Nightingale

Es gibt nicht nur Freunde in dieser Welt!


    Licht und Schatten

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    Dana

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    Re: Licht und Schatten

    Beitrag  Dana am Di Feb 26, 2013 8:44 am

    Erschrocken jappste Dana auf, als Shizu ihr die Klinge an den Hals hielt. Ihre Worte hatten Dana klar gemacht, dasShizu sich damals wohl verliebt hatte udn sie ahnte, wem Shizu ihr Herz geschenkt hatte. Um so schlimemr war es für sie, als Shizu nun starb. Sie keuchte auf udn ging in die Knie, als das Leben Shizu nun endgültig verließ. Es war ein anderer Schmerz, als er es damls gewesen war. Ein Schmerz, der ihr zeigte, dass ihr jemand genommen wurde, der zu ihr gehört hatte. Alram schrie Herzzerreißend auf. Hatte er denn nicht verstanden, was Shizu gewollt hatte? Shizu lag neben ihr auf dem Boden. Sie rührte ich nicht mehr. Dana hielt ihre Hand auf ihrer Brust ud keuchte. Alram war mit dem Spiegelschwert auf tales los gegangen. Dana erhob sich. Sie hatte keine Wahl mehr. Alram würde Tales töten, wenn sie nichts unternam. "STOP! Du bringst nicht nur ihn um Alram, sondern auch deinen Sohn. Shizu hat dich nicht geliebt und du bringst sie nicht zrück, indem du Tales tötest!" Sie stand da, sah Hilfesuchend zu ihren Eltern,d och die würden sich nicht einmsichen, das war ihr klar. Dana sah in den Himmel. "Ich bitte euch ... wo immer ihr seid ... bitte helft mir, denn das Töten muss ein Ende haben." Verzweifelt versuchte sie sich zwischen die Kämpfenden zu drängen. "HÖRT AUF!"
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    Tales
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    Re: Licht und Schatten

    Beitrag  Tales am Mi Feb 27, 2013 1:36 am

    Tales und Alram kämpften wie zwei Löwen um ihre erlegte Beute und obwohl Alram ganz klar die Oberhand hatte, wehrte sich Tales aufs heftigste. Die Schläge, die ausgetauscht wurden verletzten jedoch keinen der beiden, da nur die Schwerter aufeinander prallten. Tales wusste, dass er nicht gewinnen konnte, aber die Aussicht, dass er Dana mit in den Tod reißen würde, war einfach viel zu schlimm, als dass er aufgeben konnte. Tales realisierte viel zu spät, dass sich Dana zwischen sie stellte und innerhalb einsa Wimpernschlages, wurde ihm das genommen, was er am meisten liebte. Mehr noch, als er Nunnaly jemals hatte lieben können. Alram stieß Dana das Schwert in die Eingeweide und Tales spürte, wie sein Fleisch ebenso zerriss und auch Lex ging in die Knie. Suzaku schuppte Alram zur Seite, damit er von Dana weg gehen würde und kniete sich zu ihr herab. „Nein...“
    Tales ließ sein Schwert fallen und nahm sie in den Arm. Vielleicht hatte sie noch genug Kraft ihn zu heilen, dann würde es ihr auch besser gehen. Tales zog sie zu sich heran und sagte leise: „Ich liebe dich, mein Engel.“
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten

    Beitrag  Dana am Mi Feb 27, 2013 1:55 am

    Es geschah so schnell, dass sie gar nicht reagieren konnte. Das Schwert versank in ihrem Fleisch und Schmerz breitete sich aus. sämmtliche Kraft wich ihr aus dem Körper und ließ ihr die Beine weg sacken. Es raubte ihr die Luft und sie spürte, wie das Blut aus der Wudne lief. Nun verlor sie wirklich alles. Sie verlor Tales, denn er würde in die Hölle geworfen werden udn sie verlor ihre Freunde und ihren Bruder. Tales hielt sie in den Armen. Sie sah ihn an, zwang sich zu einem Lächeln. "Ich .. ich liebe dich ... mehr als mein Leben mein Prinz," Dann sah sie die Wunde udn es geschah nur aus der Gewohnheit, dass sie ihn zu heilen versuchte. Dann sah sie zu Lex. "Es tut mir leid," flüsterte sie, wärend ihr die Tränen über das Gesicht liefen. "Ich werde einen Weg zu dir finden," sprach sie, als sie Tales über die Wange streichelte. "Ich konnte die Welt nicht ändern, aber ein Leben im Paradis ... ohne dich ... ist schlimmer als jede Hölle." Sie sah zu denen, die sie sehen konnte. "Es tut mir leid." Dann sah sie noch einmal zuu ihren Eltern. "Bitte ... löst das Band ... Es reicht ... wenn einer von uns geht." dann sah sie Tales wieder an. Ihr letzer Blick, das was sie als letztes in irhem Leben sehen wollte, waren seine wunderschönen roten Augen.
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    Tales
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    Re: Licht und Schatten

