Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


    Ein Sprung in die Vergangenheit

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    Eilidh

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Eilidh am Mi Apr 09, 2014 1:43 am

    Wie könnte sie ihm denn den kleinen Wutausbruch übel nehmen? Er war doch schließlich neu hier und hatte gar keine Ahnung, was diese Idioten von ihm wollten. Er tat ihr einfach nur leid. Immer wieder lief sie zum Fenster und versuchte den Lappen wieder Nass zu machen. So gut es ging, versorgte sie Kazels Knöchel. Das was sie ihm angetan hatten, war wirklich schlimm. Warum straften sie ihn nur so schrecklich. Er war doch nicht älter als sie selbst. Warum wollten sie ihm nun auch noch das letzte nehmen, was er hatte? Eilidh sah ihn an. „Schon gut. Vielleicht wird es dir wieder ein fallen. Irgendwas musst du ihnen gezeigt haben, wenn auch nicht absichtlich. Versuch dich zu entspannen. Vielleicht wird dein Knöchel morgen nicht mehr so doll weh tun.“

    Diana sah Wolf an. „Ja … du wirst blind bleiben auf dem Auge. Es tut mir leid. Ich habe nicht die Kräfte, das zu heilen.“ Sacht nahm sie ihn in die Arme. „Du bist tapfer Wolf.“ Ja, das war er schon immer gewesen. Er war nicht einfach nur tapfer, er war einfach immer für die anderen da. „ja, er hat deinen Wert gemindert und das wird ihn teuer zu stehen kommen. Da bin ich sicher. Er hast es, wenn seine .. Ware … beschädigt wird.“ Eine Binde fand den Weg um seinen Kopf, die das Auge bedeckte. „Ja, er war hier. Was ist mit ihm? Geht's ihm gut? Bluthund will vor dem Herrn verheimlichen, was geschehen ist. Kazel hat einen heftigen Blitz aus seinen Händen gefeuert, als Bluthund ihn packen wollte. Sein ganzer Körper schien von Blitzen umgeben zu sein. Sie wanderten richtig über seinen Rücken. Haben sie ihm was angetan?“ Diana sorgte sich immer um die Kinder. Sie wusste genau, wie sie sich fühlten. Hätte sie doch nur die Macht sie alle zu retten.

    Kazel

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Kazel am Mi Apr 09, 2014 2:06 am

    Hatte sie aber nicht und so musste sie tragischer Weise zusehen, wie diese Kinder misshandelt und verprügelt wurden. Wolf sah Diana lange an. „Er beteuerte nicht zu wissen was los sei. Vielleicht hatte er es vergessen, schließlich war er bewusstlos, als Bluthund ihn gebracht hatte.“ Wolf überlegte. Ja er war wirklich tapfer. Aber er war auch schon 15. Wolf überlegte Laut: „Aber warum behält der Bluthund es für sich? Das ergibt keinen Sinn…“ Er sah Diana mit seinem einen Auge an und fragte dann: „Wenn der Herr Wind davon bekommen hat, dann wird es dem Kleinen schlecht gehen. Sie haben ihn gestern Nacht schon so vermöbelt, dass er als zitterndes kleines Häufchen Elend zurückkam. Bitte, du musst ihm helfen! Du hast einen Draht zum Herrn. Lass nicht zu, dass sie ihn umbringen für etwas, was er nicht mal versteht.“ Sein ganzes Gesicht tat weh, aber er versuchte es mit Fassung zu tragen. Für heute und noch ein paar weitere Tage durfte er wohl hier bleiben. Schließlich musste sie sich um ihn kümmern.
    Es klopfte und ohne auf eine Antwort zu warten, kam schließlich der Mann herein, den alle immer als „Herrn“ bezeichneten. Sein richtiger Name war Edward und er schien verstimmt.
    „Wie geht es ihm?!“, fragte er, betrachtete den Verband und schien schockiert. „Wird er blind bleiben?“, fragte er. Wolf sah auf den Boden und wagte nicht einen Ton zu sagen.
    „Diana! Du musst ihn wieder flicken!“ Wolf war einer der vielversprechendsten Sklaven gewesen und wenn er jetzt nur noch auf einem Auge sah, wäre das äußerst schlecht.

    Kazel war dankbar für die Hilfe und er war dankbar, dass Eilidh so lieb war. Er sah zum Fenster, wo sie das Wasser holte. Irgendwie war es ihm zuwider, bei diesen bösen Männern zu sein und er wollte nur weg. Ohne Vorwarnung ging die Tür wieder auf. Der Bluthund stand da. Er hatte Blut im Gesicht. Nicht seins. Er ging auf Kazel zu und die Kinder wichen zurück Kazel sah ihn wie betäubt an und der risiege hässliche Mann sah von oben herab auf ihn. Eilidh würdigte er keines Blickes.
    „Du bist schuld am Tod des Mannes, der deinen Freund verletzt hat und du bist schuld, dass dein Freund verletzt ist.“ Seine Worte klangen vorwurfsvoll. „Deine Fähigkeiten sind daran schuld.“
    „Ich…“ Kazel fing wieder an zu weinen und der Mann hob dieses Mal nicht die Hand gegen ihn.
    „Du erinnerst dich nicht, was?“, fragte Bluthund und erhob sich wieder. „Vielleicht besser so.“, kommentierte er, als er erbarmungslos auf ihn herab sah.
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    Eilidh

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Eilidh am Mi Apr 09, 2014 2:15 am

    Diana woltle gerade antworten, als der herr herein kam. Wie Diana ihn verabscheute. Er hielt sie hier genau so gefangen, wie die anderen Kidner, nur das es ihr deutlich besser ging, aufgrund ihrer Fähigkeiten. "Sie haben ihm die Peitsche ins gesicht geschlagen, als er versuchte den neuen Jungen zu schützen. Sein Auge ist stark verletzt. Er wird darauf wohl nie wieder sehen können." Diana war klar, das der herr überall seine Spitzel hatte. Sie sah ihn tatsächlich an, bot ihm mehr oder weniger die Stirn. "Herr ... der Junge weiß nicht mehr, was er getan hat als er her kam. Bluthund hat ihn bewusstlos geschlagen. Bitte ... lasst ihn nicht zu Tode quälen für etwas, was er nicht weiß." Nun erst senkte sie demütig den Blick. Sie wusste genau, das Edward ihr nichts tat und das er sie niemals fort ließe. Manchmal fragte sie sich, warum er sie nicht schon längst verkauft hatte. Vermutlich weil er keine andere Ärztin mit diesen Fähigkeiten hatte.

    Eilidh sah auf, als Bluthund herein kam. Sie wollte sich am liebsten vor Kazel werfen. "Bitte ... er kann dch nichts dafür, das der andere sich vor ihn gestellt hat. Er hat ihn nicht darum gebeten und er kann sich doch auch gar nicht erinnern." Konnte er ja nun mal wirklich nicht. Sie hasste es, wie diese Kerle hier mit ihnen um ging. Das sie gerade gefahr lief, eine ordentliche Strafe zu bekommen, war ihr ziemlich egal. Zwar würde man sie nicht peitschen, würde sie nicht ins Gesicht oder auf sichtbare Stellen schlagen, aber sie würde bestraft werden, da war sie sich sicher,d enn jeder wurde hier bestraft, wenn jemand sich für den anderen ein setzte.

