Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


    Die weite Welt der Fantasy

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    Ailish

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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Ailish am So Jul 27, 2014 5:05 am

    Kazel konnte nicht wirklich folgen, was nun wieder vor sich ging. Er wollte doch nur schlafen. Kiran sah Elentari ernst an. „Wenn er sich wandelt, wird er auf keinen Fall mehr der sein, der er jetzt ist. Er wird eine wilde Bestie sein… Zunächst. Danach einfach nur böse…“ Kiran sah auf Kazel herab, der eben wieder einschlafen wollte, als Lilly mit einem Tuch kam. Sie wollte offensichtlich die Wunde abdecken und sauber machen. Sie legte das Tuch drauf und tupfte vorsichtig. Im ersten Moment, war das auch irgendwie ganz normal, doch schon im nächsten, dampfte die Stelle leicht und sie sah deutlich, wie sie ihm die Haut förmlich ab rieb. Im gleichen Moment, schrie Kazel auf und drückte sie so energisch weg, dass sie gegen Kiran prallte. Kazel war in eine sitzende Position gekommen und stöhnte. Er konnte es richtig hören, wie die Haut noch zischte, als sei Säure drüber gelaufen. Es beruhigte sich allerdings auch nach einigen Augenblicken und er saß schwer atmend da.
    „Was… hast du gemacht?!“, fragte er mit einem schmerzverzogenen Tonfall. Er stöhnte und Kiran guckte ganz dumm aus der Wäsche.
    „Weihwasser?“, stellte er irgendwann fest und blickte auf die Phiole in ihrer Hand. Kazel stöhnte erneut und war nun hellwach. Anegin stand nun in der Tür. Er sah auf Kazel, die offene Wunde an seinem Hals, das Tuch in Lillys Hand und den entsetzten Blick Kirans. Er betrachtete das ganze nur einen Augenblick, ging dann zu Kazel und kniete sich vor ihm herab. „Wir kriegen das wieder hin.“
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    Liv

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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Liv am So Jul 27, 2014 5:33 am

    Lilly war völlig entsetzt. Sie starrte auf die Wunde an Kazels Hals. Kazel hatte sie so heftig weg gedrückt, das sie gegen Kiran stieß. Wie benommen stand Lilly da, starrte auf den Hals, dann auf das Tuch. Das war … Weihwasser?
    „Ich wollte es doch nur säubern,“
    klagte sie mit Tränen in den Augen. Kira war wirklich sauer. Sie sah zu Lilly und fuhr sie an.
    „Ach und da ist dir nichts besseres als Weihwasser eingefallen? Du hast doch eben gehört, das er von einem Vampir gebissen wurde!“
    Lilly liefen die Tränen.
    „Aber … ich wusste doch nicht ...“
    „Genau … Du wusstest nicht!“
    antwortete Kira nun härter, als geplant. Sie wollte Lilly nicht verletzen, doch die Sorge um Kazel ließ sie wütend werden. Kira konnte nichts tun. Gegen alle Gifte konnte sie Gegengifte herstellen, konnte etliche Verwundungen heilen, aber hier war sie hilflos. Lilly ließ den Lappen fallen und rannte hinaus. Natürlich hatte sie angst und das Kira sie nun so angeschnauzt hatte, machte es nur schlimmer. Sie lief hinaus und wusste nicht, wo hin mit ihrer Sorge, also lief sie hinaus aus der Gaststätte, hinein in den Pferdestall, wo sie sich auf dem Heuschober ins Stroh warf.
    Kira sah ihr nach.
    „Ich hätte nicht so gemein sein sollen,“
    stellte sie fest. Es tat ihr nun ehrlich leid, so mit Lilly umgegangen zu sein. Liv hatte Anegin nach oben begleitet. Sie wollte sehen, ob sie helfen konnte. Das einzige, was sie dann aber tun konnte war Lilly zu folgen. Im Pferdestall hörte sie das Schluchzen des Mädchens und kletterte hinauf zu ihr. Sanft nahm sie sie in die Arme.
    „Sie meinte es nicht so. Sie macht sich nur Sorgen um Kazel.“
    Lilly schluchzte.
    „Ich wollte doch nur helfen.“
    Liv hielt Lilly in den Armen und tröstete sie, ohne noch etwas zu sagen.

    Elentari fand das ganze sehr merkwürdig. Kazel bräuchte Blut um das zu überstehen, wie sie fand. Das Problem war, gab man jemandem einfach so das Blut eines anderen, konnte man daran sterben. Anegin war mal wieder der leuchtende Hoffnungsschimmer, der am Horizont leuchtete.
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    Ailish

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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Ailish am So Jul 27, 2014 6:03 am

    Kazel wollte gerne unterbrechen, als Lilly so angefahren wollte, kam aber gar nicht dazu. Er blickte Kira an und seine Augen drückten deutlich seinen Schmerz aus. Er holte tief Luft und sagte dann: „Also… ein Vampir? Ich kann… mich nicht erinnern, aber Lilly… sie…“ Er unterbrach sich selbst und stöhnte noch mal. Er kippte zur Seite. Er schien irgendwelche Schmerzen zu haben und Anegin sah hinauf zu Elentari und Kiran.
    „Ihr bekommt ihn wieder hin, ich weiß es.“ Kiran schüttelte den Kopf und sagte: „Sein Körper stirbt…“ Anegin sah bestürzt aus und Kiran hob gleich die Hände. „Er… wird ein Vampir, aber es könnte einen Weg geben. Ich brauche mehr Zeit. Wenn… Man ihm Blut spenden könnte… Aber ich kenne keine Halbdämonen… Ihr?“ Anegin schüttelte traurig den Kopf und Kazel machte eben wieder die Augen auf. Er stöhnte noch einmal und dann sagte er: „Ich… wo ist Lilly?“ Er wollte ihr wenigstens sagen, dass sie sich keine Vorwürfe zu machen brauchte. Schließlich hatte sie es wohl nicht mit Absicht getan.
    Er konnte es so gar nicht haben, wenn sie traurig war und weinen musste. Anegin nickte und sah zu Kira. „Bitte hol sie her.“

    Als Lilly ins Zimmer kam, stupste Anegin Kazel an, der wieder erwachte und verschlafen zu ihr herüber sah. „Lilly… Es ist schon gut. Mach dir keine Gedanken.“ Er konnte es so GAR nicht haben, stellte er gerade fest… „Ich… werde…“ Entweder kostete es ihn Überwindung, oder aber, er war zu schwach. „… mit dir tanzen… wenn das hier vorbei ist.“ Wie süß. Kiran lächelte sogar und Anegin grinste übers ganze Gesicht.
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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Liv am So Jul 27, 2014 6:42 am

    Elentari war nun wirklich nicht leicht in Sorge zu versetzen, wenn es um andere Gruppenmitglieder ging, doch wenn es darum ging, das einer dieser Mitglieder Anegin in Gefahr bringen könnte, dann war sie sehr schnell zu beunruhigen.
    „Brauchen wir Kräuter? Vielleicht … nein ich bin ein Lichtwesen. Mein Blut würde ihn unweigerlich töten.“
    Es musste einen Weg geben, Kazel nicht in diese schreckliche Form fallen zu lassen, oder zumindest, das er nicht einfach nur noch böse würde.