    Beitrag  Tales am Do Feb 28, 2013 12:38 am

    Traurig sah der Vater auf sein Kind und auch Nocturna, war nicht glücklich über den Lauf der Welt, aber sie durften nicht handeln. Sie durften einfach nicht. Nicht mal sie durften den Gevatter Tod betrügen und aus diesem Grund war es eindeutig.
    „Alram! Hilf ihr!“, rief Tales doch der war bewusstlos, da Suzaku ihn weggestoßen hatte. Und dann war es auch schon zu spät. Tales sah auf Dana herab und ihre Augen waren bereits leer. Er spürte selbst den eiskalten Hauch der Todesumarmung und auch Lex hörte auf zu Atmen. Es war zu spät. Es war alles viel zu spät.

    Lex stand mit einem Mal im gleißenden Licht. Nicht direkt vor seinem Vater, sondern vor Lia. Er blickte herab und konnte seinen toten Körper sehen. Wie er da lag, blutbesudelt.
    „Hallo Lex...“ Er sah sie an und sein Herz schlug heftig. „L-Lia. Ich...“ Sie lächelte nur, nahm seine Hand und führte ihn ein Stück weit durch das leere nichts. Sie setzte sich hin und auch er tat es. Er beschloss ihr die einzige Frage zu stellen, die er niemals wirklich hatte beantworten können. „Wer hat dich getötet Lia? War es Tales?“ Sie lächelte mitleidig und schüttelte dann den Kopf. „Nein...“ Er lächelte ironisch und sagte: „Du bist ein Mistkerl Tales...“ Dann sah er wieder zu Lia. Er wusste, dass er tot war. Er wusste es. „Und jetzt?“
    „Hab noch einen Moment Geduld. Der Vater wird gleich hier sein.“

    Auch Dana stand in einem hellen gleißenden Licht, was sich jedoch nach und nach in das Paradies verwandelte, wo man sie wohl hinschicken wollte. Der Vater kam direkt vor ihr zur Landung und auch Nocturna entstieg der Erde. Der Vater sah sehr traurig aus.
    „Dana... Am Ende konntest du dein leben nicht behalten, aber... Euer wirken, wird die Welt verändern. Die Überlebenden werden diese Welt zu einem besseren Ort machen und es wird alles gut werden. Ein friedliches miteinander, wird bald folgen.“ Nocturna sprach weiter: „Mein Wunsch nach Rache war töricht und ich bin beschämt, das mir ein Mensch das zeigen musste. Doch du Dana... Du bist etwas Besonderes. Die Menschen und auch meine Kinder, werden sicherlich immer an dich denken und sie werden dir deine Taten hoch halten. Eine neue Zeit ist damit gekommen und die Zeit Ezras ist vorbei.“
    Der Vater sprach nun wieder zu ihr: „Dana? Ich kenne dein Begehr. Du willst zusammen mit Tales sein, stimmts? Wenn das dein größter Wunsch ist, werde ich ihn dir von Nocturna erfüllen lassen, aber bedenke dies: Wenn du ein Mal dort bist, kann ich dich nie wieder zurück holen. Ist es das was du willst?“
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten