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Kazel am Mi Apr 09, 2014 2:36 am

    Edward sah fassungslos auf seine Ware. Er rief laut: „Verflucht noch Mal!“ Der Kerl, der von Bluthund abgeführt worden war, war sicherlich schon tot. Jetzt bereute er es, sich nicht länger mit diesem Penner beschäftigt zu haben. Er musste seinem Bluthund doch hin und wieder einen Brocken Fleisch hin werfen, sonst würde er noch eines Tages davon laufen. Was nicht sehr erträglich für das Geschäft gewesen wäre.
    Die Tür schwang erneut auf. „Herr!“, rief ein aufgebrachter Bote. „Der Lord ist wieder da!!“ Nun wurde Edward weiß und er sah auf Wolf. „Scheiße!“
    „Na, na,na…“, tönte es hinter dem Boten, der zu Stein erstarrte. Nun ja nicht wörtlich. „So eine Ausdrucksweise, mein Herr.“, sagte die Stimme belustigt. Der junge Mann von vor zwei Tagen war hereingekommen. Wolf sah nur kurz auf und dann länger. Er konnte den Blick kaum abwenden, auch wenn diese Person ein Mann war, so empfand er ihn als überaus schön.
    „Mein Lord…“ Eine tiefe Verbeugung seitens Edward. Unterwürfig. Der Mann lächelte leicht und sah dann zu Wolf. „Ist er das?“, fragte er. Edward knirschte mit den Zähnen und sagte dann „Ja… Ein Unfall…“ Von wegen.
    Der Mann kam auf ihn zu hob ganz vorsichtig das Gesicht von ihm an und sagte dann: „Das ist… bedauerlich. So kann ich ihn nicht verwenden.“
    „Was? Aber… Auch nicht mit Preisnachlass?“
    „Nein. Keine Chance. Das geht nicht. Wirklich… schade.“
    „Aber…“
    „Habt ihr noch andere wie ihn?“
    „Nein… Noch nicht. In ein paar Jahren vielleicht…, aber…“ Edward verschluckte sich fast als er nun den Blick seines Geschäftspartners sah. „… Ich… äh…“
    „Wie soll ich das verstehen? Ich bestellte vor fünf Jahren Ware, die ihr mir nun nicht liefern könnt und soll nun noch einmal ein paar Jahre warten?!“
    „MyLord… Es tut mir leid…“
    „Sollte es auch!“ Er sah zurück auf Wolf. Selbst wenn er wütend war, sah er wunderschön aus, wenn auch überaus Furcht erregend, sodass selbst Wolf Angst bekam. Wahnsinn.
    „Na schön. Dann muss ich eben noch länger warten, dafür will ich aber etwas ganz Besonderes.“
    „J-ja gewiss! Ich habe ein Mischblut hier, aber er ist noch nicht so weit.“ Der Lord sah Edward nur nichtssagend an, so schnell er wütend geworden war, so schnell hatte er sich wieder beruhigt. „Ich will ihn sehen.“

    Bluthund betrachtete Eilidh skeptisch und schon hatte sie eine Ohrfeige an der Backe. Er hatte sie doch ins Gesicht geschlagen. „Du redest nur, wenn du gefragt wirst!“, befahl er und Kazel stand auf, was den Hünen dann doch überraschte. Er sah zu Kazel und versuchte zu ergründen, was in dem Knaben vor ging. „Was ist denn passiert?“, wollte er wissen. Bluthund sah ihn noch eine ganze Weile an, ehe er auch ihm eine Ohrfeige gab, die sich gewaschen hatte: Auch du redest nur wenn du gefragt wirst.“
    „Warum bist du so gemein?“, jammerte Kazel „Und warum tötest du einfach Menschen?“ Tränen liefen über sein Gesicht.
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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Eilidh am Mi Apr 09, 2014 3:04 am

    Diana war immer wieder von dem Lord fasziniert, der gerade hinter dem Boten erschien. Entgegen ihres Herren aber, senkte sie den Blick. Sie durfte ihn nicht direkt an sehen, also sah sie ab und an aus dem Augenwinkel zu ihm. So einen wunderschönen Mann … aber was wollte er mit dem Jungen? Diana wagte es nicht, auch nur einen Ton von sich zu geben. Nun... sie stieß die Luft eher verächtlich aus, als der Herr meinte, es sei ein Unfall gewesen. Es fiel jedoch eh nicht weiter auf. Statt dessen stand sie da, nichts sagend und ahnte bereits, das Kazel es war, um den es hier gehen würde.

    Eilidh wurde ins Gesicht geschlagen. Das würde dem Herren nicht gefallen, denn wenn nun ein Kunde käme,d er sie kaufen wollte, so wäre ihre Wange vermutlich blau und das wäre dann wieder eine Erklärung wie … sie hat nicht aufgepasst und etwas ins Gesicht bekommen. Kazel ging es ähnlich. Warum musste er sich denn nun auch noch gegen Bluthund auflehnen? Denn noch … Eilidh hielt sich die Wange. Tränen liefen ihr über das Gesicht. Warum war sie nicht einfach in den Schatten geblieben, anstatt einfach los zu rennen. Nun saß sie hier … aber dafür hatte sie Wolf und Kazel.

    Kazel

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Kazel am Mi Apr 09, 2014 3:30 am

    Wolf seufzte leise, als sich die Männer entfernten. Er sah zu Diana. „Danke… Ich hoffe sie tun ihm nichts an. Er ist ein lieber kleiner Kerl und hat es wirklich nicht verdient misshandelt zu werden. Er… ist noch so klein und dürr…“ Offenbar hatte Wolf ihn in sein Herz geschlossen er schüttelte leicht den Kopf und sagte dann weiter: „Er ist etwas besonderes…“

    Der Bluthund antwortete Kazel nicht und verkrümelte sich, bevor der andere Mann und der Herr selbst auftauchten. Er ging zu Diana und Wolf um zu sehen, wie es dem Knaben ging vermutlich. Er klopfte und kam herein. Er betrachtete nur kurz Diana und dann Wolf. Er wischte sich übers Gesicht, was irgendwie so aussah, als habe er das Blut vergessen und sich nun wieder daran erinnert. Wolf sah ihn ausdruckslos an und fragte dann: „Ist er tot?“
    „Ja.“
    „Du hast ihn getötet, weil er mich… entstellt hat?“
    „Nein.“ Wolf sah ihn nun verdutzt an. „Weil es mir spaß macht.“ Das war nicht unbedingt soooo unerwartet, aber… Er hatte nicht damit gerechnet, dass er es so direkt sagen würde. Der Bluthund sah zu Diana. Nur kurz, dann auf den Boden.

    Der Herr und der Mann kamen rein und Kazel lag auf seiner Decke. Die Kinder stellten sich im Spalier auf und auch Kazel erhob sich mühsam und mit Eilidhs Hilfe. Der Herr sah unsicher zu dem wirklich schönen Mann. Kazel ahnte schreckliches. Er glaubte, dass es wieder Ärger geben würde und er erinnerte sich an Bluthunds Worte, als er ihm sagte, dass er womöglich der sein würde, der noch zwischen ihm und seinem Herrn stehen würde… Er hatte Angst. Schon wieder.
    „Das ist er?“, fragte der Lord, als sie vor Kazel und Eilidh stehen blieben, die ihn stützte. „Und was ist mit ihm? Auch ein Unfall?“ Er sah rüber zu dem Herrn, dann wieder zu Kazel.
    „Wie heißt du?“
    „Ich habe keinen Namen.“, sagte Kazel wie aus der Pistole geschossen, den Blick gesenkt, obwohl er ihn gerne anstarren wollte. Der Mann streckte die Hand nach ihm aus und legte ihm diese auf den Scheitel. Ganz sanft und ohne Gewalt. Kazel zuckte zusammen, blieb dann aber weiter standhaft. Der Mann lächelte. Er kniete sich nun sogar herab und sagte: „Sieh mich an.“ Kazel tat es. Versank förmlich in den Mohnfarbenen Augen und war wie gelähmt.
    „Sehr schön. Ich werde ihn mir noch einmal später ansehen. Wenn… er etwas älter ist.“, sagte der Lord und Kazel blickte ihm nach, als er sich wieder erhob. Wer war er? Was wollte er? Wollte er ihn holen? Ihn aus dieser Hölle befreien? Kazel tat etwas überaus Dummes und erschrak über sich selbst, als er seine Hand sah, wie sie sich beinahe Hilfe suchend um das Handgelenk des Lords legte. Dieser sah Kazel an und der Herr erstarrte im Gleichen Moment, wie Kazel. Die anderen Kinder starrten ebenso gebannt, auf die Szene. Dar Fremde lächelte nur leicht, wandte die Hand aus seinem Griff und sagte fast liebevoll: „Bald.“ Er sah zu Eilidh und sagte dann: „Und das Mädchen?“
    „Auch sie muss noch reifer werden.“, sagte der Herr langsam und irgendwie froh, dass seinem Gast die Schau offensichtlich gefiel und er über Kazels dreiste Tat hinweg sah.
    „Gut. Ich behalte sie im Auge. Vermeidet bitte weitere „Unfälle“, wenn ihr mich noch einmal enttäuscht, dann war‘s das für euch!“ Sagte er das absichtlich vor den Kindern? „Und besorgt ihnen Kleider. Sie werden sonst noch krank und sterben.“
    „J-ja… MyLord…“
    „Fein. Ich melde mich.“ Damit ging er hinaus ohne sich noch einmal umzusehen, Edward stand da, sah ihm nach und blickte dann böse auf Kazel herab. Er war verstimmt über diese dreiste Tat, die er veranstaltet hatte.
    Er packte ihn am Hemd, funkelte ihn an und schupste ihn dann zurück, sodass er gegen Eilidh fiel und sie umriss. Er keuchte auf und schien langsam wieder zu Sinnen zu kommen, denn sein benebelter Blick hatte einen direkt sehen lassen, dass er diesen Mann regelrecht angehimmelt hatte.
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    Eilidh

