch hämmerte es stetig und pulsierend. Er hatte noch viele weitere Beleidigungen, die er ihr liebend gerne an den Kopf geworfen hätte, aber er riss sich zusammen. Ja er hatte sich im Ton vergriffen. Wieder mal, aber er war einfach nur so wütend auf sie! „Was habt ihr an: Überlasst mir das Reden! nicht verstanden, hä?“ Er sah sie zornig UND verständnislos an, als sei sie wirklich das dümmste Stück Mensch was herum lief und das tat er nicht mal absichtlich. Dann holte er einmal tief Luft und setzte sich mehr oder weniger elegant hin, wobei er sich gleich mit den Armen nach hinten abstützte um die Bauch- und Flanken-Muskulatur zu entspannen. „Scheiße…“, fluchte er leise und versuchte nicht allzu erbärmlich auszusehen. Er gab noch einmal ein Ächzen von sich und die Runen pulsierten einmal protestierend auf. „Uhm…“, machte er, wobei nicht zu erkennen war, ob es ein erleichterter oder ein schmerzerfüllter Laut war.
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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

    Beitrag  Jelais am So Feb 01, 2015 9:06 am

    Er war wütend. Warum hatte sie nicht getan, was er gesagt hatte? Weil sie es nicht besser wusste. Sie woltle ihm helfen ... damit er nicht kämpfen musste. Für gewöhnlich half es ja auch zuhause, wenn sie jemandem sagte, ihr Vater würde  dies und jenes tun, wenn ihr Wille nicht erfüllt würde. das es heir draußen nicht funktioniere, konnte sie nicht ahnen. Immerhin war sie nie darauf vorbereitet gewesen, in die Welt gehen zu müssen. Statt dessen hatte sie nur gelernt, sich zickig und unmöglich zu benhemen, was sie ja nun mal als normal und nicht als schlecht an sah. Tatsächlich ging sie davon aus, das alle anderen Prinzessinen auch so waren. Das sie schlecht erzogen worden war, hatte der König erst viel zu spät gemerkt. Kylar war wütend und sie sah ihn trotzig an. 
    "Ich wollte dir helfen! Woher soll ich wissen, dass es diese Kerle nicht inetressiert, wer mein Vater ist und statt dessen angreifen?!JA! ICH BIN DUMM! Ich bin dumm, was die Welt hier draußen an geht! Deshalb hat mein vater mich doch auch hier raus geschickt!"
    Auch sie war wütend, aber sie sorgte sich so wahnsinnig um ihn, das es ihr gerade egal war, was er woltle. Sie ging noch einmal zu ihm, bückte sich ehrutner udn zog das Hemd npoch einmal hoch. 
    "Wehe du wirst mich jetzt wieder weg drücken!" 
    Sie betrachtete das ganze. 
    "Es ist dick ... und ieht so aus, als habe es sich unter der haut entzündet."
    Sie kannte das, weil sie es bei einer Hofdame schon mal gesehen hatte, die in einen Rosenstrauch gefallen war. Die Wunde war nicht richtig behandelt worden udn ein anderer Heiler hatte ihr gezeigt, da so etwas entstehen konnte. 
    "Du wirst dringend einen Heiler brauchen. Gibt es die denn nicht auch in Dörfern? Ich fürchtevier tage lang wirst du das nicht mehr aushalten."
    Wie lieb sie doch sein kontne, wenn sie sich um ihn sorgte. Vorsichtig legte sie ihre wirklic sehr kalte Hand darauf, in der Hoffnung, es würde ihm gut tun.

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    Re: Die Reise ins Ungewisse...

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