    Kira hatte sich auf gemacht, nach Lilly zu suchen. Sie selbst entschuldigte sich natürlich auch gleich bei Lilly und erklärte ihr, warum sie so sauer geworden war. Lilly und Liv begleiteten Kira wider hinein. Lilly hatte den Kopf gesenkt und die Hände vor ihrem Schoß gefaltet. Als Kazel mit ihr sprach, sah sie auf. Sie sollte sich keine Gedanken machen. Sofort eilte sie zu seinem Bett, kniete sich neben ihn und hielt seine Hand, wobei sie ihn mit großen Augen an sah.
    „Es tut mir so leid,“
    brachte sie noch heraus, ehe es ihr die Worte verschlug, bei seinen weiteren Worten. Er wollte mit ihr tanzen? Augenblicklich fiel sie ihm um den Hals. Er machte sie glücklich und sie … nun sie schwebte vermutlich gerade in ziemlicher Gefahr. Sie sah auf, betrachtete Kiran und Anegin.
    „Kann ich nicht irgendwas für ihn tun? Was braucht er denn?“
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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Ailish am So Jul 27, 2014 8:10 am

    Nun in direkter Gefahr befand sie sich nicht. Noch nicht. Kazel ließ es über sich ergehen, dass sie ihn so stürmisch umarmte und seufzte dann leise. Er war so müde. Dass es kaum zum Aushalten war. Seine Augen fielen erneut zu und Kiran sagte dann langsam: „In der Dämonenwelt gibt es Pflanzen…“ Er sah zu Elentari. „Wir müssen in den Abyss.“
    Anegin nickte nachdenklich und sagte dann: „Dann soll es so sein! Wie kommen wir dahin?“
    „Das ist nicht so einfach. Ich muss erst noch mal darüber lesen und nachdenken und dann können wir…“
    Kazel gab ein Geräusch von sich und stöhnte dann. Lilly wollt helfen, aber was sollte sie denn machen? Anegin nahm sie in die Arme. „Lass ihn Luft holen. Wir sehen mal, was wir für dich finden, dass du tun kannst, hm?“
    Kazel betrachtete Lills Seitenprofil und er empfand sie nicht nur als schön, sondern stellte fest, dass er eine regelrechte Gier nach ihr entwickelte. Er sagte nichts und schloss die Augen. Er wollte endlich schlafen. Die Wunde an seinem Hals rannte und schmerzte, aber er wollte nichts mehr dazu sagen. Was für eine törichte Idee das gewesen war… Er konnte es nicht fassen.
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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Liv am So Jul 27, 2014 9:22 am

    Lilly ließ sich von dem Drachen in die Arme schließen. Sonderbar. Er war schön, sanft, sensibel und lieb. Warum fühlte sie sich dann nicht zu ihm hin gezogen? Vielleicht weil Kazel und sie die Einsamkeit teilten? Warum auch immer. Sie war froh, solche Leute um sich zu haben und sie wirklich als Freunde an nehmen zu können.
    Elentari sah zu Anegin. Auf das Menschenmädchen wäre sie sicher nicht eifersüchtig. Es war eher die Tatsache in den Abbys absteigen zu müssen, um einen Halbdämon zu retten. Wie sie es hasste. Das Abbys war nicht besser als eine Höhle und Höhlen mochte sie ja nun wirklich gar nicht, doch wenn Anegin es von ihr verlangte, würde sie es tun. Ein Lichtwesen im Abbys würde wohl die Dämonen an ziehen, wie das Licht die Motten. Tolle Ausssichten als Abendbrot oder Frühstück zu enden.
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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Ailish am So Jul 27, 2014 11:00 am

    Kiran seufzte, als er das Bild so betrachtete und sagte dann: „Ich werde gleich nachlesen. Ich schau mal, was ich herausfinden kann…“ Er blickte Anegin an. „Aber: Wenn er nicht von dem Fluch befallen sein sollte, wird ihn die Heilungsmethode umbringen anstatt ihn zu retten. Wir müssen ganz sicher sein. Wir müssen ihn beobachten, müssen abschätzen, ob er sich wandelt. Da er sich nicht erinnern kann, wird er uns nicht sagen können, ob er Vampirblut getrunken hat. Ich kann in seine Gedanken blicken. Aber nicht jetzt. Es würde ihn zu sehr aufregen oder beanspruchen. Er muss erst Mal zu Kräften kommen.“ Anegin nickte und betrachtete Lilly. „Alles wird gut, Kleines. Ich verspreche es dir und ich habe noch niemals mein Wort gebrochen.“
    Kiran setzte sich an den Tisch und mit einem Fingerschnipp erschienen ein paar Bücher vor ihm. Es waren wirklich Wälzer und sicherlich würde er eine ganze Zeit lang beschäftigt sein… Auch Anegin ahnte, dass er und Elentari ein gefundenes Fressen wären. Aus diesem Grund wollte er auch nicht dass er und sie in den Abyss hinab stiegen. Kiran, Tryndamere und Kira würden da eher in Frage kommen. Er seufzte leise und sagte dann. „Lasst uns schlafen gehen, ja?“ Kiran reagierte gar nicht und las einfach weiter. Er würde sich melden, wenn er was neue wissen würde. Anegin war sowieso vollkommen erschöpft und Mmüde. Auch e wollte nur noch schlafen…
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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Liv am So Jul 27, 2014 11:45 am


    Lilly sah den Drachen mit großen Augen an und nickte. Sie vertraute auf den Drachen und die Elfe. Lilly war ohnehin aufgeregt, aber sehr müde. Sie legte sich wieder in das Bett neben Kazel, wo sie schnell weg schlief.

    Liv war noch einmal hinunter gegangen um einen Tee für Kiran zu holen. Er würde sicher lange wach bleiben und lesen, da konnte Tee nur helfen. Sie stellte ihm den Tee Wortlos hin, um ihn nicht zu stören und legte sich ebenfalls hin. Kira wollte die Nacht über wache halten, doch ein Abstieg ins Abbys wäre anstrengend. Sie musste Schlaf haben. Dafür blieb Elentari wach. Sie legte sich zwar zu Anegin, schlief aber nicht. Jedes Geräusch nahm sie wahr, sobald sich etwas regte. Nur wenn es nicht Kirans Bücher waren, die sie hörte, schlug sie ab und zu die Augen auf.
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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Ailish am So Jul 27, 2014 10:42 pm