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Eilidh am Mi Apr 09, 2014 5:12 am

    Diana kannte die Antworten Bluthunds bereits. Er war nichts anderes als ein Monster in ihren Augen. Weil es ihm Spaß machte. Es machte keinen Spaß jemandem das Leben zu nehmen. Das war einfach … abstoßend. „Er bleibt ein paar Tage hier. Sein Auge ist nicht mehr zu retten und der Lord ist äußerst ungehalten.“ Ja, das hatte sie sehr wohl bemerkt. Er war wunderschön, aber er konnte eben so schrecklich sein. „Schlaf nun. Es wird zeit für dich und du mach das du hier raus kommst. Er braucht Ruhe.“ Sie versuchte wenigstens die Kinder zu schützen, solange sie hier bei ihr waren. Bluthund brauchte hier nicht herum streunen. Er sollte ihretwegen an seinem eigenen Blut verrecken.

    Eilidh hörte schon, das jemand kam. Die Anderen standen bereits bereit, während Eilidh Kazel half, auf zu stehen. Sie stützte ihn auch weiterhin. Kazel musste seinen Knöchel schonen. Der Lord betrachtete Kazel, fragte nach ihm. Eilidh bekam angst, sie würde Kazel schneller verlieren, als es ihr lieb war. Der Mann vor ihnen war so unglaublich schön. Sie hatte noch nie einen so wunderschönen Mann gesehen. Ihre Wangen wollten sich verfärben, was unter der geschlagenen Wange nun wirklich nicht auf fiel. Irgendwie schaffte sie es dann aber doch den Blick auf den Boden zu richten. Er würde Kazel also hier raus holen? Sie dachte nach. Zwar würde sie ihn verlieren, aber bei dem Lord würde er es vielleicht besser haben. Wie hilfesuchend er sein Handgelenk ergriff. Eilidh war sich nicht sicher, ob sie jetzt alle eine Strafe erwartete, oder ob der Lord nun nachsichtig wäre. Dann fragte er nach ihr? Was wollte er denn mit ihr? Vielleicht könnten sie zusammen bleiben? Das wäre nur zu schön. Der Lord wies den Herrn an, ihnen Kleidung zu geben und dafür zu sorgen, das sie nicht krank würden oder weitere Unfälle passierten. War er wirklich freundlich oder war das alles nur eine Fassade. Nachdem der Lord gegangen war … wurde Kazel natürlich angefahren und kassierte eine Ohrfeige. Anschließend schubste er Kazel gegen Eilidh, die auf den Boden fiel. Dort blieb sie erst mal liegen und hielt Kazel fest. Sie wusste nicht, ob sie sich freuen oder ob sie angst haben sollte. Nur weil der Lord es befohlen hatte, hieß es nicht, das er auch davon unterrichtet wurde, wenn etwas schief ging. Schließlich stand sie auf, half Kazel auch gleich hoch und brachte ihn zurück zum Bett. „Vielleicht … vielleicht ist der Lord gnädig und holt uns beide hier raus.“ Hoffnung schwang in ihrer Stimme mit.

    Kazel

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Kazel am Mi Apr 09, 2014 8:02 am

    Der Bluthund betrachtet Diana noch einen Augenblick. Er sah nur kurz zu Wolf, dann jedoch machte er was sie sagte. Er schloss die Tür hinter sich und Wolf sah ihm ungläubig hinterher. Er sah hoch zu Diana und sagte dann: „Den hast du offenbar im Griff.“ Er klang erstaunt und er fragte sich unwillkürlich, warum sich dieser Mann von ihr herumkommandieren ließ. Nun ja, war ja auch nicht weiter wichtig. Er machte die Augen… Das Auge zu und hieß den Schlaf willkommen.

    Kazel sah nun Eilidh an und sagte: „Ich hoffe es…“ Auch seine Stimme klang hoffnungsvoll. Kazel war am Ende und er legte sich gleich schlafen. Allerdings war es genau das gleiche Spiel, wie am Abend davor. Dieses Mal jedoch trug Bluthund den Jungen vor sich und legte ihn fast behutsam auf die Decke. Er reagierte nicht auf Fragen oder Sätze. Kazel war bei Bewusstsein du er sah Bluthund einfach nur nach. Die Kinder fragten sich, wie ein einzelner Mann nur so brutal sein konnte. Bluthund schloss die Tür hinter sich und blieb dann dort stehen. Er hielt Wache und sah sich aufmerksam um.

    Auch die nächsten Nächte war Kazel verschwunden. Jedes Mal brachte Bluthund ihn zurück und an den Tagen, sah er davon Ab, Kazel zu schlagen, wenn er hinfiel, oder wenn er schwächelte. Solange ihm jemand half, schien er immer beiläufig zur Seite zu schauen und es nicht zu bemerken. Nach dem Training hielt er ihn gleich auf und Kazel ging vor ihm auf die Knie…
    „Ich kann nicht mehr…“, sagte er.
    „Du musst.“, sagte er nüchtern. Er zerrte ihn hoch und schleppte ihn mit sich. Doch bevor er dort ankam, wo er hin wollte, trat der Herr auf ihn zu. „Wir versuchen was anderes.“ Eine Wache ging zu Wolf und zerrte ihn zu ihm. Er zwang ihn auf die Knie und der Herr wandte sich an Bluthund: „Schlag ihm den Kopf ab.“
    „Was?!“, Kazel war hellwach. „Nein!“, protestierte er. Die Wachen hielten andere Kinder auf und züchtigten sie. Wolf sah dem Tod voller Zorn und Mut in die Augen. Bluthund ließ Kazel los und der stürzte auf die Knie. Eine Wache hielt ihn fest und Bluthund zog sein Schwert. „Seid ihr sicher Herr? Ein toter Sklave, ist gar nichts mehr wert.“
    „Halb blind ist er eh kaum etwas wert! Tu es!“
    Bluthund hob sein Schwert. Er setzte es Wolf an den Hals. Kazel schrie, weinte, versuchte sich mit allem zu wehren, was er hatte. Der Bluthund sah noch einmal zu seinem Herrn und der nickte. Wolf schloss sein verbleibendes Auge und Kazel schrie erneut, dass sie aufhören sollten.
    „NEIN!“ Kazels Stimme wurde von einer zweiten überlagert. Seine Augen glühten weiß-blau und Funken entluden sich aus seinem Körper. Der Wächter, der ihn fest hielt flog vier Meter weit Kazel packte die Klinge mit beiden Händen Bluthund bekam einen so heftigen Schlag, dass er einfach bewusstlos zusammen sackte und Wolf sprang zur Seite. Edward sah ihn fast stolz an und sagte: „Endlich…“ Kazel sah ihn so böse an, dass es wirklich beängstigend wirkte. „Lasst ihn in Ruhe!“, sagte er mit dieser fürchterlichen Stimme.
    „Gewiss…“, gab Edward zurück und sagte dann: „Wir werden ihm nichts tun.“ Er sah zu Bluthund: „Wenn du gleich gesagt hättest, dass „Schlag“ Elektrizität bedeutet… Hätten wir uns das Sparen können.“ Kazel blickte auf Wolf herab und dann färbten sich seine Augen wieder normal. Dann brach er einfach zusammen.
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    Eilidh

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Eilidh am Mi Apr 09, 2014 8:43 am

    Diana hatte nicht die geringste Ahnung, warum Bluthund auf sie hörte. Normal hörten alle auf ihn oder den Herrn, aber nie auf sie. Er war der einzige und wenn sie etwas sagte, was Bluthund tun sollte, so tat er es auch und gab auch anderen den Befehl dazu, genau das zu befolgen. Leider reichte ihre Macht nicht weiter, als aus diesem Zimmer hinaus. Sie schenkte Wolf ein Lächeln. Niemand kannte seinen wirklichen Namen. Vielleicht würde er bald wieder gesund werden. Mit viel Glück... würde er vielleicht ... nein. Sie hatte solche heilenden Fähigkeiten nicht. Leider.