    Beitrag  Dana am Do Feb 28, 2013 12:59 am

    Es war zuende ... Das Leben war vorbei und Dana stand vor dem Paradies. Sie hatte Lilias den liesten genommen und hatte tales nicht heiraten können. Ihr Vater stand vor ihr. Alles war ihr egal. Sie wollte das alles gar nicht wissen. "Ich hätte ... es gern erlebt," meinte sie leise und starrte auf das Paradies, welches sich vor ihr auf tat. "könnt ihr ... könnt ihr nicht dafür sorgen ... das es Lilias undden anderen gut gehen wird? Ich bin schuld, dass Lilias ihren Lex verloren hat ... und er ... wird sicher mit Lia glücklich sein dürfen. Ich ... ich wollte immer ... nur bei meinem Tales sein. mein Paradis ist dort, wo er ist, denn ohne ihn ... bin ich unvollständig. Keine Hölle kan so schrecklich sein, wie die, allein zu sein, wenn man weiß, dass man bei seinem Liebsten sein darf. Aber ... würde es denn nicht gegen die Regeln verstoßen, wenn ich bei ihm bin? Wird er bei mir sein dürfen? Gibt es denn keinen Weg ... uns wieder zurück zu schicken? Wenigstens ... um eine Weile glücklich sein zu dürfen? Gibt es keinen Weg ... ihn auch ins Paradies zu bringen?" Sie sah ihre Eltern sehnsüchtig an. Sie woltle nicht ohne ihn sein. "kann ich nichts tun, was ihn rettet?" gab es denn gar keine Hoffnung mehr? Warum hatten die alten Götter sie nicht gehört, als sie gerufen ahtte? Warum war sie gestorben udn musste es nun so hin nehmen? Sie wollte Tales heiraten, wollte mit ihm glücklich sein und das einzige ... was sie jetzt noch hatte, war die Wahl zwischen dem Glück in der Hölle, welches vermutlich eher ein vermeidliches Glück war, oder dem Unglück im Paradies.
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    Tales
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    Re: Licht und Schatten

    Beitrag  Tales am Fr März 01, 2013 4:50 am

    Ein Mitleidiger Blick von beiden Göttern zu Dana und ein sanftes Kopfschütteln. „Nein. Ich kann dir nur das hier geben.“ Er deutete hinter sich auf die weite Flur. „Es wird dir vorgegaukelt werden dass du glücklich bist, Dana. Tales wird bei dir sein, aber es wird nicht der echte sein. So viel vorab. Ich will dich nicht in die Hölle schicken, denn die Hölle ist so schlimm, dass sich selbst die Dämonen davor fürchten, aber.... für deine große Tat, will ich dir jeden nur erdenklichen Wunsch erfüllen, der in meiner Macht steht.“ Nocturna nickte. Sie schmiegte sich an ihren liebsten.
    „Wessen Seele einmal diesem Vielfraß da unten gehört, der kann nicht zurück. Tales hat so viel Leid verursacht und so viele getötet und gepeinigt, er kann unmöglich hier her. Der Bastard unten in der Hölle, würde ihn niemals hergeben.“ Der Vater sah sie nun wieder direkt an. „Dana? Du musst dich jetzt entscheiden...“
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    Dana

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    Re: Licht und Schatten

    Beitrag  Dana am Fr März 01, 2013 5:47 am

    Betrübt sah sie auf den ... ja .. was? Boden? Dann hob sie debn Blick wieder. "Wärest du den glücklich, wenn du nur eine Illusion an deiner Seite hättest, anstatt Mutter? Und du Mutter? Wärest du damit zufrieden, wärest du an einem Ort und wüsstest, dass es nichtd er echte Vater ist? Nein. Das Glück befindet sich da, wo man sein Herz gelassen hat und wenn es in der Hölle ist, so muss es eben so sein. Wenn ich dadurch sein Leid ein wenig mindern kann, dann will ich das hin nehmen und mit ihm leiden, denn das gefühl, welches ich für Tales empfinde, ist so stark, dass ich selbst die Hölle mit ihm durch stehen möchte. Ich danke euch für eure Fürsorge, aber ich kann ihnnicht allein dort unten lassen." Sie fiel ihren Eltern noch einmal in die Arme, ehe die Entscheidung besiegelt wurde. "Ich liebe euch," flüsterte sie.

    Liviana hatte das alels mit angesehen. Wie in Zeitlupe sah sie Dana, Tales udn Lex fallen, sah, wie sie starben. Sie schrie auf. Gerade eben erst hatte sie ihren Vater gefunden, wollte das er sie zum Altar bringt und nun ... starb er hier einfach. Sie stürzte zu ihm, hielt ihn in den Armen udn weinte bitterlich. Es war schneller gegangen, als sie geglaubt hatte. "VATER!!!" Sie legte ihn sacht auf den Boden, ergriff ihr Schwert und woltle Alram dafür erschlagen, das er irhen vater geholt hatte. Sie empfand solchen Schmerz, dass sie es kaum aushalten konnte.
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    Re: Licht und Schatten