    Die Nacht blieb ruhig und alle konnten gut schlafen. Auch Kazel schien einen ruhigen Schlaf zu haben. Er am frühen Morgen hörte Elentari, dass langsam wieder Bewegung in die Gaststätte kam. Der Wirt und seine Tochter standen auf und bereiteten alles vor. Während Kazel weiter schlief, als sei er tot. Kiran sah müde aus und war dankbar gewesen, dass Liv ihm Tee gebracht hatte.
    Kazel wachte auf, als sich Lilly im Schlaf regte und schlug die Augen auf. Sie hing ja wirklich an ihm, als könne sie gar nicht ohne ihn existieren. Kiran war so müde, dass er nun auch langsam den Kopf sinken ließ und einfach auf seinen Büchern einschlief. Wieso setzte er sich so für diesen Trottel ein? Er konnte ihn eigentlich nicht mal leiden… Nun vielleicht war es Anegin, vielleicht aber auch nur das gute Herz in Kiran, was er immer so zu verstecken versuchte…
    Tryndamere und Ailish waren schon sehr früh wach gewesen und hatten unten beim Wirt mit aufgeräumt, damit das nicht ALLES an ihm hängen blieb. Schließlich haben sie ordentlich gefeiert, bis Kazel wieder so merkwürdig schwach zurückgekommen war.
    Ailish sah zu ihrem Liebsten auf und fragte: „Sag, mal Tryndamere…“
    „Hmm?“
    „Wie ist das bei euch… mit der… äh… Heirat?“
    „Bei uns wird nicht geheiratet. Es heißt Bund. Man geht einen Bund ein.“
    „Und wie ist das da?“
    „Wie soll es sein? Ganz normal eben. Man feiert ein Fest, geht den Bund ein und besiegelt ihn.“
    Ailish lief rot an. Sie konnte sich so gar nicht vorstellen, was Tryndamere mit „besiegeln“ meinte. Nun sie konnte schon und das verschaffte ihr wohl auch rote Wangen. Tryndamere schien das jedoch nicht mal zu bemerken. „Wieso fragst du? Willst du den Bund denn eingehen?“ Dabei wischte er gerade über den Tisch und Ailish erschrak. Sie sah Tryndamere an und sagte dann leise: „J-ja… also sch-schon irgendwie…“
    Tryndamere lächelte, hörte auf den Tisch abzuwischen und drehte sich dann zu Ailish um, die ihn fast eingeschüchtert ansah. Er legte den Lappen beiseite und streckte ihr seine Hand hin, die sie ergriff. Dann zog er sie zu sich, umarmte sie und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Sie schmolz förmlich dahin und sehnte sich danach, seine Lippen auf ihren zu wissen, aber er küsste sie nicht dorthin. Er ließ sie wieder los, ging auf ein Knie herab und sah sie an. Sie war knallrot und vollkommen schüchtern.
    „Wenn wir wieder in meiner Heimat sind, werde ich dich zu meiner Königin machen.“
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    Liv

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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Liv am Mo Jul 28, 2014 12:43 am

    Liv war spät eingeschlafen. Sie hatte Kiran noch eine Weile beobachtet und sich gefragt, warum er immer so tat, als sei er der einzige, für den er sich wirklich interessierte. Das war doch total absurd. Wann immer es ging, half er doch. Als sie nun wach wurde, saß er schlafend am Tisch. Liv nahm eine Decke, legte sie ihm um und ging hinunter , wo sie gerade sah, wie Tryn vor Ailish kniete und ihr sagte, er würde sie zu seiner Königin machen. Es freute Liv wirklich sehr. Noch hatten die Beiden sie nicht gesehen, also ging sie noch mal ein paar Stufen hoch, um sich vor ihnen zu verstecken. Schließlich wollte sie nicht stören. Liv freute sich riesig für Ailish. Tryn und sie waren wirklich wie füreinander geschaffen.

    Elentari hörte, wie sich unten langsam alles regte. Sie fand es ungewöhnlich hier zu schlafen und ehrlich fehlte ihr auch ihr Toss, doch der wäre hier unangenehm aufgefallen. Vielleicht könnte sie den Wirt bitten, Toss in der Nacht in den Stall zu bringen. Es gab da eine Scheune, in der wohl normaler Weise Kutschen untergebracht waren. Vielleicht dürfte … nein. Toss müsste jagen und das konnte er nicht hier tun. Besser sie würde es so belassen, wie es war.

    Lilly hatte sich herum gedreht, die Augen aber noch geschlossen und träumte scheinbar noch vor sich hin. Ein schöner Traum war es nicht und als sie schließlich noch hektischer wurde, fiel sie aus dem Bett. Ein leises „Au“ war zu hören, als sie aufkam. Eine Hand, dann die Andere, legten sich auf den Bettrahmen, dann folgte der Rest von Lillys Oberkörper.
    „Guten Morgen,“
    meinte sie und bekam gleich rote Wangen. Warum musste ihr so was immer passieren und dann auch noch ausgerechnet vor Kazel?
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    Ailish

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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Ailish am Mo Jul 28, 2014 2:34 am

    Ailish sah ihn mit hochrotem Kopf an und dann lächelte sie herzzerreißend schön. Sie sprang ihn an und umarmte seinen Nacken. Sie war irgendwie vollkommen glücklich und ihr Herz flatterte, wie die Flügel eines kleinen Vögelchens. Tryndamere legte seine Hand auf ihren Rücken und sagte: „Dann sei es wohl so.“
    „Ja!“, jauchzte Ailish und küsste Tryndamere auf die Wange. Er konnte selbst kaum glauben, wie sich das alles entwickelt hatte. Am Anfang waren ihm die Mädchen einfach nur suspekt gewesen und dann hatten sie ihm geholfen, seine Heimat zu verteidigen. Hatten ihn regelrecht dazu genötigt… Tryndamere ließ sich das alles noch mal durch den Kopf gehen und fragte sich, ob er überhaupt noch wollte, was man ihm versprochen hatte. Wollte er immer noch zu dem Ort, wo man fand, was man verloren hatte? Tryndamere war unschlüssig.
    „Tryndamere, ich will nie mehr ohne dich sein.“, sagte Ailish und ließ ihn schließlich los. Er nickte leicht und sagte dann: „Das musst du auch nicht.“ Sie grinste und nahm den Lappen. Schwungvoll und überglücklich wischte sie über die Tische und summte dabei ein Lied. Tryn beobachtete sie eine ganze Weile und schien seinen eigenen Gedanken nachzuhängen.

    Anegin hatte es sich auf einem der Betten gemütlich gemacht und schlief. Er träumte nicht wirklich schlecht, aber der Tod seines Bruders nahm ihn immer noch so sehr mit, dass er hin und wieder aufwachte und sich zusammen nehmen musste, nicht zu weinen. Fürchterlich… Er betrachtete beim jeden Mal aufschrecken, die Elfe und schenkte ihr ein beruhigendes Lächeln, ehe er die Augen wieder schloss.

    Kazel sah Lilly eben an, als sie aus dem Bett fiel und wollte gerade nach ihr sehen, als die erste Hand hoch kam, dann die zweite und schließlich ihr Oberkörper auftauchte. Sie sah ihn mit geröteten Wangen an und dieser zarte Ton, passte so hervorragend zu ihr, dass es unglaublich war. Sie wünschte ihm einen guten Morgen und er kam nicht umhin matt zu lächeln. Er versuchte sich aufzusetzen und kam schließlich in eine halbliegende Position. Er betrachtete immer noch Lilly und sagte dann: „Auch dir… einen guten Morgen.“

    Kiran murmelte irgendwas von interstellaren Konstellationen, Bannkreisen und komplizierten Formeln, als sie ihm die Decke überlegte. Er regte sich kurz, kuschelte sich ein und schlief weiter. Eine Buchseite klebte an seiner Wange und wieder murmelte er vom Abyss und Vampiren. Irgendwann schreckte er hoch und rief: „Schokoladentorte!“ Ein loses Blatt hing an seiner Stirn und er zupfte es sich von eben jener ab. Er gähnte herzhaft und schon fielen die Augen wieder zu. Er sank wieder auf den Tisch und schlief ein.
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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Liv am Mo Jul 28, 2014 3:20 am