    Eilidh war froh, Kazel zu haben. Jede Nacht kümmerte sie sich um ihn, streichelte und tröstete ihn, blieb bei ihm und hielt ihn. Niemand wusste, was sie von ihm wollten, aber sie versuchten es immer und immer wieder. Das Mädchen konnte das Leid des Jungen kaum ertragen. Eines Tages aber, kam der Herr mit Bluthund. Er hatte offensichtlich keine Geduld mehr und war bereit, alles aufs Spiel zu setzen. Eilidh stand da, wie vom Donner gerührt, als der Herr befahl, Wolf zu töten. Das war doch nicht … wie konnte er … Kazel rastete völlig aus und der Her bekam, was er wollte. Kazel sackte zusammen und Wolfs Leben blieb verschont. Eilidh riss sich los und lief zu Kazel. Er lag auf dem Boden, völlig am Ende seiner Kräfte. Dann sah sie auf zu Wolf. Er hatte sein Augenlicht auf einem Auge verloren. Wie konnten sie alle nur so grausam sein? „Steh auf … bitte …“

    Kazel

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Kazel am Mi Apr 09, 2014 8:57 am

    Kazel war nicht bei Bewusstsein und einen unendlich langen Moment schwiegen alle. Bluthund schlug die Augen auf. Noch nie… Noch nie, seit die Kinder ihn kannten, hatten sie ihn stöhnen gehört. Edward sah auf ihn herab. Ein Lächeln umspielte seine Lippen. Wolf sah den Hünen ungläubig an und irgendwie empfand er auf absurde Art und Weise Mitleid mit dem Mann.
    „Steh auf, Hund.“, sagte Edward und Bluthund versuchte sich aufzurichten. Er scheiterte jämmerlich, seine Glieder wollten sich einfach nicht bewegen. Seine Handflächen, waren total verbrannt und auch seine Unterarme wiesen Wunden auf. Kazel hatte einen Blitz durch ihn durchgejagd, er konnte froh sein, noch am Leben zu sein. Er stöhnte noch einmal und betrachtete seine Hände. Edward rümpfte die Nase und wiederholte sich: „Steh… auf!“ Dieses Mal, konnte sich der düstere Mann wenigstens aufsetzen. Ganz langsam und wackelig, kam er auf die Beine. Er sah nicht besonders glücklich mit der Situation aus. Edward lächelte. „Entwaffnet von einem Kind…“, spottete er. Bluthund blickte ihn finster an und hob trotz größter Schmerzen und Anstrengung sein Schwert auf. Wolf kniete sich zu Eilidh herab und legte seine Hand auf die Schulter.
    Kazel öffnete ganz langsam die Augen. Er blickte in die seiner Freundin und war eigentlich nur halb bei Bewusstsein. Er wollte was sagen, aber kein Ton verließ seine Lippen.
    „Bringt ihn zu Diana!“, sagte Edward dann sah er zu Bluthund, der tüchtig schwankte. „Und du lässt dich auch von ihr zusammen flicken. Du musst morgen wieder los, ich habe einen Auftrag für dich.“ Bluthund nickte nur und die Wachen kassierten Kazel ein, der irgendwie leblos aussah.
    Für Kazel hatte die Welt mit einem Mal alle Farbe verloren. Sie war nur noch grau und trist. Die Zeit zog sich wie Kaugummi und alles war egal. Sein Herz schlug einsam und schwach, als habe es keine Lust mehr. Er fragte nur, als sie bei Diana ankamen: „Wolf… geht es ihm… gut?“ Bluthund sah zu ihm herüber. Blut lief über seine Arme und Hände und er sagte, als habe er zu viel getrunken: „Habe… nicht getroffen…“ Während man Kazel auf ein Bett legte stand der Söldner inmitten des Raumes und verteilte ungewollter weise seinen roten Lebenssaft. Als die Wachn sich entfernten, gab er einen kehligen Lut von sich, schwankte zu einem Stuhl und ging noch vor diesem in die Knie. Noch nie, hatte man ihn SO gesehen…
    Wolf blieb bei EIlidh und tröstete sie. „Ich wusste, er würde es nicht zulassen…“, sagte er leise.
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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Eilidh am Mi Apr 09, 2014 9:29 am

    Eilidh wollte Kazel gar nicht gehen lassen. Er wirkte so Hilfebedürftig. Dabei war es sonst immer eher so gelaufen, das Eilidh ihr eigenes Leben auf harte Weise hatte erhalten können und sie nur mit jüngeren Kindern … oder auch verkrüppelten, Mitleid hatte. Kazel und Wolf waren ihr wichtiger, als alle Anderen hier. Sie waren ihre großen Brüder. Sie konnte nicht ertragen, das es ihnen schlecht ging. Schließlich fiel sie Wolf um den Hals. Sie drückte sich an ihn und weinte. Das bedeutete wohl Strafe für sie, aber das war ihr in diesem Moment so egal. Sie wollte nur, das Wolf und Kazel überlebte und hier raus kamen. Das sie sie vielleicht retteten. Das sie zusammen hier weg könnten, zusammen vielleicht fliehen könnten. Wolf lebte. Er hatte zwar sein Augenlicht auf einem Auge verloren, aber er lebte. „Ich hatte solche Angst um dich,“ flüsterte sie so leise, das es wirklich nur er hören konnte.

    Diana war außer sich. „Was habt ihr ihm angetan?“ fauchte sie, als die Wachen den Jungen herein brachten. Sofort untersuchte sie ihn. Bluthund blutete mal wieder den Boden voll, doch Diana merkte nicht gleich, das es sein Blut war. Sie glaubte, er habe es wieder von irgendwem Anderen. Kazel war ein Kind und brauchte sie dringender. Sofort untersuchte sie ihn. Er war völlig fertig und schien kaum noch die kraft sich aufrecht zu halten. Sacht behandelte sie ihn, betrachtete die zahlreichen blauen Flecken auf seinem Körper und fluchte vor sich hin, was für Barbaren hier herum liefen und wie herzlos sie alle waren. Natürlich meinte sie damit auch Edward. Nur gut das er kein weiteres Interesse an ihr hatte. Sie verarztete den jungen, ließ ihn dann auf dem Bett liegen und ging zu Bluthund, der eben vor dem Stuhl zusammen gesackt war. „Was zum … Ich verstehe … ihr habt ihn also solange geprügelt, bis er euch die Elektrizität gezeigt hat. Ihr seid alle das Letzte,“ schimpfte sie. Leider musste sie den Kerl vor ihr zusammen flicken. „Sie sind Kinder. Ihr entführt sie, tötet ihre Eltern, Misshandelt sie und prügelt auf sie ein, damit sie gehorchen. Habt ihr euch schon mal überlegt, wie sie sich fühlen? Du bist so ein riesen Idiot! Ein großer Mann der sich an wehrlosen Kindern vergreift. Wie würdest du dich denn fühlen, wenn so ein Riese auf dich einprügeln würde und du könntest dich nicht wehren?“ Wie sie ihn hasste. Denn noch behandelte sie ihn ganz sacht und Vorsichtig. Er schien einen ordentlichen Stromschlag abbekommen zu haben. „Das wird weh tun,“ meinte sie, als sie die verbrannte Haut an den Händen nun ab zog. Es war ekelhaft. Damit konnte er jedenfalls nichts groß anstellen. Eine Brandsalbe trug sie ihm auf. Der Herr brauchte den Hünen und sie wusste es, also verband sie ihm die Hände, trotzdem sie wusste, die Hände sollten erst einmal in Ruhe ausheilen und trocknen. Schrecklich … Der Stromschlag hätte Bluthund töten können, doch das hatte er nicht. Zu schade aber auch. Nun … es gab durchaus schlimmere als ihn und vielleicht waren die Kinder mit ihm sogar noch durchaus besser bedient, als mit einem Anderen. „Leg dich da hin,“ meinte sie schroff, half ihm aber, sich auf eines der Betten zu legen. „Das hätte dein Tod sein können.“ Hätte sie auch nur im Ansatz geahnt, wie sie Kazel dazu gebracht hatten, sie hätte Bluthund raus geschmissen. Nun aber saß sie neben ihm und verarztete Bluthund.