    Beitrag  Tales am Mo März 04, 2013 2:33 am

    Suzaku sah zu seiner Liebsten, die bitterlich um Lex weinte. Das war doch alles nicht wahr? Wie konnten alle so schnell auf einmal... Er sah zu Alram, der immer noch bewusstlos auf dem Boden rum lag. Ignis kam auch wieder zu sich und auch die anderen Cale, Kilian und Alexine stellten ernüchtert fest, dass Dana tot war. Kilian sank neben der Leiche seiner Schwester zu Boden und weinte riesengroße Tränen. Es war ein schreckliches Bild. Alle waren von Trauer und teilweise von Zorn zerrissen.
    Suzaku legte Liv die Hand auf das Schwert und sah sie vielsagend an er stellte sich zwischen sie und Alram und sagte dann: „Liv! Das ändert gar nichts. Das hätte er nicht gewollt! Alram ist sein Vater – Dein Großvater!“ Er sah sie flehentlich an. „Liv... Niemand darf über Leben und Tod entscheiden... Hass macht es nicht besser und Rache bringt ihn dir nicht zurück.“ Alram kam zu sich und Ignis stand über ihm um ihm aufzuhelfen. Nur um ihm dann so kräftig eine reinzuhauen, dass er wieder umfiel und reglos liegen blieb. Suzaku nahm das zur Kenntnis und achtete auf die anderen. Auch er empfand tiefe Trauer, für seinen Freund und auch für Dana und es war ihm unbegreiflich, warum die Götter nicht eingegriffen hatten. Er hatte seinen Glauben verloren, obwohl er wusste, dass die beiden existierten. Es war fürchterlich.

    Der Vater sah Dana mitleidig an und versicherte ihr noch einmal, dass er nichts hätte tun können. Er empfand die Gleiche Trauer für sie, wie für die anderen. Das war nun mal leider der Lauf der Welt, aber... Das hatte keiner dieser Drei verdient. Obwohl er auch wusste, dass Nocturna da anderer Meinung war.
    „Das tut mir leid, aber ich werde dir deinen Wunsch nicht abschlagen, Dana... Auch wenn er mich schmerzt, wie eine tiefe Wunde. Sie wurde von ihm aufgefangen und auch Nocturna, legte ihr eine Hand auf die Schulter. Er berührte ihre Stirn und mit einer Träne auf der Wange schickte er ihre Seele in die Hölle.
    Dann wandte er sich Lex zu. Für Lex sah es aus, als würde der Vater aus dem Nichts erscheinen. Mit großen Augen sah er den Vater an und meint: „Das hätte nicht passieren dürfen.“ Lia trat hinter den Vater und Lex sah wieder hinab, zu den zurückgelassenen.
    „Lex? Du hat immer treu an mich geglaubt, hast dein Leben gelebt, wie ich es mir von allen meinen Kindern gewünscht hätte.“ Er dachte an Dana. Sie hätte er vor die gleiche Wahl gestellt. Er berührte Lex Schulter und sagte: „Du bist genau dafür geschaffen, was ich mit dir vorhatte, seit du geboren warst. Du sollst ein Krieger des Lichts sein.“ Lex sah ihn mit großen Augen an und Lia nickte efrig und glücklich.
    „Entweder, du verlierst deine Erinnerungen und wirst neu geboren, oder du bildest einen Teil meiner Armee, die ich nun neu errichten werde. So wie mein Gegenspieler auch.“
    „Sprichst du davon, mich zu einem Engel zu machen?“, fragte Lex rundheraus und vergaß, durch diesen Schock sogar seine üblichen Umgangsformen.
    „Ja. Nenne es wie du willst. Ein Himmelskrieger.“ Lex betrachtete Liv, wie sie so bitterlich weinte und dann ihren Großvater scheinbar erschlagen wollte. Suzaku hielt sie davon ab, wie konnte er jemals an dem Jungen gezweifelt haben. So rein war sein Herz. Er sah zum Vater und nickte, hob jedoch den Finger und sprach: „Darf ich die Erde noch einmal betraten?“
    Der Herr lächelte und meinte: „Nun, ich kann es doch auch.“ Lex nickte und dann wurde er von seinem Vater ins Licht getaucht. Weiße Schwingen breiteten sich auf seinem Rücken und seine Kleidung wandelte sich in eine silbrig weiße Rüstung. Das Blut verschwand und seine wunderschönen Quecksilberaugen, schienen von innen zu strahlen. Das Paradies öffnete sich vor ihm und er sah wieder hinab. „In Ordnung... dann geh ich mal.“ Der Vater nickte und Lia sah zu ihm hinauf. Als Lex weg war, sagte der Vater: „Du weißt, wem sein Herz gehört?“ Lia nickte glücklich und sagte dann: „Ich habe ihn doch erst dazu angestachelt. Liv soll eine Mutter haben, auch, wenn sie nicht geheiratet haben. Sie soll wissen, dass Lilias Lex Herz in ihren Händen hält.“
    „Genau das, habe ich von dir erwartet, Lia.“ Sie lächelte glücklich und verschwand schmunzelnd ins Nichts.