    Liv beobachtete nicht länger was da geschah, sondern kam gerade ins Zimmer zurück, als Kiran begann von Abbys und so weiter zu reden. Sie schlug die Hand vor den Mund, als er so hoch schoß und Schokoladentorte rief, um nicht laut los zu lachen. Es war einfach zum schießen, wie er da saß und dann diese Zettel noch im Gesicht kleben hatte. Irgendwo tat er ihr natürlich auch leid, aber es sah schon witzig aus. Nun … sie legte ihm die Decke noch mal richtig über, ging dann doch aus dem Zimmer, nahm aber die leere Teetasse mit und ging hinunter. Dieses Mal konnte sie ja kaum jemanden stören. Sofort machte sie ihren Weg zum Wirt, um ihn noch einmal zu bitten, ihr den Backofen zu überlassen. Natürlich durfte sie das sofort. Sie kannte das Rezept für die Plätzchen, also würde sie auch einen Kuchen hin bekommen. Letztlich ließ sie sich dann aber doch ein Rezept von der Tochter des Hauses geben. Schließlich sollte es ja schmecken und kein furchtbarer Wegwerfkuchen werden. Die Zutaten wären teuer, aber sie würde sie schon irgendwie bekommen. Immerhin hatten sie gestern nicht nur Gäste von auswärts unterhalten, sondern auch sämtliche Leute, die hier wohnten. So machte sie sich also mit ihrer Liste auf, um die Zutaten irgendwie auf zu treiben. Erst spät am Nachmittag kam sie wieder, mit allem, was sie haben wollte und begann zu backen.

    Kira hatte sich längst auf gemacht, ein wenig in der Stadt herum zu stöbern. Vielleicht konnte sie ja heraus finden, ob hier vielleicht noch immer ein Vampir sein Unwesen trieb. Natürlich fand sie so nicht heraus, sah aber Liv, die offenbar ein kaufte.

    Lilly sah zu Kazel.
    „Schön das es dir wieder besser geht.“
    Sie nestelte an ihrem Rock herum, sah dann aber wieder auf, wobei sie ziemlich verunsichert aussah. Immer hin hatte sie sich ja auch gerade fürchterlich blamiert.
    „Meintest du das wirklich ernst? Also das du … das du mit mir tanzen willst?“
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    Ailish

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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Ailish am Di Jul 29, 2014 10:03 am

    Kazel sah Lilly eine ganze Weile an, ehe er sagte: „Ja. Ich meine IMMER ALLES ernst, was ich sage.“ Das stimmte wohl. Ein Spaßvogel war er wohl nicht, wenngleich er jedoch gerne mal geschauspielert hatte… Nun ja. Ihr musste er nichts vorspielen. Sie kannte ihn, so wie er war, wusste wer er war… Zumindest, hatte sie ihn kennen gelernt, wie er sich normalerweise gab. Wie dem auch sei, er wollte sie nicht belügen! „In der Tat geht es besser.“, sagte er leise. Dann sah er zu Kiran. „Ich glaube er macht sich umsonst sorgen.“
    Anegin erhob sich nun langsam und nickte Elentari zu, wobei er sagte: „Einen guten Morgen wünsche ich dir.“ Er lächelte und er strahlte irgendwie heller als die Sonne, für sie. Er schien gute Laune zu haben. Vielleicht hatte er etwas sehr Schönes geträumt. Vielleicht war es aber auch etwas anderes.
    Ailish und Tryn unten beschäftigten sich mit sich selbst und Ailish fragte sich, ob man den Bund in seiner Heimat eingehen musste. War es nicht eigentlich genau das, was sie sich immer gewünscht hatte? Einen Mann kennen lernen, den sie leibte, ihn zu ehelichen, Kinder zu zeugen, ein Haus zu haben… Moment! Kinder zeugen?! Sie war doch noch gar nicht bereit für so einen Schweinskram! Sie lief erneut rot an, entschuldigte sich und lief in die Scheune. Sie setzte sich ins Stroh und überlegte. Das sie daran nicht eher gedacht hatte! Sie würde sich ganz sicher, fürchterlich schä#men und erschrecken und es würde weh tun, davor ahtte Mutter sie gewarnt! Ailish rann unbewusst eine Träne herab. Sie wollte Tryndamere, liebte ihn und sie war so… verknallt! Aber war sie bereit dafür? Sie schluchzte ungewollt und hielt sich die Hand vor den Mund.
    Tryndamere indes hatte sich nun am Bier gütlich getan. Er saß da und trank. Was sollte er auch sonst tun. Alle Arbeiten waren erledigt und so konnte er sich entspannen. Schlimm genug, dass sie ihn ÜBERHAUPT hatten anstellen können. Und das nur, weil Ailish’s Blick ihn sofort erweichte. Er lächelte beim Gedanken an sie… Ja! Er mochte sie wirklich und alles wurde bedeutungslos, wenn er nur sie bei sich hatte…

    Kiran erwachte schnell und gähnte er erklarte der Gruppe, dass er jetzt wisse, wie man in den Abyss kam und ignorierte Kazel, der ihm zu sagen versuchte, dass alles ok war, dass er sich schon deutlich besser fühlte.
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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Liv am Di Jul 29, 2014 10:31 am

    Irgendwie fand es Lilly nicht einmal schlimm so betrachtet zu werden, doch es war seltsam von dem beobachtet zu werden, den man so gern mochte. Das rot blieb auf ihren Wangen, denn allein Kazels Blick sorgte schon dafür. Als sie gerade auf sah, erklärte er, das er immer alles ernst meinte, was er sagte. Nun nach dem Abend gestern, hatte sie nicht mehr daran geglaubt. Es war so schön, das er ihr dieses versprechen gegeben hatte, das sie ihn sofort noch einmal stürmisch umarmte und ihm einen Kuss auf die Wange gab, der im Gegensatz zu der Umarmung sehr sanft und zart war. Als hätte sie etwas ungehöriges getan, ließ sie von ihm ab, glättete sich verlegen den Rock und hüpfte schließlich zur Tür hinaus, um unten zu helfen.

    Liv war in der Küche vollkommen beschäftigt. Sie rührte, schlug Sahne und hatte es tatsächlich geschafft, Schokolade zu ergattern. Es dauerte eine Weile, doch sie schaffte, was sie sich vor genommen hatte und es stellte sich sogar heraus, das sie ein Händchen fürs Backen und fürs verzieren von Kuchen und Torten hatte. Als sie endlich fertig war, betrachtete sie ihr Werk mit strahlenden Augen. Ob die Anderen wohl eben so begeistert wie sie wären?

    Kira kam eben von ihrem Stadtrundgang zurück. Sie hörte im Stall jemanden schluchzen. Es war Ailish, aber warum weinte sie? Kira öffnete den Stall und ging hinein. Sie setzte sich zu Ailish und legte ihr den Arm um die Schultern.
    „Willst du drüber reden?“

    Elentari hatte ihre persönliche Sonne in Anegin gefunden und gerade ging sie wieder auf.
    „Guten Morgen. Möchtest du etwas essen?“
    Natürlich sofort bereit, alles für ihn zu tun. So hatte sie auch schon längst das Frühstück besorgt, das nun parat neben ihr auf dem Tischchen stand.
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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Ailish am So Aug 03, 2014 5:15 am

    Ailish saß im Heuschoner und schluchzte, als Kira zu ihr kam. Sie wollte sie trösten und es war ein wenig ungewohnt, doch dann warf sie sich der jungen Frau, die ja trotzdem älter war als sie in die Arme. Sie sagte: „Ach… Es ist…“ Sie weinte erst mal weiter. Es war peinlich mit jemandem darüber zu sprechen. „Ich will Tryndamere zu meinem Mann machen… zu meinem König, aber…“ Sie sah sie mit geröteten Augen an. „Aber… wenn er das Band vollziehen will… Ich weiß doch gar nicht wie das geht! Ich bin so… unsicher! Es soll wehtun und… und…“ Sie weinte weiter und das nicht mal leise. Kein Wunder, dass das Tryn anzog.
    „Alles in Ordnung?“, fragte er hinauf zu den beiden. Er fragte sich unwillkürlich, ob er was falsch gemacht hatte.