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Kazel am Mi Apr 09, 2014 4:22 pm

    Wolf kümmertesich rührend um Eilidh. Sie alle hier, waren wie kleine Geschwister für ihn. Er hatte sie alle in sein Herz geschlossen und er hätte sich vor jeden von ihnen in den Peitschenhieb gestellt. Dass es nun unglücklicher Weise sein Auge erwischt hatte, war zwar unschön, aber nicht zu ändern. „Schhhh…“ Wolf wiegte sie hin und her. Sie beide wurden schroff angefahren, aber offensichtlich gab es niemanden hier, der die ganze Situation noch schlimmer machen wollte. Wolf ging mit Eilidh zurück und tröstete sie im Stall weiter. Er hatte sie auf Kazels Decke geführt. Sie alle wussten nun, dass sie den armen ungern nicht mehr in Ruhe lassen würden.
    Zufrieden ging Edward in sein Haus und beschloss nach einiger Zeit, nach seiner neuen Errungenschaft  und seinem Bluthund zu sehen.

    In der Praxis spürte Kazel, dass er behandelt wurde. Seine Schrammen wurden verbunden und die Blauen Flecken mit Salben behandelt. Er war aber auch wirklich übersäht davon. Kazel empfand es durch die Taubheit seines Geistes als überaus beruhigend und er vergaß für einen Moment, wo er sich befand. Er sagte nur ganz leise: „Mama…“
    Der Bluthund hingegen, kniete vor dem Stuhl auf dem Boden und versuchte sich irgendwie wieder aufzurichten, als sie ihm half sich hinzusetzten. Sie tadelte ihn und er blickte die ganze Zeit auf den Boden. Sein Blick sagte nichts aus nur absolute Gleichgültigkeit. Bluthund war ungefähr zehn Jahre älter als sie und doch schien sie offensichtlich mehr Grips zu haben. Er gab keinen Ton von sich, als sie ihm die Haut abzog, aber hin und wieder zuckten seine Hände. Oh… er wusste, wie sich Brandwunden anfühlten… Sein Gesicht war ein stummer Zeuge davon. Schließlich sagte er emotionslos: „Ich weiß, wie sie sich fühlen.“
    Sie half ihm sich auf ein Bett zu legen. Ein paar Mal, hatte sie ihn schon wieder zusammengeflickt. Wunden aus Kämpfen hatte er schon davongetragen. Jetzt sah er Diana an und sagte: „Ich habe ihn nicht geschlagen.“ Als sie fertig waren sagte er: „Sie haben ihn gezwungen indem ich Wolf töten sollte.“ Sie brauchte es gar nicht erahnen, denn Bluthund erzählte es ihr ja sogar freiwillig. Was dachte er würde er damit erreichen? Bevor sie dazu irgendwas sagen konnte, fügte er an: „Danke für deine Hilfe.“ Er richtete sich quälend langsam auf. Er wusste, sie würde ihn sowieso raus schmeißen. Doch er fühlte sich so elend und benebelt, dass er glaubte, Kazel habe ihm das Hirn weich gekocht. Er schaffte es nicht Mal sich halb aufzurichten und stöhnte abermals. Sie war noch nicht ganz fertig mit den Verbänden. Er sank zurück aufs Bett und fühlte sich als habe er Tagelang durchgesoffen.
    Und dann kam Edward unangekündigt in den Raum. Er schlüpfte hinein und betrachtete Kazel, der friedlich schlief, dann fiel sein Blick auf Bluthund und Diana.
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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Eilidh am Mi Apr 09, 2014 6:40 pm

    Ja, sie wussten es, und das trotzdem der Lord meinte, sie sollten von weiteren Unfällen ab sehen und ihnen Kleidung beschaffen, die sie immer noch nicht erhalten hatten. Eilidh schmiegte sich an Wolf, als er sie in den Stall zurück gebracht hatte. Er war eben ihr großer Bruder und alle Anderen sahen ihn genau so. Er war ein liebenswerter Mensch und hatte es sicher nicht verdient hier zu sein. Keiner hatte das, aber sie alle waren eben nun mal hier. Es war schlimmer, als in einem Straflager für Gefangene.

    Diana legte Bluthund die Hand auf die Brust. „Bleib gefälligst liegen, bis ich was anderes sage.“ Sie hatte zu gehört und natürlich hatte man den Schmerz und das Entsetzen in ihren Augen lesen können. Das war wirklich alles andere als gut. „Was hat er getan? Er hat ihn damit gezwungen, den Jungen zu töten? Das ist doch wohl nicht zu fassen!“ Diana war außer sich vor Wut. Wie konnten die es wagen, den Jungen zu zwingen, seine Kräfte frei zu lasen, indem sie ein anderes Kind hin richteten? Würde sie doch wenigstens … „Du wirst schön hier bleiben. In deinem jetzigen Zustand kann ich dich nicht rau gehen lassen.“ Sie sah ihn irgendwie traurig an. „Warum … tust du so was dann? Wenn du doch weißt, wie sie sich fühlen. Er hatte Brandnarben im Gesicht. Seine Geschichte kannte sie nicht. Sie wusste nur, das er ein Drecksack war und er wirklich gern andere tötete. Edward kam herein und empfing einen gnadenlos giftigen Blick von Diana. „Was sollte das? Warum lasst ihr den Jungen so leiden? Er kann nichts für seine Herkunft und er ist alles andere als in der Lage, diese Kräfte zu kontrollieren. Sein Körper ist zu schwach!“ Der Herr ließ sich viel von ihr gefallen, nur eben auch nicht alles. „Ich könnte hier Unterstützung gebrauchen. Wenn ihr den Jungen unbedingt wertvoll haben möchtest, schickt ihn mir wieder her. Ich werde ihn ausbilden. Heilen kann man auch, wenn man auf einem Auge blind ist.“ Nun es würde sicher Zeit in Anspruch nehmen, aber wenigstens würde Wolf so an Wert gewinnen. Abgesehen davon wäre er zumindest schon mal aus dem Stall heraus.