    Lex erschien den anderen in genau dem richtigen Moment. Er tauchte neben Suzaku auf und lächelte seine Tochter still an. Er hob Alram auf und weckte ihn. Mit einer Handbewegung. Dann sprach er beruhigend und mit sanfter Stimme.
    „Weine nicht, meine kleine Liv. Ich werde dich immer beschützen und für dich da sein. Gehe deinen Weg in Frieden und blicke nicht zurück. Suzaku... Ich hätte nie an dir zweifeln sollen, und was Alram betrifft... Vergebung ist auch eine Tugend. Er ist nicht so schlecht, wie ihr glaubt.“ Alram gaffte seinen Sohn an, als sei er nicht ganz richtig im Kopf. Er sah die Flügel und brachte keinen Ton hervor. Und dann geschah noch etwas unerwartetes.
    Tales richtete sich mit einem mal ruckartig auf und ein Schrei tiefster verzweiflung, bitterstem Hass und unergründlichen Schmerzes verließ seine Kehle.

    Dana fand sich zwischen dem roten Sand wieder, der so schneidend war, dass sie das Gefühl hatte, ihr würde das Fleisch von den Knochen geschält. Die schreie von leidenden Seelen und körperlosen Präsenzen drangen an ihre Ohren und der Gruch von Blut lag in der Luft. Sie sah Tales, wie er da stand, von seinen beiden Armen lief Blut, wo etwas wie Fleischerhaken durch die Schultern getrieben waren. Er sah sie an und ein Ausdruck völligen Entsetzens trat in sein Gesicht. Er sah Dana und taumelte auf sie zu. Er streckte eine Hand nach ihr aus und sagte mit trockenen spröden Lippen: „Dana... Was... hast du getan?“ Er blickte sie unsäglich traurig und verzweifelt an. Alles was er sich für sie gewünscht hatte... Alles was er gewollt hatte, war sie glücklich zu sehen und nun, war es alles anders. Es erfüllte ihn mit sagenhaftem Schmerz. Und gerade, als er ihr mit seinen blutigen Fingern über die Wange streichen wollte, wurde er nach hinten gerissen. Nur einen Schritt. Er drehte sich panikartig um und dann tauchte vor ihm ein Licht auf, was schnell Shizus Formen annahm. Die Gestalt hatte die Stimme von der Hexe, Shizu: „Tales... Du sollst deine langersehnte Strafe nun endlich erhalten. Nicht der Tod und nicht die Hölle wartet auf dich, sondern ein ewiges Leben, mit dem wissen, dass dein Herz wegen dir in der Hölle schmort. DAS ist deine Strafe, für die Verbrechen, die du begangen hast. In all den Jahrhunderten...Nach all diesen Äonen, hast du nun endlich deine Strafe erhalten.“
    Sie schnippte ihm Gegen die Stirn und Tales erkannte, was sie meinte. Dieses Leben hier, war nur ein Bruchteil dessen, was seine Seele durchlebt hatte. Tales erinnerte sich an alles. Erinnerte sich an die Ewigkeit vor diesem Leben. All das, was geschehen war... Niemand hatte ihn dazu gezwungen, er hatte all diese Taten getan, weil er es so wollte, weil es seine Bestimmung war, weil er der Zerstörer war. Er wurde von Dana weggerissen und war außer Sichtweite. Shizu wandte sich an Dana zurück. Sie sah mitleidig auf sie herab.
    „Du hättest ihm nicht folgen dürfen. Ich habe dich gewarnt, jetzt ist es zu spät und meine Rache vollbracht. Ich wollte nie dass du leidest, aber nun... Er lebt. Das war es doch, was du wolltest, nicht wahr?“ Das licht verschwand und Dana blieb allein in der Hölle zurück.

    Tales verharrte einen Moment noch auf den Knien und dann schien es als dampfe sein Körper von Schwarzem Rauch. Dann verließ ein furchtbarer Schrei des Zornes seine Kehle und schwarze Flügel breiteten sich auf seinem Rücken. Suzaku war so voller Furcht um alle beteiligten, denn Tales Stimme klang wahrlich dämonisch und stieß ihm das Schwert zurück in die Brust und wurde von Tales durch den gesamten Saal befördert. Tales zog das Schwert heraus und die Wunde fing langsam an sich zu schließen. Ohne weitere Worte brach er durch die Decke des Saals und man konnte ihn noch einmal voller Schmerz aufschreien hören. Dann war es still und er ward nie wieder gesehen...
    Lex blickt ihm fassungslos nach und die Stille, die nun im Raum herrschte, war erdrückend.

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