    Kiran und Anegin diskutierten solange über den Abyss und dass Anegin wohl eher nicht mitkommen könnte. Kazel versuchte den beiden immer wieder erfolglos zu erklären, dass es ihm viel besser ging und Kiran sagte schließlich: Dir ist die Lage wohl nicht bewusst! Wenn du dich wandelst, gibt es keine Hoffnung mehr für dich! Begreif das endlich du Dussel!“
    Kazel seufzte. „Mir reicht‘s…“, gab er zu verstehen, stand auf, wankte und setzte seinen Weg fort. Er wollte hinunter gehen und raus, aber Kiran stellte sich ihm in den Weg. „Nichts da.“
    „Aus dem Weg!“
    „Nein!“ Kazel knirschte mit den Zähnen. Kiran grinste und Kazel schupste ihn kurzer Hand zur Seite. Kiran griff nach ihm und Funken tanzten gefährlich um Kazels Hände. Kiran sah ihn an. „Zur Not banne ich dich!“ Kazel zischte einen unzufriedenen Laut und ging zum Fenster…
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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Liv am Di Aug 05, 2014 8:45 am

    Kira war sicher nicht die Jenige, die über so etwas lachte. Sie hatte viel zu viel erlebt, als das sie darüber lachen wollen würde. Edward war ein Dreckskerl gewesen und hatte sich genommen, was er wollte. Nicht das er sich an ihr vergangen hätte, aber es hätte sicher nicht mehr lange gedauert, ehe er sie auch in sein gemach zitiert hätte. Mit grauen dachte sie an Diana, wie sie geschrien und geweint hatte. Danach war sie von Bluthund gerettet worden und wie man kurz drauf hörte schwanger. Die, die wussten was geschehen war, waren sich nicht sicher, von wem das Kind war, doch im Allgemeinen war es Bluthunds Kind. Kira hatte nie verstanden, was Diana an ihm gefunden hatte, aber sie hatte verstanden, das Bluthund sie alle immer geschützt hatte. Kira nahm Ailish in die Arme. Sie wollte ihr gerade anfangen zu erklären, als Tryn dazwischen funkte. Er hatte natürlich so gar keine Ahnung, worum es denn hier ging.
    „Ja, keine Sorge. Es sind nur ein paar Frauendinge, die wir hier besprechen,“ lächelte Kira nun über den Rand hinunter.
    „Herzlichen Glückwunsch. Du hast dir eine wirklich gute Frau gesucht,“
    lobte sie Tryn, wobei sie versuchte ihm das Gefühl zu geben, das es eben nicht an ihm lag.
    „Lass mich einen Moment mit ihr reden, ja? Ich bringe sie dir gleich wieder. Manchmal müssen Frauen unter sich sein um über Dinge zu reden.“
    Wieder lächelte sie aufmunternd.
    „Trink ein Meet auf meine Kosten. Dag dem Wirt ich werde dafür tanzen.“
    Oh das würde sie. Nun aber wollte sie mit Ailish reden.

    Lilly hatte im Schankraum ein wenig geholfen zu wischen und alles zu säubern, während Liv in der Küche gewesen war. Aus der kam ein unglaublich leckerer Duft. Gerade war auch Lilly fertig, als Liv mit einer Torte um die Ecke kam.
    „Wow … die sieht aber lecker aus: Ist die für alle oben?“
    Liv lächelte, sah von der Torte zu Lilly und nickte.
    „Holst du bitte Teller, Gabeln und ein großes Messer, damit wir sie schneiden können?“
    Lilly nickte und lief gleich zum Wirt, dem sie auch ein Stück von der Torte versprechen musste. Sie nahm die Sachen und eilte Liv hinterher. Damit sie nicht noch fiel, stieß sie die Tür auf und starrte direkt Kazel an, der offenbar mal wieder ziemlich genervt war. Überrascht sah sie ihn an, während sich Liv mit der Torte an ihr vorbei schob.
    „Jemand Hunger auf Schokoladentorte?“
    fragte sie und sah direkt zu Kiran, der sie ja immerhin erst auf die Idee gebracht hatte.
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    Ailish

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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Ailish am So Aug 10, 2014 1:33 am

    Nun Tryndamere war sichtlich verwirrt und blieb unschlüssig stehen. Ailish hatte sich erschrocken, als er hochgerufen hatte. Er hatte ja gar nichts falsch gemacht und sie glaubte ihn nun verletzt zu haben, dass sie weinte. Tryndamere musste doch nun sicherlich total verwirrt sein! Sie machte sich vorwürfe, aber seine Stimme brachte sie nur noch mehr zum Schluchzen. Sie hatte Angst davor ihn zu enttäuschen.
    „Ailish?“
    „Bitte… Tryndamere…“
    Er sah nun zur Gänze besorgt aus. Er wusste, dass sie – wenn sie ihn beim vollen Namen nannte – entweder unzufrieden oder enttäuscht war. Beides bedeutete düstere Wolken über ihrem Gemüt und Tryndamere hasste es, wenn sie dann so zickig war. Er seufzte und… er ging nicht? Er stieg die Leiter halb hoch, sodass nur sein Oberkörper über den Rand ragte. Ailish sah ihn erschrocken an.
    „Ailish. Rede mit mir.“
    Sie fing nun durch die Tränen an zu lächeln und sagte dann: „Es… ist nicht deine Schuld, mein Liebster.“ Sie schluchzte noch einmal und sagte dann: „Lass mich mit Kira reden. Vertrau mir.“
    Er musterte sie einen Moment und Ailish sah die Sorge in seinem Blick. Wann hatte sie ihn denn jemals besorgt gesehen?! Er blickte nun kurz zu Kira und Ailish beugte sich zu ihm, um ihm einen Kuss auf die Stirn zu geben. Er stieß die Luft aus und sagte dann: „Ich warte im Schankraum.“ Sie nickte und wartete bis er weg war. Unaufhörlich liefen die Tränen. „Was soll ich denn nu r machen…?“, fragte sie so leise, dass es erbärmlich wirkte.