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Kazel am Mi Apr 09, 2014 7:05 pm

    Das war gar keine so schlechte Idee, wie Edward fand. Er vergaß fast, dass sie ihn so angemacht hatte. Bluthund sah Diana einfach nur an. Niemand konnte sagen, was in seinem Kopf vir sich ging. Warum er tat was er tat und warum er so gerne tötete. Edward jedenfalls lächelte Diana an und gab ihr schon im nächsten Moment eine Ohrfeige. Bluthund nahm das zur Kenntnis, aber was sollte er schon dagegen tun.
    "Ich lasse dir den Jungen bringen.", sagte Edward zu Diana. Dann wandte er sich an seinen Hund und betrachtete ihn. Er sah die Wunden, entstanden durch die Fähigkeiten Kazels. "Dann werden wir seine Fähigkeiten trainieren. Das sollte gehen. Zu ächst soll er wieder zu Kräften kommen und dann bilden wir ihn aus. Sein Köroer soll stark werden. Bluthund! Du hast seine Fähigkeit schon zwei Mal überlebt. Du wirst ihn ausbilden. Aber wenn du ihn tötest... Dann geschieht ein unvorstellbares Unglück, klar?"
    "Verstanden." Emitionslos. Edward sah zu Diana. "Ich hänge an meiner Existenz. Deswegen mache och das. Und ch gebe dir weder Narung noch Obdach, damit du Fragen stellen kannst! An die arbeit!" Er machte auf dem Absatz kehrt und rauschte hinaus. Bluthund sah zu Tür, dann zu Diana und sagte dann: "Eben genau weil ch es weiß..." Es hatte ihn irgendwie berührt, dass sie ihn nicht weglassen wollte, aufgrund seiner Verletzungen. Er sah soe nun fast forschend an. Er war brutal, ja und er war alles andere als liebevoll. Aber war er deshalb auch böse? Das hatte er nicht zu entscheiden. Er befolgte nur Befehle. "Dia. Ich..." Er stöhnte nur und ließ es dann bleiben.
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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Eilidh am Do Apr 10, 2014 2:55 am

    Diana hielt sich die Wange. "Nein .. du gibst es mir, weil ich mich nicht ganz so gefangen fühlen soll," konterte sie. Was anderes war sie nicht. Eine Gefangene. Von hier fort gehen? Unmöglich. Jemanden finden, mit dem sie eine Familie haben konnte? Niemals. Bluthund sollte Kazel trainieren. Der arme Junge. Edward ging und Bluthund antwortete ihr nun endlich auf ihre frage. "Wo ist da der Sinn? Gefällt es dir so sehr, wenn sie alle Angst vor dir haben? Das ist sowas von armseelig und schwach." Wie konnte er denn nur so sein? Sie verstand as nicht. "Bleib liegen. Ich muss mich auch um andere Dinge kümmern." Ausserdem musste sie noch einw enig was vorbereiten, um Wolf aus zu bilden. Der Junge würde die Ausbildung gut brauchen können. Welcher Sklave konnte von sich schon behaupten, eine medizinische Ausbildung zu haben? Immerhin könnte er so auch erste Hilfe bei den kindern leisten, wenn er nicht eben so ein Gefangener dieses Raumes bleiben würde.

    Eilidh hatte sich in den Schlaf geweint. Sie hatte nicht verkraften können, was heute passiert war. Das alles, war so furchtbar. Sie konnte doch nicht ahnen, was noch alles auf sie zu kam. Armer Kazel. Nun war er wirklich in Schwierigkeiten. Sie würden ihn gnadenlos quälen und ihn immer wieder dazu bringen, diese Kräfte frei zu setzen, um sie zu beherrschen. Er tat ihr unendlich leid.

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Kazel am Do Apr 10, 2014 3:10 am

    Bluthund hatte Diana schon immer ‚Dia‘ genannt, weil er fand, dass der Name zu lang war. IHN sprach man sowieso nie mit Namen an. Irgendwie fürchteten sich die Leute davor diesen Namen auszusprechen. Still betrachtete er Diana bei ihrem wirken. Sie hatte natürlich nicht verstanden, was er meinte, warum er das alles tat und warum er die Kinder so behandelte, wie er es tat. Aber das war auch nicht wichtig. Wieso sollte sie ihn auch verstehen. Er tat einfach, was er tat und er würde es immer tun, solange sich die gesamte Situation so verhielt, wie sie es eben tat. Er versuchte nicht erneut sie anzusprechen und schloss die Augen. Sein Schwert lag neben ihm auf dem Bett und er würde nicht zögern es zu benutzen, wenn ihm jemand zu nahe kommen sollte. Er schlief sehr schnell ein und selbst mit geschlossenen Augen und schlafend, sah dieser Mann zum Fürchten aus. Seine verbrannten Hände, waren in Bandagen gewickelt. Ebenso, wie seine Unterarme. Wenn er das Schwert rechtzeitig losgelassen hätte, wäre gar nichts passiert, aber alles war so schnell gegangen… Kazel hatte ja noch keine Ahnung, was für Kräfte in ihm schlummerten.

    Wolf hatte Eilidh in den Schlaf gewogen und schon nach einiger Zeit, kam eine Wache angelaufen. Er trat zu Wolf, der ihn grimmig anschaute. Dann sagte er jedoch leise und voller Abscheu: „Habt ihr heute nicht schon genug unheil angerichtet?!“
    „Ich bringe dich zur Ärztin, steh auf!“, erwiderte die Wache. Aber ebenfalls leise. Wolf sah ihn verwundert an und dann löste er sich vorsichtig von Eilidh. Sie wachte nicht auf, wenn sie es aber tun würde, würde sie sich sicherlich völlig einsam fühlen…
    Gemeinsam gingen sie zur Ärztin und Wolf wurde von der Wache regelrecht hineingestoßen. Dann wurde die Tür wieder geschlossen. Kazel war kurz davor aufgewacht und hatte sich neu orientiert. Er sah rüber zu seinem Opfer und sagte dann, als Diana zu ihm kam und ihm Mut machte: „Ich hasse ihn.“ Tränen der Wut sammelten sich in seinen Augen. „Ich habe nie gehasst, aber IHN hasse ich!“ Nun sah er zu Diana. „Den Herrn…“, konkretisierte er nun seine Aussage, wen er mit IHM meinte.
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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Eilidh am Do Apr 10, 2014 3:26 am

    Wie sollte Diana denn auch verstehen, was er meinte? Er erklärte es ihr ja nicht mal. Diana kümmerte sich jedenfalls gerade um kazel. Sie nickte auf seine Ausage hin. "Ich weiß ... Es geht uns allen so." Ihre Wange war noch immer von der Ohrfeige gerötet. "Er will dich ausbilden lassen. vermutlich wird er sowas wie mit Wolf noch öfter machen, um dich wütend oder verzweifelt zu machen. Deine Kräfte sind einzigartig." Ohne sich wirklich um zu schauen flüsterte sie ihm zu: "Wenn du sie kontrollieren könntest ... wärst du jedem hier überlegen." Eine Andeutung, die sie mehr als nur eine Ohrfeige kosten könnte. Die Tür ging auf und Wolf wurde herein geschoben. "Ah da bist du ja. Komm zu mir." Sie empfing den Jungen mit offenen Armen. "Der Herr hat mir erlaubt dich aus zu bilden. Möchtest du Arzt werden?" Vermutlich würde Wolf nicht ablehnen. Er war schon immer sehr Hilfsbereit gewesen und würde gewiss so den Anderen auch noch wesentlich mehr helfen können. Um Bluthund würde sie sich später kümmern. Er war der einzige, der sie Dia nannte. Irgendwie fand sie das niedlich, wenn sie auch nicht egrade begeistert von ihm war. "Allerdings gehört dazu auch, das Sezieren von Leichen," warnte sie ihn direkt vor.