    Kazel stand am Fenster und sah hinaus. Er schien entweder beleidigt oder aber etwas anderes stimmte nicht. Er sah nicht mehr so furchtbar schwach aus und Liv kam mit dem Kuchen herein. Kiran mochte Kuchen, aber gab es nicht wichtigere Dinge? Zum Beispiel in den Abyss abtauchen?
    „Ähm… Ja.“, sagte Kiran und Anegin musste lächeln. Die Stimmung war deutlich besser als noch vor wenigen Stunden und langsam schien die Gruppe irgendwie zusammengewachsen zu sein. Selbst Kazel hatte sich Kirans Wort gebeugt und wartete nun auf „Heilung“. Kazel war sich sehr sicher, dass nichts mit ihm geschehen war, auch wenn er nicht mehr wusste, was vorgefallen war, nachdem… Er seufzte. Die Sonne, die eben durch die Wolken brach blendete ihn und er schloss die Augen, wobei er leicht zurück torkelte. Er stöhnte und hielt sich die Augen. Dann blinzelte er und sah wieder aus dem Fenster. Jetzt schien es zu gehen. Es war wohl eher der Moment der Überraschung gewesen.
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    Liv

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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Liv am Mo Aug 11, 2014 9:55 am

    Irgendwo beneidete Kira Ailish darum, einen so besorgten und so liebevollen Mann zu haben. So etwas wünschte sich wohl jede Frau. Sie wartete ab, bis Tryn nun endlich gegangen war. Nun nahm sie Ailish erneut in die Arme.

    „Weißt du … ich denke du musst dir da gar keine Gedanken drüber machen. Du bist nicht die erste Jungfrau, die nicht weiß, was sie da machen muss. Ich denke das du Tryn damit nicht verärgerst oder ihn enttäuscht, sondern ihn damit sogar noch ehrst. Das kommt alles von ganz alleine. Stell dir einfach vor, was ihm gefallen könnte. Ich meine .. er wird dich sicher nicht einfach hin werfen und einfach … naja du weißt schon. Du weißt doch, wie schön es ist, wenn du ihn küsst oder? Du kannst seinen ganzen Körper mit küssen übersähen.“
    Das alles waren doch nur Gedankengänge … eigentlich sollte sie ihr einen ganz anderen Rat geben.
    „Weißt du … du solltest es auf dich zu kommen lassen und … auch wenn sich das nun irgendwie genau nach dem anhört, was du nicht willst … sag ihm, das du angst hast. Rede mit ihm Ailish. Ich glaube, er wird es verstehen und er wird sicher ganz vorsichtig mit dir sein. Er liebt dich und würde dir nicht weh tun wollen.“
    Ja was sollte sie ihr sonst raten? Schließlich wäre sie kaum die richtige ihr Ratschläge zu geben. Immerhin war auch sie ein gezeichnetes Kind.

    Liv hatte es mit der Torte eigentlich nur gut gemeint, musste nun aber fest stellen, dass Kiran so gar nicht begeistert schien. Wunderbar. Machte sie denn alles verkehrt? Eigentlich hatte sie sich etwas mehr Begeisterung erhofft. Etwas niedergeschlagen stellte sie das Gebäck auf den Tisch, während Lilly die Teller und Gabeln hin legte und die Torte anschnitt.
    „Nun zieht doch nicht alle ein solches Gesicht. Liv hat sich so viel Mühe damit gegeben.“
    Sie ließ jedoch das Messer fallen, als Kazel so geblendet wurde. Ihre Hände schlugen vor ihren Mund. Hatte er etwa doch eine Wandlung vor sich?
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    Ailish

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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Ailish am Di Aug 12, 2014 11:39 am

    Ailish wusste ja selbst, dass Tryndamere ihr niemals etwas zuleide tun würde. Zumindest nicht… absichtlich. Lieber würde er sie vermutlich gar nicht zu seiner Königin machen, als etwas zu tun, was sie nihct wollte. Aber war es das? Wollte sie denn nicht? Eigentlich wollte sie mit ihm verbunden sein! Sie sah Kira nach einer Weile an und schniefte nur noch. „Du… hast wohl Recht.“ Sie wischte ihre Wangen trocken. „Ich muss es abwarten und wenn es so weit ist… Muss ich stark sein!“ Sie war so viel kleiner als Tryndamere. Irgendwie hatte sie trotzdem Angst… Ein bisschen. Sie nickte um sich vielleicht selbst Mut zu machen und nahm Kiras Hände. „Danke…“, sagte sie leise.Sie ging zusammen mit ihr hinunter und kam nun wieder lächelnd in den Schankraum. Tryndamere beobachtete sie und wusste nicht so ganz, was er tun oder sagen sollte. Sie ging zu ihm hin und meinte: „Schon in Ordnung.“ Sie legte ihre Hand auf seinen Oberarm und streichelte ihn kurz. „Es ist alles wieder in Ordnung.“ Sie würde sich Kiras Worte merken. Das war ihr klar.

    Oben sah Kiran etwas perplex zu Lilly und sagte dann: „Ja… Kuchen… Danke, Liv.“ Er schien immer noch mäßig begeistert und war drauf und dran ihr zu erklären, dass er wahrlich wichtigere Sorgen hatte. Erschrecken, sah er dann jedoch zu Kazel, der sich die Augen hielt. Auch Anegin sah besorgt aus und erhob sich leicht. Kazel schien das gar nicht wahrzunehmen und verschränkte die Arme. Kiran lief um ihn herum und sah ihm in die überraschten halbdämonischen Seelenspiegel. „Fängt es an?!“, fragte er Kazel, legte seine Hand auf Kazels Stirn und zog seinen Kopf leicht nach hinten, damit er sich die Augen anschauen konnte. Kazel war so überrascht, dass er im erstem Moment gar nicht reagierte, als Kiran ihn so nach hinten bog. Es dauerte jedoch keine Sekunde, ehe ein gefährliches Sirren von ihm aus ging und Kiran einen gehörigen Stromschlag verpasst bekam.
    „Nicht… anfassen!“, sagte Kazel erst gefasst und dann wütend. Kiran funkelte ihn an und sagte nichts dazu. Er blickte zu Anegin und der nahm sich gerade ein Stück Torte. Kiran stellte fest, dass offenbar niemand den Ernst der Lage erkannte und sah unzufrieden aus. Na toll! Warum noch gleich mussten alle immer so verdammt ignorant sein? Er sah zu Kazel, der sich nun auf sein Bett setzte und in Gedanken zu sein schien…
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    Liv

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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Liv am Mi Aug 13, 2014 12:42 am

    Kira lächelte.
    "So schlimm ist es gar nicht. Es ist auch nur einmal kurz udn dann ist es vorbei. Du wirst schon heraus finden, was du machen muss, wenn es so weit ist. dann geht alles wie von selbst."
    Nun sie wusste, das es weh tat, wurde es mit gewallt gemacht, doch konnte es auch wunderschön sein, wenn man jemanden hatte, der sanft vorging. Betrachtete man den Barbaren so, konnte man sich nicht vorstellen, dass er sanft sein konnte, aber er liebte Ailish und würde sicher wissen, das er sanft sein musste. Als sie im Schankraum an kamen, ließ Kira Ailish mit ihrem Tryn alleinund ging zu den anderen rauf. Eine Torte stand auf dem Tisch und Kiran war offensichtlich gerade unter Strom gesetzt worden. Ein grinsen konnte sie sic nicht verkneifen.
    "Oh Torte. Schön, dann stärken wir uns doch und gehen dann los? Ich denke keiner möchte erleben wie er sich wandelt oder?"
    Warum hatte ausgerechnet sie nun so gut Laune? Vielleicht deshalb, weil sie zum ersten Mal ein vertrauliches gespräch mit Ailish hatte, was sie nun noch enger in die Gruppe ein band.

    Liv lächelte ein wenig , jedoch war sie ehrlich entäuscht, das Kiran so bescheuert reaguierte. Schließlich hatte sie es gut gemeint und als letzte Stärkung vor dem schrecklichen Abstieg. Woher sollte man den Wissen, ob es nicht doch das letzte war, was sie zu essen bekamen? Erschrocken schlug sie die Hände vor den Mund, als Kiran den Stromschlag kassierte. nun es war nicht gerae ein tödlicher, aber ein Schlag.
    "Bitte ... hört auf. Esst udn dann geht. Wir werden hier bleiben. Wir wären euch doch nur im Weg."
    Selbst Elentari hatte sich dazu hin reißen lassen, sich ein Stück Torte zu nehmen. Sie war durchaus gut, wenn gleich ihr doch ein wenig süß. Sie würde eben so wenig hinab steigen können, denn die Dämonen würden von ihr und Anegin angezogen werden, wie die Motten vom Licht.
    Lilly saß ebenfalls inzwischen. Sie hatte sich vom Schreck erholt und hatte sich vor genommen, Kazel nicht mehr so am Leib zu kleben. Sie hatte ihn sehr gern, doch sie wollte ihm auch noch Luft zum Atmen lassen.
    "Möchtest du vielleicht auch ein Stück?"
    fragte sie ihn schließlich doch.
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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Ailish am Mi Aug 13, 2014 5:08 am

    Kira kam herein und Kiran betrachtete immer noch Kazel. Er verhielt sich merkwürdig. Es war irgendwie… Nun sonst war er viel gleichgültiger. Kiran entschied, dass er lieber nicht mit in den Abyss steigen sollte. Das Weihwasser… die Empfindlichkeit seiner Augen… der schwelgende Zorn in seiner Brust… Kiran war sich sehr sicher, dass das alles erste Anzeichen waren.
    „Kazel? Wenn wir hinab steigen, werde ich deine Macht bannen müssen.“
    „Versuchs doch!“, zischte Kazel. „Ich habe genug davon, mich behandeln zu lassen, als sei ich nicht in Ordnung. Denn es ist alles in BESTER Ordnung, nur scheinst du das nicht zu begreifen!“ Anegin stand auf und ging nun zu Kazel herüber. „Er sorgt sich.“
    „Darauf kann ich verzichten!“
    „Und ich auch. Schau mal. Auch Lilly sorgt sich.“ Kazel sah Lilly an, die ihm ein Stück Kuchen reichte. Er sah sie eine Weile an sah auf den Kuchen, seufzte langgezogen und nahm es. Er schien wieder ruhig zu sein. „Danke…“, sagte er leise und aß den Kuchen auf. Kiran schien in Gedanken zu sein. Zumindest murmelte irgendwas vor sich hin und gerade, als Kazel den Teller abstellte schien Kiran mit seinem Gemurmel fertig. Zu schade für Kazel, dass er erst in diesem Moment begriff, dass das Gemurmel Zauberformeln waren. Der Zauber traf ungehindert auf Kazel und magische Ketten, legten sich um ihn. Auch um seinen Mund bildete sich wieder diese furchtbar Maske und Kazel funkelte Kiran an, als seine Hände, wie von Zauberhand auf seinen Rücken gewandert waren, wo sich die Beiden Unterarme gegenseitig mit Ketten verbanden. Zur absoluten Krönung, stellte Kazel aber auch fest, dass die Kette mitten in der Luft durch einen Dimensionsanker verbunden war. Kazel riss an der Kette und augenblicklich beugte er sich nach vorn und stöhnte gedämpft. Dann blickte er Kiran hasserfüllt an, der das ganze nur beiläufig erachtenswert fand. Statt sich dazu zu äußern sagte er: „Fein. Dann können wir ja losgehen.“ Anegin sah traurig auf Kazel und sagte dann zu Kiran: „Musstest du so brutal vorgehen?“
    „Hätte er mich nicht herausgefordert, müsste er jetzt nicht leiden. So einfach ist das.“ Kazel wollte offenbar erneut an den Ketten ziehen, doch dieses Mal landete er auf den Knien und stöhnte erneut gedämpft auf. Er schien Schmerzen zu haben.
    „Kira, wir holen Tryndamere und gehen. Anegin ich brauche deine Hilfe beim Öffnen des Tores.“ Er wollte eben gehen, als er dann sagte: „Liv… der Kuchen war wirklich gut. Danke.“ Anegin sah ihn ungläubig an. Was? Das war ein Lob? Aus Kirans Mund? Ungewöhnlich...
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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Liv am Mi Aug 13, 2014 6:38 am

    Lilly war wohl die, die es wirklich am schlimmsten fand, was sie Kazel an taten.
    „Bitte nicht,“
    wimmerte sie, als Kiran Kazel die Ketten an legte. Liv war scheinbar eben so wenig begeistert, während es Elentari nicht zu interessieren schien. Sie würde gegen einen Vampir auch nicht an kommen können. Kira bedauerte es eben so, doch auch sie wusste, das Kazel eine Echte Gefahr dar stellte, wenn er sich wandelte. Liv sah auf, als Kiran sie an sprach und lächelte ein wunderschönes Lächeln. Ein Lob aus seinem Mund war … es war einfach wundervoll. Sie sprang förmlich zu ihm, drückte ihn und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
    „Passt auf euch auf und kommt gesund zurück. Nicht das ihr da noch irgendwelchen Dämonen zum Opfer fallt.“
    Sie lie0 von Kiran wieder ab. Es gab ja sonst nur Kira die sie drücken konnte, doch die hatte die Gunst der Stunde genutzt und war schon nach unten verschwunden um Tryndamere zu holen.
    Lilly wartete nur, bis Kiran und Anegin, dem Elentari natürlich folgte, aus dem Raum waren und ging langsam zu Kazel. Sie legte ihm die Hand auf die Wange und sah ihn mit großen traurigen Augen an.
    „Es … es tut mir so leid. Ich würde es ändern, wenn ich könnte, aber ich kann nicht.“
    Betrübt legte sie ihren Kopf an seine Brust und schloß die Augen.
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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Ailish am Mi Aug 13, 2014 11:44 am

    Kazel betrachtete die anderen mit einem so zornigen Blick, dass man Angst bekommen konnte, als er vom Boden kniend aufsah. Er blickte zu Lilly, die nun zu ihm kam und ihn unglaublich traurig ansah. Er war erneut wie gelähmt von ihrem Blick. Es rührte sein kaltes mordlüsternes Herz sogar ein wenig. Sein harter böser Blick weichte auf und er schlug die Augen nieder. Ganz so, als wolle er sich für sein Verhalten entschuldigen. Nein… ändern konnte sie es nicht…
    Als sie so an seiner Brust lehnte, konnte er sich kaum bewegen. Nicht, weil es die Fesseln nicht zuließen, sondern, weil er von ihr wie gelähmt war. Er sah hinab zu ihr und da er außer Stande war zu reden, oder sonst was zu machen, blieb er einfach nur sitzen. Er betrachtete ihren Haarschopf eine Weile und irgendwann, als sie schon einige Zeit bei ihm an der Brust lag, legte er seine Wange auf ihren Scheitel und schloss die Augen. Was ging wohl in seinem Kopf vor sich?