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Kazel am Do Apr 10, 2014 6:48 am

    Bluthund war auch kein Mann der großen Worte, also war er auch nicht wirklich in der Lage, Dinge zu erklären… Nun ja. Im Moment schlief er eh.
    Wolf sah Diana mit großen Augen an und fragte sich, ob sie ihn gerade vereiern wollte. Arzt? Er? Das konnte er kaum glauben und er wusste auch gar nicht, was er sagen sollte. Kazel hingegen schien sich gerade irgendwie in sich selbst zurückzuziehen. Ausgebildet… von wem? Etwa diesem… großen, hässlichen und fürchterlichen Mann? Das konnte… doch nicht wahr sein! Kazel lag da und drehte sich dann auf die Seite und rollte sich zusammen. Sein Hass auf den Herrn wuchs immer weiter und er hatte Tränen der Wut und Verzweiflung in seinen Augen.
    Wolf blickte auf den Boden. Er wusste nicht was er sagen sollte und anstatt vor Freude an die Decke zu hüpfen oder Diana um den Hals zu fallen, fragte er: „Aber… Wenn ich hier bin… Wer soll dann die Kinder beschützen?“ Aufopferungsvoll bis zuletzt. Wolf sah zu Kazel und sein Blick wurde traurig. Allerdings konnte er als Arzt den Kindern auch helfen… Er hatte sowieso keine Wahl.
    „Leichen ängstigen mich nicht…“ Er setzte sich zu Kazel auf das Bett und dann strich er ihm über die Schulter. „Ich will es nicht schön reden, aber… Irgendwann… Irgendwann hört es auf wehzutun. Irgendwann, wirst du drüber stehen und der Schmerz wird dumpfer.“ Er beugte sich zu seinem Ohr herab und flüsterte: „Aber irgendwann… wirst du dich furchtbar rächen…“ In seiner Stimme schwang kein Hass mit, sondern ein Versprechen.
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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Eilidh am Do Apr 10, 2014 7:16 am

    Diana setzte sich ebenfalls zu Kazel. „Du kannst ihnen nicht immer bei stehen. Sie werden dich eh bald da raus holen. Ich habe dafür gesorgt, das du an Wert für den Herrn gewinnst.“ Nun beugte sie sich zu Wolf und Kazel. Sie musste wirklich aufpassen, das Bluthund oder der kleine verdammte Spitzel sie nicht hörte. „Wolf als Arzt … und du mit deinen Fähigkeiten. Ihr könnt uns alle hier raus befreien.“ Auch sie streichelte Kazel über den Kopf. „Jemand anderer muss deinen platz einnehmen Wolf. Ich weiß nicht wer, aber du … du wirst nicht mehr lange im Stall bleiben. Dadurch, das du zum Arzt wirrst, hilfst du den Anderen auch.“ Wieder beugte sie sich zu ihm vor, um zu flüstern.“Als Arzt … lernst du auch mit Giften um zu gehen, denn die musst du behandeln können.“ Das hatte natürlich was für sich. Nicht das sie ihn damit dazu auffordern wollte, jemanden zu vergiften. Eigentlich dachte sie dabei eher an so was, wie betäubende Salben und ähnliches. „Ich denke, wir fangen direkt mit deiner Ausbildung an. Was meinst du?! Ich denke … du fängst an, mit dem Messen vom Puls. Hast du das schon mal gemacht?“ Diana erklärte Wolf, wie er den Puls messen musste, erklärte ihm auch, das der Aderlass nicht so gesund war, wie alle dachten und zeigte ihm die verschiedenen Instrumente und Gefäße mit Medikamenten und so weiter. Medikamentenlehre bekäme er noch gesondert, denn das wäre nun wirklich zu viel des guten. Im Moment war es sehr ruhig, also konnte sie ihm vieles Zeigen. Nicht zu viel, denn sie wollte ihn nicht überfordern.

    Eilidh wachte irgendwann auf. Wolf war nicht da und so sah sie sich panisch um. Tatsächlich fühlte sie sich völlig allein gelassen und weinte still vor sich hin. Kazel war bei Diana, aber wo war Wolf? Hatten sie ihn geholt? Hatten sie ihn nun doch hin gerichtet? Sie hatte keine Ahnung.

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Kazel am Do Apr 10, 2014 8:32 am

    Kazel hörte die Worte, die gesprochen wurden und er befand, dass es überhaupt nicht aufbaute. Auch dass Wolf nun nicht mehr im Stall war… Kazel drehte sich um. Er sah Diana an. Er sah ihr so tief in die Augen, dass es unheimlich war. „Ich werde das machen.“ Wolf sah ihn an. Schockiert war er und er sah dann zu Diana. Wolf konnte es nicht glauben. Er stieß die Luft aus und Kazel drehte sich fast aggressiv zu ihm. „Ich WERDE deinen Platz einnehmen.“ Kazel schien entschlossen. Sein Herz wurde von unbezwingbarem Mut geflutet und trotzdem er so jung war, schien der dämonische Gleichmut einzuziehen. Er packte Wolf an den Schultern. „Für EIlidh.“, erklärte er nun. „Für dich.“
    Noch wusste Kazel es nicht, aber dieses Gespräch würde viel später in seinem Leben keinerlei Bedeutung mehr haben. Er würde es vergessen, so wie alles in seinem Leben vor diesem einen verhängnisvollen Tag, der jedoch noch in weiter Ferne lag.
    Wolf ließ sich von Diana alles zeigen und es dauerte eine ganze Weile. Auch Kazel stand schließlich auf. Er ging zum Bluthund und betrachtete ihn. Dann blickte Kazel auf seine eigenen Hände. Elektrizität. Eine furchtbare Waffe. Kazel sah zu den anderen beiden und als er wieder zu dem Mann sah, hatte der die Augen offen und blickte ihn an. Kazel erschrak so sehr, dass er nach hinten auf seinen Po fiel. Bluthund richtete sich langsam auf und sah ihn an. Er sagte eine ganze Weile nichts, aber dann fragte er: „Willst du mich töten?“ Kazel war zu schockiert zu antworten und Bluthund sagte: „Denn WENN du das willst, mach es das nächste Mal richtig.“
    „Ich… will dich… nicht töten…“, stammelte Kazel.
    Bluthund sah zu den anderen beiden und dann legte er die Beine so, dass sie vom Bett hingen. Er hatte offenbar vor aufzustehen, aber als er sich aufstützte, zuckte er zurück. Er gab einen unzufriedenen Laut von sich, betrachtete die Verbände, die schon jetzt durchnässt waren. Er war unzufrieden, mit alledem. Kazel starrte ihn an. Offenbar hatte sein Mut ihn wieder verlassen. Dennoch wollte Wolf nichts unternehmen. Er fand, dass Kazel da durch musste. Oder? Er konnte sich nicht entscheiden. Hilfesuchend sah er zu Diana.
    „Du wirst… den Wunsch bestimmt noch verspüren…“, warnte Bluthund ihn vor.
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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Eilidh am Do Apr 10, 2014 9:07 am

    Diana war wirklich überrascht, wie mutig der kleine Kazel doch war. Sie würde ihm wohl noch lange bei stehen und würde seine Wunden versorgen. Sie ahnte bereits, was er durch machen würde. Auch Wolf würde vieles lernen. Sie würde dafür sorgen, das er ein ausgezeichneter Arzt werden würde. Er würde unentbehrlich würden, für seinen neuen Herrn und mit viel Glück, könnte er sich frei kaufen. Bluthund war gerade auf gewacht, als Kazel vor ihm stand, ihn betrachtete und schließlich vor lauter Schreck zurück stolperte, um auf seinem Allerwertesten zu landen. Diana eilte zu Bluthund. „Bleib gefälligst liegen. So gehst du nicht da raus. Wolf! Bring neue Verbände und die Salbe für die Brandwunden.“ Diese sollte er sich gemerkt haben. Hatte er auch. Er kam angelaufen, brachte die Sachen und sah zu, wie Diana die verbände ab machte. „Das sieht nicht gut au. Du kannst so nicht raus gehen. Das muss erst mal trocknen. So wird das nichts. Morgen … ehe du weg musst, werde ich dir neue Verbände an legen,“ bestimmte sie einfach. Sie war die Ärztin und wenn Bluthund arbeiten sollte, dann bitte. Wenn er dann an einer Blutvergiftung starb, war es eben so. Sie für ihren Teil, hätte dann aber alles getan, was in ihrer Macht stand. „Wir lassen den verband ab,“ erklärte sie Wolf.“ Die Brandwunde ist stark, aber sie muss austrocknen. Die Salbe lassen wir hier stehen. Morgen ganz früh, werden wir ihm neue Verbände an legen.“ Wolf war aufmerksam und das war gut so. Es war eigentlich sogar seine Rettung, dass er nun von Diana ausgebildet wurde. Sie war zuversichtlich, er würde ein wunderbarer Arzt und das sogar recht schnell. Kazel … nun dem half sie auf und brachte ihn zu seinem Bett zurück. Bist du sicher, das es schon gut ist herum zu laufen? Immerhin hast du einen ganz schönen Energieverbrauch gehabt.“ Sicher war es noch nicht ratsam hier herum zu laufen. Bluthund wurde nur ein Blick zu geworfen. Sie wurde aus ihm nicht schlau. Tatsächlich hatte er doch eben dem Kleinen versprochen, er würde sich noch wünschen, ihn zu töten. Das Schlimme dabei war, es gab widerlichere Menschen als ihn. Einer von ihnen, der Wolf das Augenlicht genommen hatte, war bereits in ihrer Kühlkammer. Den würde sie gleich noch mit Wolf aufschlitzen. Immerhin musste er etwas über die Anatomie des Menschen lernen.