    Kiran und Anegin waren also im Schankraum, wo Kira gerade Tryn dazu veranlasste aufzustehen, schließlich wollten sie los und in den Abyss aufbrechen. Kiran schien ein wenig nervös und als sie reisefertig waren und Kiran gerade erklärt hatte, dass sie nur schnell hinab stiegen um eine Pflanze zu finden, die den Namen Blutgras trug und auch ihr Aussehen beschrieben hatte, fragte Tryndamere: „Und wie kommen wir zurück?“
    Kiran wollte ansetzen was zu sagen und unterbrach sich selbst. Er sah Tryndamere an, der eine Braue hob und schließlich sagte: „Dann setz ich mich noch mal.“ Kiran hatte vollkommen vergessen einen Rückweg zu planen. Wie konnte ihm DAS bitte entgangen sein?! Das war ja wohl lächerlich! Kiran holte tief Luft und tadelte sich innerlich selbst. Was zum Teufel! Wie hatte ihm das denn bitte passieren können?! So was dummes! Er brauchte jedoch nur eine halbe Stunde, als auch der Rückweg gesichert war. Für sterbliche war es einfacher zurück in die dritte Sphäre zu gelangen…
    Letztlich vollzogen er und Anegin aber ein Ritual, wodurch sie ein Pforte schufen. Sie würde nur einige Sekunden offen bleiben und Tryndamere ging einfach durch. Kiran sah Kira an und nickte ihr zu. Gemeinsam schritten sie hindurch und fanden sich dann auf der anderen Seite. Dort war es dunkel und absolut trostlos. Es war kalt und der „Himmel“ war ein schwarzes Wolkenmeer. Geflügelte Wesen flogen in unendlicher Ferne um einen schwarzen tristen Turm und waren höchstwahrscheinlich gigantisch! Kiran sah sich nur kurz um. „Also schön. Wir suchen einen „Fluss“ Dort wächst das Blutgras und wenn wir es haben, dann nichts wie weg hier.“ Tryndamere hatte sein Schwert gezogen und nickte.
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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Liv am Mi Aug 13, 2014 11:58 am

    Liv wollte die Drei am liebsten gar nicht gehen lassen, doch sie mussten gehen, um einem Freund zu helfen, auch wenn dieser sich selbst gar nicht al Freund sah. Es dauerte nur einen Moment, ehe das Portal auf gemacht wurde und sie hindurch traten. Liv betrachtete die Stelle besorgt und hoffte inständig, sie würden heil wieder zurück kommen.

    Kira schritt durch das Tor, direkt mit Kiran zusammen. Der Magier hatte wirklich unglaubliche Kräfte. Sie sah sich um. Dies hier waren andere Gegner als in ihrer Welt. Hier würde sie mit anderen Tricks rechnen müssen. Mitleid wäre hier so was von fehl am Platz.
    „Und wo bitte sollen wir HIER danach suchen?“
    Kira sah sich um, entdeckte jedoch nichts, was auf einen Fluß deuten ließe.

    Lilly blieb lange bei Kazel hocken. Eigentlich wollte sie sich von ihm gar nicht weg bewegen. Ihre Arme hatten sich inzwischen um seinen Hals gelegt und sie schien es zu genießen, dass er seinen Kopf auf ihren ab legte. So schnell würde sie ihn nicht allein lassen. Sicher würden die Anderen schnell zurück sein. Sie waren stark und würden sicher keine Probleme haben, die Dämonen zu verdreschen. So lange würde sie bei Kazel bleiben und ihm Trost spenden.
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    Re: Die weite Welt der Fantasy

    Beitrag  Ailish am Mi Aug 13, 2014 1:09 pm

    Tryndamere sah sich um. In diesem tristen Land, konnte es doch gar keine Flüsse geben oder? Er blickte zu Kiran und stellte die Frage Kiras nicht erneut. Sein Blick reichte wohl aus, denn Kiransal sagte: „Kein Fluss aus Wasser…“
    Einige Meilen weiter konnten sie im fahlen, tristen Licht einen Fluss aus Blut sehen. Zumindest war der Fluss rot. Im ersten Moment hatte es wie Lava oder dergleichen ausgesehen doch dann sagte Kiran: „Dort…“ Er warf seinen Mitstreitern einen Blick zu und übernahm die Führung. Er war ein exzellenter Magier, doch auch er hatte hier so seine Bedenken. Er wisperte leise: „Seid vorsichtig. Fasst nichts an und wenn ihr eine Wesenheit ausmacht… bekämpft sie nicht, sondern lauft einfach!“ Tryndamere sah ihn kurz an ehe er sagte: „Ich laufe nicht weg.“
    Doch. Genau das wirst du tun.“ Tryn brummte irgendwas und dann sagte er: „Wir werden sehen…“ Kiran schien ein wenig fassungslos und ging zu ihm herüber er sah ihn scharf an: „Tryndamere.“ Seine Stimme klang gefährlich. „Das hier steht nicht zur Debatte!“ Der Barbar spickte sein Schwert in den Boden und verschränkte die Arme. „Ich laufe nicht weg., wiederholte er und Kiran glotzte ihn etwas dümmlich an.
    „Doch genau das wirst du tun.“ Auch das widerholte er. Tryn schüttelte leicht den Kopf, zog die Klinge aus dem Boden und sagte: „Los…“ Er übernahm die Führung und letztlich kam es wohl, wie es kommen musste: Wie aus dem nichts erschien eine Kreatur vor ihm. Die Wesenheit war wunderschön und schrecklich zugleich. Sie schien nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus einer Art… Astralstaub. Sie war durchsichtig und ähnelte einer Frau mit Klingen und Ketten bestückt. Ihre Stimme klang irgendwie mehrfach überlagert, als würde sie das Echo tausendfach zurück werfen.
    „Sterbliche!“, sagte sie. „Was wollt ihr hier?“ Noch schien die Kreatur nicht angreifen zu wollen.

    Kazel hingegen hatte seine Wange immer noch auf Lillys Scheitel und irgendwie fühlte er sich schrecklich. So von seiner Macht abgeschnitten zu sein, beunruhigte ihn und nicht nur das… Wie sollte er sich wehren, wenn er hier angekettet war und nichts tun konnte? Das konnte übel enden, wenn es einen Angriff geben sollte.
    Anegin war mit Elentari im Schankraum und wartete auf die Rückkehr, der anderen. Er schien beunruhigt. Niemand der Anwesenden konnte erahnen, wie es den anderen ging, noch, was sich eben vor dem Gasthaus herum trieb.
    Als Liv noch einmal Luft schnappen war hörte sie plötzlich ein Geräusch. Es klang so, als ob jemand in der Nähe war, aber es war nicht so ganz zuzuordnen, woher das Geräusch kam. Sie wusste nicht mal, was es für ein Geräusch war, außer, dass es die Anwesenheit von jemandem verriet. Nach einigen Sekunden des Lauschens zeigte sich die Gestalt auch endlich. Ein junger Mann trat hervor. Es sah aus, als sei er einfach aus dem Schatten getreten. Er blickte sie mit tiefroten Augen an und sein Lächeln, war… wunderschön wäre eine Untertreibung gewesen.
    „Guten Abend.“, sagte der Mann, der unvergleichlich schön war. Seine schwarzen Haare waren seidenweich und glatt. Sie waren dennoch irgendwie ein wenig wild und doch perfekt. Seine weißen Zähne waren makellos und seine Züge wunderschön. Er hatte stilvoll geschwungene Augenbrauen und sein Körper war unter einer langen schwarzen Robe verborgen, ähnlich wie Kiran sie immer trug.

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