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Kazel am Do Apr 10, 2014 11:55 am

    Nun ja. Sowohl Kazel als auch Wolf und sogar der Bluthund, sahen eben auf Diana. Sie erklärte all ihre Vorgehensweisen und sagte, warum sie was tat. Sie sagte, dass Bluthund nicht aufstehen durfte, ermahnte Kazel zur Vorsicht und sagte außerdem, dass Wolf die Brandsalbe holen sollte. Sie selbst löste die Verbände und schmierte Die Finger und Handflächen von dem Patienten ein. Zumindest eine Hand, die andere übernahm Wolf. Er sollte schließlich am Beispiel lernen. Kazel saß auf seinem Bett, nachdem man ihn dort hin gesetzt hatte und beobachtete was geschah. Er betrachtete den großen Mann. Nun, es war nicht der gleiche, der ihn so schlecht behandelt hatte, als er verschleppt worden war, obschon er da dabei gewesen war. Der andere Mann damals, hatte aber mehr geredet, war schon auch hässlich, trug aber nicht eine solche Brandnarbe. Kazel sah zu dem verwundeten Mann und fragte: „Woher hast du diese hässliche Narbe im Gesicht?“
    Wolf erstarrte und sah Kazel ungläubig an. Bluthund schien gar nicht darauf zu regieren, bis er und Diana fertig waren, dann sagte er: „Mein Bruder, hat sie mir zugefügt.“
    „Wie?“
    „Er hat meinen Kopf in die heiße Glut des Kamins gedrückt.“
    „Wieso?“, fragte Kazel nun leicht verunsichert.
    „Weil er es eben schön fand. Lass die Fragerei. Er war eben einfach stärker.“ Bluthund sah zur Seite: „Er hat sich dabei die Hände verbrannt, also war es keine Gesamtniederlage.“ Wie offen er war. In Dianas Nähe verhielt er sich sowieso anders. Er schlug die Kinder in der Regel nicht und er befolgte ihre Befehle. Ein Wunsch seines Herrn? Ein eigener? Vielleicht beides? Wer konnte das schon wissen. Kazel viel bei dieser Gelegenheit auf, dass „der Herr“ IMMER Handschuhe trug. Aber das verrauchte in seinen Gedanken, als der brennende Hass seine Brust ergriff. Dieser Mann hatte mit dem Befehl Wolf zu töten, sein Todesurteil unterschrieben, obschon Kazel eigentlich glaubte, dass Rache IMMER der falsche Weg war. Seine Mutter hatte ihm DAS zumindest beikgebracht, wenn auch aus anderen Motiven, als Kazel sie später haben würde.
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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Eilidh am Do Apr 10, 2014 6:39 pm

    kazels frage ließ Diana aufsehen. Sie sah Bluthund direkt an. Sein Bruder hatte das getan? Bisher hatte sie immer geglaubt, es sei ein Feuer gewesen. Seine Antwort war durchaus ... ungewöhnlich. Sie fragte sich unweigerlich, ob er bei Barbaren aufgewachsen war, wobei diese vermutlich anders waren und nicht das gesicht ihrer Geschwister in die Glut eines Feuers hielten. "Das ... das ist ... weil er Stärker war? Was istd as denn nun wieder für ein Quastsch." War sie eben noch zutiefst schockiert udn hatte Mitleid, so war sie nun gerade doch wirklich sauer. Sie sah auf, sah Bluthund an. Deutlich zu sehen, das sie Mitleid mit ihm hatte. Vielleicht hatte er es ja nie anders gelernt? "Wo bist du aufgewachsen udn warum habend eine Eltern nicht eingegriffen?" Nu klang sie eher interessiert als wüten. Sie hielt noch imemr seine Hand, die sie eben verarztet hatte. "Und wie bist du hier gelandet?" Sie verstand ihn einfach nicht. Warum war er so, warum liebte er das Töten? Sie kontne es einfach nicht nach vollziehen. Das war nicht richtig. Kazel hatte sich inzwischen offensichtlich erholt. Wie schnell es doch bei ihm ging. Diana wusste, er würde eine verdammt harte Schule mit machen und sie beide noch sehr oft hier besuchen, weile r mal wieder überanstrengt war. Eilidh hatte sie nur einmal heir gehabt. Sie war hier gewesen, als sie hier her verschleppt worden war. Das die drei eine so besondere Bindung zueinander hatten, konnte Diana nicht wissen, aber sie hoffte es doch, denn das war das einzige, was sie noch hatten. Sich selbst.

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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Kazel am Do Apr 10, 2014 8:28 pm

    Irgendwie war Kazel schockiert. Was sollte das heißen? Man drückte doch niemanden mit dem Gesicht in heiße Glut, bloß weil einem danach war! Er sah zu dem Mann, den er fast gegrillt hatte und irgendwie machte er ihm nur noch mehr Angst. Bluthund sah zu Diana. Sie wollte, dass er ihr von sich erzählte. Nun das war an sich kein Problem, schließlich nahm er sonst auch kein Blatt vor den Mund.
    "Mein Bruder und ich lebten allein. Als ich ihn mit meinem Brotmesser die Kehle durchgeschnitten habe, bin ich durch das Land gestreift. Allein. Edward brachte mich hier her. Seit dem bin ich hier."
    Wolfs Gedanken wirbelten umher und dann stand ihm die Erkenntnis ins Gesicht geschrieben. Er sah den Hünen ungläubig an und sagte: "Du... Du bist..."
    "Einer von uns...", beendete Kazel den Satz. Ganz schön gewieft für sein Alter. Erbarmungslos sah der Bluthund auf die beiden herab und äußerte sich nicht dazu. Was sollte er auch sagen. Auf gewisse Art und Weise stimmte es ja. Wieso waren sie nicht eher darauf gekommen? Bluthund war kein Name, es war ein Spitzname. So was wie Puppenmädchen, kleiner und Wolf! Kazel wagte keinen Ton zu sagen und eine drückende Stille trat ein.
    "Wie alt warst du als... Du weißt schon.", fragte Wolf unsicher.
    "Hab ich vergessen. Genug der Märchenstunde!"
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    Re: Ein Sprung in die Vergangenheit

    Beitrag  Eilidh am Do Apr 10, 2014 9:39 pm

    Selbst Diana starrte ihn nur noch an. Wie konnte er, wenn er selber einer von ihnen war, so mit den Kindern um gehen? Vielleicht gerade deshalb. Vielleicht sah er auch deshalb manchmal einfach weg. Er war böse udn zugleich schien er gut zu sein. Diana wusste nie was sie von ihm halten sollte, aber das er einer von ihnen war, änderte nun doch einiges. Immernoch sah sie ihn an. "Du hast ihm die Kehle aufgeschlitzt?" Hatte er denn überhaupt ein Gewissen? "Habt ihr euch so sehr gehasst?" Märchenstunde ... als solche sah sie diese Erzählung nicht. "Du arbeitest für ihn ... als schuldest du ihm was." Edward war einfach nur Geldgierig. Sie wusste genau, das er sich diese ganzen Annehmlichkeiten nicht hart erarbeiten wollte und es einfacher war, Kinder zu verkaufen,w enn sie alt genug waren. Schlimm genug, das er es überhaupt tat. Sie selbst wurde ja auch nicht verkauft. Sie war wohl ZU Wertvoll für ihn, denn sie bekam für gewöhnlich auch schlimmere Verletzungen wieder in den Griff, bei denen andere Ärzte kapitulierten.

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